
MaxTV
52 Rezensionen

MaxTV
1
Risikoreicher Balanceakt mit unerwartetem Ende
Der Pure Black ist nicht mein erster Duft aus dem Hause Sergio Tacchini. Bereits mit dem "I Italy for Him | Sergio Tacchini" hat die Marke es geschafft, eine bereits bekannte Duft-DNA eigenständig und gekonnt umzusetzen. Doch wie sieht es mit diesem Parfum hier aus? Ein Blick auf den "Inspiration"-Tab hat bei mir hohe Erwartungen heranwachsen lassen. Doch kann der Duft diese auch erfüllen?
Am Anfang wirkt der Duft zunächst süß-würzig. Beim ersten Tragen habe ich die Süße etwas überschätzt, er ist doch etwas würzig holziger als gedacht. Die Kopfnote besteht aus Lavendel und Rosmarin, welche zusammen einen gewissen Fougère-Akzent verleihen. Wermut spielt genau in diese krautig-grüne Richtung und unterstreicht den Lavendel gewissermaßen. Estragon und Absinth erinnern zusammen stark an Anis und geben der Kopfnote eine leicht pfeffrige Süße, die dann wiederum an Fenchel erinnert.
In der Herznote wird der Duft süßlich-holziger, etwas blumiger und recht trocken. Blauregen gibt hier die blumige Süße, Sandelholz verleiht die ausgesprochen cremige Holzigkeit und Vetiver erzeugt die trockene, erdige Komponente im Duft.
In der Basisnote kommt dann die Tonkabohne zur vollen Geltung, die man aber auch vorher schon im gesamten Verlauf wahrnehmen kann. Sie macht den Pure Black zusammen mit dem Amber-Akkord süß, warm und leicht balsamisch. Eichenholz findet man etwas seltener bei diesen Düften und lässt diesen Tacchini auf seinem Moschus-Fundament gekonnt ausklingen.
An Platinum Égoïste Eau de Toilette erinnert der Duft so gut wie gar nicht, höchstens ganz weit entfernt. Die einzige Gemeinsamkeit ist die angedeutete Fougère-DNA des Pure Black, dieser ist aber viel süßer und nicht ganz so frisch wie das Meisterwerk von Jacques Polge.
Viel deutlicher kommen mir Assoziationen mit Le Mâle Eau de Toilette, da die Tonkabohne-Lavendel-Kombination für mich irgendwie untrennbar mit Francis Kurkdjians 90er-Hit verbunden ist. Die Ähnlichkeiten sind hier schon sehr stark und man könnte die beiden Düfte, zumindest im Dry-Down, durcheinander bringen.
An Drakkar Noir Eau de Toilette erinnert mich der Pure Black dann wieder nur ganz entfernt.
Die Haltbarkeit hat mich wirklich überrascht, mit dem kommt man locker durch einen ganzen Tag, der hält wirklich lange auf der Haut durch. Der Dry-Down bleibt sehr lange wahrnehmbar, oft bis zum nächsten Tag. Die Sillage ist auch nicht schlecht, es empfielt sich aber, ein bis zwei Sprüher mehr zu nehmen.
Der Flakon ist ganz gut gemacht, wenn auch designtechnisch nicht ganz eigenständig (Stichwort: Eros Eau de Toilette-Reihe), was auch bei der Verpackung zu beobachten ist. Das schwarz lackierte Glas ist aber vernünfig verarbeitet und der Plastikdeckel sitzt fest und sicher auf dem zuverlässigen Sprühkopf.
Da fragt man sich wirklich, wer diesen Duft entwickelt hat:
• Der Name erinnert an Drakkar Noir Eau de Toilette
• Der Flakon und die Verpackung erinnern an Eros Eau de Toilette
• Der Duft erinnert an Le Mâle Eau de Toilette
Insgesamt wundert mich, dass der Duft hier primär als Fougère betitelt wird, während er doch viel eher in eine süß-würzige Le Mâle Eau de Toilette-Richtung geht. Ich mag diesen Tacchini jedenfalls sehr gerne und finde diesen Mittelweg zwischen grün-krautiger Fougére-DNA und süß-holziger Le Mâle-DNA absolut klasse! Dennoch hätte ich mir gewünscht/erwartet, dass er sich bei diesem Balanceakt mehr in Richtung Fougère und Platinum Égoïste Eau de Toilette lehnt, was den Duft aber kein bisschen schlechter macht. Er ist nicht eigenständig, erfindet auch nichts neues, setzt aber zwei altbekannte Duft-DNAs zu einem Puzzlestück zusammen und ist dabei qualitativ richtig gut.
Am Anfang wirkt der Duft zunächst süß-würzig. Beim ersten Tragen habe ich die Süße etwas überschätzt, er ist doch etwas würzig holziger als gedacht. Die Kopfnote besteht aus Lavendel und Rosmarin, welche zusammen einen gewissen Fougère-Akzent verleihen. Wermut spielt genau in diese krautig-grüne Richtung und unterstreicht den Lavendel gewissermaßen. Estragon und Absinth erinnern zusammen stark an Anis und geben der Kopfnote eine leicht pfeffrige Süße, die dann wiederum an Fenchel erinnert.
In der Herznote wird der Duft süßlich-holziger, etwas blumiger und recht trocken. Blauregen gibt hier die blumige Süße, Sandelholz verleiht die ausgesprochen cremige Holzigkeit und Vetiver erzeugt die trockene, erdige Komponente im Duft.
In der Basisnote kommt dann die Tonkabohne zur vollen Geltung, die man aber auch vorher schon im gesamten Verlauf wahrnehmen kann. Sie macht den Pure Black zusammen mit dem Amber-Akkord süß, warm und leicht balsamisch. Eichenholz findet man etwas seltener bei diesen Düften und lässt diesen Tacchini auf seinem Moschus-Fundament gekonnt ausklingen.
An Platinum Égoïste Eau de Toilette erinnert der Duft so gut wie gar nicht, höchstens ganz weit entfernt. Die einzige Gemeinsamkeit ist die angedeutete Fougère-DNA des Pure Black, dieser ist aber viel süßer und nicht ganz so frisch wie das Meisterwerk von Jacques Polge.
Viel deutlicher kommen mir Assoziationen mit Le Mâle Eau de Toilette, da die Tonkabohne-Lavendel-Kombination für mich irgendwie untrennbar mit Francis Kurkdjians 90er-Hit verbunden ist. Die Ähnlichkeiten sind hier schon sehr stark und man könnte die beiden Düfte, zumindest im Dry-Down, durcheinander bringen.
An Drakkar Noir Eau de Toilette erinnert mich der Pure Black dann wieder nur ganz entfernt.
Die Haltbarkeit hat mich wirklich überrascht, mit dem kommt man locker durch einen ganzen Tag, der hält wirklich lange auf der Haut durch. Der Dry-Down bleibt sehr lange wahrnehmbar, oft bis zum nächsten Tag. Die Sillage ist auch nicht schlecht, es empfielt sich aber, ein bis zwei Sprüher mehr zu nehmen.
Der Flakon ist ganz gut gemacht, wenn auch designtechnisch nicht ganz eigenständig (Stichwort: Eros Eau de Toilette-Reihe), was auch bei der Verpackung zu beobachten ist. Das schwarz lackierte Glas ist aber vernünfig verarbeitet und der Plastikdeckel sitzt fest und sicher auf dem zuverlässigen Sprühkopf.
Da fragt man sich wirklich, wer diesen Duft entwickelt hat:
• Der Name erinnert an Drakkar Noir Eau de Toilette
• Der Flakon und die Verpackung erinnern an Eros Eau de Toilette
• Der Duft erinnert an Le Mâle Eau de Toilette
Insgesamt wundert mich, dass der Duft hier primär als Fougère betitelt wird, während er doch viel eher in eine süß-würzige Le Mâle Eau de Toilette-Richtung geht. Ich mag diesen Tacchini jedenfalls sehr gerne und finde diesen Mittelweg zwischen grün-krautiger Fougére-DNA und süß-holziger Le Mâle-DNA absolut klasse! Dennoch hätte ich mir gewünscht/erwartet, dass er sich bei diesem Balanceakt mehr in Richtung Fougère und Platinum Égoïste Eau de Toilette lehnt, was den Duft aber kein bisschen schlechter macht. Er ist nicht eigenständig, erfindet auch nichts neues, setzt aber zwei altbekannte Duft-DNAs zu einem Puzzlestück zusammen und ist dabei qualitativ richtig gut.



Kopfnote
Lavendel
Rosmarin
Absinth
Estragon
Wermut
Herznote
Blauregen
Sandelholz
Vetiver
Basisnote
Tonkabohne
Ambra
weißer Moschus
Eiche
Flechte


Minigolf
KloKoli
MaxTV
AcquaFrisch
Riker





























