
Skydiver19
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Skydiver19
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24
Sufis und Oscar Wilde
Inspiriert von Sapho's sehr lesenswerter Rezension zu #Villanelle Aember, der ein Satz von Oscar Wilde vorangestellt ist, ist mir eine Sufi-Weisheit wieder in den Sinn gekommen, der ich zum ersten Mal in West-Afrika begegnet bin. Hier die beiden Sinnsprüche:
Oscar Wilde: "Where there is sorrow, there is holy ground. Some day people will realize what that means."
Eine Sufi-Erkenntnis lautet sinngemäß: Wenn ich keine Sorgen habe, ist es wie wenn Gott mich vergessen hätte. Ich fühle mich verlassen.
Zwei sinnverwandte Weisheiten, verpackt in unterschiedlichen Sprachen unterschliedlicher Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten. Fasziniert von diesen Parallelen habe ich mich auf eine kleine Spurensuche begeben, wo wir diesem Erkennen noch begegnen können. Und wir haben es hier nicht mit 'Einzelmeinungen' zu tun, sondern mit universellen Mustern unseres Menschseins.
In der christlichen Mystik, etwa bei Meister Eckhart, erscheint Gott gerade dort, wo der Mensch nichts mehr hat, woran er sich festhalten kann. Bei Johannes vom Kreuz ist die „dunkle Nacht“ kein Zeichen dafür, dass Gott den Menschen verlassen hat, sondern eine besonders tiefe Form 'göttlicher Gegenwart'.
Bei Rumi, einem persischen Sufi-Mystiker und Poet aus dem 13. Jahrhundert, wird das Leiden zu einer Öffnung: "Die Wunde ist der Ort, durch den das Licht eintritt."
Laut Buddhistischer Lehre wird der Mensch durch die Erfahrung, dass die Welt nicht dauerhaft Sicherheit geben kann, gezwungen, tiefer zu schauen. Das Leiden ist damit nicht bloß ein Fehler im System. Es enthüllt etwas über die Struktur der Wirklichkeit unseres Menschseins selbst. Besonders im Zen kann die Krise, das Scheitern oder der Zusammenbruch der bisherigen Selbstvorstellung zu einem Durchgang werden.
Und in hinduistischen Bhakti-Traditionen findet sich der radikale Gedanke: "Leid kann näher zu Gott führen als Glück."
„Where there is sorrow, there is holy ground,“ ist demnach eine überraschend präzise mystische Aussage. Sie erklärt, dass dort, wo der Mensch am wenigsten aus eigener Kraft ausweichen kann, etwas sichtbar werden kann, das im gewöhnlichen Zustand funktionierender Kontrolle verdeckt bleibt.
Radikaler formuliert: Der 'holy ground' befindet sich nicht dort, wo das Leben gelingt, sondern dort, wo die Illusion unserer Kontrolle zerbricht.
Diese Einsicht verbindet Oscar Wilde, christliche Mystik, Sufismus, Bhakti und buddhistische Weisheiten erstaunlich eng.
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TR beginnt ihre Beschreibung für diesen Duft:
"Ein üppiger, tropischer Gartenpark in der Dämmerung. Die Luft singt mit den melassedicken Düften von Champaka-Blüten und rosa Lotus. Die Sufis sind gekommen und haben ihre Plätze im Innenhof eingenommen, wo Laternen angezündet werden und Weihrauch zu den Sternen nach oben schwebt..."
Fleischige Champaka-Blüten öffnen ihren opulenten Duftkosmos - aprikosig, frisch-grün und cremig warm, leicht würzig und zugleich indolisch süß. Von Kopf bis Fuß mag ich hierin versinken und mich tragen lassen von einer Empfindung tröstlicher Sinnlichkeit, einer tiefen Erlaubnis, ganz ich selbst zu sein und mich zugleich darin aufzulösen. Dieses transzendente Gefühl steuert der Pink Lotus bei mit seiner lichten, aquatischen Transparenz, ähnlich nächtlichen Blütennebeln über ruhigen Gewässern.
Aus dem Hintergrund tritt bald ein Tempel für diese emotionale Andacht hinzu, mit Wänden aus strukturierender Myrrhe und Vorhängen aus mild-trockenem Tabak. Die inneren Bewegungen beginnen sich zu fokussieren vom tropisch-sinnlichen Park hin zu einer Kontemplation in diesen stillen Räumen.
Der helle Ernst des glimmenden Weihrauchs auf offener Holzkohlenglut steigt auf zum offenen Dach aus Sandelholz-Gebälk, dessen weich-aromatische Aura das Dach zu einer Kuppel ausbaut, welche schwerelos auf indischen Oud-Säulen im Gebetsraum ruht. Die olfaktorisch tragende Kraft der dunkel-holzigen Säulen entspringt u.a. einer leicht animalischen Note in Verbindung mit warm rauchigem Leder. Sie verspricht erdende Orientierung für die getanzten Gebete der Sufis, sowie geradlinige Stütze für ihren Geist, den sie auf Weihrauch-Schwingen auf eine Reise in die Unendlichkeit des Himmels entlassen.
Dunkler, warm-glänzender Labdanum-Gesang mit vanille-hautigen Obertönen scheint alle Sufis zu einem einzigen Meditierenden zu vereinen, verbunden über die synchronen, meditativen Drehungen ihrer Körper.
Und wie wenn die lieblichen Harz-Schwingungen selbst ihre Quelle zum Schmelzen bringen wollten, verfeinern sie sich bis hin zu einer Lieblichkeit, die ein inneres Licht aus tiefsten Seinsschichten hervorzulocken vermag. Ein Licht aus einer einzigen Quelle, die alle tanzenden Derwische durchpulst und erhebt zu einem mystischen Ganzen.
Der Nachklang dieser tief berührenden olfaktorischen Reise währt viele zeitlose Stunden, die durch ihre gefühlte Absichtslosigkeit einen besonderen Wert bekommen.
Oscar Wilde: "Where there is sorrow, there is holy ground. Some day people will realize what that means."
Eine Sufi-Erkenntnis lautet sinngemäß: Wenn ich keine Sorgen habe, ist es wie wenn Gott mich vergessen hätte. Ich fühle mich verlassen.
Zwei sinnverwandte Weisheiten, verpackt in unterschiedlichen Sprachen unterschliedlicher Kulturen zu unterschiedlichen Zeiten. Fasziniert von diesen Parallelen habe ich mich auf eine kleine Spurensuche begeben, wo wir diesem Erkennen noch begegnen können. Und wir haben es hier nicht mit 'Einzelmeinungen' zu tun, sondern mit universellen Mustern unseres Menschseins.
In der christlichen Mystik, etwa bei Meister Eckhart, erscheint Gott gerade dort, wo der Mensch nichts mehr hat, woran er sich festhalten kann. Bei Johannes vom Kreuz ist die „dunkle Nacht“ kein Zeichen dafür, dass Gott den Menschen verlassen hat, sondern eine besonders tiefe Form 'göttlicher Gegenwart'.
Bei Rumi, einem persischen Sufi-Mystiker und Poet aus dem 13. Jahrhundert, wird das Leiden zu einer Öffnung: "Die Wunde ist der Ort, durch den das Licht eintritt."
Laut Buddhistischer Lehre wird der Mensch durch die Erfahrung, dass die Welt nicht dauerhaft Sicherheit geben kann, gezwungen, tiefer zu schauen. Das Leiden ist damit nicht bloß ein Fehler im System. Es enthüllt etwas über die Struktur der Wirklichkeit unseres Menschseins selbst. Besonders im Zen kann die Krise, das Scheitern oder der Zusammenbruch der bisherigen Selbstvorstellung zu einem Durchgang werden.
Und in hinduistischen Bhakti-Traditionen findet sich der radikale Gedanke: "Leid kann näher zu Gott führen als Glück."
„Where there is sorrow, there is holy ground,“ ist demnach eine überraschend präzise mystische Aussage. Sie erklärt, dass dort, wo der Mensch am wenigsten aus eigener Kraft ausweichen kann, etwas sichtbar werden kann, das im gewöhnlichen Zustand funktionierender Kontrolle verdeckt bleibt.
Radikaler formuliert: Der 'holy ground' befindet sich nicht dort, wo das Leben gelingt, sondern dort, wo die Illusion unserer Kontrolle zerbricht.
Diese Einsicht verbindet Oscar Wilde, christliche Mystik, Sufismus, Bhakti und buddhistische Weisheiten erstaunlich eng.
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TR beginnt ihre Beschreibung für diesen Duft:
"Ein üppiger, tropischer Gartenpark in der Dämmerung. Die Luft singt mit den melassedicken Düften von Champaka-Blüten und rosa Lotus. Die Sufis sind gekommen und haben ihre Plätze im Innenhof eingenommen, wo Laternen angezündet werden und Weihrauch zu den Sternen nach oben schwebt..."
Fleischige Champaka-Blüten öffnen ihren opulenten Duftkosmos - aprikosig, frisch-grün und cremig warm, leicht würzig und zugleich indolisch süß. Von Kopf bis Fuß mag ich hierin versinken und mich tragen lassen von einer Empfindung tröstlicher Sinnlichkeit, einer tiefen Erlaubnis, ganz ich selbst zu sein und mich zugleich darin aufzulösen. Dieses transzendente Gefühl steuert der Pink Lotus bei mit seiner lichten, aquatischen Transparenz, ähnlich nächtlichen Blütennebeln über ruhigen Gewässern.
Aus dem Hintergrund tritt bald ein Tempel für diese emotionale Andacht hinzu, mit Wänden aus strukturierender Myrrhe und Vorhängen aus mild-trockenem Tabak. Die inneren Bewegungen beginnen sich zu fokussieren vom tropisch-sinnlichen Park hin zu einer Kontemplation in diesen stillen Räumen.
Der helle Ernst des glimmenden Weihrauchs auf offener Holzkohlenglut steigt auf zum offenen Dach aus Sandelholz-Gebälk, dessen weich-aromatische Aura das Dach zu einer Kuppel ausbaut, welche schwerelos auf indischen Oud-Säulen im Gebetsraum ruht. Die olfaktorisch tragende Kraft der dunkel-holzigen Säulen entspringt u.a. einer leicht animalischen Note in Verbindung mit warm rauchigem Leder. Sie verspricht erdende Orientierung für die getanzten Gebete der Sufis, sowie geradlinige Stütze für ihren Geist, den sie auf Weihrauch-Schwingen auf eine Reise in die Unendlichkeit des Himmels entlassen.
Dunkler, warm-glänzender Labdanum-Gesang mit vanille-hautigen Obertönen scheint alle Sufis zu einem einzigen Meditierenden zu vereinen, verbunden über die synchronen, meditativen Drehungen ihrer Körper.
Und wie wenn die lieblichen Harz-Schwingungen selbst ihre Quelle zum Schmelzen bringen wollten, verfeinern sie sich bis hin zu einer Lieblichkeit, die ein inneres Licht aus tiefsten Seinsschichten hervorzulocken vermag. Ein Licht aus einer einzigen Quelle, die alle tanzenden Derwische durchpulst und erhebt zu einem mystischen Ganzen.
Der Nachklang dieser tief berührenden olfaktorischen Reise währt viele zeitlose Stunden, die durch ihre gefühlte Absichtslosigkeit einen besonderen Wert bekommen.
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Champaka
Myrrhe
Mysore-Sandelholz
Tabak
Weihrauch
indisches Oud
Labdanum
pinker Lotus
Vanille


Floyd
Eggi37
Theris
Bastian
ElAttarine






































