30.05.2013 - 12:58 Uhr

Hasi
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Hasi
Top Rezension
Ea versus Embruns d'Ambre - Ring frei! oder: Ein Zwilling kommt eben doch manchmal allein!
Vorneweg: Was ist ein Duftzwilling?
Für mich muss ein Duftzwilling "eineiig" sein. Das heißt: Wenn jemand hier im Forum die Frage nach einem Duftzwilling zu seinem ihm/ihr auf Dauer zu teuren oder sogar ausgelisteten Lieblingsduft stellt, dann erwartet der-/diejenige Tipps zu Düften, die seinem/ihrem so nahe wie möglich kommen. Am besten natürlich zu 100 %, was gar nicht möglich ist (selbst menschliche eineiige Zwillinge haben kleine Unterschiede), aber man ist schon überaus glücklich, wenn man dank der Tipps auf einen Duft stößt, dem man 95 oder sogar euphorische 99 % geben kann.
Leider finde ich, dass hier oft großzügig Duftzwillinge angegeben werden, nur weil sie in einem Neben-Hauch, einer Bei-Note, einem Unterton, allein durch die Salzig-/Cremig-/Pudrigkeit, oder ausschließlich wegen Kopf- oder Basis-Note an einen anderen Duft erinnern, aber sonst nichts gemeinsam haben. In diesem Fall würde es sich um einen "zweieiigen" Duftzwilling handeln - mit gewissen Ansätzen an Gemeinsamkeiten, aber dennoch vollkommen unterschiedlich bzw. eigenständig. Dann würde ich sagen "der riecht ähnlich wie..." oder "geht in die Richtung von...", und nicht, "der riecht genau wie...".
Wie auch bei Ea, der, wie ich zufällig mitbekam, als Duftzwilling zu Embruns d'Ambre von Stephanie de Saint-Aignan angegeben wurde.
In der Hoffnung, vielleicht einen Ersatz zu dem bereits eingestellten Embruns zu finden (ich habe zwar noch eine volle Flasche, aber "be prepared!"), ersoukte und testete ich Ea. Here are the results:
Wo mir bei Embruns schon beim Start die Ambergischt entgegentost, wo mich Embruns mit seinem krautig-salzigen, warmen 'festen' Duft am Boden hält, lädt mich der leichte, luftige, transparente Ea zum Fliegen ein, entführt mich mit seiner ausgeprägten Menthol-Note in schwindelnde Höhen, dorthin, wo die Luft dünn und kristallklar ist, wo einem die Sturmböen den Atem vom Mund reißen und man somit den Eindruck gewinnt, man könne bei soviel Luft zwar einatmen, würde aber nicht genug Sauerstoff abbekommen und muss deshalb immer nochmal und tiefer einatmen.
Wo Embruns nach kurzer Zeit seine warmen holzigen Noten (Amber) ausbreitet, wartet Ea mit einen hauchfein-säuerlichen Blütigkeit (Quitte + Blüten) auf.
Embruns wärmt das Herz, Ea öffnet den Kopf (und die Atemwege).
Mit Embruns liege ich AM Meer, mit Ea schwebe ich darüber.
Hier bin ich auch ganz bei der Geschichte zu Ea in der es heißt, dass der Duft von den heiligen Wassern des Zweistrom-Landes Mesopotamiens inspiriert wurde, dass das Zentrum des Duftes das reine und klare Flusswasser widerspiegelt, welches ins Meer mündet. Mit Ea habe ich das Gefühl, einem Seevogel gleich, hoch über dem Flussdelta von Euphrat und Tigris zu schweben und die Vereinigung mit dem Meer aus der Entfernung zu betrachten.
Ea, benannt nach einem babylonischen Gott, den Namen Ea versuchte man als „Wasserhaus„ zu deuten. Als Machtsphäre des Gottes gilt der unterirdische Süßwasserozean - kein Wunder also, dass hier auch die salzige Komponente des Meeres fehlt. Allenfalls vermeint man durch das Menthol einen minimal salzigen Anklang zu erkennen, aber die aquatischen Noten sind durch das Blütige doch eher süßlich.
Wenn Euphrat und Tigris zurückkehren in den kristallenen Unterwasser-Dom Eas, zieht auch der Duft sich zurück (bei mir nach etwa 4 Stunden), wird hautnah, und es bleibt nur eine Ahnung der schönen Reise durch die Wasserlandschaft.
Hier ist Embruns immer noch deutlich warm-ambriert und holzig-sandig auf der Haut.
Es ist also nicht nur so, dass Embruns und Ea in der Duft-Pyramide keine Gemeinsamkeiten aufweisen sondern dass auch ihr Charakter komplett unterschiedlich ist, vom Luftikus zum Bodenständigen, vom Süßwasser zum Salzwasser. Allein das Thema Wasser bleibt.
Der Kampf geht darum unentschieden aus, da man mit Ea eben keinen Duftzwilling zu Embruns d'Ambre, sondern einen wunderschönen, aber eigenständigen Duft bekommt.
Für mich muss ein Duftzwilling "eineiig" sein. Das heißt: Wenn jemand hier im Forum die Frage nach einem Duftzwilling zu seinem ihm/ihr auf Dauer zu teuren oder sogar ausgelisteten Lieblingsduft stellt, dann erwartet der-/diejenige Tipps zu Düften, die seinem/ihrem so nahe wie möglich kommen. Am besten natürlich zu 100 %, was gar nicht möglich ist (selbst menschliche eineiige Zwillinge haben kleine Unterschiede), aber man ist schon überaus glücklich, wenn man dank der Tipps auf einen Duft stößt, dem man 95 oder sogar euphorische 99 % geben kann.
Leider finde ich, dass hier oft großzügig Duftzwillinge angegeben werden, nur weil sie in einem Neben-Hauch, einer Bei-Note, einem Unterton, allein durch die Salzig-/Cremig-/Pudrigkeit, oder ausschließlich wegen Kopf- oder Basis-Note an einen anderen Duft erinnern, aber sonst nichts gemeinsam haben. In diesem Fall würde es sich um einen "zweieiigen" Duftzwilling handeln - mit gewissen Ansätzen an Gemeinsamkeiten, aber dennoch vollkommen unterschiedlich bzw. eigenständig. Dann würde ich sagen "der riecht ähnlich wie..." oder "geht in die Richtung von...", und nicht, "der riecht genau wie...".
Wie auch bei Ea, der, wie ich zufällig mitbekam, als Duftzwilling zu Embruns d'Ambre von Stephanie de Saint-Aignan angegeben wurde.
In der Hoffnung, vielleicht einen Ersatz zu dem bereits eingestellten Embruns zu finden (ich habe zwar noch eine volle Flasche, aber "be prepared!"), ersoukte und testete ich Ea. Here are the results:
Wo mir bei Embruns schon beim Start die Ambergischt entgegentost, wo mich Embruns mit seinem krautig-salzigen, warmen 'festen' Duft am Boden hält, lädt mich der leichte, luftige, transparente Ea zum Fliegen ein, entführt mich mit seiner ausgeprägten Menthol-Note in schwindelnde Höhen, dorthin, wo die Luft dünn und kristallklar ist, wo einem die Sturmböen den Atem vom Mund reißen und man somit den Eindruck gewinnt, man könne bei soviel Luft zwar einatmen, würde aber nicht genug Sauerstoff abbekommen und muss deshalb immer nochmal und tiefer einatmen.
Wo Embruns nach kurzer Zeit seine warmen holzigen Noten (Amber) ausbreitet, wartet Ea mit einen hauchfein-säuerlichen Blütigkeit (Quitte + Blüten) auf.
Embruns wärmt das Herz, Ea öffnet den Kopf (und die Atemwege).
Mit Embruns liege ich AM Meer, mit Ea schwebe ich darüber.
Hier bin ich auch ganz bei der Geschichte zu Ea in der es heißt, dass der Duft von den heiligen Wassern des Zweistrom-Landes Mesopotamiens inspiriert wurde, dass das Zentrum des Duftes das reine und klare Flusswasser widerspiegelt, welches ins Meer mündet. Mit Ea habe ich das Gefühl, einem Seevogel gleich, hoch über dem Flussdelta von Euphrat und Tigris zu schweben und die Vereinigung mit dem Meer aus der Entfernung zu betrachten.
Ea, benannt nach einem babylonischen Gott, den Namen Ea versuchte man als „Wasserhaus„ zu deuten. Als Machtsphäre des Gottes gilt der unterirdische Süßwasserozean - kein Wunder also, dass hier auch die salzige Komponente des Meeres fehlt. Allenfalls vermeint man durch das Menthol einen minimal salzigen Anklang zu erkennen, aber die aquatischen Noten sind durch das Blütige doch eher süßlich.
Wenn Euphrat und Tigris zurückkehren in den kristallenen Unterwasser-Dom Eas, zieht auch der Duft sich zurück (bei mir nach etwa 4 Stunden), wird hautnah, und es bleibt nur eine Ahnung der schönen Reise durch die Wasserlandschaft.
Hier ist Embruns immer noch deutlich warm-ambriert und holzig-sandig auf der Haut.
Es ist also nicht nur so, dass Embruns und Ea in der Duft-Pyramide keine Gemeinsamkeiten aufweisen sondern dass auch ihr Charakter komplett unterschiedlich ist, vom Luftikus zum Bodenständigen, vom Süßwasser zum Salzwasser. Allein das Thema Wasser bleibt.
Der Kampf geht darum unentschieden aus, da man mit Ea eben keinen Duftzwilling zu Embruns d'Ambre, sondern einen wunderschönen, aber eigenständigen Duft bekommt.
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