"Mode vergeht, Stil bleibt" - Coco Chanel
Es hat lange gedauert, bis ich die Welt der Chanel-Düfte anfing zu verstehen. Anfangs schienen sie mir verschlossen, fast so, als wollten sie mir gar nicht gefallen. Ich weiß noch ganz genau, wie ich blutjung voller Vorfreude an dem Flakon von dem legendären N°5 schnupperte und dachte: Wirklich? Das trug Marilyn Monroe statt Lingerie? Und es erging mir mit vielen Chanels so, oder ähnlich. Heute weiß ich, die Düfte sind anders und genau daran liegt ihre Magie. Sie fordern uns heraus, sie zu entdecken, wie ein gut gehütetes Geheimnis, vor allem die, die noch aus der Ära der Gründerin stammen. Sie sind zu komplex, um sie sofort zu verstehen und zu lieben. Man legt sie Schicht für Schicht frei und findet so eine eigenwillige Sogwirkung dahinter.
Die Geschichte von Chanel Parfüm ist nicht nur eine Erzählung über außergewöhnliche Düfte, sondern auch eine Geschichte über Innovation und den Wandel in der Parfümkunst. Coco Chanel war eine Pionierin, die nicht nur die Mode revolutionierte, sondern auch den Duftmarkt neu definierte. Coco stieß eine Revolution an, als sie Anfang der 1920er-Jahre beschloss, ihr kreatives Schaffen mit einem Parfum zu erweitern. Es folgten viele Düfte, die wie ihre Mode waren, selbstbewusst, edgy und trotzdem elegant, zeitlos. Düfte, die Regeln brachen und die Welt des Parfüms merkbar veränderten. Gerne würde ich mit euch meine Lieblinge teilen. Diese Kreationen sind für mich auch ein subtiles Synonym für "Female Empowerment", die Frauen in Ihre Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit gestärkt haben, auch Abseits von den damaligen Geschlechter-Klischees.
Chanel No. 5 (1921)
Chanel No. 5 ist wahrscheinlich das bekannteste Parfüm der Welt und wurde 1921 von Coco Chanel in Zusammenarbeit mit dem Parfümeur Ernest Beaux kreiert. Beaux hatte bis dahin als Chefparfümeur bei dem offiziellen Parfümlieferanten des Zaren gearbeitet. Er war bekannt für seine neuartigen Ideen und Kreativität. Die Intuition hinter diesem Duft war einen Parfüm zu kreieren, das nicht wie die üblichen blumigen oder pudrigen Parfüms der damaligen Zeit roch. Chanel wollte etwas Modernes, etwas, das abstrakt und gleichzeitig tiefgründig ist. Sie entschied sich für eine Mischung aus floralen, holzigen und aldehydischen Noten. Die Verwendung von Aldehyden, bzw. überhaupt von synthetischen Stoffen, war damals absolut revolutionär. Die Wahl des Namens „No. 5“ war zufällig: Coco Chanel wählte das fünfte Probenmuster, das ihr Beaux präsentierte. Für mich steht dieser Duft wie kein zweiter, auch wenn ich sie immer noch nicht tragen kann, für den Ausdruck: „Ich bin eine selbstbestimmte, unabhängige Frau.“
Kopfnote: Aldehyde, Bergamotte, Neroli
Herznote: Jasmin, Maiglöckchen, Rose
Basisnote: Sandelholz, Vanille, Vetiver, Moschus
Chanel No. 22 (1922)
Ein Jahr nach No. 5 lancierte Chanel No. 22, das einen intensiven floralen Charakter aufwies. Die Intuition hinter No. 22 war, einen üppigen, fast luxuriösen Blumenduft als Gegenstück zu No. 5 zu schaffen. Auch von Ernest Beaux entworfen war dieser Duft weniger aldehydisch, dafür blumiger und cremiger als der Vorgänger. Es sollte ein Duft für den Abend und für besondere Anlässe sein, der sowohl elegant als auch geheimnisvoll wirkte. Die Aldehyd-DNA ist einfach zu erkennen, in diesem Duft tanzen die synthetischen Moleküle aber fragiles Ballett. Und wenn ich wahrscheinlich nicht stark genug für No. 5 sein werde, liebe ich diese gezähmte, vielschichtige Version. Für mich mittlerweile der schönste Chanel, den ich je getestet habe, eine florale Meisterleistung, perfekt ausbalanciert.
Kopfnote: Neroli, Ylang-Ylang, Orange
Herznote: Tuberose, Gardenie, Jasmin
Basisnote: Sandelholz, Moschus, Vanille
Cuir de Russie (1924)
Cuir de Russie wurde 1924 von Ernest Beaux kreiert und war eine der ersten Chanel-Düfte, die ein elementares „Leder“-Thema aufgriffen. „Russisches Leder“ sollte eine exotische, mystische Aura widerspiegeln und war ursprünglich ein Duft für Damen, die sich nach einer intensiveren, kraftvollen olfaktorischen Aura sehnten. Die Noten von russischem Leder waren dabei ungewöhnlich und erinnerten an den Luxus und die Weite der russischen Steppe. Die Intuition hinter Cuir de Russie war es, den Duft von Leder mit femininer Eleganz zu verbinden, etwas, das damals als äußerst avantgardistisch galt. Es war ein warmer, erdiger Duft, der eine edle und kraftvolle Wirkung erzeugte. Ich weiß noch, als ich meinen eigenen Tester damals entsiegelt habe, dachte ich, wenn ich nicht wüsste, welchen Duft ich gerade kennenlerne, hätte ich gedacht, ich habe das unverschämte Glück, eine Probe von Djedi erhalten zu haben. Und was ist sein Credo? „Ich liebe Freiheit und Rebellion."
Kopfnote: Bergamotte, Zitrusfrüchte
Herznote: Jasmin, Iris
Basisnote: Leder, Zedernholz, Moschus
Chanel No. 19 (1970)
Chanel No. 19 wurde 1970 von Henri Robert lanciert und war nach dem Geburtsdatum von Coco Chanel (19. August 1883) benannt. Dieser Duft war ein radikaler Schritt in eine neue Richtung, weg von den blumig-pudrigen Noten der frühen Chanel-Parfüms hin zu einem „grünen“ Duft, der Frische, Natürlichkeit und Energie ausstrahlte. Die Intuition hinter No. 19 war, eine Mischung aus grünem Duft, die an den Frühling und die Natur erinnerte, zu schaffen. Es war ein kühler, eleganter Duft, der nicht die üppige Süße traditioneller Parfüms hatte. Sehr interessant fand ich, dass Coco lediglich an zwei Parfüm-Kreationen aktiv mitgewirkt hat. Die eine war No. 5, die andere No. 19, letzteres erschien ein Jahr vor Ihrem Tod. Die ältere Coco Chanel beschrieben Zeitgenossen, die ihr nahe standen, als streng, diszipliniert, aber auch einsam. So ist Chanel N°19 wie ein olfaktorisches Selbstporträt, herb, unnahbar und damit modern, stark und frei von Sentimentalität. Ein Duft, der Unabhängigkeit und Stolz verkörpert, das Gefühl von "ich brauche niemanden". Für mich ist dieses Parfüm mit seinen kühlen Iris- und Galbanum-Noten ihr letzter Gruß an die Nachwelt und ihr olfaktorisches Manifest.
Kopfnote: Bergamotte, Grünes Blatt
Herznote: Iris, Rose, Narzisse
Basisnote: Eichenmoos, Sandelholz, Vetiver
Coco (1984)
Coco, 1984 von Jacques Polge kreiert, ist ein üppiger, intensiver Duft, der die Vision von Coco Chanel widerspiegelt, eine starke, selbstbewusste Frau, die sich in der Welt behauptet. Gleichzeitig ist dies auch eine Widmung und Hommage an sie. Die Komposition ist komplex, mit orientalischen und würzigen Noten, die eine unverwechselbare Aura schaffen. Die Intuition hinter diesem Duft war es, die weibliche Kraft zu kanalisieren, die sowohl verführerisch als auch mysteriös wirkt. Coco Chanel hätte es sicherlich nicht anders gewollt. Ein Duft, konzipiert als eine Art „zweite Haut“ für die Trägerin, der ihre innere Stärke symbolisch unterstreicht. Für mich wegen der leichten Animalik, die ich wahrnehme, leider untragbar.
Kopfnote: Koriander, Bergamotte, Mandarinorange
Herznote: Rose, Ylang-Ylang, Gewürze
Basisnote: Tonkabohne, Vanille, Sandelholz, Moschus
Allure (1996)
Allure wurde 1996 von Jacques Polge geschaffen und sollte die Vielschichtigkeit einer Frau widerspiegeln. Der Name „Allure“ spricht von einer subtilen Anziehungskraft, einer Charme, die nicht sofort offensichtlich ist, sondern sich im Laufe der Zeit entfaltet. Der Duft ist facettenreich und umhüllt die Trägerin mit einem Gefühl von Eleganz und Wärme. Die Intuition hinter Allure war es, ein Parfüm zu kreieren, das die vielen Facetten der modernen Frau einfangen kann, von der sanften, blumigen Seite bis hin zur kraftvollen. Allure ist ein „alles in einem“ Duft, der sich im Verlauf des Tages verändert, changiert und immer wieder neue Seiten von sich zeigt. Sie ist leicht zu lieben, deutlich zugewandter als die Vorgänger:innen aus der Zeit der Gründerin. Ich habe Allure auch Jahrelang getragen und wenn ich diese Zeilen schreibe überlege ich, ob ich sie wieder, wie eine alte Freundin, wieder zu mir nach Hause einladen sollte.
Kopfnote: Mandarine, Pfirsich, Bergamotte, Zitrusfrüchte
Herznote: Jasmin, Lily, Rose, Magnolie
Basisnote: Vanille, Sandelholz, Moschus, Tonkabohne
Coco Mademoiselle (2001)
Coco Mademoiselle, 2001 lanciert, wurde von Jacques Polge als moderne Neuinterpretation von Coco Chanel kreiert. Dieser Duft spricht die jüngeren an und hat sich schnell zu einem der beliebtesten Chanel-Parfüms entwickelt. Mit seiner Mischung aus floralen und orientalischen Noten kombiniert Coco Mademoiselle Tradition mit einer modernen, frechen Note. Die Intuition hinter Coco Mademoiselle war es, einen Duft zu kreieren, der sowohl die Eleganz von Chanel verkörpert als auch eine lebendige, freigeistige Energie ausstrahlt. Es war ein Duft für die Frau, die sowohl verführerisch als auch selbstbewusst ist und sowohl stark als auch feminin. Coco Mademoiselle hat auch in meiner Familie eine regelrechte Tradition. Ich trug sie direkt nach ihrem Erscheinen lange Jahre von Abenddämmerung bis zur Morgengrauen und umgekehrt, verschenkte sie später an meine Tochter, Nichte und Patenkind. Dieser Duft passt für mich immer und überall, wirkt attraktiv, sinnlich, stil-, sowie selbstbewusst.
Kopfnote: Orange, Mandarine, Bergamotte, Orangeblüte
Herznote: Jasmin, Rose, Mimose
Basisnote: Patchouli, Vetiver, Moschus, Vanille
Chanel Chance (2002)
Chanel Chance wurde 2002 von Jacques Polge lanciert und war ein frischer, lebendiger Duft. Es war das erste Parfüm von Chanel, der eine leichtere, freudigere und verspielte Richtung einschlug. „Chance“ bedeutet auf Deutsch „Aussicht auf Erfolg“, "günstige Gelegenheit", was auch die verspielte und optimistische Natur dieses Parfüms widerspiegelt. Die Intuition hinter Chance war es, die Freude und das Gefühl von Unvorhersehbarkeit und Abenteuer in einem Duft zu fangen. Es sollte ein moderner Duft sein, der Frische und Energie ausstrahlt, aber dennoch die Eleganz von Chanel beibehält. Ich finde Chance hat eine lässige und fröhliche Aura, die mich dazu bewegt hat, sie lange zu tragen. Ob Coco Chanel solch eine optimistische, verspielte, lebhafte Kreation in ihre Kollektion aufgenommen hätte? Ich weiß es nicht, bin aber froh, dass Chance als kleiner olfaktorischer Glücklichmacher sein Daseinsberechtigung erhielt.
Kopfnote: Pfeffer, Ananas, Zitrus
Herznote: Jasmin, Iris, Hyazinthe
Basisnote: Patchouli, Moschus, Vetiver
So sind Chanel-Düfte mehr als Parfum für mich. Sie sind Haltungen, Geschichten, kleine Revolutionen. Ob das zeitlose N°5, das stolze N°19 oder die modernen Interpretationen, jeder Duft erzählt etwas über Freiheit, Eleganz und Mut zur Eigenständigkeit. Vielleicht ist das Schönste an ihnen, dass sie uns nicht nur schmücken, sondern uns lehren, uns selbst treu zu bleiben, mit Stil, Charakter und zeigen uns den Zauber der Unvergänglichkeit.
Quellen:
Little Book of Chanel: Das Leben und Vermächtnis von Coco Chanel
10. Januar 1971 - Coco Chanel stirbt in Paris, Stichtag - Stichtag - WDR
CHANEL Offizielle Website: Mode, Parfums, Makeup, Uhren, Fine Jewelry | CHANEL
Coco Chanel | Biography, Fashion, Designs, Perfume, & Facts | Britannicahttps://scentbeauty.com/blogs/news/the-most-iconic-fragrances-of-all-time
Wikipedia
Und zu guter Letzt Parfümbeschreibungen auf parfumo.de


Salander
Am Donnerstag hatte ich die Gelegenheit im Rahmen eines Events an den Essenzen einiger Inhaltsstoffe von Le Lion und Comète zu schnuppern. Noch immer bin ich hin und weg. 🥰
Ich freue mich auf die baldige Rückkehr der Extraits und natürlich über jeden Blog, der inhaltlich meine Zuneigung zu diesem Hause teilt. Danke.
Parfumo ist eine Duft-Community, kein Forum für politische oder weltanschauliche Diskussionen.
Wir bitten darum, den Blog bei Interesse am Thema Mode, Stil oder Parfum fortzusetzen und persönliche oder politische Wertungen außen vor zu lassen.
Von N°5 mag ich nur das Vintage-EDT, ein ganz anderer Duft! Oder vielleicht das Extrait. Von N°19 (mein Seelenduft) mag ich auch nur die alte Variante, das, was jetzt in Geschäften steht, ist für mich nicht tragbar.
N°22 geht immer - aber nur als EDT. Und ist absolut zauberhaft als Extrait!
"Cuir de Russie" (ich kenne nur die Exclusifs-Variante) mag ich sehr, auch hier besonders als Extrait. Dasselbe gilt für Allure.
Aber: "Coco Mademoiselle" ist gar nicht mein Duft, zu laut, zu aufdringlich, zu wenig distanziert. Vielleicht liegt es daran, dass der Duft eine Weile an jeder Ecke zu riechen war.
Und die Chance-Reihe empfinde ich als "Chanel für Kinder" :) Ich mag sie weder an mir noch an den anderen...
Dafür schätze ich "Bel Respiro", "Sycomore" und "31, Rue Cambon" sehr. Und "La Pause", aber auch hier nur das EDT :)
Deine weitere Auswahl mit Sycomore, Bel Respiro, La Pause und 31 Rue Cambon spricht Bände. Wer solche Düfte mag, liebt Eleganz mit Substanz. Ich glaube, auch wenn unsere Vorlieben sich nicht 100% überschneiden, würden wir uns olfaktorisch gut verstehen.
Da hast du dir viel Mühe gemacht.
Zum einen, Stand jetzt, laut Parfumo, hat Chanel 184 Düfte! Klar, zur damaligen Zeit wo du die entdeckt hast, rechnen wir mal paar raus, aber von mir aus sind das immer noch 100 Düfte, weil so viele kamen auch nicht raus seit der Zeit
Und ich wette schon da hast du nur einen Bruchteil von denen überhaupt getestet. Das heißt von vornherein war die Auswahl schon sehr gering
Zum anderen gab's oder kanntest du wahrscheinlich gar nicht die Premium Parfüms von CC, sondern nur die Standard Varianten von Douglas, Kaufhof, Karstadt und Co
Weiterhin bezieht sich das hier ausschließlich nur auf Frauen Parfums. Die Männer Parfums kamen von vornherein gar nicht in Frage, obwohl sie durchaus auch unisex sind
Und es ist eine Sache ein Parfum nur am Zerstäuber zu riechen oder in den Deckel zu sprühen, aufs Handgelenk oder die Rückhand, und "am besten" das dann gleich zu verschmieren und nach ein paar Sekunden sein Urteil zu fälle
Deine Meinung darüber, "wie die Leute heutzutage die Düfte testen", kann ich nicht teilen. Das kann vielleicht auf einen absoluten Neuling zutreffen, die "alteren" Parfumos testen Düfte, indem sie sie einige Male tragen.
*Die Sätze in Anführungszeichen sind Zitate aus Deinen Antworten.
Die Wahrnehmung vom Duft ist immer sehr individuell, also ist auch die Einschätzung der Düfte sehr individuell. Das ist den Lesern bewusst. Mag sein, dass "die Meisten heutzutage sagen", "der oder der Duft der Marke ist der beste", Salander hat es aber nicht getan: sie hat geschrieben, diese Düfte mag SIE am liebsten. In diesem Fall braucht man eigentlich gar keine "Informationen", die Entscheidung wird von der Nase getroffen.
Sicher gibt es Düfte und Marken, die viele nicht kennen und auch Salander nicht kennt. Hier ging es aber nicht um einen umfassenden Duftvergleich, sondern nur um eine persönliche Meinung zu einigen Düften. Und wie jede persönliche Meinung kann sie von Deiner oder meiner Meinung abweichen.
Das heißt man verbringt viel Zeit auf einer Stelle, überwiegend im Sitzen, ob nun auf einem Bürostuhl, im Auto oder wo man viel in geschlossenen Räumen unter Menschen ist, von mir aus auch m Studium oder bei der Ausbildung
Und wenn man die ganze Zeit einen Duft konzentriert inhaliert über Stunden auf einer Stelle, dann können auch geile Düfte einem schnell auf dem Sack gehen. Erst recht für das Umfeld wo man in der Regel Rücksicht aufnimmt
Auf die Weise kann man natürlich nur eingeschränkt ein vollständiges und korrektes Urteil über ein Parfüm machen. Auf schwere, dominant holzige, würzige, krautige oder ledrige Düfte wird da auch gern mal gern verzichtet, oder nur ganz dezent 1-3 Sprüher genommen
Weil die meisten sagen heutzutage "der und der Duft von der Marke ist der beste", aber die wissen nicht mal wie viele Düfte es von der Marke gibt. Oder kennen dutzende von Düfte der Marke gar nicht. Viele sind auch durchaus schon eingestellt. Es gibt auch ganze Marken die viele Leute nicht mal kennen, geschweige dann auch nur einen einzigen Duft davon getestet haben
Und wenn einem so viel Informationen fehlen, dann kann man überhaupt nicht sagen das ist der Beste. Wenn, dann muss man auch immer ergänzen "von dem paar die ich bis jetzt getestet habe"
Oder so wie hier überwiegend nur Frauen Düfte getestet wurden, von einer Frau
Aber selbst da ich habe geschrieben wie die Leute heutzutage immer noch die Düfte testen. Auf die Weise kann man gar keinen richtiges Urteil fällen über ein Parfüm
Salander listet in ihrer Sammlung 27 getestete Chanel-Düfte. 21 davon hat oder hatte sie, darunter auch die Chanel-Exclusifs (zu denen überigens auch der erwähnte "N22" gehört. Vom "Riechen am Deckel" kann folglich nicht die Rede sein. Bevor Du also einer erfahrenen Parfuma etwas unterstellst, solltest Du vielleicht in ihre Sammlung schauen.
Was die gelisteten 184 Düfte angeht: viele davon existieren schon lange nicht mehr, viele sind die anderen Versionen der genannten Düfte. Wenn man das berücksichtigt, wird die Auswahl erheblich kleiner.
Letztendlich spielt es aber keine Rolle: Salander schreibt, "gerne würde ich mit Euch meine Lieblinge teilen". Lieblinge, nicht alle Chanel Düfte, die die Welt kennt.
Übrigens: die Bezeichnung "Premium Parfüms" ist bei Chanel unüblich. Du meist wahrscheinlich die Chanel-Exclusifs.
Besonders Allure EDT und Cristalle Eau Verte sind Düfte, die ich vermutlich immer lieben und tragen werde.
Coco finde ich auch wunderschön, aber er ist mir irgendwie zu elegant für den täglichen Gebrauch.
Mit No.5 werde ich leider nicht warm, obwohl ich ihn so gerne mögen würde als so berühmten Klassiker.
Auf jeden Fall mag ich die Marke Chanel und ich bin auch ganz der Meinung, dass Stil bleibt und so viel mehr ist als jedem Modetrend hinterher zu laufen.