
Floyd
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Floyd
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Ein inneres Indien
Durch raureifen Nebel von kühlen Kristallen. Scharfwürzige Funken glimmender Zimtrinden. Sie brennen sich durch vergilbte Erinnerungen von Zitrusgräsern auf Photographien. Durch Haut von warmen Sandelhölzern. Den mulchigen Bast aus harziger Krem. Goldene Fasern im Kambium. Den Splint so weich wie Welpenbalsam. Seiden schimmernd von süßem Jasmin. Hennastrauchblütige Gebetsfahnen aus getrockneten Früchten in Honigfarben. Drin Macis bittere Karamellnelken. Sind Traumblasen über flaumweichen Fährten. Wildlederspuren in Lehmlikören. Wehen feine Weben aus weißem Leim an den hölzernen Adern der indischen Erden. Schleierfäden zarter Rauchfahnen führen nach Innen. Nach Vrindavan.
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Wer Ray Cappo, den Sänger von Bands wie Shelter und Youth of Today, dem Flaggschiff der 80er Jahre Straight-Edge-Bewegung, auf der Bühne sieht, staunt darüber, wie man nach über 40 Jahren Hardcore immer noch voller Energie sein kann. Und man bemerkt, dass Spiritualität durchaus wichtig für ihn ist. So wundert es wenig, wenn man erfährt, dass er NOAM mit der Kreation eines Duftes beauftragte, der Sandelholz und indische Oudöle zur Meditation beinhaltet.
New Oceans And Meridians (N.O.A.M. Botanical Perfumes), das olfaktorische Raumzeitreisebüro aus der Schweiz, verwendet für seine komplexen Kompositionen ausschließlich hochwertige natürliche Rohstoffe, pflegt den persönlichen Kontakt zu kleinen Destillen, Händlern und Herstellern, und war somit genau die richtige Wahl für einen solchen Wunsch. So konnten dafür unter anderem lang gehegte Verbindungen nach Indien für das vielschichtige Mysore, eine Artisan Destillation, das Manipur Oud und das fünf Jahre gealterte Henna-Attar aus Kannauj genutzt werden.
Die Reise ins innere Indien beginnt mit kühlen grün-kampferartigem Nebel (Vetiver, Ingwer, Kardamom, Lorbeerblatt, Lavendel) und scharfen Gewürzen (Zimt, Gewürznelke) auf zitrisch-holzigem, Australischem Spicatum Sandelholz, das bald übergeht in tiefe, kremig-weiche, charaktervolle Aromen des Mysore Sandelholzes, dessen Facettenreichtum von vielen der weiteren Zutaten herausgearbeitet und unterstrichen werden: Da sind seidige Jasminblüten, süße Champaka, die liebliche Hennablüte und die würzig-karamellartige Muskatblüte, in welcher die Gewürznelke aus der Kopfnote noch widerhallt. Im weiteren Verlauf wird es rauchig-holzig-erdiger (Nagarmotha, Java-Vetiver, Manipur Oud), sind Rauchweben über lehmlikörartiger Erde, wo auch noch zarte leimartige Sandelharzfäden wehen. Indisches Holz kann man für mein Empfinden kaum besser inszenieren für einen Weg nach innen.
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Wer Ray Cappo, den Sänger von Bands wie Shelter und Youth of Today, dem Flaggschiff der 80er Jahre Straight-Edge-Bewegung, auf der Bühne sieht, staunt darüber, wie man nach über 40 Jahren Hardcore immer noch voller Energie sein kann. Und man bemerkt, dass Spiritualität durchaus wichtig für ihn ist. So wundert es wenig, wenn man erfährt, dass er NOAM mit der Kreation eines Duftes beauftragte, der Sandelholz und indische Oudöle zur Meditation beinhaltet.
New Oceans And Meridians (N.O.A.M. Botanical Perfumes), das olfaktorische Raumzeitreisebüro aus der Schweiz, verwendet für seine komplexen Kompositionen ausschließlich hochwertige natürliche Rohstoffe, pflegt den persönlichen Kontakt zu kleinen Destillen, Händlern und Herstellern, und war somit genau die richtige Wahl für einen solchen Wunsch. So konnten dafür unter anderem lang gehegte Verbindungen nach Indien für das vielschichtige Mysore, eine Artisan Destillation, das Manipur Oud und das fünf Jahre gealterte Henna-Attar aus Kannauj genutzt werden.
Die Reise ins innere Indien beginnt mit kühlen grün-kampferartigem Nebel (Vetiver, Ingwer, Kardamom, Lorbeerblatt, Lavendel) und scharfen Gewürzen (Zimt, Gewürznelke) auf zitrisch-holzigem, Australischem Spicatum Sandelholz, das bald übergeht in tiefe, kremig-weiche, charaktervolle Aromen des Mysore Sandelholzes, dessen Facettenreichtum von vielen der weiteren Zutaten herausgearbeitet und unterstrichen werden: Da sind seidige Jasminblüten, süße Champaka, die liebliche Hennablüte und die würzig-karamellartige Muskatblüte, in welcher die Gewürznelke aus der Kopfnote noch widerhallt. Im weiteren Verlauf wird es rauchig-holzig-erdiger (Nagarmotha, Java-Vetiver, Manipur Oud), sind Rauchweben über lehmlikörartiger Erde, wo auch noch zarte leimartige Sandelharzfäden wehen. Indisches Holz kann man für mein Empfinden kaum besser inszenieren für einen Weg nach innen.
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Australisches Sandelholz
bengalisches Nagarmotha
Gewürznelke
indisches Patchouli
Jasmin-Sambac
kambodschanisches Oud
Mysore-Sandelholz
rote Champaka
Hennastrauchblüte
Indischer Weihrauch
indisches Lorbeerblatt
indisches Vetiver
Ingwer
Kardamom
Lavendel
Muskatblüte
Zimt

JeanMarc



























