Mojave Strange

Mojave Strange von Barnaby Black
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7.8 / 10 16 Bewertungen
Mojave Strange ist ein beliebtes limitiertes Parfum von Barnaby Black für Damen und Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist holzig-würzig. Es wird noch produziert.
Limitierte Edition
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Grün
Harzig
Erdig

Duftnoten

würzige Notenwürzige Noten Arizona-Wacholder BlaufichteBlaufichte Ericameria nauseosa WildblumenWildblumen

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.816 Bewertungen
Haltbarkeit
6.214 Bewertungen
Sillage
5.314 Bewertungen
Flakon
6.315 Bewertungen
Eingetragen von AmyAmy, letzte Aktualisierung am 29.11.2023.

Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
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Flakon
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Sillage
5
Haltbarkeit
9
Duft
BeJot

69 Rezensionen
BeJot
BeJot
Top Rezension 14  
Durch verschwommene Gläser, dem Duft ganz nahe
Wir sind schon mehrere Stunden auf staubigen Feldwegen unterwegs. Die Eintönigkeit zieht mit uns.
Plötzlich ziehen dunkle Wolken auf. Der Wind frischt auf. Gerade rechtzeitig erreichen wir die Schutzhütte am Waldrand. Ein dicker, kurzer Schauer wäscht den Staub aus der Luft. Wie gut das tut!
Aber schon bricht die Sonne wieder durch die Wolken und lässt das wenige Wasser, das die Wege und Steinmauern benetzt hat verdunsten. Einen kurzen Moment nur riecht die Luft nach Regen, Staub und Sonne gleichzeitig. Ein tiefer Säufzer: Ach, wir müssen weiter, haben noch einen langen Weg vor uns! Wir packen wieder unsere sieben Sachen und ziehen weiter am Waldrand entlang.
Nur ein paar Meter und wir bleiben erneut stehen, überwältigt von dem, was die Natur uns an Eindrücken bietet: Die Sonne entlockt den niedrigen Wacholderbüschen und hohen Fichten eine feine Wolke aus Wohlgerüchen! Zusammen mit den verdunstenden Regentropfen geben die Fichtennadeln ihren hellen, intensiven Harzduft frei. Wie ein feiner Nebel weht er durch die Zweige, von Sonne und leichtem Wind in dünne, federleichte Wolkenfetzen geformt.
Im Schatten der Fichten, auf dem dichten Nadelteppich breiten wir unsere Decke aus. Mit dem Blick in die Baumwipfel durch staubig, verschwommene Gläser, dem Duft ganz nahe. Sonnenstrahlen, Schattenzweige, tanzende Harzlichter, blinzelnde Augen.
Nein, wir müssen nicht weiter!
Wir bleiben.
Es wird eine lange Rast.
11 Antworten
7
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 25  
Retsina americana
Der Hersteller ordnet ‚Mojave Strange‘, salopp gesagt, in seine Kollektion der Seltsamkeiten ein. Ich kann nur vermuten, dass das mehr auf die dafür getroffene Auswahl an Pflanzen-Aromen abstellt als auf den Duft an sich. Beurteilen kann ich das allerdings allein schon deshalb nicht, weil fast allen Barnabys derart spezielle, oft einzig in Nordamerika heimische Pflanzen zugrunde liegen, dass ich die schlichtweg nicht kenne – daher auch die Flucht in teils nebulöse Allgemeinheiten, die sich durch meine Kommentar-Reihe zu diesem Anbieter zieht.

Den heutigen Kandidaten nun finde ich keineswegs seltsam. Die herbe Frische des Auftakts, welcher im Nachgeruch was Ziegenkäsiges anhaftet und die leicht angeschwitzte Begleitung desselben kenne ich ja bereits. Vor allem aber wird der Duft schnell mild, mit feiner, würziger Süße. Das macht ihn zum bis dato gefälligsten Barnaby – im Sinne von „rund“, nicht von „anbiedernd“. Er ist zudem der erste, der den „Was-riecht-denn-hier-so-toll?-Das-bin-ja-ich!“-Gedanken auslöst.

Sehr apart finde ich nämlich die rasch präsente Likörnote, wie von einem geharzten Wildblumen-Kräuterlikör. Aha, vielleicht die nord-amerikanische Antwort auf den Retsina? Nach einer Stunde komme ich mir vor wie inmitten einer ganzen Blumen-Kräuter-Wiese, mit sanfter Süße edel abgemischt.

Erst im Laufe des Vormittags wird es bitterer, während gleichzeitig eine geradezu trockenfruchtige Anmutung Einzug hält, die ihrerseits das Likörige streift. Und sie wird NICHT trockenobstig-gammelig. Eine wohldosierte Nadel-Note steuert just jene Arzneilichkeit (wahlweise Portion Magenbitter) bei, dass einem garantiert nicht übel wird.

In den vergangenen Stunden dachte ich manches Mal: Wenn Amouage irgendwann beschließen sollte, zu alter Klasse zurückkehren zu wollen, könnten die sich die Formel holen, ’ne Kelle Weihrauch dazu packen und hätten dann einen weichen Gerade-so-eben-Orientalen, für den sie sich obendrein die Sache mit „Man/Woman“ sparen könnten.

Am Nachmittag zeigt der Duft – verblüffenderweise aus letztlich demselben Aromen-Reservoir – ein „naturduftigeres“ Bild. Womöglich ist jetzt ein Zacken zu viel Süße hineingeraten. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, denn bis abends fühle ich mich von einer harzigen Likörigkeit mit nunmehr stärker la-la-la-floralem Anteil freundlich umgeben. Die Marsala-eingedickt-Klippe, an der ‚Dark Woods‘ gescheitert war, wird heute knapp umschifft.

Fazit: Der angeblich so seltsame Vertreter ist vor allem einfach etwas anders als die meisten seiner Geschwister aus dem Sechser-Probenset, welches ich (vielen Dank!) von Yatagan erhalten habe. Mir gefällt ‚Mojave Strange‘ gut.
17 Antworten
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Maggy4u

293 Rezensionen
Maggy4u
Maggy4u
Sehr hilfreiche Rezension 10  
Snakes singing to the high plateau thunderheads
Sie war eine Mohave. Tief im Inneren war sie aber viel mehr als ihr Stamm. All´die Winter, die ihr Volk schon diese Länder durchstreifte. Jagte. Lebte. Überlebte. Immer im Einklang.

Es war eigentlich die Aufgabe der Älteren die Geschichten im Stein festzuhalten. Es waren sonst auch immer Männer, die Schamane in ihrem Volk wurden. Die "Klapperschlange" war die erste weibliche. Nun saß sie hier und sah hinab von den Bergen ins Tal ihres Volkes. Die Wüste ihre Volkes. Ihr Bild in der Höhle war fast fertig. Sie hatte seit Tagen für Regen getanzt. Dann wieder gemalt. Wieder getanzt. Nun endlich zogen die Wolken auf und würden der Wüste Leben schenken. Wenn sie es über die Berge schafften. Ihrem Volk Nahrung. Den heilenden Pflanzen Kraft. Ihr die Rückkehr ermöglichen.

In ihrem Beutel um den Hals trug "Klapperschlange" ihre Heimat bei sich. Der Kaninchenstrauch, mit seinem ganz eigenen, unwirklichen Aroma. Die gelben, kleinen Blüten waren inzwischen blass und trocken geworden. Die Stiele glänzten Silber. Die gesammelten Nadeln der Bäume vom Gipfel raschelten beim Gehen. Die wenigen, fragilen Blumen ihrer Heimat, die sie mitgebracht hatte, zerfielen schon in ihrem Säckchen. Als sie hinaustrat fielen die ersten Tropfen auf den Boden. Trafen ihr Gesicht. Sie öffnete den Mund und mit jedem Tropfen mehr, den sie auffing, schwoll ihr glückliches Lachen und schallte ins Tal. Die Pflanzen im durchnässten Säckchen um ihren Hals, fingen das Wasser und erwachten ein letzten Mal zum Gesang des Lebens. Sie blickte zurück auf ihr Bild an der Wand. Die Klapperschlange, die die Regenwolken herbeirief. Das war sie. Die erste ihrer Art. Und sicher nicht die letzte.

Die Vegetation der Mojave Wüste, benannt nach dem Stamm der Mohave, die dort seit Jahrtausenden leben, ist etwas ganz besonderes. Alles wirkt unwirsch und immer an der Schwelle zur Auslöschung. Die umgebenden Berge haben eine Regenschattenwüste geschaffen. Ein karges Land, dass deshalb nur in dieser Weise existiert, weil die hohen Berge die Wolken abregnen lassen und selten nur direkt Regen dort fällt. Die Berge aber speisen die Wüste zu ihren Füßen. So entsteht ein Leben am Puls des Regens, dem sich auch die amerikanischen Ureinwohner als Rhythmus ihres Seins unterwarfen. Umso beeindruckender ist das kulturelle Vermächtnis der Petroglyphen - Steinschnitzereien - das sich oft als Gedächtnis und rituelle Zeitkapsel der indigenen Völker finden lassen. Entgegen der Höhlenmalereien, z.B. in Chauvet, wurden hier die bildlichen Darstellungen, ähnlich einer Gravur, in den Stein geritzt. Neben Jagd, Beutetieren und vor allem rituellen Darstellungen, finden sich auch viele, jahrtausendealte Symbole, die erst in der Neuzeit eine negative Konnotation erfuhren und damals, am Beginn, vor allem für das Leben - in all seinen wunderschönen Formen - standen.

Mojave Strange fängt die Einzigartigkeit des, fast lebensfeindlichen, Landes ein, dass es doch geschafft hat ein Volk zu ernähren, das namensgeben für ein weites Areal sein konnte. Wie immer, bei Barnaby Black, wird hier ein Duftbild, ein Moment der Wahrnehmung, erschaffen und festgehalten, der uns an den Fuß der Regengebirge versetzt. An den Rand der Wüste. Einer Gegend, die doch voll Leben steckt. Angepaßtem Leben. Die Pflanzen habe kleine, fast nadelartig verdickte Blätter. Sind genügsam mit dem Wenigen, das der Boden hergibt. So konzentriert - so komprimiert, das Leben sich hier darstellt, sind auch die Düfte dieser Landschaft. Zerstoßen geben die Blätter und Blüten des Kaninchenstrauches (ericameria nauseosa) ein diffuses Aroma, zwischen Ananas und gummiartigen Noten von sich. Die Wildblumen ergänzen mit unterschwelliger, floraler Süße, ohne wirklich zu "blümeln". Die blühenden Pflanzen bringen also ein frisches, fast unwirkliches und sehr filigranes Schauspiel ein. Direkt zum Start überrascht Mojave Stange mit einer Aura, wie frisch nach dem Regen, alles ist klar und unverspielt. Das Wasser wäscht das Leben zurück in die Flora. Leicht ozonisch schwebt das Nadelgrün und verbreitet einen Koniferenduft. Wunderschön und thematisch. Dieser grün-holzige Grundklang bleibt über den gesamten Duft als Bett bestehen und zieht die einzelnen Facetten der Blumen und des Wacholders in sich hinein. Webt das Bild der Mojave, am Fuße des Berges, der ihr Leben spendet - oder auch verwehrt.

PS: Mein Titel ist wieder ein Zitat von der Barnaby-Black-Homepage zum Duft. So soll dieser aus einer Inspiration, ein Rezept aus einer Petroglyphe entwickeln zu wollen, entstanden sein.

4 Antworten

Statements

10 kurze Meinungen zum Parfum
MarieposaMarieposa vor 7 Monaten
6
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Das Flirren
über Commiphora-Sträuchern
am Kuiseb-Canyon
Tanzender Skorpion
unter dem Kreuz des Südens
immergrüne Wüstenträume
47 Antworten
FrauKirscheFrauKirsche vor 1 Jahr
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8.5
Duft
Grünschillernde
Fruchtperlen.
Minzbestäubt.
Atme
den Duft von
Fichtennadeln ein.
Süßharziges
Wohlgefühl
wie warmes Öl ...
28 Antworten
FloydFloyd vor 3 Jahren
8
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
9
Duft
Mojaveflimmern
Mittagshitze
Ätherisch helle Eukalypse
Schamane tanzt trock'ne Wüstenblumen
Grünen Nebel aus Koniferen
The Rabbit Brush Balm
17 Antworten
ChizzaChizza vor 3 Jahren
7
Flakon
7
Duft
Netter Nadelholz-Duft, mich selbst stört da eine süßlich-harzige Kräuternote welche rasch abebbt und dann mehr in Richtung Rinde geht.
8 Antworten
YataganYatagan vor 6 Jahren
7
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
Ein Strauß getrockneter Blumen in einem holzgetäfelten Zimmer in einer sonnenbeschienenen Hütte: Du bist allein mit dir.
3 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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