
Minigolf
2656 Rezensionen

Minigolf
9
Madame Pouderette
Einstmals, zu "charmanteren" Zeiten, ließ es sich an, seinen Mitmenschen mit vielen "blumigen Worten" zu begegnen, viel umständlicher Höflichkeit und so manchen eifrig ausgesprochenen Komplimenten.
Besonders bei den Damen war man(n) geneigt, sie mit tunlichst sittlicher Poesie zu erfreuen. Und es war streng festgelegt, was sich geziemte- und was nicht.
So kam es oft vor, dass die Herren der Schöpfung, die eine junge Dame ehelichen wollten, deren Eltern um die Hand ihrer Tochter zu bitten. Das war auch bei den angesehenen Poudrettes so, einer alteingesessenen Pariser Kaufmannsfamilie.
So ließ sich auch Armand auf eine Einladung zum Soupè ein, um um Erlaubnis zu bitten, sich mit Susette zu verloben. Nun war es seine Idee, der Dame des Hauses ein auserlesenes Parfum als Gastgeschenk zu überreichen ( der Herr dessen sollte ein entsprechendes Eau de Toilette erhalten).
Nun war der Tag gekommen- und Madame Pouderette war höchst erfreut über dieses Odeur und probierte es sogleich vor versammelter Familie und Dienerschaft aus. Was dem Flakon entströmte, entzückte die Madame, aber nicht alle Anwesenden. Der Höflichkeit halber bekam sie dennoch Komplimente. Einer meinte: "Madame duften wie ein üppiger Sommergarten, ob der Blüten wie Iris, Jasmin und Pfingstrosen. Ihr Gatte hatte sie sogleich sanft auf den Mund geküsst und seine Worte "Du duftest wie feiner Vanillekaramell!" Der Butler dagegen rümpfte beinahe die Nase- Contenance bitte- meinte dann doch, es röche nach herrlich gepfefferten Zitrusfrüchten und Johannisbeeren... dachte dabei "die im Keller lagern", weil das Patchouli ihm in die Nase stieg. Da so viel Aufmerksamkeit auf dem Duft von Madame lag, meldete sich die angehende Braut zu Wort. "Was haltet Ihr davon, wenn ich das Parfum- sie sagte übertrieben vornehm "Parföng"- auch zur Probe auflegte? Madame fühlte sich indessen etwas pikiert, doch sie gab Susette zaghaft einen Tupfer aufs Dekolletee- und alle waren doch ehrlich angetan. Es passte zu ihr! Und Madame kam nicht umhin, es mit Töchterchen in Zukunft redlich zu teilen. Einer bald verehelichten Zukunft, denn Armand's Bitte wurde gern stattgegeben. Vielleicht auch nicht zuletzt wegen seines außergewöhnlichen Duft-Geschmackes. Doch vor allem ob der Sympathie, die für ihn gehegt wurde. Glücklich küsste er Susette fest auf die Lippen, was sie mit einem wohligen Seufzer quittierte...
Besonders bei den Damen war man(n) geneigt, sie mit tunlichst sittlicher Poesie zu erfreuen. Und es war streng festgelegt, was sich geziemte- und was nicht.
So kam es oft vor, dass die Herren der Schöpfung, die eine junge Dame ehelichen wollten, deren Eltern um die Hand ihrer Tochter zu bitten. Das war auch bei den angesehenen Poudrettes so, einer alteingesessenen Pariser Kaufmannsfamilie.
So ließ sich auch Armand auf eine Einladung zum Soupè ein, um um Erlaubnis zu bitten, sich mit Susette zu verloben. Nun war es seine Idee, der Dame des Hauses ein auserlesenes Parfum als Gastgeschenk zu überreichen ( der Herr dessen sollte ein entsprechendes Eau de Toilette erhalten).
Nun war der Tag gekommen- und Madame Pouderette war höchst erfreut über dieses Odeur und probierte es sogleich vor versammelter Familie und Dienerschaft aus. Was dem Flakon entströmte, entzückte die Madame, aber nicht alle Anwesenden. Der Höflichkeit halber bekam sie dennoch Komplimente. Einer meinte: "Madame duften wie ein üppiger Sommergarten, ob der Blüten wie Iris, Jasmin und Pfingstrosen. Ihr Gatte hatte sie sogleich sanft auf den Mund geküsst und seine Worte "Du duftest wie feiner Vanillekaramell!" Der Butler dagegen rümpfte beinahe die Nase- Contenance bitte- meinte dann doch, es röche nach herrlich gepfefferten Zitrusfrüchten und Johannisbeeren... dachte dabei "die im Keller lagern", weil das Patchouli ihm in die Nase stieg. Da so viel Aufmerksamkeit auf dem Duft von Madame lag, meldete sich die angehende Braut zu Wort. "Was haltet Ihr davon, wenn ich das Parfum- sie sagte übertrieben vornehm "Parföng"- auch zur Probe auflegte? Madame fühlte sich indessen etwas pikiert, doch sie gab Susette zaghaft einen Tupfer aufs Dekolletee- und alle waren doch ehrlich angetan. Es passte zu ihr! Und Madame kam nicht umhin, es mit Töchterchen in Zukunft redlich zu teilen. Einer bald verehelichten Zukunft, denn Armand's Bitte wurde gern stattgegeben. Vielleicht auch nicht zuletzt wegen seines außergewöhnlichen Duft-Geschmackes. Doch vor allem ob der Sympathie, die für ihn gehegt wurde. Glücklich küsste er Susette fest auf die Lippen, was sie mit einem wohligen Seufzer quittierte...
4 Antworten



Bergamotte
Orange
rosa Pfeffer
Schwarze Johannisbeere
Iris
Jasmin
Karamell
Pfingstrose
Bourbon-Vanille
Moschus
Patchouli
Minigolf
Gandix






























