30.12.2017 - 15:49 Uhr

Meggi
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Meggi
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17
Begriff ausgeschöpft
„Cashmere e Ambra“ startet mit einem leicht barbershopmäßigen Auftakt, dann erzeugen vermutlich unfruchtige Bergamotte und helles, trockenes Holz einen Stoff-Eindruck, der allerdings wohl gewisser Voreingenommenheit bedarf. Safran mag außerdem beteiligt sein. Rasch ist der Duft fruchtiger, verlässt die Bergamotte-Schiene in Richtung Orange. Ich denke zudem an Ingwer, leider jedoch auch spontan an die unbehagliche Preiselbeer-Soße, mit der die IKEA-Köttbullar an den Teller geheftet werden. Aber binnen weniger Minuten ist das vorbei und es wird kräftiger holzig. Plus eine Spur Jasmin-Blumigkeit. Völlig unsüß, geradezu spaßlos. Über allem liegt eine angeraute Schicht, die ums Verrecken klassisch daherkommen will. Ich bilde mir sogar einen Anflug von wässriger Edelrose ein.
Eine Viertelstunde vergeht, ehe sich eine Cremigkeit Geruch zu verschaffen vermag. Süße aus der Vanille-Ecke überwindet das Distanzierte, der Duft wird runder und kleidsamer. Florale Belüftung tut zum Ausgleich gut. Einen nennenswerten Beitrag von Gewürz erkenne ich nicht, lediglich direkt auf der Haut nehme ich eine Art Muskat-Pesto wahr. Soll heißen: Da ist nichts Ätherisches. Ein Hauch von Seifigkeit aus Jasmin-Quelle unterstreicht den klassischen Anspruch. Ohne dass ich sicher sagen könnte, dieser Zileri riecht wie soundso, habe ich das Gefühl, das alles zu kennen.
Stilistisch war’s das im Grunde, denn unser Amber tutet ins selbe Horn. Das bringt mich seriös, vielleicht ein bisschen zu schnuckelig, durch den Tag. Von den übrigen erwähnten Basisnoten bemerke ich vor allem Patchouli. Erahnen lässt sich dazu was Rest-Floralfruchtiges auf irgendeiner Kratze-Unterlage.
„e Ambra“ - Ambra? Amber? Was ist gemeint? Im Wörterbuch lese ich, dass das italienische „Ambra“ für Amber und Ambra gleichermaßen stehen kann. Das trifft sich hier gut, der Duft schöpft beide Bedeutungen aus, denn neben dem unzweifelhaften Amber, der nachmittags teils verblüffend süß und honighaft-zuckrig auftritt, wird via Vanille mit dem Gedanken an Ambra zumindest gespielt. Es wäre zwar verwegen, ihn tatsächlich „ambratisch“ zu nennen – es passt eben bloß vom Habitus her. Zumal eine (wenig spannende) Vanille-Patchouli-Nummer schließlich das Ende markiert.
Fazit: Nichts für Entdeckungslustige. Im Gegenteil. Dabei freilich keineswegs schlecht.
Ich bedanke mich bei MisterE für die Probe.
Eine Viertelstunde vergeht, ehe sich eine Cremigkeit Geruch zu verschaffen vermag. Süße aus der Vanille-Ecke überwindet das Distanzierte, der Duft wird runder und kleidsamer. Florale Belüftung tut zum Ausgleich gut. Einen nennenswerten Beitrag von Gewürz erkenne ich nicht, lediglich direkt auf der Haut nehme ich eine Art Muskat-Pesto wahr. Soll heißen: Da ist nichts Ätherisches. Ein Hauch von Seifigkeit aus Jasmin-Quelle unterstreicht den klassischen Anspruch. Ohne dass ich sicher sagen könnte, dieser Zileri riecht wie soundso, habe ich das Gefühl, das alles zu kennen.
Stilistisch war’s das im Grunde, denn unser Amber tutet ins selbe Horn. Das bringt mich seriös, vielleicht ein bisschen zu schnuckelig, durch den Tag. Von den übrigen erwähnten Basisnoten bemerke ich vor allem Patchouli. Erahnen lässt sich dazu was Rest-Floralfruchtiges auf irgendeiner Kratze-Unterlage.
„e Ambra“ - Ambra? Amber? Was ist gemeint? Im Wörterbuch lese ich, dass das italienische „Ambra“ für Amber und Ambra gleichermaßen stehen kann. Das trifft sich hier gut, der Duft schöpft beide Bedeutungen aus, denn neben dem unzweifelhaften Amber, der nachmittags teils verblüffend süß und honighaft-zuckrig auftritt, wird via Vanille mit dem Gedanken an Ambra zumindest gespielt. Es wäre zwar verwegen, ihn tatsächlich „ambratisch“ zu nennen – es passt eben bloß vom Habitus her. Zumal eine (wenig spannende) Vanille-Patchouli-Nummer schließlich das Ende markiert.
Fazit: Nichts für Entdeckungslustige. Im Gegenteil. Dabei freilich keineswegs schlecht.
Ich bedanke mich bei MisterE für die Probe.
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