Am Ende eines Zweiges, der leicht vom Wind geschüttelt wird, öffnet sich in Zeitlupe eine Knospe, die ihre seidig weichen Blütenblätter mit einer einladenden Geste eines nach dem anderen entfaltet. Sie sind von hellrosa Farbe und der Morgennebel legt sich sofort auf die frische Blüte.
Ihr Duft ist tiefer, als man erwarten würde: zarte Zitrusnoten, der Eindruck von warmem Magenta, ein pudriges Veilchen, umrahmt von den holzigen und erdigen Noten des Gartens, in dem dieser blühende Baum steht.
Zu Beginn hat mich der Eindruck eines "generischen" Mainstreamduftes abgeschreckt, der nur aus einem Standard-Spritzer durchmischter Blumen zu bestehen schien, die von Zitrusfrüchten unterstützt werden. Nach ein paar Minuten entwickelt er sich jedoch zu etwas Tiefgründigerem und enthüllt sein Chypre-Herz.
Dennoch lässt er mich kalt - intellektuell kann ich seine Verwandtschaft mit Mitsouko bestätigen, aber er weckt bei mir keine Gefühle wie
Mitsouko Eau de Parfum oder auch
Civet.
Hübsch, aber irgendwie hohl wie die Knochen dieses kleinen Vogels.