Danke sehr! Stimmt, die Ergänzungen ufern manchmal etwas aus und könnte schon eine kurze Rezension sein ;) Jedenfalls freue ich mich, wenn mein Eindruck hilfreich ist.
Die sehr übersichtliche Notenangabe ist hier auch eher ein kleiner Marketinggag, oder zumindest nicht die ganze Wahrheit. Also ein absolutes Ja von meiner Seite, vorher testen, der wird nicht jedem gefallen.
Es macht auch Spaß rauszuriechen, was da noch an Duftnoten enthalten sein könnte :) Zumal das hier gut funktioniert, ist nicht alles mit dem obligatorischen Moschus zugekleistert.
So richtig hell wird er nicht, der Kawa ist für mich durchweg düster schwarz. Dieser hier wechselt in verschiedensten Brauntönen - von dunkelstem Schwarzbraun bis zu hellen, warmen Sprenkeln ist alles dabei. Das macht es für mich spannender. Und die Chilischokolade ist wirklich schön, so stelle ich mir den Duft eines "Azteken-Kakaos" vor.
Mich machte das schwarze Design sofort neugierig, ich finde die ziemlich schick. Das nur zwei Noten angegeben sind, ist natürlich Marketing. Aber beide Düfte sind soweit gut gemacht, dass man deutlich den Verlauf und die Hauptnoten erkennen kann.
Dunkelster, fast bitterer Kakao, stark gewürzt mit deutlich Gewürznelke, Chili, etwas Pfeffer. Der namensgebende Kardamom tritt erst nach einigen Minuten richtig deutlich hervor, ist aber bei weitem nicht so omnipräsent wie in Kawa Karda. Bei stärkerer Beduftung nehme ich in der Kopfnote auch eine herbfruchtige Bitterorange war, die mir bei nur 2 Testsprühern entgangen ist. Der dunkelwürzige Start währt etwa 10 Minuten, dann wird es schon heller, holziger. Trockenes Kakaopulver, gut abgestimmter Kardamom auf deutlich geschmeidigem Sandelholz hält sich zunächst, bis Kardamom verfliegt. Statt dessen tauchen in den nächsten Stunden ein leicht schokoladiges Patchouli auf, das ganz zum Schluss mit einigen Vanillefäden garniert wird. Der Duft hält bei mir den ganzen Tag.
Gerade in der ersten Stunde streift der Duft Bitter Sweet von Teone Reinthal, das aber deutlich mehr Bitterorange und weniger Kardamom zeigt. Die Basis erinnert mich wiederum an den Drydown von Borneo. Das Cocoa Kimiya etwas besser als sein Kaffeebruder abschneidet liegt zum Einen daran, dass mir die Noten hier eher liegen. Zum Anderen daran, dass der Kardamom besser eingebunden ist.
schade, dass die dunkelheit nicht so lange bleibt..
Mir war gar nicht bewusst, dass das Haus auch dunkle Flakons hat :D