Nichts lässt uns auf beiden Seiten mehr Menschlichkeit erfahren als in einen Moment der völligen Hilflosigkeit, existentieller Bedürftigkeit und höchster Not nicht nur eine helfende Hand zu spüren sondern auch Geborgenheit zu erfahren.
Das sind Zeilen die mir einfallen, wenn ich "L‘Air de Rien" aufsprühe, es sich mit meiner Haut verbindet zu etwas, das mir eine unbeschreibliche Geborgenheit vermittelt, mich so etwas wie Urvertrauen bei gleichzeitig völliger "Nacktheit" spüren lässt. Klingt vielleicht völlig verrückt, ist aber so. So etwas habe ich noch nie in einer solch intensiven, schon wirklich intimen Art noch bei keinem anderem Duft erlebt. Zu vielen Düften hat man Bilder im Kopf, Erinnerungen spulen sich vor dem inneren Auge ab, aber hier ist es einfach "nur" ein Gefühl, das ich nicht mit bewusst Erlebten in Zusammenhang bringen kann. Lange habe ich überhaupt gerätselt was ich da fühle, ich wusste nur, dass es wunderschön ist und es in Worte zu fassen fiel mir unglaublich schwer.
L‘Air de Rien ist ein unglaublich „hautiger" Duft. Nach dem kurzen Nerolistart, der dem Duft einen wunderschönen Glanz verleiht setzt sich auf meiner Haut ein unglaublich Emotions-Dreigestirn fest. Patchouli + Moschus +Eichenmoos. Alles sehr locker, aufgeschlagen wie eine Mousse au Chocolat. Leicht vanillig süßlich, dunkel, ein bißchen erdig, warm und weich wie vom Kaminfeuer gewärmte Haut. So ist der Duft schon nach einigen Minuten und so bleibt er auch über Stunden bis er ganz sanft ambriert- patchoulig ausklingt.
Es ist ein von der Sillage eher moderater Duft was mich hier auch wirklich nicht stört, denn ich trage ihn bis jetzt nur ganz für mich allein. Ohne Ablenkung. Ganz intim.
Der Flakon ist ganz im Miller Harris Style gehalten, schlicht und wertig. Ihn ziert eine Sonnenblume und eine nackte Frau mit Flügeln sowie der handverfasste Schriftzug "L‘Air de Rien by Jane Birkin" die diesen Duft mitkreiert hat.
Ein Duft, der mich wie noch kein Anderer berührt hat, dessen Schönheit sich nicht Jedem und wahrscheinlich nie in der gleichen Art offenbart und dürfte ich nur einen Duft meiner Sammlung behalten so wäre es mit absoluter Sicherheit dieser.
Tolle Rezension - so erlebe ich den Duft auch, und deshalb halte ich ihn wie ein Schmuckstück. Ein ähnliches Gefühl weckt auch der Naked Dance, unbedingt einen Test wert.
Genau diese Erlebnisse machen Düfte aus, finde ich. Performance, Ausdauer und Komplimente finde ich da eher nebensächlich.
Genauso, wie du den Duft beschreibst, hätte ich ihn mir auch erhofft gehabt, aber bei mir sollte es wohl nicht sein... etwas neidisch bin ich ja schon... gönne es dir natürlich von Herzen und hinterlasse dir gerne einen Pokal!
Wie schön Du das beschrieben hast...Diesen Duft kenne ich nicht, doch diesen einen in der Sammlung zu haben, für den man sich entscheiden würde, wenn es sein müßte, das kenne ich gut.
Deine Begeisterung ist wunderbar. Mich hat er auch gekriegt, wenn auch vielleicht aus ganz anderen Gründen. Jedenfalls kann ich die Durchschnittsbewertung hier auch ganz locker überbieten. :)
Genau diese Erlebnisse machen Düfte aus, finde ich. Performance, Ausdauer und Komplimente finde ich da eher nebensächlich.