Landlord
Landlords Blog
vor 10 Monaten - 09.03.2025
25 36
Interview mit Stephen Cordina - Der Parfümeur von Malta

Interview mit Stephen Cordina - Der Parfümeur von Malta

„Der Parfümeur von Malta“ - ein Überschrift, die sich anhört wie der Titel eines 700-seitigen Historienschmökers. Und wahrhaftig: Im südlichsten Staat Europas ballt sich Historie mit der weltweit höchsten Dichte von 2000 Kulturdenkmälern auf einer Fläche, die gerade einmal der Stadt Bremen entspricht. Zu allem Überfluss ist auch noch die gesamte Hauptstadt Valletta UNESCO-Weltkulturerbe! Beim winterlichen Flanieren (Ende Januar bei 18° C und Sonnenschein) durch die engen und steilen Straßen staunten aber nicht nur meine Augen, auch meine Nase schnupperte überraschende Wohlgerüche. Sie lotsten mich um zwei Straßenecken geradewegs zu Stephen Cordinas Parfümatelier und Ladengeschäft. So lernte ich nicht nur den ersten und bisher einzigen Parfümeur Maltas kennen, sondern auch einen der wenigen europaweit, die sich hochprofessionell auf die Arbeit mit natürlichen Duftstoffen spezialisiert haben. Obwohl merklich vielbeschäftigt, nahm er sich ein paar Tage nach meinem ersten Besuch Zeit und beantwortete südländisch entspannt meine Fragen. Zu meiner Überraschung begann Stephen unsere Plauderei auf Deutsch, das er sich in seinem Studium der Parfümerie in der Schweiz angeeignet hat. Das Interview führten wir dann auf Englisch.

Also, Stephen, wie sind Sie der Parfümeur von Malta geworden?
Nun, anfangs hätte ich nie gedacht, dass ich einmal Parfümeur werden würde! Am Anfang war da ein großes Fragezeichen. Mein Vater sagte: „Das ist etwas für die Kinder von Ärzten und Professoren, was wir nicht sind. Also, nein.“ Und zweitens war es wahrscheinlich ein bisschen zu weiblich. Also wurde das Thema nie wieder aufgegriffen und ich behielt es als Geheimnis für mich. Denn es gab keinen Parfümeur in Malta, zu dem ich gehen und sagen konnte: „Könnten Sie mich anleiten?“ Wir haben hier keine Leute, die einen dabei unterstützen, Parfümeur zu werden. Denn in Malta kennt sich niemand damit aus. Das Internet war nicht so wie heute, wir reden hier von 1997, 1998, wissen Sie. Die Schule war auch nicht hilfreich. Die Leute sagten immer: Ein Chemiker wird Parfümeur. Oder ein Apotheker.
Und ich habe immer gedacht: Ist das so? So ein Quatsch! Als ich dann herausgefunden habe, was man dazu braucht und was nicht, habe ich mir gesagt: Lass mich Aromatherapeut werden. Das ist die Grundlage der Parfümerie. Ich werde mich hoffentlich als Parfümeur qualifizieren, aber ich werde es vor allen Leuten um mich herum geheim halten. Okay, ich bin tatsächlich die ganze Zeit nach London und in die Schweiz und nach Frankreich gereist, ohne jemandem zu sagen, dass ich eigentlich Parfümerie studiere! Letztendlich ist also mein Herz der Nase gefolgt.

Was für eine Geschichte! Und Sie haben es bis zur Mitgliedschaft in der „Société Française des Parfumeurs“ gebracht...
... was für mich als Parfümeur aus einem kleinen Inselstaat am Rande Europas auch eine Herausforderung war. Aber sie sagten: „Wir würden Sie gerne haben. Sie sind ein interessanter Parfümeur." Wegen meiner Spezialität: Naturstoffe. Sie gaben mir das Bewerbungsformular und ich sah, dass ich einen Fürsprecher brauchte, also einen anderen Parfümeur. Ich war schon 20 Jahre in der Branche, aber meine Antwort war: Ich kenne keinen Parfümeur. Ich kannte sie natürlich vom Sehen, wenn ich auf Messen war, wo Parfümeure ihr Material kaufen, ja, und ich bewunderte sie. Aber ich konnte nie zu ihnen gehen und sagen: „Hallo, ich bin Steven, kannst du mein Freund werden? Und kannst du mich vorschlagen, Mitglied zu werden?“ Das würde man natürlich nicht machen.Also sagte der Vorsitzende: „Mein Gott, ich kenne Ihre Arbeit. Ich werde Ihr Fürsprecher sein." Der Vorsitzende! Okay. Ich war wie... wow!

Würden Sie sagen, dass Sie einen einzigartigen Stil entwickelt haben, weil Sie nicht viel Kontakt mit der Parfümeurs-Szene hatten?
In gewisser Weise vielleicht. Was andererseits nicht sehr gut ist, wenn man keinen Austausch hat. Das ist wie im Journalismus. Journalisten unterstützen sich gegenseitig. Sie teilen nicht genau mit, woran sie arbeiten. Aber am Ende des Tages unterstützen sie sich trotzdem gegenseitig. Und sie beschützen sich gegenseitig. Bei uns Parfümeuren ist es genauso: "Oh mein Gott, woher bekommst du diese Zutat? Komm schon, sag es mir!"

Ja, Malta scheint mir eher ein kleines Universum für sich zu sein.
Was mich manchmal frustriert. Denn in Malta gibt es nur sehr wenig Wissen über Parfüm und darüber, was ein Parfümeur macht. Es gibt Leute, die kommen hierher und wollen einen maßgeschneiderten Raumduft für ihr Hotel. Und ich frage sie: Wann soll er herauskommen? Und ich denke: in vier oder sechs Monaten. Und sie sagen: nächste Woche, Mittwoch. Und ich sage: Was? Nein, das kann ich nicht machen. Das ist unmöglich, wissen Sie. Ich muss zu Ihnen kommen und Ihre Räumlichkeiten, Ihre Möbel studieren. Wie oft sind die Türen offen, wann sind sie geschlossen? Denn ich muss sehen, welche Gerüche von draußen hereinkommen. Und was ist, wenn es in der Anlage Feuchtigkeit gibt, die von unten nach oben dringt. Das muss ich überdecken. Da ist eine Menge zu berücksichtigen. Aber sie denken einfach, ich gehe hinter meine Duftorgel, als würde ich hinter eine Bar gehen und einen Cocktail mixen. Und voilà.
Und dann nenne ich ihnen natürlich das Honorar. Und weil sie es nicht gewohnt sind, einen Parfümeur mit seiner Zeit, seinem Wissen, seiner Erfahrung und seinem Talent zu engagieren, denken sie, ich sei verrückt. Ich sage ihnen: „Hören Sie, googeln Sie, wie viel ein Parfümeur für seine Zeit berechnet, um einen maßgeschneiderten Duft zu kreieren, was auch immer es ist. Dann werden Sie diese Branche verstehen und wissen, dass ich nicht verrückt bin.“ Und daraufhin ändern sie ihre Einstellung. Wenn ich  internationalen Marken mein Honorar nenne, sagen sie normalerweise ja. Und ich liege bei weitem nicht in der Nähe des Honorars der Top-Ten-Parfümeure.

War es mit der Präsidentin von Malta genauso, als Sie die Raum- und Wäschedüfte für den Präsidentenpalast "San Anton" kreierten?
Es war mir eine Ehre, mit der Präsidentin von Malta zu arbeiten. Sie war so entspannt im Umgang mit mir. Sie bewunderte meine Arbeit und die Errungenschaften des Unternehmens und die Art und Weise, wie ich gleichzeitig auf luxuriöse Art und Weise für Malta werbe. Sie ließ mir völlig freie Hand. Für mich war es ein wohltätiger Akt, und sie sorgte dafür, dass ich das bekam, was ich für diesen Akt verdiente. Ich erinnere mich, dass es ein sehr schönes Highlight war, am San-Anton-Parfüm zu arbeiten. Also, ja, ich wünschte, viele Kunden wären so.

Mir ist aufgefallen, dass viele der Geschichten, die hinter Ihren Parfums stecken, weit in die Geschichte zurückreichen. Hat das mit der Tatsache zu tun, dass Sie Malteser sind, denn wenn man auf die Straße geht, kann man die Geschichte kaum übersehen?
Ja, aber es gibt auch noch einen anderen Aspekt. Als ich im Ausland unterwegs war, besuchte ich  Parfümvorlesungen auf Messen für die Inhaltsstoffe. Ich stellte fest, dass Meisterparfümeure die Workshops über die Geschichte des Parfüms und die Inhaltsstoffe und ihre Verwendung leiteten. Und die Zuhörer saßen alle da und hörten gebannt zu. Aber was auch immer die Dozenten sagten, es war nichts Neues für mich. Denn sie sprachen viel über den historischen Prozess, über alte Rezepte, was ich schon seit Jahren studiere und weiß. Und ich dachte: Moment mal, da ist eine große Diskrepanz. Okay, ich bin ihnen bei den natürlichen Stoffen voraus, so wie sie mir bei den Aromachemikalien voraus sind. Also dachte ich mir, ich werde mehr in den Bereichen arbeiten, in denen sie noch aufholen müssen. Und das ist das Spannende daran, Aromatherapie und Parfümerie zusammenzubringen: die Verwendung von Aromatherapie und alten Parfümtechniken - wie dem Kyphi-Stil.

Kyphi-Stil? Was ist damit gemeint?
Parfums im Kyphi-Stil werden ohne Duftpyramide hergestellt. Der Pyramidenstil kam erst viel später im 19. Jahrhundert auf. Aber die Ägypter haben schon vor Christus Parfüms hergestellt, aber nicht mit einer Pyramidenstruktur. Ich verwende zum Beispiel Benzoe als Kopfnote, wissen Sie. Ich habe die Düfte „Osiris“ (das Auge des Cyrus), „Astarte“ und „Pharaonic“ ohne Duftpyramide hergestellt. Ich habe auch historische Parfums rekonstruiert. Taputi war der Name der ersten weiblichen Parfümeurin, zumindest der ersten weiblichen Parfümeurin, die in den Geschichtsbüchern erwähnt wird. Sie war eine Lady aus Mesopotamien und die persönliche Parfümeurin von Kleopatra. Und es ist mir gelungen, eines ihrer Parfüms zu rekonstruieren, das sie für Kleopatra hergestellt hat. Ich habe es sogar „Taputi“ genannt. Ich kann es Sie später riechen lassen.

Oh, darauf bin ich sehr neugierig!
Und ich habe noch andere „Parfüms“ hergestellt, denn das Wort Parfüm kommt, wie Sie wissen, aus dem Lateinischen, perfumo. Bakhoor ist das Wort, das in der arabischen Welt verwendet wird. Bahhar auf Maltesisch ist sehr ähnlich. Bahhar und Bakhoor, das gleiche Wort, nur ein anderer Dialekt, bedeutet „Reisen“. Denn Duft reist. Mein Weihrauch ist also eine sehr alte Formulierung, aber natürlich habe ich ihn auch an die heutigen Vorlieben angepasst – das war es, was Sie draußen auf der Straße gerochen haben, denn ich verbrenne ihn im Eingangsbereich. Das ist „Kyphi Bakhoor“. Es ist sehr einzigartig, aber es ist das ursprüngliche "Parfüm".

Sie sagten, Sie sind Aromatherapeut und Parfümeur. Haben Sie bei der Kreation eines Parfums immer die therapeutische Wirkung im Blick?
Normalerweise habe ich immer das Ziel vor Augen, der therapeutische Aspekt spielt eine wichtige Rolle. Ich möchte erreichen, dass die Person, die ein Parfüm benutzt, sich gut fühlt. Ja, okay, wenn man gut riecht, dann fühlt man sich schon gut. Aber ätherische Öle sind lebendige Inhaltsstoffe, sind Wirkstoffe. Synthetische Aromen sind keine aktiven Inhaltsstoffe. Sie verströmen zwar einen Duft, aber sie haben keine aktive oder therapeutische Wirkung. Ich spiele also mit beidem. Wenn möglich, arbeite ich nur mit natürlichen Stoffen. Aber manchmal sind bestimmte Stoffe verboten. Ich schaue dann, welche Ersatzstoffe ich finden kann, aber wenn ich keine finde, muss ich damit umgehen. Aber ja, manchmal widme ich mich einfach der Kreativität und vergesse ein wenig die therapeutische Wirkung, nur um etwas zu riechen, um es zu genießen, wissen Sie. Aber das ist nichts, was ich unter meiner Marke verkaufen würde. Denn ich muss unter dem Dach der Aromatherapie von Stephen Cordina bleiben, verstehen Sie?
Aber letzten Endes bin ich ein Schöpfer und ich liebe es, ständig etwas zu erschaffen. Ohne Kreativität ist es, als ob ich nicht genug Luft zum Atmen hätte. Es liegt also in unserer Natur, ständig zu erschaffen. Manchmal bleibt das Ziel in weiter Ferne und ich entdecke auf dem Weg andere Dinge. Dann lege ich sie beiseite und komme später darauf zurück. Also, wie ich immer sage: „Even a master was once a disaster as well.“

Gibt es bei der Arbeit mit natürlichen Ölen mehr Desaster, mehr Katastrophen als mit synthetischen Aromen?
Oh, glauben Sie mir, ich frage mich das oft: Warum habe ich mich nicht für synthetische Stoffe entschieden? Natürliche Öle sind so dramatisch! Wissen Sie, jede Charge, jedes Fass ätherischen Öls riecht anders. Sie sind so komplex, und die Arbeit mit natürlichen Ölen dauert viel länger als die mit synthetischen. Denn wenn man synthetische Stoffe mischt, ist das Ergebnis bereits fertig. Das bleibt dann auch so. Bei natürlichen Ölen kann sich der Duft acht Monate lang verändern. Manchmal hat man sieben Stunden oder sieben Monate lang einen tollen Duft, und im achten Monat kann er sich wieder ändern und das Ziel ist dahin. Und manchmal wird es sehr trübe. Aber ich hasse es, es zu filtern. Wenn man es filtert, um es zu klären, geht das Beste des ätherischen Öls verloren. Das ist die Komplexität der natürlichen Essenzen. Es ist sogar schwierig, Lehrer zu finden, die sich auf natürliche Parfümerie spezialisiert haben. Die besten Naturparfümeure auf der ganzen Welt kann man an einer Hand abzählen.

Wie sieht denn ein typischer Tag für Sie als Parfümeur aus?
(lacht) Oh, er ist nicht gerade so, wie ich ihn mir wünsche.

Zu viele Interviews?
Nein, nein, keine Sorge! Ich bin einfach nachts sehr kreativ. Ich bin also überhaupt kein Frühaufsteher. Von allen Mitarbeitern bin ich der Letzte, der mit der Arbeit beginnt, aber auch der Letzte, der sie verlässt. Ich komme morgens hierher, um mit meinem Team die ganze logistische Arbeit zu erledigen, E-Mails zu beantworten und das Geschäft zu überwachen. Wenn etwas furchtbar schief läuft, springe ich ein, um eine bevorstehende Katastrophe zu verhindern. Ich versuche, die Fragen meiner Mitarbeiter zu beantworten, ohne Fehler zu machen, denn ich bin verantwortlich. Was auch immer ich sage, es wird endgültig sein. Und du wartest auf 18.00 Uhr, wenn alle gehen, um deinen Tag zu beginnen, ohne deine Arbeit zu machen. Auch wenn es kein Parfüm ist, kann es eine Verpackung sein, denn ich entwerfe auch meine eigene Verpackung. Oder ich überlege, welche Flakons ich verwenden werde. Und ich entscheide über das Marketing. Dann gehe ich ins Fitnessstudio, trainiere eine Stunde lang - 15 Minuten davon sind Meditation - und dann gehe ich zum Abendessen. Um 22.00 Uhr fange ich wieder an zu arbeiten, bis etwa ein Uhr nachts. Gebt mir die Messbecher, die Waage und die ganze Duftbibliothek und ich bin ein glücklicher Zauberer. Klassische Musik in voller Lautstärke und ich bin in meinem eigenen Film.

Wow! Gab es weitere glückliche Momente für Sie als Parfümeur?
Nun, die Wahrheit wäre, wenn das Flugzeug abhebt, wenn ich nach vielen Jahren in den Urlaub fliege. Das ist mein Lieblingsmoment (lacht). Weil ich mich danach sehne. Aber auch wenn ich im Urlaub bin, gibt es immer Arbeit. Wenn ich zum Beispiel nach Gran Canaria fliege, um Aloe vera und Olivenöl in großen Mengen zu kaufen und nach Malta zu schicken, muss ich sehen, wo es herkommt, ich muss die Plantage sehen. Wenn ich in Spanien bin und dort eine Plantage für ein Öl sehe, das ich beziehe, muss ich sie besuchen. Und wenn ich sie nicht besuche, ist der Urlaub nicht vollständig. Denn das ist keine Arbeit für mich. Parfümeur ist kein Beruf. Für mich ist es ein Lebensstil. Arbeit bedeutet für mich, im Büro zu sitzen und Fragen des Finanzamts zu beantworten.
Und die glücklichsten Momente? Ich sollte sagen, als ich König Charles von England in Malta traf. Das war sehr, sehr bereichernd, aber nein, es war nicht der glücklichste Moment. Manchmal ist der glücklichste Moment der, in dem sich ein Mensch Zeit nimmt. Wissen Sie, ich frage mich immer noch: Was ist das Besondere an mir? Was ist das Besondere an meiner Arbeit? Denn ich lebe sie ja die ganze Zeit. Mein glücklichster Moment ist also, wenn sich ein Kunde die Zeit nimmt, eine Bewertung zu schreiben, eine ehrliche Bewertung. Verstehen Sie? Oder ich schaue mir die Bestellungen an und sehe eine Person aus den USA, die das gleiche Duschgel zum zweiten oder dritten Mal bestellt hat. Und ich sage mir, Herr im Himmel, was ich tue, muss gut sein. Wissen Sie, was ich meine? Es gibt so viele tolle Marken mit so vielen tollen Produkten. Aber die Leute kommen immer wieder von der anderen Seite der Welt auf mein Produkt zurück! Und die Versandkosten sind zwei- oder dreimal so hoch wie das Produkt, aber das ist ihnen egal, weil sie das Produkt haben wollen. Es geht nicht um die Anzahl, die Menge, verstehen Sie? Es geht um die Wertschätzung des Kunden.

Es klingt, als wären Sie glücklich, der „Parfümeur von Malta“ zu sein. Haben Sie noch weitere Pläne für die Zukunft?
Ja, mein Traum ist es, ein Geschäft außerhalb Maltas zu eröffnen. Ich habe die Konzession bereits in die Tschechische Republik und die Slowakei verkauft. Und es läuft sehr gut. Aber ich möchte ein Geschäft außerhalb Maltas. Und ich möchte es mit einem Geschäftspartner machen. Denn schließlich muss ich meine Hände und Augen bei der Produktion belassen. Schließlich bin ich nicht nur der Parfümeur, sondern auch der Chefkoch. Der Chef muss in der Küche stehen!

Oh, es wäre toll, Sie bei uns in Deutschland zu haben! Aber zunächst einmal vielen Dank für Ihre Zeit.

Schönerweise war sie noch nicht ganz vorbei, meine Zeit. Denn Stephen Cordina ließ mich tatsächlich noch am im Interview erwähnten Duft Cleopatras „Taputi“ schnuppern. Sofort wurde mir klar, wieso Cleopatra als verführerischste Frau der Antike galt. Dieses tiefe warme Parfum war schon auf dem Duftstreifen zum Hineinlegen schön…

Zum Schluss möchte ich noch einen Link teilen. Er führt zu einem Interview, das die „TIMES of MALTA“ mit Stephen Cordina führte. Der Weg vom Sohn eines Polizisten auf der kleinen ländlichen Insel Gozo zum ersten Parfümeur Maltas war wahrlich ebenso steinig wie das ganze Archipel: https://timesofmalta.com/article/i-know-instinctively-what-ingredients-will-work.705384

Zur Website von Stephen Cordina geht es hier: https://stephencordina.com

Das Interview wurde auf Englisch geführt und von mir übersetzt.

Aktualisiert am 09.03.2025 - 10:21 Uhr
25 Antworten
MairuwaMairuwa vor 6 Monaten
Gerade - mit großem Genuss und Gewinn - gelesen, da ich einige Tester von Stephen Cordina vor mir stehen habe und beginne, mich dem "Parfümeur von Malta" zu widmen. Danke!
SüchtigSüchtig vor 10 Monaten
Ganz wundervoll und vielen lieben und herzlichen Dank für den tollen Bericht. 🏆
MiniGBICMiniGBIC vor 10 Monaten
Sehr interessant, sehr gerne gelesen :)
ElAttarineElAttarine vor 10 Monaten
Ich liebe Gozo und Malta... Danke für diesen wunderbaren Beitrag und das tolle Interview. Gerne mehr davon!
LandlordLandlord vor 10 Monaten
1
Danke Dir! Ich habe Malta und Gozo 1988 zum ersten Mal besucht, war mit 22 mein erster Flug und mein erster Mittelmeerurlaub. Ich war damals schon fasziniert und bin es nach diesem Besuch wieder!
FirstFirst vor 10 Monaten
Auch von mir vielen Dank! Ein so warmes und erbauliches Interview mit so angenehm wenig plakativer Selbstdarstellung auf beiden Seiten, sagt bei aller Sachbezogenheit gleichzeitig so viel über die Personen aus. Wunderbar gelungen!
LandlordLandlord vor 10 Monaten
1
Oh, das ist ja ein besonders schönes Kompliment, ich danke Dir!
DieEineWelleDieEineWelle vor 10 Monaten
Tolles Interview. Schöne Einblicke und Bilder.
StasVStasV vor 10 Monaten
( Klatsch -Klatsch-Klatsch-Klatsch)........wundervoll
FloydFloyd vor 10 Monaten
Fantastischer Beitrag, sehr interessanter Mensch. Danke Dir dafür!
Christoph27Christoph27 vor 10 Monaten
Was für ein Mehrwert, vielen Dank für den Beitrag! :)
NightFighterNightFighter vor 10 Monaten
Sehr schöner und informativer Beitrag. Ich beneide dich ein wenig.
NightFighterNightFighter vor 10 Monaten
Wie du dir vielleicht denken kannst...um beides. :)
LandlordLandlord vor 10 Monaten
1
Um den Maltaurlaub im Winter oder die Duftentdeckung? ;-)
PollitaPollita vor 10 Monaten
1
Sehr informativ und tolle Bilder. Vielen Dank dafür.
LandlordLandlord vor 10 Monaten
Ganz herzlichen Dank, das freut mich!
PetermaffyaPetermaffya vor 10 Monaten
1
Ich war in meinem Malta-Urlaub in der Parfümerie und habe ein paar Düfte mitgenommen. Toller Laden, tolle Düfte und tolle Parfümkunst. Im Laden durfte ich sogar einen kleinen Blick in die Werkstatt werfen.
LandlordLandlord vor 10 Monaten
Oh, welche Düfte sind das, die ihr noch kennt?
PetermaffyaPetermaffya vor 10 Monaten
Geadded* meinte ich natürlich statt gesehen
PetermaffyaPetermaffya vor 10 Monaten
Hab vor kurzem gesehen, dass sie gesehen wurden. Habe das aqua Valletta in die Sammlung aufgenommen. Wir haben noch zwei weitere, die aber vor allem meine Frau trägt.
LandlordLandlord vor 10 Monaten
1
Ja, ich hatte auch gleich gesehen, dass du der einzige warst, der Cordina-Parfums besitzt ;-)
ChnokfirChnokfir vor 10 Monaten
1
Vielen Dank für den Ausflug nach Malta und das interessante Interview
JackoJacko vor 10 Monaten
Danke fürs Mitnehmen nach Malta, zum Kyphi-Stil und jetzt bin ich ganz gespannt auf das kommende Taputi. Wenn jemand Geschmack hatte, dann Kleopatra, das ist mal sicher 👍🏻
Noahzach19Noahzach19 vor 10 Monaten
Wow! Vielen Dank für das super interessante Interview und die spannenden Einblicke! Da bekommt man direkt richtig Lust Valletta und Stephen Cordina selber einmal zu besuchen. Klingt nach einem sehr spannenden Menschen und nach einer tollen Dufterfahrung! 😊
LandlordLandlord vor 10 Monaten
Ja, ich war wirklich verblüfft, dass man immer noch Parfümeure zufällig entdecken kann, von denen noch nie jemand etwas gehört hat ;-)

Weitere Artikel von Landlord