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Top Rezension
Asteroidenruhe
Der Iris-Ton von Apollonia ist erdig, staubig, aber nicht zu trocken. Fast mineralisch, gepaart mit einer Holz und Sand Anmutung. Am Anfang wirkt das herb, verströmt mit der Entwicklung aber nach und nach insgesamt eine große Ruhe. Mich erinnert das ein wenig an beige-graue Ambrette Düfte, herber, edler und ohne den sythtetisch-warmen Unterton, den viele an Ambrette nicht mögen. Also eigentlich viel schöner. Eine Mondoberfläche, aber weder kalt, noch trist, sondern in der großen Ruhe und Weite des Raums träumerisch und sich frei entfaltend. Die Materie schwebt.
Es ist für mich ein introvertierter Duft, eine neue Haut, ein holzig papiernes Strahlen wie durchs Teleskop in die Ferne, die mir der Duft schenkt. Etwas, durch das man sich weit entfernt von den kleinteiligen Irrungen und Wirrungen der Erdrealität.
Am Ende steht der Duft mit mir auf dem Kopf: der angenehm hell-graue Moschus wird leicht zitrisch, wie die Reflexion einer Kopfnote, die es so gar nicht gab. Stattdessen erlebten wir schon zu Beginn die Rückkehr auf staubig-felsigen Erdpuder aus Iris und einem stumpfen Hauch Weißblühern.
Für all das braucht es ein wenig Fantasie, denn der Duft ist leise und man kann leicht verpassen, wie er einen erfasst und wegtragen kann in die grauweiße Anderswelt-Materie, die den Namen eines Asteroiden trägt.
Es ist für mich ein introvertierter Duft, eine neue Haut, ein holzig papiernes Strahlen wie durchs Teleskop in die Ferne, die mir der Duft schenkt. Etwas, durch das man sich weit entfernt von den kleinteiligen Irrungen und Wirrungen der Erdrealität.
Am Ende steht der Duft mit mir auf dem Kopf: der angenehm hell-graue Moschus wird leicht zitrisch, wie die Reflexion einer Kopfnote, die es so gar nicht gab. Stattdessen erlebten wir schon zu Beginn die Rückkehr auf staubig-felsigen Erdpuder aus Iris und einem stumpfen Hauch Weißblühern.
Für all das braucht es ein wenig Fantasie, denn der Duft ist leise und man kann leicht verpassen, wie er einen erfasst und wegtragen kann in die grauweiße Anderswelt-Materie, die den Namen eines Asteroiden trägt.
16 Antworten
Tradescantia vor 4 Jahren
1
Anziehende Duftbeschreibung. Malerische Atmosphäre.
Daisy vor 4 Jahren
Leises, erdig-staubiges Irispuder? Oh, das ist ja verlockend. Danke für diesen tollen, feinsinnigen Kommentar.
Pluto vor 4 Jahren
Das hört sich nach einem sehr feinen Duft an
Tofuwachtel vor 4 Jahren
Allein schon der Text trägt einen in die Anderswelt. Schön!
FvSpee vor 4 Jahren
1
Mit Xerjoff komme ich in aller Regel nicht klar, aber dieser Duft könnte schön sein. Schön ist jedenfalls dieser sehr eindrückliche und bildhafte Kommentar, der unzweifelhaft einen Lunarpokal verdient.
Vrabec vor 4 Jahren
In die Xerjoff Welt muss ich erst noch abtauchen. Den hier hatte ich auch noch nicht unter der Nase.
Can777 vor 4 Jahren
Eine sehr schöne Beschreibung die Interesse und Neugier weckt!
Seerose vor 4 Jahren
3
Wenn er nicht so teuer wäre - könnte ich ihn mir als Wunschduft vorstellen. Deine schönen Assoziationen tun ein Übriges.
DerDefcon vor 4 Jahren
Hat der eventuell etwas von "Silver Musk" von Nasomatto?
Conchi2019 vor 4 Jahren
Klingt langweilig spannend oder spannend langweilig. Ab auf die ML
Ponticus vor 4 Jahren
3
Das hast Du sehr schön beschrieben mit der Anderswelt-Materie und der Erdrealität. Ich glaube, der Duft gefällt mir, der Name Apollonia tut es schon mal!
Pollita vor 4 Jahren
Hätte den auch gerne lieber gemocht. Fand ihn leider etwas langweilig.
Hasi vor 4 Jahren
1
mir geht das auch so mit den warmen Ambrette-Untertönen, trotzdem habe ich diesen wundervollen Kommentar gern gelesen!
DerOlli vor 4 Jahren
Nun bin ich auch gepackt. Sehr schön geschrieben. Klasse!
Marieposa vor 4 Jahren
Mmmmh, das klingt aber fein!
Süchtig vor 4 Jahren
1
Toll geschrieben, macht mich doch sehr neugierig. Pokalabstell

