Les Nombres d'Or - Cuir Maison Mona di Orio 2010
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Top Rezension
Würziges Wacholder-Leder
Maison Mona di Orio war mir bis dato kein sonderlich vertrauter Name. Lediglich einmal hatte ich den Namen am Rande einer Diskussion wahrgenommen. Dies änderte sich schlagartig als ich sah, dass dort ein Lederduft in deren Portfolio schlummert der mir bis dahin unbekannt war. Die Ingredienzen lasen sich zumindest spannend. Nebst Leder Bibergeil, Absinth und Wacholder? Das könnte Zuviel des Guten sein und vor allem nicht etwas für jedermann, es könnte aber auch sehr gelungen sein. Man muss dazu sagen dass ich mir unter der Kombination Leder und Wacholder sowie Wacholder und Absinth empirisch bedingt sehr gut etwas vorstellen konnte.
So wollte ich ihn quasi von Beginn an schätzen und ich schätze ihn auch nach wie vor, aber nicht so, wie ich mir das ausgemalt hatte. Der Duft ist recht linear, er wandelt sich im Kern nicht so sehr. Im Prinzip dreht sich alles um Leder wie man es von derberen Ledergürteln für Jeanshosen kennt, also eher naturbelassen, und um Wacholder genauer um das aus aus Nadeln und Beeren gewonnene Wacholderöl. Anders als artverwandte Düfte wie beispielsweise Irish Leather ist der Anteil des Wacholders hier größer und vor allem duften beide Protagonisten intensiver sowie realer.
Besonders deutlich ist das zu Beginn wobei für mich der Absinth den Eindruck erstmal maßgeblich beeinflusst. Es duftet die ersten drei Stunden schärfer, olfaktorisch geht es sehr würzig zu und erinnert mich ein bisschen an angekokeltes sowie naturbelassenes Leder; es ist fast so, als würde der scharfe Rauch den Duft aus besagtem Inhaltsstoff heraustreiben, was den Eindruck eben verstärkt. Das kann hier und da Zuviel werden, da es fast in Richtung Räucherfleisch geht und das Leder stellenweise schmutziger wirkt als es eigentlich ist.
Bibergeil, Kardamom und Opoponax spielen für mich letztlich nur wenig herein, verleihen Les Nombres d'Or - Cuir allerdings zusätzliche Ecken und Kanten. Im Wesentlichen ergänzen diese das Triumvirat der dominanten Noten um etwas Erdigkeit, eine ganz ganz leichte süßliche Note beim Absinth sowie den extra Schuss Animalik, welcher das Leder intensiver und weniger verarbeitet wirken lässt wenngleich es per se keinesfalls dreckiger Natur ist.
Vereinfacht gesagt ist der vorliegende Duft also eine Mischung aus Leder und Wacholder. Letzterer wird mit der Zeit dominanter aber auch zugleich einfacher zu tragen da seine Intensität abnimmt. Der Beginn wird durch den Absinth stark dominiert, gibt dem Duft eine schärfere und originelle Note. Ohne diese hätte ich behauptet, das duftet wie Irish Leather oder Ambergris Showers. So tue ich dies nicht. Um fair zu sein, der Wacholder ist hier auch deutlich stärker als bei den anderen beiden Gesellen und vor allem unverfälschter.
Viel mehr passiert dann auch nicht, Les Nombres d'Or - Cuir von Maison Mona di Orio ist wie schon erwähnt kein sprunghafter, stetig changierender Duft. Eingangs respektive relativ eingangs erwähnte ich, dass ich das vorliegende Parfum zwar schätze aber nicht in erhofftem Maße. Für jeden, der Wacholder mit Leder mag und dem andere Parfums in dieser Hinsicht zu zahm, zu unausgewogen anmuten, der könnte hier glücklich werden. Für mich ist Les Nombres d'Or - Cuir ein sehr guter Duft. Aber: wenn man Wacholder nicht wirklich mit Leder mag, dann sollte man weitergehen.
So wollte ich ihn quasi von Beginn an schätzen und ich schätze ihn auch nach wie vor, aber nicht so, wie ich mir das ausgemalt hatte. Der Duft ist recht linear, er wandelt sich im Kern nicht so sehr. Im Prinzip dreht sich alles um Leder wie man es von derberen Ledergürteln für Jeanshosen kennt, also eher naturbelassen, und um Wacholder genauer um das aus aus Nadeln und Beeren gewonnene Wacholderöl. Anders als artverwandte Düfte wie beispielsweise Irish Leather ist der Anteil des Wacholders hier größer und vor allem duften beide Protagonisten intensiver sowie realer.
Besonders deutlich ist das zu Beginn wobei für mich der Absinth den Eindruck erstmal maßgeblich beeinflusst. Es duftet die ersten drei Stunden schärfer, olfaktorisch geht es sehr würzig zu und erinnert mich ein bisschen an angekokeltes sowie naturbelassenes Leder; es ist fast so, als würde der scharfe Rauch den Duft aus besagtem Inhaltsstoff heraustreiben, was den Eindruck eben verstärkt. Das kann hier und da Zuviel werden, da es fast in Richtung Räucherfleisch geht und das Leder stellenweise schmutziger wirkt als es eigentlich ist.
Bibergeil, Kardamom und Opoponax spielen für mich letztlich nur wenig herein, verleihen Les Nombres d'Or - Cuir allerdings zusätzliche Ecken und Kanten. Im Wesentlichen ergänzen diese das Triumvirat der dominanten Noten um etwas Erdigkeit, eine ganz ganz leichte süßliche Note beim Absinth sowie den extra Schuss Animalik, welcher das Leder intensiver und weniger verarbeitet wirken lässt wenngleich es per se keinesfalls dreckiger Natur ist.
Vereinfacht gesagt ist der vorliegende Duft also eine Mischung aus Leder und Wacholder. Letzterer wird mit der Zeit dominanter aber auch zugleich einfacher zu tragen da seine Intensität abnimmt. Der Beginn wird durch den Absinth stark dominiert, gibt dem Duft eine schärfere und originelle Note. Ohne diese hätte ich behauptet, das duftet wie Irish Leather oder Ambergris Showers. So tue ich dies nicht. Um fair zu sein, der Wacholder ist hier auch deutlich stärker als bei den anderen beiden Gesellen und vor allem unverfälschter.
Viel mehr passiert dann auch nicht, Les Nombres d'Or - Cuir von Maison Mona di Orio ist wie schon erwähnt kein sprunghafter, stetig changierender Duft. Eingangs respektive relativ eingangs erwähnte ich, dass ich das vorliegende Parfum zwar schätze aber nicht in erhofftem Maße. Für jeden, der Wacholder mit Leder mag und dem andere Parfums in dieser Hinsicht zu zahm, zu unausgewogen anmuten, der könnte hier glücklich werden. Für mich ist Les Nombres d'Or - Cuir ein sehr guter Duft. Aber: wenn man Wacholder nicht wirklich mit Leder mag, dann sollte man weitergehen.
11 Antworten


Aha, neues Konterfei. Du brauchtest wohl ein bisschen Abwechslung?