Lelia Gustav Lohse 1936 Eau de Cologne
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Top Rezension
LELIA von Lohse - ein Duft, so weich und zärtlich wie sein Name
Neulich schenkte mir eine ganz liebe Parfumo Freundin ein Pröbchen LELIA (herzlichen Dank liebe Jutta). Ich hatte ihn in ihrer Sammlung entdeckt und war neugierig, ihn nochmal zu riechen.
Man schrieb das Jahr 1968, ich war gerade vierzehn Jahre alt, als ich dieses Lelia Düftchen von meinem Bruder zum Geburtstag geschenkt bekam...
Heute war der Moment, an dem ich Lelia von Lohse riechen wollte. Ich brauchte direkt ein bisschen Mut, weiß man doch nie, wohin einen Dufterinnerungen tragen und ob man seinen Gefühlen, die Düfte in uns auslösen können, gewachsen ist.
Mein erstes eigenes Düftchen... zu dieser Zeit schaut die kleine Precious mit großer Begeisterung *Beatclub* und *Mit Schirm Charme und Melone*. Sie liebt die Rolling Stones, besonders Brian Jones, der leider viel zu jung verstarb und Emma Peel. Ihre Mutter näht ihr hübsche, nicht zu kurze Minikleider aus feinem Cordsamt mit Streublümchen drauf. Ihr Zimmer ist kräftig orange gestrichen und ihre dunklen, glatten Haare trägt sie bis über die Schultern, natürlich mit dem angesagten Mittelscheitel. Von Parfums versteht sie noch nichts, liebt aber alle schönen Gerüche, besonders schöne Seifen und Cremes haben es ihr angetan.
Heute sprühe ich also Lelia auf, mein Herz klopft, ich schließe die Augen u. warte ab, was passiert. Vielleicht würden mich die Erinnerungen an meine behütete Kindheit überwältigen? Vielleicht habe ich den hübschen Duft auch ganz anders in Erinnerung? Es wird spannend...
Ich rieche neugierig und konzentriert an meinem Handrücken und atme den Duft tief ein: Es ist ein schönes Wiedersehen und ich spüre, dass ich ihn kenne. Er ist mir sofort vertraut, aber er erzeugt keine heftigen Erinnerungen an damals. Es ist ein milder Aldehyde-Duft im Stil von Chanel No. 5, aber süßer und gefälliger. Es ist ein lieber Duft. Das alles wußte ich nicht, als ich 14 Jahre alt war und mein Näschen keine Vergleiche ziehen konnte. Umso schöner ist es, dass ich ihn nun als ältere Frau nochmal riechen kann. Nach unzähligen Dufteindrücken in meinem duftverrückten Leben kann ich sagen, dass mir Lelia noch immer gefällt, obwohl ich mit Aldehyden gar nicht so gut kann. Ich habe ihn jedoch noch weicher und wolkiger in Erinnerung. Wie wunderbar sich die Qualität des Duftes über so viele Jahre gehalten hat, das ist unglaublich. Heute stelle ich noch eine pudrige Süße fest, die ich ganz reizend und verführerisch finde. Lelia duftet warm und lieblich; wie schade, dass dieser schöne, klassische Damenduft nicht mehr hergestellt wird. Er könnte auch in der heutigen Zeit Frauen erfreuen, ebenso wie das Chanel No.5 geglückt ist; nur hatte Lelia keine Marilyn Monroe, die ihn kostenlos bewarb.
Mein Lelia-Pröbchen werde ich morgen meiner 92-jährigen Mutter mitbringen und sie daran riechen lassen. Mal schauen, ob sie sich noch an ihn erinnern kann... sie mochte ihn damals sehr gern.
Man schrieb das Jahr 1968, ich war gerade vierzehn Jahre alt, als ich dieses Lelia Düftchen von meinem Bruder zum Geburtstag geschenkt bekam...
Heute war der Moment, an dem ich Lelia von Lohse riechen wollte. Ich brauchte direkt ein bisschen Mut, weiß man doch nie, wohin einen Dufterinnerungen tragen und ob man seinen Gefühlen, die Düfte in uns auslösen können, gewachsen ist.
Mein erstes eigenes Düftchen... zu dieser Zeit schaut die kleine Precious mit großer Begeisterung *Beatclub* und *Mit Schirm Charme und Melone*. Sie liebt die Rolling Stones, besonders Brian Jones, der leider viel zu jung verstarb und Emma Peel. Ihre Mutter näht ihr hübsche, nicht zu kurze Minikleider aus feinem Cordsamt mit Streublümchen drauf. Ihr Zimmer ist kräftig orange gestrichen und ihre dunklen, glatten Haare trägt sie bis über die Schultern, natürlich mit dem angesagten Mittelscheitel. Von Parfums versteht sie noch nichts, liebt aber alle schönen Gerüche, besonders schöne Seifen und Cremes haben es ihr angetan.
Heute sprühe ich also Lelia auf, mein Herz klopft, ich schließe die Augen u. warte ab, was passiert. Vielleicht würden mich die Erinnerungen an meine behütete Kindheit überwältigen? Vielleicht habe ich den hübschen Duft auch ganz anders in Erinnerung? Es wird spannend...
Ich rieche neugierig und konzentriert an meinem Handrücken und atme den Duft tief ein: Es ist ein schönes Wiedersehen und ich spüre, dass ich ihn kenne. Er ist mir sofort vertraut, aber er erzeugt keine heftigen Erinnerungen an damals. Es ist ein milder Aldehyde-Duft im Stil von Chanel No. 5, aber süßer und gefälliger. Es ist ein lieber Duft. Das alles wußte ich nicht, als ich 14 Jahre alt war und mein Näschen keine Vergleiche ziehen konnte. Umso schöner ist es, dass ich ihn nun als ältere Frau nochmal riechen kann. Nach unzähligen Dufteindrücken in meinem duftverrückten Leben kann ich sagen, dass mir Lelia noch immer gefällt, obwohl ich mit Aldehyden gar nicht so gut kann. Ich habe ihn jedoch noch weicher und wolkiger in Erinnerung. Wie wunderbar sich die Qualität des Duftes über so viele Jahre gehalten hat, das ist unglaublich. Heute stelle ich noch eine pudrige Süße fest, die ich ganz reizend und verführerisch finde. Lelia duftet warm und lieblich; wie schade, dass dieser schöne, klassische Damenduft nicht mehr hergestellt wird. Er könnte auch in der heutigen Zeit Frauen erfreuen, ebenso wie das Chanel No.5 geglückt ist; nur hatte Lelia keine Marilyn Monroe, die ihn kostenlos bewarb.
Mein Lelia-Pröbchen werde ich morgen meiner 92-jährigen Mutter mitbringen und sie daran riechen lassen. Mal schauen, ob sie sich noch an ihn erinnern kann... sie mochte ihn damals sehr gern.
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Ein schöner Kommentar!