
Floyd
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Floyd
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Ein Bild von ewiger Poesie
Durch einen Spalt im Dach rinnt Morgenkühle wie raureife Blätter aus Zitronenverbene, setzt kampferfrierende Nadelstiche auf die blass-violette Lavendelbettdecke. Schwebt ein Schirm aus seidenweißer Blüte in der Schräge der fröstelnd grünen Mansarde. Fallen Lichtbalken bitter durch Galbanumglasfenster auf die Moose der feuchten hölzernen Wände. Wachsen Worte aus Harz auf der letzten Diele. Fließen Wurzeln wie lederne Poesie in den Teppich aus Laub und dunkler Erde.
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Teone Reinthal verwendet für ihre Düfte eigenen Angaben nach ausschließlich pflanzliche Zutaten, welche saisonalen und lokalen Schwankungen unterliegen, auch können Erntebedingungen, Frischegrad und die Art der Destillation zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Diese Variationen werden allerdings nicht nur hingenommen, sondern jeweils herausgearbeitet und unterstrichen, was jede Charge einzigartig macht.
Mit "The Poet" ist Teone ein großer Wurf in der Tradition klassischer Chypre-Düfte gelungen. Da ist die Eröffnung aus herb-grün-zitrischen Noten, prickelnder Zitronenverbene, spritziger Bergamotte, hesperidisch-würzigem Muskateller, ätherisch-bitterem Tee- und Kampferbaum, kühlend und frisch. Ein Hauch Lavendel leitet über ins blumige Herz, in welchem vor allem seidig-fleischige Jasmin- und Tuberosenaromen deutlich werden, bitter beleuchtet von Galbanumharz. Schon bald wirft die Basis ihre grün-erdigen Schatten voraus, zuerst Vintage-Eichenmoose, holzig-knarzig, dann zunehmend erdig-rauchig-ledrig von Nagarmotha- und Vetiverwurzeln, feuchterdig von Patchouli mit dezenten Laubnoten (Veilchenblatt) und immer dunkler, bitterharzig-holziger werdend. Das ganze ist von Anfang bis Ende eine zeitlose und stilsichere, moderate und langanhaltende, duftgewordene Poesie.
(Mit Dank an Sapho)
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Teone Reinthal verwendet für ihre Düfte eigenen Angaben nach ausschließlich pflanzliche Zutaten, welche saisonalen und lokalen Schwankungen unterliegen, auch können Erntebedingungen, Frischegrad und die Art der Destillation zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Diese Variationen werden allerdings nicht nur hingenommen, sondern jeweils herausgearbeitet und unterstrichen, was jede Charge einzigartig macht.
Mit "The Poet" ist Teone ein großer Wurf in der Tradition klassischer Chypre-Düfte gelungen. Da ist die Eröffnung aus herb-grün-zitrischen Noten, prickelnder Zitronenverbene, spritziger Bergamotte, hesperidisch-würzigem Muskateller, ätherisch-bitterem Tee- und Kampferbaum, kühlend und frisch. Ein Hauch Lavendel leitet über ins blumige Herz, in welchem vor allem seidig-fleischige Jasmin- und Tuberosenaromen deutlich werden, bitter beleuchtet von Galbanumharz. Schon bald wirft die Basis ihre grün-erdigen Schatten voraus, zuerst Vintage-Eichenmoose, holzig-knarzig, dann zunehmend erdig-rauchig-ledrig von Nagarmotha- und Vetiverwurzeln, feuchterdig von Patchouli mit dezenten Laubnoten (Veilchenblatt) und immer dunkler, bitterharzig-holziger werdend. Das ganze ist von Anfang bis Ende eine zeitlose und stilsichere, moderate und langanhaltende, duftgewordene Poesie.
(Mit Dank an Sapho)
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Nagarmotha
Veilchenblatt
Eichenmoos
Zitronenverbene
Australisches Sandelholz
Bergamotte
Geißblatt
Hyazinthe
Muskatellersalbei
Styrax
Sumatra-Patchouli
Teebaum
Vanille
Galbanum
Kampferbaum
Maillette-Lavendel
Vetiver
Jasminum grandiflorum
Schwarze Johannisbeere
Tuberose
weiße Zypresse
Gandix
Yatagan
Knopfnase
FrauKirsche
Theris






































