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Yes, Please 2021

7.7 / 10 25 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Pekji für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2021. Der Duft ist süß-blumig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
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Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Süß
Blumig
Fruchtig
Würzig
Synthetisch

Duftnoten

BirneBirne VanilleVanille RoseRose GrapefruitGrapefruit SzechuanpfefferSzechuanpfeffer CognacCognac WeihrauchWeihrauch IrisIris

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.725 Bewertungen
Haltbarkeit
8.120 Bewertungen
Sillage
7.320 Bewertungen
Flakon
7.221 Bewertungen
Eingetragen von Profumo · letzte Aktualisierung am 15.10.2025.
Quellenbasiert & geprüft

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
9.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
ElAttarine

98 Rezensionen
ElAttarine
ElAttarine
Top Rezension 52  
Überdosierte Wohlgefühle, bipolare Zuckerwatte und das Leib-Seele-Problem
Siehe, meine Freundin, du bist schön! Deine Augen funkeln wie Cognac hinter deinem irispuderfarbenen Schleier. Dein Haar ist wie eine Herde Ziegen, die herabsteigen vom Gebirge. Deine Lippen sind wie eine liebliche rosenfarbene Schnur. Deine Schläfen sind hinter deinem Schleier wie Scheiben von roséfarbener Grapefruit. Deine beiden Brüste sind wie zwei Gazellenkitze, die unter Rosenblüten weiden. Bis es Tag wird und die Schatten schwinden, will ich zum rosa Zuckerwatteberg gehen und zum Weihrauchhügel. Wie köstlich ist deine Liebe, meine Schwester, liebe Braut! Köstlich wie Rosenchampagner. Und dein Duft übertrifft alle Gewürze. Von deinen Lippen, meine Braut, träufelt Birnensaft. Vanille und Cognac sind unter deiner Zunge, und der Duft deiner Kleider ist salzig wie deine Haut. Du bist wie ein Lustgarten von Birnen und Grapefruit und Rosen, mit allerlei Weihrauchsträuchern, Iris und Vanilleorchideen. Steh auf, Nordwind, und komm, Südwind, und wehe durch meinen Garten, dass sein Duft ströme und ich innerlich aufblühe!
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Meinem Flakon ist ein transparentes Blatt beigefügt, auf dem gedruckt steht „Bipolar Cotton Candy. Overusing might cause excessive agreeableness.“ Übermäßiger Konsum kann also zu übermäßigen Wohlgefühlen führen, alles klar. Dazu passt Ömers Empfehlung fürs erste Tragen: „For your first time, I highly recommend putting on a sweet song and overspraying the fragrance. Even if you are normally a skeptical jerk.“ Ich bin eher ein leicht zu begeisternder Trottel als ein skeptischer, aber umso mehr hat es gewirkt, Halleluja!
Dieser Duft ist rosa wie sein schillernder Flakon, ja, und gleich von Beginn an ist da etwas Schmutzig-Animalisches, aber weder Biber noch Kuhstall noch Oud. Szechuanpfeffer kann etwas Säuerlich-Schmutzig-Animalisches haben, und genau das arbeitet Ömer İpekçi hier unglaublich gekonnt und schamlos heraus: Grapefruit plus Szechuanpfeffer plus richtig gut eingesetze Synthetik (sicher synthetische Moschusnoten, Iso-E und synthetisch-Blumiges) ergibt diese von Profumo und Can777 so treffend beschriebene seltsam körperlich-animalische und faszinierende Note. Ja, Birne mit einer Nashi-artigen Süße ist auch da, sie stört mich seltsamerweise hier überhaupt nicht, und etwas Rosenirisartiges, von Cognac ziemlich Beschwipstes, dem vollkommen egal ist, ob das alles zusammenpasst. Es ist herrlich! Immer mal wieder zieht dann noch vanilliger Weihrauch durchs Bild und durchs Gemüt. Der leicht schwitzig-salzig-schmuddelig-menschelnde Hautduft bleibt in leicht abgeschwächter Form bis zum Ende.
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Auf der Rückseite des durchscheinenden Beiblattes ist ein Auszug aus einem wissenschaftlichen Text abgedruckt, in dem es aus Perspektive von Philosophie und Neurowissenschaften darum geht, wie sich die Trennung von Leib und Seele und von Bewusstem und Unbewusstem überwinden ließe, und inwiefern der Geist immer wieder zu solchen Dualismen neigt. Ich will Euch hier nicht mit Details langweilen, aber Ömers Serie „Reset Collection“ beschäftigt sich mit der Frage, wie Düfte es schaffen können, unterschiedliche Bewusstseinsebenen zu stärken und zu integrieren: Bei Blacklight gehe es um mentales Bewusstsein, bei Flesh um körperliches, bei Yes, Please soll der emotionalen Ebene in einer „verlockenden, schwerelosen Atmosphäre“ Raum gegeben werden, und bei Purpl schließlich gehe es um Wege in die und vor allem aus der Konsensrealität (also was innerhalb einer bestimmten Gruppe oder Kultur als real angesehen wird). Na ja.
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Ich bleibe einfach beim überdosierten Genuss der bipolaren prickelnden rosa Zuckerwatte, mal schmuddelig, mal schmerzhaft-säuerlich, mal wunderschön lieblich-vanillig, schillernd wie der Flakon. Dirty funky Irispuderzucker, sinnlich, animalisch, salzig, betörend. Besonders gegen Ende schweben Vanilleweihrauchwellen wie süße Nebel durch die Luft. Yes, please!

Der genannte wissenschaftliche Text:
https://www.scirp.org/pdf/
ojpp_2020112711410287.pdf
Der Anfangstext ist eine Überschreibung von Kapitel vier aus dem Hohelied Salomos.

42 Antworten
9Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Can777

251 Rezensionen
Can777
Can777
Top Rezension 47  
Und so fand er sie wieder…!
Er war noch immer der kleine Prinz. Es gab nur einen Unterschied. Er war jetzt groß und ziemlich erfahren. Er lebte und praktizierte schon sehr,sehr lange die Philosophie seines Vaters Antoine de Saint-Exupéry. Er sah die Liebe mit seinem Herzen. Und er hatte sie auch körperlich zu spüren bekommen. Ein einziges mal nur. Und sie war wunderschön! Nur hatte er vergessen wie sie roch. Es war schon zu lange her! Wie duftete sie nochmal? Eines wusste er. Sie duftet definitiv nach Rosen. Und so nahm er sich eine Rose. Pur,unspezifisch und fast simpel konstruiert. Und dann ging er gedankenverloren in sein Labor…!

Dort beträufelter sie mit fruchtigen Essenzen aus saftiger Grapefruit. Es war die Essenz der „Bitterkeit“. So saftig und bitter wie ein Schmerz. Aber der Schmerz war noch nicht tief genug meinte der kleine Prinz. Also nahm er den würzig-dunkelsten Pfeffer den er hatte und streute ihn auf die fruchtig Rose. Es war die Essenz der „Schmerzen“. Und so kam die Verletzlichkeit der Dornen hinzu. Scharf,temperamentvoll,wüst und konfus!

Die Rose oder auch in dem Sinne die Liebe bekam schon langsam Konturen. Aber sie war noch nicht dass was er sich vorstellte. Und so veredelte er sie weiter. Er griff zu dem Glas auf dem „Leichtsinn“ stand. Es duftete nach narkotischen Wermut oder auch Cognac. Der Duft vernebelte ihn die Sinne,so stark war er. Der kleine Prinz dosierte ihn sehr gefühlvoll und sachte. Die Rose duftete jetzt viel beschwingter,leichter und fast schon schwerelos. Schön,..aber noch nicht was er sich vorstelle!

Es fehle die „Zärtlichkeit“. Er fand sie ziemlich weit hinten im Regal der Emotionen. Sie war völlig verstaubt. So als wäre sie lange nicht gebraucht. Er öffnete das Glas voller Ehrfurcht und Vorsicht. Es war eine der stärksten Emotionen. Er hielt sich die Hand vor Mund und Nase um nicht weinen zu müssen. So schön war der Geruch. Aber der Geruch traf in dennoch. Und es flossen Tränen. Die „Zärtlichkeit“ duftet nach mit Vanille bestäubten,saftigen Birnen. So weich und Namens gebend,…verletzend-zärtlich!

Die Rose roch perfekt danach! Aber so roch die Liebe nicht. Sie war zu glatt und makellos. So war sie nicht. Er wusste es aus eigener,schmerzlicher Erfahrung! Und so suchte er im Labor seines Vaters etwas,was unter Verschluss war. Es war zu wild,unbändig,stark und es stank. Soviel wusste er. Und es war zu verstörend um offen rum zu stehen. Also schlich er sich in das Schlafzimmer seines Vaters Antoine de Saint-Exupéry um den Schlüssel zu stehlen für den Giftschrank in dem die düsterste und wohl verstörendste Essenz gelagert wurde. Und er fand ihn…!

Und so ging der kleine,große Prinz an den Giftschrank und öffnete ihn. Dort stand von Irisstaub überzogen eine winzig-kleiner Flakon. Es war mit einem rosé-goldenen Emblem verziert Kaum noch zu lesen unter all dem zarten Staub. Er befreite sanft und vorsichtig den kleine Flakon davon und las was darauf stand. In verblichener rot-brauner Tinte stand dort…KÖRPERLICHKEIT. Es war der Zustand tiefster Vertrautheit und Intimität..!

So nahm er den Flakon unter allergrößter Vorsicht in seine Hände und fügte seiner Kreationen der Liebe nur einen gefühlten halben Tropfen des menschlichen Moschus hinzu. Augenblicklich ging sie ein und welkte. Und sie stank erbärmlich. Aber auch faszinierend! Aber sein Experiment oder besser gesagt die Rose der Liebe erholt sich schnell. Sehr schnell! Alles Leblose wurde augenblicklich mit Licht durchflutet. Ein unendlich tiefes und wundervolles Leuchten durchströmte jedes Blatt und jede Knospe und auch die Blüte selbst. Es war wie der Funke des Lebens. Und sie begann zu duften. So unendlich verstörend-schön. So aggressiv und doch so passiv. So zärtlich und doch so tief-verletzend. Ja,…so roch die Liebe und die Rose für ihn. So war es perfekt für ihn. So hatte er sie einst auch gefühlt. So irritierend,menschlich,verletzlich-floral…!

Dann nahm er die noch sehr zerbrechliche,geschwächte und einzigartige Rose behutsam in seine Hände und stelle sie auf das Fensterbrett in sein Schlafzimmer. Auf dass sie wachsen möge. Er öffnete noch das Fenster,so dass das Licht der Sterne sie bestrahlte und ihr Duft die einsamen Sterne berühren möge. Und er nährte sie jeden Abend bevor er einschlief mit einer Träne. Damit sie nicht vertrocknete. Und so schlief der kleine,große Prinz jeden Abend friedlich ein. Umhüllt von einer tiefen,glücklich-menschlichen Erinnerung an die Liebe selbst…!

ENDE

Meine lieben Freunde,Mitglieder und Leser!
Dies war meine letzte Rezension und Geschichte für dieses Jahr. Und es war mir wie immer eine Freude. In der Hoffnung es hatte Euch erreicht und gefallen!? Für mehr Hintergrundwissen empfehle ich den großartigen Kommentar von Profumo. Wie der kleine Prinz auch sehe ich schon lange mit dem Herzen. So meine ich zumindest!? Hier geht es nicht immer nur um Parfums. Man hat mir viel Einblick in fremde Herzen gewährt dieses Jahr. Und ich habe auch den Zutritt in meines gewärmt. Und dies voller Ehrlichkeit! Man findet sich auf eine wundervolle und magische Weise hier. Immer wieder neu. Immer wieder einzigartig und wunderschön! Hier bei Parfumo duftet es sehr oft so wie jetzt im Schlafzimmer des kleinen,großen Prinzen. Es duftet nach LIEBE,…man muss nur dem Duft folgen. Jeder von uns kann senden und auch empfangen. Man sollte aber auch sein Fenster öffnen damit er andere Sterne auch erreicht oder man selbst erreicht wird. Reißen wir die Fenster gemeinsam auf damit die LIEBE zu den verborgenen und einsamen Sternen schwebend kann die noch im Dunkel leben! Ich wünsche allen hier wundervolle Weihnachten. Umarmt was ihr liebt. Schätzt was Ihr habt und halten es ganz,ganz fest. Liebe ,Freundschaft,Partnerschaft. Und bewahrt Eure Menschlichkeit und Nächstenliebe gut! Es ist alles so unendlich wertvoll,zerbrechlich,filigran und kostbar…!

Ich hab Euch lieb,…frohe,glückliche,besinnliche und wunderschöne Weihnachten!
Can (Der schon sehr alte,kleine,große Prinz)

Und hier ist noch die „Hoffnung“. Die muss man allerdings hören und auch sehen. Ich kenne sie nur zu gut! Hört sie laut…!

https://www.youtube.com/watch?v=_U9WURgOtf0
Aktualisiert am 21.12.2023 - 16:49 Uhr
67 Antworten
9Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Profumo

289 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 24  
Ja, bitte - gerne mehr davon!
Immer wieder gibt es sie, diese Phasen, da ich regelrecht Duft-müde bin, mein Interesse an den unzähligen Neuerscheinungen erlahmt, und meine Aufmerksamkeit sich glücklicherweise wieder anderen Dingen widmen kann, die mir mindestens ebenso am Herzen liegen.
Zuverlässig aber, über kurz oder lang, kommt dann doch wieder ein Vertreter seiner Zunft um die Ecke, mich aus der olfaktorischen Lethargie zu reißen und daran zu erinnern, wie aufregend und spannend die Duftwelt doch sein kann, und wie schön es ist, für sie noch „brennen“ zu können.

Notwendigerweise muss aber keine Neu-Entdeckung dafür verantwortlich sein: es kann mich auch ein schon längst erschnupperter Duft entflammen, der mir zunächst womöglich gar nicht weiter auffiel, oder ein anderer aus der Reihe seiner Mitstreiter stahl ihm die Show, oder ich war einfach noch nicht bereit für ihn, musste erst einen Umweg über Duft X und Duft Y gehen, oder es war schlicht der Zufall, der mir die Probe erneut in die Hände spielte – manchmal braucht’s ja ein paar Begegnungen, bis es Klick macht!

Vor zwei Jahren fand ich „Yes, Please“ jedenfalls ganz nett, aber offenbar nicht nett genug, dass er mich, neudeutsch gesagt, ‚abholte’.
Damals bekam ich ein ganzes Probenset von Ömers neuer Duftserie, die ich im Großen und Ganzen zwar ziemlich herausfordernd fand, aber nicht uninteressant. Wie auch: Ömer İpekçi kann gar keine uninteressanten Düfte machen, zumindest kenne ich keine! So richtig vom Hocker gehauen hat mich trotzdem keiner.
Zunächst.

Das Probenset zog weiter, aber doch hatte ich „Flesh“ einige Monate später erneut unter der Nase und war begeistert, restlos. Wieder einige Monate später war es diesmal „Yes, Please“, und ich dachte: Wow!, was für ein toller Duft! Wie konnte ich ihn vorher so übersehen haben?!

Ich fürchte, die ganze Reihe – der Parfümeur nennt sie seine „Reset Collection“ – neigt dazu übersehen zu werden, denn im Gegensatz zu seinen vorangegangen Werken, sind die neuen sicherlich sperriger, disharmonischer, weniger ‚catchy’.
Mögen sie Ömers künstlerische Potenz auch noch deutlicher offenbaren als seine ersten Werke, sind sie halt doch weniger Puccini, als vielmehr Schönberg, will sagen: weniger eingängig, und ja, auch weniger trivial. Nicht, dass seine Erstlinge trivial gewesen wären, nein (auch Puccini ist nicht trivial, jedenfalls meistens), aber die ein oder andere olfaktorische Arie war doch schneller und leichter dechiffrierbar: so intonieren Rose und Amber beispielsweise den allzu vertrauten Orient-Sound; Patchouli, Zistrose und wurzeliges Vetiver das dunkle Erden-Thema; Ambra, Mastix, Lavendel und ein Kräuter-Chor besingen wiederum die mediterranen Küstenlinien. Alles irgendwie bekannt und verortbar, immerhin aber eigenwillig und charakterstark genug, eine eigen Handschrift erkennbar werden zu lassen.

Aber „Yes, Please“, „Purpl“, „Flesh“ und „Blacklight“?
Gut, „Blacklight“ erschließt sich noch halbwegs zügig: der Duft ist kühl, zwischen grellen Aldehyden und tiefschwarz-ledrigem Rauch changierend gibt er duftgewordenes Schwarzlicht recht plausibel wieder. Und „Flesh“? Nun ja, der Moschuspuder, Iris und Ambrette: das bekannte Peau-Thema, aber wozu um Himmels Willen der Eimer Wandfarbe? „Purpl“ schließlich mit Vinyl, Schweiß und Erdbeeren – what the f*ck?! Und nun dieser Shake aus Cognac, Birne und Grapefruit, garniert mit gepfefferter Rose und umweht von undefinierbarem Stink, der mich beinahe würgen lässt.
Von wegen „Yes, Please“ – „No, Thanks“!!!

Was ist das?
Meist verbergen sich animalische Beimischungen ja eher zwischen den Basisnoten: hier ein bisschen fäkales Zibet, dort eine Spur ledriges Bibergeil, ein Hauch dreckig-geiler Moschus womöglich. Aber das hier riecht nicht nach Tier und fällt quasi mit der Tür ins Haus, einfach so, ‚in your face’, patsch!

Tja, keine Ahnung. Die wenigen auffindbaren Kommentare zu diesem Duft stochern eher im Nebel. Der Szechuanpfeffer? Die Kombination von Grapefruit, Birne und Cognac? Oder doch eine fiese Moschus-Verbindung?
Jedenfalls müft’s.
Irgendwie aber nicht unangenehm.
Von Test zu Test – dieses bizarre Intro fesselt mich zusehends – beginnen die gesträubten Nasenhaare sich tatsächlich langsam zu entspannen, und nach einer Weile, empfinde ich diese Störnote, diesen Party-Crasher eines ansonsten recht harmonisch rosig-fruchtigen Miteinanders, plötzlich sogar attraktiv!
Selten hat mich das erneute, mehrfache Testen eines Duftes derart eines Besseren belehrt. Ja, ich muss sogar sagen, dass es mir das wahre Wesen dieses Werkes erst nach und nach gelehrt hat. Womit ich wieder bei Schönberg wäre, der sich ebenfalls nicht sofort erschließt, in den man immer wieder tief hineinhören muss, wie man hier auch seinem ersten Eindruck nicht trauen, sondern immer wieder tief hineinriechen sollte.

Heute empfinde ich diese Störnote überhaupt nicht mehr störend, ganz im Gegenteil – sie würde mir fehlen, wäre sie plötzlich nicht mehr da. Ja, sie muss da sein, es braucht sie. Womöglich wäre der Duft ohne sie einfach zu harmlos. Jedenfalls gewinnt er mit ihr nicht nur Spannung, sondern auch Delikatesse, einen unerwartet attraktiven Reiz, der mich auf die Frage: mehr davon?, augenblicklich antworten ließe: yes, please!

Später morpht dieser disharmonische Start-Akkord zusehends in einen versöhnlichen, die Sinne schmeichelnden Mehrklang aus fruchtigen Akzenten, in schöner Balance zwischen süß und sauer gehalten, einer floralen Präsenz, ohne jede Blumenladen-Stickigkeit oder aasig-süßlicher Indolik, einer apart schnapsigen Anmutung, durchwölkt von feinen Weihrauchschlieren, dezent mit Vanille aromatisiert.
Ein fernes Echo des initialen ‚Gestankes’ aber bleibt bis zuletzt erhalten, schwächer werdend zwar, aber präsent genug um die Spannung zu bewahren und die Attraktivität zu erhalten.

Ömer empfiehlt übrigens:

„For your first time, I highly recommend putting on a sweet song and overspraying the fragrance. Even if you are normally a skeptical jerk.“

Me, a skeptical jerk?
No, definitely not.
Therefore, yes please, more of this!
Aktualisiert am 24.03.2025 - 04:42 Uhr
19 Antworten

Statements

10 kurze Meinungen zum Parfum
43
43
Abend flimmert
In der Stube
Weihrauch legt sich
Wie warme Seide
Über eine helle Blume
In einem Glas Williams Vanille
43 Antworten
37
47
In Birnenschnaps
Konservierte Seidenraupe
One side will make you grow taller
Weihnilleschwaden
In halluzinogenem Rosenrot
We’re all mad here
47 Antworten
32
57
Bitter,süßer Schmerz!
Rosenrosé,scharf gestochen. Auf zart,fruchtig-weicher Haut,würzig-rauchig mit Wermut betäubt. Riech mit dem Herzen..!
57 Antworten
30
35
Schneeweißchen (Iris) und Rosenrot (Rose)
auf Birnenspeed
Traubenzuckerspuren
führen ins vanillige Weihnebellicht.
35 Antworten
20
13
Essigsäureamylester (Birne), Vanillin, Rosenoxid, mutmaßlich Maltol (Zuckerwatte) sowie schmutziger Moschus als kleiner Kick: zu wenig.
13 Antworten
Weitere Statements

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