KleopatraKleopatras Parfumkommentare

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Kleopatra vor 18 Tagen 18
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Duft

Seifig-herb-cremiger Blumenstrauß
Dieses EDP war mal wieder ein nicht so gelungener Blindkauf. Da ich das EDT mal getestet und seinerzeit für gut befunden hatte, dachte ich, für den Übergang vom Sommer zum Herbst wäre vielleicht das EDP die bessere Wahl. Die Kommentare und Statements lasen sich einfach wunderbar!

Vorgestellt hatte ich mir einen lieblichen, (sonnen-) cremigen Duft mit einer ganz leichten Süße und angenehmer Blumigkeit, ruhig auch etwas dichter als ein „normaler“ Sommerduft. Pustekuchen. Denn leider wollen sich bei mir weder mediterrane noch sonst irgendwelche sommerlichen Assoziationen einstellen. Auch von Strandfeeling und Sonnencreme bei mir leider keine Spur. Von sonnigen Gässchen ganz zu schweigen…

Was ich rieche, ist ein kurzer zitrischer, leicht bitterer Auftakt, dann wird es gleich ziemlich blumig und leider auch etwas seifig. SEIFIG hatte ich hier schon gelesen und das hätte mich eigentlich warnen sollen. Der Duft ist völlig unsüß, nicht frisch, aber auch nicht schwer, jedenfalls nicht für meine Verhältnisse. Früchte nehme ich gar keine wahr. In der Basis kann ich dann tatsächlich eine leichte angenehme (sandelholzige) Cremigkeit ausmachen, die mir dann auch ganz gut gefällt.

Insgesamt ist das EDP bei mir eher herb, kriegt durch das Cremige aber gerade noch die Kurve und schrammt so eben an der Kratzbürstigkeit vorbei. Als lieblich, wie ich gehofft hatte, empfinde ich ihn nicht. Trotz der ganz angenehmen Basis würde ich ihm unterm Strich tatsächlich nur das Prädikat „nichtssagend“ verleihen. Jedenfalls auf meiner Haut.

Selbst beim Versuch des Schönriechens mit viel Oooohhmm, dem Visualisieren entsprechender mediterraner (Strand-) Bilder und Selbsthypnose inklusive Hirn-Nase-Verrenken kriege ich keine entsprechenden Assoziationen hin. Sehr schade ist das. Aber nach 7 Jahren Parfumo sollte man ja eigentlich wissen, dass man Düfte immer erst auf der Haut testen soll. Ich kann halt nicht anders. Blindkäufe sind nun mal meine Wundertüten für Erwachsene!

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Kleopatra vor 110 Tagen 40
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Duft
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Haltbarkeit
6
Sillage
4
Flakon

Zwischen ja, nein und vielleicht
Wenn ich hier nicht gelesen hätte, dass dieser Duft Ähnlichkeit mit Baccarat Rouge haben soll, hätte ich den Duft niemals getestet! Das Mädel (Ariana Grande) sagt mir nicht viel, und der Flakon, ups, na ja, ich bin halt auch nicht die Zielgruppe. Aber da ich gerade eine Probe von Baccarat Rouge hier habe, bin ich doch neugierig geworden. Also Cloud unterwegs getestet, zwischendurch was erledigt und gewundert, was da so toll roch. Auf dem Rückweg musste er dann gleich mit ;)

Bei Cloud handelt es sich um einen Two-in-one-Duft. In der Aura kann ich tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit Baccarat Rouge erkennen. Wenn man so sprüht, rausgeht und wieder reinkommt, dann wabert da tatsächlich ein Duft, der in diese Richtung geht. Das gefällt mir ausgesprochen gut!

Aber ich kann auch alle verstehen, die sagen, Cloud hätte absolut null Ähnlichkeit mit Baccarat Rouge. Schnuppert man nämlich direkt an der besprühten Stelle, auch nach zwei oder mehr Stunden, ist von Baccarat Rouge rein gar nichts zu merken. Da rieche ich einen warmen, fluffigen, cremigen Duft mit einer ganz dezenten Kokosnote, und das Ganze sehr angenehm, unaufdringlich und gar nicht künstlich, wie ich das eigentlich erwartet bzw. befürchtet hatte.

Sind sie sich also ähnlich? Ja. Nein. Oder vielleicht doch. Ein kleines bisschen.

Was ich aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass ich von diesem Duft mehr als angenehm überrascht bin. Cloud riecht bei mir überhaupt nicht synthetisch, sondern rund, warm und sehr angenehm, mit einer nicht erschlagenden oder klebrigen Süße – und mit Baccarat Rouge-Anklängen.

Ich würde aber dennoch nicht sagen, dass Cloud ein Duftzwilling ist. Wer Cloud als günstigen Ersatz für Baccarat Rouge erwerben möchte, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Wer aber die Richtung mag, bekommt mit Cloud definitiv einen schönen und erschwinglichen Duft!

Man kann die Wolke übrigens vom Flakon abnehmen. Das sieht dann im Bad nicht mehr ganz so nach Kinderparfum aus ;)
24 Antworten

Kleopatra vor 14 Monaten 36
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Duft
8
Haltbarkeit
7
Sillage
5
Flakon

Die Wandlung
Wir alle verändern uns. Das ist der Lauf der Welt. Mit den Jahren mögen wir im Idealfall weiser, ganz sicher aber grauer und unelastischer werden ;) Auch unser Duftgeschmack verändert sich. Was wir einst mochten, kann uns vielleicht nicht mehr begeistern, was wir aber nie liebten, kann uns plötzlich einen zweiten Frühling bescheren. So erging bzw. ergeht es mir mit Calvin Kleins Klassiker Euphoria.

Der ist bereits 2005 erschienen und flog doch immer unter meinem Radar. Bei so manchen Düften, die immer zuverlässig überall stehen, in jedem Kaufhaus und in jeder Parfümerie, ist es ja so wie mit dem Waschbrettbauch. „Waschbrettbauch? – Hatte ich schon, steht mir nicht“. Und bei eben diesen Düften, die irgendwie immer da sind: „Duft XY? Kenn ich schon. Mag ich nicht“. Auch wenn der Test vielleicht schon Jahre her ist.

Ich mochte Euphoria zwar schon, aber einen Kauf hab ich nie in Erwägung gezogen. Vor einiger Zeit suchte ich einen dunklen, beerigen, süßen und süffigen Duft. Unter anderem wurde mir von lieben Mit-Parfumas/-os auch Euphoria empfohlen, und von einer lieben Spenderin erhielt ich auch eine Probe (ich weiß leider nicht mehr, wer es war, aber nochmals vielen Dank an dieser Stelle!). Zu meiner eigenen Überraschung hab ich die Probe seinerzeit komplett geleert. Für einen Kauf hat es damals dennoch nicht gereicht. Bis jetzt, als er mir wieder einmal in den Sinn kam.

Und jetzt bin mit jedem Sprüh entzückter. Euphoria duftet nämlich nach dunklen Beeren (ob es sich um Granatapfel oder Beeren handelt, kann ich zwar geschmacklich auseinanderhalten, aber in Düften kriege ich das nicht hin). Süß, aber bei weitem nicht so süß wie die derzeit immer noch so beliebten Süß-Düfte. Blumig, ohne dabei seifig oder stickig zu sein. Tief, dunkel, süß, süffig, blumig, samtig, weiblich und absolut toll! Moderat dosiert ein toller Begleiter im Herbst, aber unbedingt auch am Abend.

Euphoria ist ein neuer Duftschatz für mich, und ich bin, wenn ich mir ansehe, wie viele ihn bereits besitzen, mal wieder ein Spätzünder. So lange habe ich ihn nicht besonders beachtet, dafür freue ich mich jetzt umso mehr.

Deshalb mein Rat an alle, die einen hören wollen: Wenn Euch beim Herumstromern durch die Dufttempel und -abteilungen mal so ein Klassiker begegnet und ihr sofort denkt: „Ach der, kenn ich schon, der war nix“. Dann haltet ein! Wagt ruhig mal wieder einen Sprüh! Es könnte sich nämlich eine neue Liebe verbergen in dem Flakon, der irgendwie schon immer da war…
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Kleopatra vor 16 Monaten 23
9
Duft

Auch dieses Frollein hat mein Herz erobert
Dieser von vielen so hoch gelobte Duft ist mir ganz unerwartet auf dem Flohmarkt zugelaufen. Es handelt sich hier wohl um die Urversion mit der silbernen Schleife und der silbernen großen Schrift. Da ich mal eine andere Miss Dior Chérie-Version hatte, die mir so gar nicht gefiel und ich außerdem mit meiner Miss Dior von 2017 glücklich bin, hatte ich keine großen Erwartungen. Stehen lassen wollte ich den Flakon aber auch nicht.

Zu Hause dann mal getestet. Ein Sprüher. Raus aus der Stube, wieder rein, Wahnsinn, was riecht denn hier so toll? Die Miss wars. Duftete an meinem Arm wunderschön vor sich hin, aber auch im Zimmer. So leicht, aber doch intensiv (ein Sprüher!), so frisch, aber auch süß (aber auch nicht ZU süß). So blumig, aber trotzdem schön ;)

Im Vergleich mit Miss Dior 2017 EDP – auch wenn dieser Vergleich natürlich ein bisschen hinkt – transparenter, durchscheinender, wie ein Chiffonschal, der sanft im Frühlingswind flattert, mit zurückgenommenerer Patchouli-Note. Es sollen ja Erdbeeren und Popcorn drin sein. Wäre ich jetzt so von allein nicht drauf gekommen. Die Gesamtheit macht es wohl, dass dieser tolle Duft so sanft und weich rüberkommt. Perfekt für den Frühling und kühlere Sommertage oder –abende.

Es ist schon irritierend, wie viele verschiedene Versionen es im Laufe der Jahre von Miss Dior so gab und gibt – nicht nur EDPs und EDTs, auch L’Eaus mit und ohne Chérie in verschiedensten Jahrgängen. Da fällt es wirklich schwer, noch den Überblick zu behalten.

Ich kann jetzt jeden verstehen, der dieser besonderen 2005er-Version hinterhertrauert, denn dieses Parfum ist wirklich ein außerordentlich bezaubernder Duft. Zwar dachte ich, ich bräuchte ja eigentlich nicht beide Misses, aber ich habe meine Meinung geändert, denn dieser kleine Liebling hier wird mir ganz bestimmt noch viel Freude machen!


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Kleopatra vor 17 Monaten 21
6
Duft
8
Haltbarkeit
8
Sillage

Experiment gescheitert
Auf der Suche nach dem perfekten Moschusduft Teil 26

Eigentlich ist der Titel irreführend, denn erstens suche ich im Moment gar nicht nach dem perfekten Moschusduft, und zweitens geht es hier um Patchouli. Aber letztlich doch wieder um Moschus und passt deshalb gut in die Reihe.

Ich wollte mir einen reinen Patchouli-Duft ohne Schnickschnack zulegen, um ein paar Layering-Experimente zu machen. Auf der Website sah ich dann auch diese Variante und dachte, Patchouli ist ja schon mal gut, aber in diesem hier ist auch noch Moschus drin, da kann ja nichts schiefgehen. Moschus ist immer gut!

Also dieses Mini-Schütt-Flakönchen geordert, und das hat es ziemlich in sich. Nun ja, es stammt ja auch aus des Teufels Küche... Ein Tröpfchen, und die Nase ist geflutet mit schwerem animalischem Moschus. Der sollte ja eigentlich verboten sein. Wenn der synthetisch ist, dann ist der aber gut nachgebaut, alle Achtung! Obwohl, der Teufel hat in seinem Keller bestimmt noch ein paar Restbestände…. Jedenfalls riecht es ein bisschen nach Bahnhofsklo.

Patchouli ist auch dabei (so steht es da ja auch: „Patchouli, Moschus“), wabert aber nur so im Hintergrund mit. Die Hauptrolle spielt hier definitiv der Moschus. Jetzt könnte man meinen, Moschus, das ist doch was für Kleo? Nee. Ist es nicht. Der ist mir nämlich zu pipihaft-animalisch und zu kerlig und zu wenig Patchouli. Und sonst ist da auch nix, keine anderen Noten. Du kriegst, was da steht.

Für meine Layering-Experimente hab ich nur wenige Tropfen verbraucht und der Flakon ist immer noch voll, als sei nichts entnommen worden. Man braucht davon aufgrund der beachtlichen Sillage wirklich nur sehr wenig. Euphorie kommt bei mir aber leider nicht auf, und ich sehe diesen Stoff eher am Mann, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Die Experimente sind übrigens gescheitert. Ich wollte ein paar Rosen veredeln, ein paar Früchte vertiefen, aus Artigem was Böses machen, aber der Tier-Moschus überlagert alles. Ich hätte doch den reinen Patchouli nehmen sollen…
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