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Top Rezension
Daddies makin Monsters
Lautet der Song einer meiner absoluten Lieblings Psychobilly Bands "Demented are Go".
Was hat das jetzt mit dem Duft an sich zu tun? Mit dem Duft an sich selbst nichts,
aber mit Bogue.
Ich stelle mir Antonio Gardoni, in diesem Fall "Daddy", vor wie er in seiner „Gartenhütte“ hockt und mit allerlei wilder Substanzen seine kleinen Monster erzeugt. Früchte, Blumen, Tiere und alles davon bunt, gemischt und viel. Frankensteins Monster würde vermutlich vor Neid erblassen, wenn sein „Vater“ ihn aus so vielen wundervollen Dingen zusammengebastelt hätte. (Das würde seiner geschädigten Psyche vermutlich nicht gutes bescheren).
So richtige Monster sind die Bogues vom Duft selber ja eigentlich nicht. Besonders sind sie, speziell und aufregend. Das beschreibt die Düfte besser für mich…
Wo steckt also das Monster? Das Monster steckt bei diesen Düften in der Haltbarkeit und Sillage. Diese Düfte nehmen ihre Umgebung ein, vielleicht erschrecken sie auch den ein oder anderen… Warum aber jetzt eine Verallgemeinerung, obwohl ich doch eigentlich etwas über DOULEUR! schreiben möchte?
Ganz einfach:
DOULEUR! ist für mich das falsch verstandene Obermonster.
Es übertrifft seine Monstergeschwister noch einmal ordentlich, was Haltbarkeit und Sillage angeht. Dazu ist er noch der vermutlich unzugänglichste seiner Geschwister.
DOULEUR! bedeutet aus dem Französischen übersetzt „Schmerz“.
Das trifft meines Erachtens das Thema ganz gut.
Beim ersten aufsprühen erschlägt einen die Kopfnote vermutlich, die Nase schmerzt. Zumindest war es bei mir so. Ich habe einfach zu tief eingeatmet und nicht damit gerechnet eine solche Stärke durch mein Riechorgan geblasen zu bekommen.
Eine Mischung aus Melone, hier für mich eine Galiamelone, die von Minze „gerissen“ wird. Wie ein Raubtier, zerfleischt die Minze die Melone. Dazu wabert eine leicht, für mich nicht definierbare Note mit. Das könnte Seetang sein.
Dann schlägt die Rose ein, nicht irgendeine Rose. Hier muss ich mich meinem Vorredner EmergeR anschließen, es erinnert mich hier ebenfalls an Rosenoxid, dass ich aus Aether´s Rose Alcane kenne und liebe. Für mich wirkt Rosenoxid kühl, ätherisch, fast schon irgendwie an Blut erinnernd.
Rosenoxid hat für mich schon fast was von Science-Fiction, somit ist es ab jetzt eine „Bloodsucking Rose from outer Space“ ;)
Immer mehr eigenwillige Hintergrundaromen schlagen auf den Duft ein, Zuckerwatte ist vermerkt und taucht für mein Empfinden auch kurzweilig auf, daraufhin attackiert aber die durch das Lavendelfeld gelaufene Zibetkatze.
Alles wird sehr fein mit einander verwoben, wobei für mich das Rosenoxid gepaart mit der Melone und Minze am meisten wahrnehmbar bleibt. Die restlichen Aromen flackern im Hintergrund und feuern das ungleiche Duftpaar an.
Der Duft ist sicherlich süßlich, jedoch kein Gourmand, ebenfalls keine Zuckerwatte oder sonstiges. Es ist schwer diese süße zu beschreiben, es ist keine süße die man von Zucker kennt. Dazu bleibt die kühle des Rosenoxid und der Minze dauerhaft erhalten und brechen die genannte süße.
Definitiv wird dieser Duft die Gemüter spalten. Entweder man liebt ihn oder man wird ihn hassen. Ein dazwischen wird es nicht geben. Man sollte ihm aber zumindest mal zwei Chancen geben, anstatt ihn nur einmal zu testen und dann erschreckt den Flakon aus dem Fenster zu werfen. ;)
Für mich bleibt jedoch als Fazit nur eines zu sagen:
Ich finde ihn unfassbar schön, dieser Duft hat in mir etwas ausgelöst das nicht viele Düfte in diesem Sinne schaffen. Er hat mir Farben in den Kopf gezaubert.
Vielleicht war dies auch eine Intention von Herrn Gardoni und Albrighton. Herr Albrighton ist Tattookünstler.
Doeuleur bedeutet Schmerz… Der Duft zaubert mir ein buntes Farbbild in den Kopf. Rosenoxid erinnert an Blut…
Alles in allem stelle ich mir das ganze in etwas so vor:
Ein Tattoo Artist, tätowiert seinen Kunden. Es wird ein buntes Old-School Motiv. Die metallene Nadel taucht in die Farbe ein und verteilt ein wenig die Pigmente über den Arbeitstisch. Der Artist nutz eine magnetische Spulenmaschine. Das bekannte Geräusch einer Tattoomaschine erhellt mit ihrer Penetranz den Laden, die Nadel durchdringt die Haut. Ein leicht pochender Schmerz durchströmt den Kunden. Nach und nach tritt aus vereinzelten Stellen Blut hervor, die der Artist nach und nach säuberlich abwischt. Die Sitzung endet nach über 12 Stunden. Im Anschluss fragt der Artist seinen Kunden: „War es den Schmerz wert?“
Der Kunde antwortet: „Jede einzelne Sekunde.“
Was hat das jetzt mit dem Duft an sich zu tun? Mit dem Duft an sich selbst nichts,
aber mit Bogue.
Ich stelle mir Antonio Gardoni, in diesem Fall "Daddy", vor wie er in seiner „Gartenhütte“ hockt und mit allerlei wilder Substanzen seine kleinen Monster erzeugt. Früchte, Blumen, Tiere und alles davon bunt, gemischt und viel. Frankensteins Monster würde vermutlich vor Neid erblassen, wenn sein „Vater“ ihn aus so vielen wundervollen Dingen zusammengebastelt hätte. (Das würde seiner geschädigten Psyche vermutlich nicht gutes bescheren).
So richtige Monster sind die Bogues vom Duft selber ja eigentlich nicht. Besonders sind sie, speziell und aufregend. Das beschreibt die Düfte besser für mich…
Wo steckt also das Monster? Das Monster steckt bei diesen Düften in der Haltbarkeit und Sillage. Diese Düfte nehmen ihre Umgebung ein, vielleicht erschrecken sie auch den ein oder anderen… Warum aber jetzt eine Verallgemeinerung, obwohl ich doch eigentlich etwas über DOULEUR! schreiben möchte?
Ganz einfach:
DOULEUR! ist für mich das falsch verstandene Obermonster.
Es übertrifft seine Monstergeschwister noch einmal ordentlich, was Haltbarkeit und Sillage angeht. Dazu ist er noch der vermutlich unzugänglichste seiner Geschwister.
DOULEUR! bedeutet aus dem Französischen übersetzt „Schmerz“.
Das trifft meines Erachtens das Thema ganz gut.
Beim ersten aufsprühen erschlägt einen die Kopfnote vermutlich, die Nase schmerzt. Zumindest war es bei mir so. Ich habe einfach zu tief eingeatmet und nicht damit gerechnet eine solche Stärke durch mein Riechorgan geblasen zu bekommen.
Eine Mischung aus Melone, hier für mich eine Galiamelone, die von Minze „gerissen“ wird. Wie ein Raubtier, zerfleischt die Minze die Melone. Dazu wabert eine leicht, für mich nicht definierbare Note mit. Das könnte Seetang sein.
Dann schlägt die Rose ein, nicht irgendeine Rose. Hier muss ich mich meinem Vorredner EmergeR anschließen, es erinnert mich hier ebenfalls an Rosenoxid, dass ich aus Aether´s Rose Alcane kenne und liebe. Für mich wirkt Rosenoxid kühl, ätherisch, fast schon irgendwie an Blut erinnernd.
Rosenoxid hat für mich schon fast was von Science-Fiction, somit ist es ab jetzt eine „Bloodsucking Rose from outer Space“ ;)
Immer mehr eigenwillige Hintergrundaromen schlagen auf den Duft ein, Zuckerwatte ist vermerkt und taucht für mein Empfinden auch kurzweilig auf, daraufhin attackiert aber die durch das Lavendelfeld gelaufene Zibetkatze.
Alles wird sehr fein mit einander verwoben, wobei für mich das Rosenoxid gepaart mit der Melone und Minze am meisten wahrnehmbar bleibt. Die restlichen Aromen flackern im Hintergrund und feuern das ungleiche Duftpaar an.
Der Duft ist sicherlich süßlich, jedoch kein Gourmand, ebenfalls keine Zuckerwatte oder sonstiges. Es ist schwer diese süße zu beschreiben, es ist keine süße die man von Zucker kennt. Dazu bleibt die kühle des Rosenoxid und der Minze dauerhaft erhalten und brechen die genannte süße.
Definitiv wird dieser Duft die Gemüter spalten. Entweder man liebt ihn oder man wird ihn hassen. Ein dazwischen wird es nicht geben. Man sollte ihm aber zumindest mal zwei Chancen geben, anstatt ihn nur einmal zu testen und dann erschreckt den Flakon aus dem Fenster zu werfen. ;)
Für mich bleibt jedoch als Fazit nur eines zu sagen:
Ich finde ihn unfassbar schön, dieser Duft hat in mir etwas ausgelöst das nicht viele Düfte in diesem Sinne schaffen. Er hat mir Farben in den Kopf gezaubert.
Vielleicht war dies auch eine Intention von Herrn Gardoni und Albrighton. Herr Albrighton ist Tattookünstler.
Doeuleur bedeutet Schmerz… Der Duft zaubert mir ein buntes Farbbild in den Kopf. Rosenoxid erinnert an Blut…
Alles in allem stelle ich mir das ganze in etwas so vor:
Ein Tattoo Artist, tätowiert seinen Kunden. Es wird ein buntes Old-School Motiv. Die metallene Nadel taucht in die Farbe ein und verteilt ein wenig die Pigmente über den Arbeitstisch. Der Artist nutz eine magnetische Spulenmaschine. Das bekannte Geräusch einer Tattoomaschine erhellt mit ihrer Penetranz den Laden, die Nadel durchdringt die Haut. Ein leicht pochender Schmerz durchströmt den Kunden. Nach und nach tritt aus vereinzelten Stellen Blut hervor, die der Artist nach und nach säuberlich abwischt. Die Sitzung endet nach über 12 Stunden. Im Anschluss fragt der Artist seinen Kunden: „War es den Schmerz wert?“
Der Kunde antwortet: „Jede einzelne Sekunde.“
16 Antworten


Sina und ich nehmen die beide wahr :D Vielleicht verwirrt uns unsere Nase :D
Hat Herr G. die vielleicht in meiner Batch vergessen? ;-)
Tattoos sind, glaube ich, schneller mit Laser von der Haut als diese Grausamkeit. Der schlimmste Duft, den ich seit Jahrzehnten ertragen musste. Meine arme Picto Uhr. Muss mir wohl eine neues Armband kaufen.