1853 Men Eau de Toilette

1853 Men (Eau de Toilette) von Acqua di Genova
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7.3 / 10 44 Bewertungen
Ein Parfum von Acqua di Genova für Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist frisch-würzig. Es wird von Intercosma West vermarktet.
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Duftrichtung

Frisch
Würzig
Zitrus
Holzig
Fougère

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
BergamotteBergamotte ZitroneZitrone MandarineMandarine
Herznote Herznote
PfefferPfeffer LavendelLavendel NeroliNeroli RosenholzRosenholz SandelholzSandelholz RoseRose
Basisnote Basisnote
SandelholzSandelholz MoschusMoschus PatchouliPatchouli
Bewertungen
Duft
7.344 Bewertungen
Haltbarkeit
6.140 Bewertungen
Sillage
5.439 Bewertungen
Flakon
7.044 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.816 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 18.05.2024.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
1853 Men (After Shave) von Acqua di Genova
1853 Men After Shave

Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
7.5
Duft
loewenherz

883 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 10  
Der mit Umberto Eco spricht
Wie er da vor den Regalen steht - bei Feltrinelli oder in einer anderen Buchhandlung, versunken in einen Aufsatz von Umberto Eco oder Dario Fo, die Stirn in Falten und die Tasche zwischen den Knien - wirkt er ein bisschen deplatziert zwischen den drängelnden Leuten, den Studenten mit ihren Jutebeuteln und den Mamas mit den Kinderwagen, die alle um ihn herumnavigieren müssen. Er bemerkt das gar nicht - nicht, weil er gedanken- oder gar rücksichtslos wäre - sondern weil er sich ja gerade im Zwiegespräch befindet mit Umberto Eco oder Dario Fo. Nur einmal blickt er kurz auf und macht den Weg frei, als jemand vorsichtig 'Scusi, professore...' zu ihm sagt.

Die ehemals dunklen Locken trägt er etwas länger - und auch in seinem gestutzten Vollbart schimmert inzwischen hie und da ein bisschen Grau. Meist sieht man ihn in abgetragenen Jacketts durch Bolognas Arkadengänge laufen, aber wer näher hinsieht, der wird bemerken, dass er gute, gepflegte Schuhe trägt. Überhaupt ist er ein durchaus attraktiver Mann - wenngleich vollkommen uneitel, zumindest, was Äußerlichkeiten angeht - wenn man denn eine Schwäche für schlaksige Literaturprofessoren in den Fünfzigern mit Karohemden und abgewetzter Ledertasche hat. Aber von irgendwelchen Techtelmechteln - geschweige denn mit Studentinnen - hat man nie etwas gehört.

Acqua di Genovas 1853 Men ist ein Duft für einen wie ihn. Literaturwissenschaftler. Kunsthistoriker. Vielleicht Mediävist. Möglicherweise (aber nicht unbedingt) Italiener. Von höchstens mittlerer Ausprägung - fast möchte man meinen, er wäre ein Cologne - wirkt auch er ein bisschen deplatziert unter den Düften der Gegenwart. Voll altmodischem Charme verbindet er hesperidische Galanterie mit dem beinahe humorvoll anmutenden Zitat eines Fougères. Ein wunderbar unaufgeregter und souveräner Duft aus Italiens hinterster Reihe - was ihm gleichermaßen Unrecht tut, aber auch kaum bedauert werden kann - will er doch gar nicht cool oder gar sexy sein.

Fazit: ein herrlich alt- und unmodischer - kann man das so sagen? - Intellektuellenduft. Aber auch für all jene, die keine Literaturprofessoren in Karohemden mögen (oder sind), vielleicht eine Entdeckung.
2 Antworten
7.5
Flakon
2.5
Sillage
5
Haltbarkeit
5
Duft
Taurus

1057 Rezensionen
Taurus
Taurus
1  
1853 x intensiver bitte
Zunächst einmal vielen Dank an Florblanca für die Übersendung dieser Probe, denn ansonsten wäre 1853 Acqua di Genova definitiv an mir vorbei gegangen.

Zwar habe ich den Flakon schon mal bei Manufactum gesehen und kurz beschnuppert, aber weiter keine Beachtung geschenkt.

Und nun nach intensiven Tests weiß ich auch warum: der Duft gibt mir einfach nix. Nada, Niente, Nothing!
Ich rieche ein ganz klein wenig zitrische Noten und einige Kräuter unbekannter Art. Allerdings so unspektulär, schwach und nichts sagend, dass ich mich frage, ob hier nicht irgendetwas verwässert wurde. Weil ich mir recht unsicher war, bin ich sogar selbst noch mal zu Manufactum für eine Gegenprobe gegangen. Es machte jedoch keinen Unterschied zum Inhalt meiner Phiole.
Erst wenn ich meine Nase ganz tief an die benetzten Stellen drücke, kann ich zumindest noch einige chaotisch umherschwirrende Moleküle wahrnehmen, die mir einen Hauch von Chypre vermitteln wollen. Oder soll es doch eher Fougère sein???
Zumindest dann entdecke ich die Intention des Parfumeurs, ein hochdezentes Wässerchen auf den Markt zu bringen.

Ich weiß nicht ob hier zu viel oder zu wenig verarbeitet wurde. Schließlich kann man den Duft wirklich nur recht schwer definieren.
In einer stärkeren Konzentration wäre es vielleicht ansprechender – eventuell eine kleine Anregung zum 150 jährigen Jubiläum in zwei Jahren.
3 Antworten
10
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
10
Duft
Lucull

60 Rezensionen
Lucull
Lucull
Hilfreiche Rezension 3  
Das Parfum
Möglicherweise verleitet mich die edle Erscheinung des Flakons dazu, aber für mich ist dieser Duft die Quintessenz des Parfums. Klassisch und sinnlich gleichermaßen. Vom fruchtigen, nicht übermäßig zitrischen Auftakt zur warmen, schmeichelnden Basis wohlkomponiert und strukturiert ohne das sich irgendetwas in den Vordergrund drängt. Dieser Duft umschmeichelt einen mit Charakter. Es ist alles da, was für mich zu einem perfekten Parfum zählt. Die fruchtigen, floralen und holzigen Noten sind optimal miteinander verbunden. Einzelne Komponenten sind so perfekt miteinander verwoben, das man sie schwerlich einzeln warnimmt aber als ganzes einen sehr ansprechenden Eindruck machen. Am ehesten würde ich es als warme Orange mit einem leicht floralen Hintergrund beschreiben. Wobei die samtige Basis allem einen sehr ausgewogenen Rahmen verleiht. Edle Inhaltsstoffe, zumindest der Anmutung nach, Frische gepaart mit Eleganz und Sinnlichkeit. Kein Dufthammer, der einem die Sinne benebelt, sondern sie anregt. Und dabei durchaus zu allen Gelegenheiten tragbar ohne beliebig zu sein. Hier stimmt alles. Vom Flakon bis hin zum Duft und der Haltbarkeit. Bisher ist mir in dieser Richtung nichts besseres untergekommen.
Hier eine Beschreibung auf Heikeackermann.de :

"Bis heute ist die Rezeptur von Acqua di Genova 1853 unverändert: ein aromatischer Chypre-Duft mit Citrusanklängen in der Kopfnote (Limone, Bergamotte, Orange, Neroli, Lavendel, Rosmarin), der in der Herznote Jasmin, Rose und Orangenblüte vereint, um in einer sinnlichen Basisnote aus Patschuli, Moschus, Sandelholz und Amber zu münden."

Klassik at it´s best!
4 Antworten
5
Haltbarkeit
8
Duft
Apicius

1106 Rezensionen
Apicius
Apicius
Top Rezension 13  
Eine gelungene Jubiläumsfeier!
Was ist denn das? Ein Parfum, zu dem nirgendwo Angaben zu den Duftnoten aufzutreiben sind? Sowohl bei Ausliebzezumduft, als auch direkt bei Acqua di Genova Webseite - nur dummes Geschwafel! Hoffentlich reist das nicht ein; ein wenig Orientierung wäre mir schon recht…

Also denn: 1853 Anniversario ist kein besonders zitrischer Duft - ganz anders als das Original Colonia, auf dessen über 150jähriges Bestehen mit den beiden Anniversario-Parfums hingewiesen werden soll. Es ist ein reinrassiges Fougère im alten Stil - krautig, würzig, grün und unterlegt mit einer holzigen Note.

Ich bin relativ schlecht darin, Kräuter zu identifizieren, aber ggf. könnte etwas wie Thymian drin sein. Und dann rieche ich eine offenbar sehr coumarinlastige Fougère-Note, die doch sehr prägend ist. Fast spürt man den Waldmeister, dem der Duft von Coumarin ähneln soll. Da klassisches Fougère, hätten wir dann die Bestandteile Lavendel und Eichenmoosersatz, welche zusammen mit dem Coumarin diese Note ergeben sollen.

Wie bei den anderen jüngst erschienenen Neuinterpretationen dieses Konzepts, hat man dem Fougère-Akkord die schlimmste Schärfe genommen. Bei der darunter noch zu spürenden Holzigkeit vermute ich einen Sandelholzakkord. Zu diesem Sandelholzakkord gehört eine gewisse Cremigkeit, aber auch ein rosenartiger Aspekt - bestimmt ist hier etwas Geranium drin, jener rosenähnliche Duft, der aus einer Pelargonienart stammt. Ich fasse diese Mischung mal als Sandelholzakkord zusammen, denn in etwa so kenne ich sie aus dem schönen, preis- und empfehlenswerten Gute-Laune-Parfum „Sandelholz“ von Harry Lehmann. Da sieht man mal wieder - auch bei den edelsten Nischenmarken wird mit Wasser gekocht!

Mit fortschreitender Entwicklung wird 1853 Anniversario fast ein wenig puderig - vielleicht ist das entsprechende Moschus in der Basis.

1853 Anniversario hat eine schlanken, drahtigen und energetisierenden Charakter. Das ist eine schöne Alternative zur Zitronenfrische, und die Variante gelingt Acqua di Genova um einiges besser als Konkurrent Acqua di Parma mit seinem langweiligen „Colonia Intensa“.

1853 Anniversario hat alles, was man von einem anspruchsvollen, frischen Duft der gehobenen Preisklasse erwartet: eine sehr besondere Duftrichtung, modern interpretiert, ausreichend komplex mit floralen Aspekten und etwas Volumen gut ausbalanciert. Gäbe es nicht mittlerweile einen kleinen Trend zur Wiederbelebung der traditionellen Fougères - ich würde nicht zögern, mir 1853 Anniversario Men zu bestellen. So aber liegt er doch recht nahe an meinem großartigen Fougère Royal, welches Houbigant jüngst wieder aufgelegt hat. Ich mag diesen alten Fougère-Akkord gelegentlich gerne, aber nicht ständig, und so werde ich nicht alles kaufen, was es gibt.

Der neue Fougère Trend ist noch überschaubar - sich hier gründlicher durchzuprobieren, wäre meine Empfehlung. Aus bloßer Beschreibung lässt sich die Fougère Note sowieso nicht annähernd nachempfinden. Daher an dieser Stelle ein kleiner, sicher nicht vollständiger Überblick über das derzeitige Angebot:

- Fougère von Harry Lehmann - preiswertestes und vermutlich recht authentisches Fougère. Weist die wohl typische anisartige Schärfe der traditionellen Fougères auf, die in den neuesten Kreationen zurückgedrängt wurde. Sehr guter Einstieg!

- Crown Fougère und Buckingham von Crown Perfumery. Würzige, ebenfalls scharfe Fougères, leider eingestellt, Restbestand ggf. noch bei The Different Scent zu bekommen.

- Jacques Zolny - dieses Herrenparfum, das schon eine Weile auf dem Markt ist, stellt die Fougère Note in einer milden, aktualisierten Form dar - empfehlenswert!

- Miles per Hour von Washington Tremlett: ein Crossover zwischen Fougère und Lavendelduft. Lavendel ist immer in Fougères drin, doch hier ist er deutlich und isoliert neben dem Fougère Akkord erkennbar.

- Sartorial von Penhaligons - ebenfalls ein abgemildertes Fougère, das jedoch eine gewisse Muffigkeit hat und nicht ganz so frisch ist.

- Fougère Royal. Das Fougère schlechthin, mit dem unter der Marke Houbigant im 19. Jahrhundert die Geschichte der Fougères begann. Vor kurzem - vermutlich stark modernisiert - wieder herausgebracht: edel, frisch, mild - genial!
3 Antworten

Statements

12 kurze Meinungen zum Parfum
PinseltownPinseltown vor 7 Tagen
Der Barbier
Zieht mit seinem grünhölzern
Fougère-Laden übers Land
Sammelt Würzkräuter ein
Ruht sich im Schattenfrisch
Des Zitrusbaumes aus +
33 Antworten
MörderbieneMörderbiene vor 4 Jahren
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Ist nicht so altmodisch wie hier zT besprochen. Leicht gefaßte Herrenwürze mit Zitrusspitze. Elegant und sowohl streng wie auch unbedarft.
4 Antworten
FvSpeeFvSpee vor 5 Jahren
7
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8.5
Duft
Frischwürziger Duft, mit dem jeder Mann von 15 bis 95 gut angezogen ist. Zu wertig, um beliebig zu sein. Doch mir einen Tick ZU klassisch.
1 Antwort
LandlordLandlord vor 7 Jahren
9
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Wunderschön ausgewogener, tiefer, weicher Fougere. Ein im besten Sinne konservativer Klassiker. Einfach nur schön...
1 Antwort
LeonsLeons vor 4 Jahren
5
Sillage
5
Haltbarkeit
7
Duft
Klassisch und unumstößlich. Schöner Lavendel umhüllt von etwas vordergründigen und spitzen Zitrusnoten.
Etwas bitter. Vornehm unauffällig.
1 Antwort
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