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6.9 / 10 54 Bewertungen
Ein Parfum von Beaufort für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2024. Der Duft ist synthetisch-rauchig. Es wird noch produziert.
Vergleich
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Duftrichtung

Synthetisch
Rauchig
Würzig
Harzig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
SafranSafran GrapefruitGrapefruit RostRost schwarzer Pfefferschwarzer Pfeffer
Herznote Herznote
mineralische Notenmineralische Noten ElemiharzElemiharz WeihrauchWeihrauch
Basisnote Basisnote
Stech-WacholderStech-Wacholder VetiverVetiver Atlaszeder AbsolueAtlaszeder Absolue SandelholzSandelholz AmbraAmbra StyraxStyrax ZistroseZistrose

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.954 Bewertungen
Haltbarkeit
8.047 Bewertungen
Sillage
7.446 Bewertungen
Flakon
7.346 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.523 Bewertungen
Eingetragen von Splitter · letzte Aktualisierung am 15.12.2025.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Der Duft erhielt eine lobende Erwähnung in der Kategorie „Independent“ bei den Art and Olfaction Awards 2025.
Das Parfum ist Teil der Kollektion Force Majeure.

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Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
5.5Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Skydiver19

56 Rezensionen
Skydiver19
Skydiver19
Sehr hilfreiche Rezension 18  
mit jedem Verlassen der Komfortzone vergrößert sie sich
Frage mich, warum ich das brauche, die Wiederholung dieser Dufterfahrung, die bei mir nicht im Verdacht stand, eine olfaktorische Genuss-Veranstaltung zu sein.
Die Antwort steht (möglicherweise) in der Überschrift.
--------

TZ öffnen, pffft - und los geht sie, die wilde Fahrt durch eine skurrile Duftgeschichte, die darauf wartet, zur Gänze entschlüsselt zu werden. --

Heilig's Blechle, ich sitz' auf 'nem Zahnarzststuhl. Und gleich zu Beginn gibt es eine Ladung Äther-Narkotikum auf die Nase - vielleicht um schmerzfrei zu werden für das was folgen wird?! Rostig-bitter riecht es jetzt. Der nicht mehr ganz neue Bohrer scheint in der Hand des gut gestärkten Weißen Kittels bereits hochtourig zu kreiseln; gut, dass ich das Geräusch nicht höre, aber riechen kann ich es allemal.
Aber da weht auch was Nettes zu mir herüber. Scheint aus dem Kittel der Zahnarzthelferin zu kommen. Irgendwie frisch, steril weich - und was? - Gummi? "Der Bohrer läuft heiß, und ein Lager der fleißigen Antriebswelle scheint dem Abfackeln geweiht zu sein, so sehr wie es plötzlich nach heißem Gummiqualm stinkt", geht es mir durch den benebelten Kopf. Oder? - Nee, doch nicht, der Brandgeruch verzieht sich bald wieder: Entwarnung! Versuche mich jetzt zu entspannen, soweit das auf einem Zahnarztstuhl möglich ist, wenn jeden Augenblick das Touchieren eines Nervs zu befürchten ist.

Das wird ne lange Sitzung, das dauert und dauert. Wenn doch die adrette Helferin nochmal in meine Nähe käme. Sie wirkte so beruhigend, als sie mir auf dem Marter-Liegestuhl den Latz umband und den Becher am Spuckbecken mit Wasser füllte. Aber sie ist beschäftigt mit dem akribischen Anmischen der Zahnfüllung. Medizinisch-ätherische Ausdünstungen einer weißen mineralischen Paste, die sie sorgfältig homogenisiert, ziehen zu mir herüber. Vielleicht schon Halbzeit? Wieviel Zähne sind heute dran? --

Als ich so über mein mehr oder weniger freiwilliges Ausgeliefertsein sinniere, befinde ich mich plötzlich in einem sakralen Raum. Mein Gott, geht das hier etwa nicht gut aus? - Strenger, aber auch irgendwie wohlmeinender Weihrauch erschafft eine Glocke um mich herum, die mich von den unglücklichen Geschehnissen trennt. Ein Segen ist das, aber auch ein bitterer Segen. Ist das alles noch real oder bin ich bereits in einer Zwischenwelt? In einer anderen RaumZeit? Einer Zwischenzeit? Oder gar einer Endzeit? Zumindest dehnt sich die Zeit scheinbar ins Unendliche, allerdings ins begrenzt Unendliche; denn die Hoffnung suggeriert mir, dass es noch ein Danach gibt. Alles gut, irgendwie, oder später zumindest...

Es beginnt nach Sarg zu riechen, in diesem sargralen AlbRaum, immerhin nach einem der edleren Sorte. Scheint noch in Arbeit zu sein, denn der Geruch ähnelt vielmehr dem Sägen von Holz. "Ein neues Zuhause ist im Entstehen, eines mit Wacholderbüschen drum herum", geht es meiner Nase durch den Sinn. "Wacholder, der Wach-halter“, lese ich gerade im Internet. "Als Baum des Lebens steht Wacholder für ein ewiges Leben, Gesundheit und Wehrhaftigkeit... Der Menschen am Leben erhält oder nach dem Tod wieder ins Leben zurückführt." Kann ich den Text bitte nochmal in Farbe haben? "Ins Leben zurückführt"? Also doch noch nicht alles vorbei? Es wird weitergehen! -

Wie kam ich eigentlich hierher, in diese triste Gedankenblase? Ist sonst weniger mein Terrain. - Ach ja, es begann mit depressivem Rost und endete beim Baum des Lebens. Und der hat noch ein paar nette Begleiter dabei, die unerwarteterweise doch noch für ein Happy-End sorgen. Wirklich?
Ambra weckt die Lebensgeister am 'Südpol' nicht gerade überschwänglich, aber der Wille zählt. Auch die Zistrose kommt nicht so richtig wirkmächtig zum Zuge.

So stehe ich hier und weiß nicht weiter. Der Duft-Phoenix auf dem Zahnarztstuhl liegt noch immer in seiner Asche, und keine Aufstiegsmöglichkeit ist in Sicht.
... sechs Stunden später: die Basis wird weich harzig, balsamisch, Zistrose-segnend, richtig gut.
Hält fast einen wackeren Tag lang.

Und der Phoenix? Es gibt für alles einen guten Zeitpunkt, auch für seinen Aufstieg aus der Asche. Die ist inzwischen erkaltet, die Thermik über ihr zusammengefallen. Ein Aufstieg ohne sie ist für ihn nicht möglich; und so sieht der Phoenix sich gezwungen, sich im Status Quo irgendwie einzurichten.
Wie ein Pyroklast eben. Der bei einem explosiven Ausbruch eines Vulkans entstanden ist und sich in seiner neuen Umgebung ohne Hitze neu formieren muss. Und letztlich, nach geraumer Zeit, entstehen neue Landschaften aus Pyroklasten, teils sogar besonders fruchtbare durch einen ihrer Gattung: vulkanische Asche. Eine Transformation kann offenbar auch ohne dramatischen 'Aufstieg aus der Asche' gelingen. Nämlich durch Anpassung, und zwar an die Aufgaben an jenem neuen Ort, wo einen das Schicksal hingestellt hat.

Muss den Parfümeuren zugestehen, was heißt hier 'muss', ich KANN ihnen jetzt zugestehen, dass sie mit ihrer Kreation einen pyroklastischen Prozess olfaktorisch sehr treffend nachgebaut haben, inklusive halb-ewiger Wartezeit auf die Entwicklung einer belebten Basis. In der Natur wäre das die Zeitspanne zwischen Vulkanausbruch und wiederkehrendem Leben in der ehemals verwüsteten Region. Dieser olfaktorisch nachempfundene Prozess muss einem als Duft nicht gefallen, aber er verdient ehrliche Anerkennung.

Bin zugegebenermaßen mit Vorurteilen an diese Beschreibung herangegangen, mit sarkastisch gespitzter Feder. Aber je weiter ich mich habe von dem Duft mitnehmen lassen, ihm zugehört habe und ihn verstehen wollte, desto klarer trat meine Lern-Lektion hervor: Nicht schnell urteilen, sondern so lange fragend einer Entwicklung folgen, bis sich ein Sinn erschließt. Theoretisch wusste ich das schon - aber jetzt weiß ich es anders. Nachhaltiger. Das war eine sehr wertvolle Duftreise für mich!

Und meine Komfortzone, ist die jetzt gewachsen? Eher nicht. Um ihre Wände zu verschieben, braucht es wohl existenziellere Uberschreitungen ihrer Grenzen, als es Duft-Reisen sein können. Dennoch fühle ich mich bereichert durch diese Reise mit überraschender und versöhnender Wendung. Ich fühle mich nun leichter, heller. Weil ich etwas nicht mehr nicht-mögen muss.
26 Antworten
9.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
N3mesis

17 Rezensionen
N3mesis
N3mesis
Top Rezension 10  
Brutal Blue Flames & Black Rocks
Meine Rezension wurde als "unzureichend" bewertet und bekommt deshalb noch weitere Inhalte... Ich bin mir nicht sicher warum aber here we go again.

Interessanterweise hat Pyroclasm relativ viel von inexcusable Evil. Aber weniger Blut und viel weniger Mensch. Ich finde es riecht nach elektrischer Hitze. So dermaßen heiß, dass wir im blauen Spektrum sind. Unter Wasser, mit einer Brachialgewalt, die ihresgleichen sucht, detoniert etwas und brennt aus. Die Flammen so heiß, dass selbst das Meer nicht löschen kann. Ein schwarzer, glatter Stein wird davongeschleudert und landet am Rande einer Grotte. Kleine Blitze knistern noch etwas auf seiner unebenen Oberfläche... Ich glaube so riecht Pyroclasm für mich.

Ich finde den Duft brutal und schön zugleich. Für mich ist er verträglicher als inexcusable evil aber mindestens genauso speziell.

Mit der Zeit wird der Duft etwas heller, hat aber zum Glück nicht so einen starken Blütengeruch untergelagert und behält seinen Charakter des pyroklasmischem bei. Er hat also relativ konstant diesen herben, leicht stechenden Geruch von Verbranntem. Wer jetzt mit dem gewohnten Rauchgeruch von Beaufort rechnet, der irrt jedoch. Es ist wirklich ein ganz klarer Brand-Geruch und weniger Rauch. Die knisternden blauen Blitze und die Erwähnung von "elektrischer Hitze" ist schon wortwörtlich zu nehmen. Wenn man früher seine Nase an alte Röhrenmonitore gehalten hat oder da wo der Blitz eingeschlagen hat, ist oft ionisierte Luft. Das schwingt auf jeden Fall extrem stark mit.

7 Antworten

Statements

24 kurze Meinungen zum Parfum
49
41
Wacholderrauchwolken
Feuerroter Safran
Berg spuckt Blut
Und Mineralien
Pyroklasten
Aus Pfefferaschen
Auf Graswurzeln
Silberne Zedern
41 Antworten
32
25
Ich finde mineralische Noten oft widerlich und da helfen auch Wacholder, Weihrauch, Harze und Safran nichts mehr: eher im Gegenteil.
25 Antworten
30
27
Rote Glut des Feuers an steiniger Küste.
Rauch in meinen Kleidern, kalte Gischt weht mir ins Gesicht.
Nacht bricht herein.
27 Antworten
30
53
Supersynthetisch, aber irgendwie tragbar. Das Waschmittel hat den Rauchgeruch nicht ganz aus der Klamotte heraus bekommen. Noch leicht....
53 Antworten
19
16
Weniger Parfum als Werkstattgeruch: Schmor aus Kunststoff und Metall, Elektrofunken, ölspeckiges Holz mit Farbresten.Draußen regnet es grau.
16 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

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