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Top Rezension
Ein Sommerabendtraum...
Noch vor einem Jahr hätte ich mich niemals einfach so an einen Damenduft gewagt. Erst recht nicht aus einem DER Parfumhäuser schlechthin. Heute bin ich an einem Punkt angekommen, an dem die externe Einordnung zu welchem Geschlecht eine Duftnote oder ein Parfum passen soll, kaum mehr eine Rolle spielt. Und so hat sich in letzter Zeit der ein oder andere Duft in meine Sammlung geschlichen, der eigentlich für die Damenwelt konzipiert war.
Warum ich gerade heute, an einem der wärmsten Sommertage und -abende Coco als Duft aus meiner Probensammlung ausgewählt habe, ist eher ein Glücksfall. Eine spontane Eingebung über Nacht, unterstützt durch viele tolle Kommentare und mir unschlüssig darüber, wieso die Dufteinordnung sich hier auf Parfumo eigentlich fast nur auf Herbst/Winter bezieht - habe ich doch Coco aus vorangegangen Tests gar nicht so in Erinnerung. Und auch, dass hier noch kaum jemand herausgestellt hat, wie toll sich der Chanel im Sommer trägt, verwundert mich!
Gesagt, getan. Coco eröffnet mit einem so wunderschönen saftigen Pfirsich, wie ich ihn noch selten gerochen habe. Zwar nicht in der Pyramide angegeben, scheint sich durch die frischen Noten und die Blüten diese Fruchtassoziation einzustellen. Auf meiner Haut erscheint der Duft kaum süß, wenig pudrig und hat nur eine sehr, sehr schlanke Ambriertheit. Im Gegenteil, zu dem Pfirsich gesellt sich recht schnell ein fantastischer, sandiger Jasmin, der dem Duft einen Akkord wie sonnengebräunte, warme Haut gibt. Immer mehr schieben sich die zartwürzigen Nouancen in den Vordergrund, auch wenn Pfirsich bis zum verschwinden des Duftes präsent bleibt. Patchouli und etwas Leder in der Basis kann ich noch als ehestes ausmachen, von süßer oder oppulenter Ambriertheit, Zimt oder Tonka ist Coco – wie gesagt – für mich weit entfernt.
Und so fruchtig-blumig-würzig trägt mich Coco bei diesem Wetter durch die Sonne. Wirkt absolut trocken und niemals überladen, trägt mich in den Sonnenuntergang um eins mit den orangenen Wolken zu werden, die in dieser Stimmung die Duftfarbe Cocos perfekt widerspigeln.
Also wieder einmal landet ein Damenduft auf meiner Wunschliste. Und bitte: ein kleiner Apell an alle Besitzer/innen: lasst Coco auf eure gebräunte, sonnenbeschienene Haut! Probiert aus, was Hitze mit diesem Duftjuwel macht und wie sie die Frucht zum strahlen bringt und die Jasminblüten trocken lässt.
Und an die Herren: wer einen fruchtig-würzigen Duft sucht, wird hier mehr als fündig. Verratet halt keinem, dass ihr gerade die große Chanel tragt...
Warum ich gerade heute, an einem der wärmsten Sommertage und -abende Coco als Duft aus meiner Probensammlung ausgewählt habe, ist eher ein Glücksfall. Eine spontane Eingebung über Nacht, unterstützt durch viele tolle Kommentare und mir unschlüssig darüber, wieso die Dufteinordnung sich hier auf Parfumo eigentlich fast nur auf Herbst/Winter bezieht - habe ich doch Coco aus vorangegangen Tests gar nicht so in Erinnerung. Und auch, dass hier noch kaum jemand herausgestellt hat, wie toll sich der Chanel im Sommer trägt, verwundert mich!
Gesagt, getan. Coco eröffnet mit einem so wunderschönen saftigen Pfirsich, wie ich ihn noch selten gerochen habe. Zwar nicht in der Pyramide angegeben, scheint sich durch die frischen Noten und die Blüten diese Fruchtassoziation einzustellen. Auf meiner Haut erscheint der Duft kaum süß, wenig pudrig und hat nur eine sehr, sehr schlanke Ambriertheit. Im Gegenteil, zu dem Pfirsich gesellt sich recht schnell ein fantastischer, sandiger Jasmin, der dem Duft einen Akkord wie sonnengebräunte, warme Haut gibt. Immer mehr schieben sich die zartwürzigen Nouancen in den Vordergrund, auch wenn Pfirsich bis zum verschwinden des Duftes präsent bleibt. Patchouli und etwas Leder in der Basis kann ich noch als ehestes ausmachen, von süßer oder oppulenter Ambriertheit, Zimt oder Tonka ist Coco – wie gesagt – für mich weit entfernt.
Und so fruchtig-blumig-würzig trägt mich Coco bei diesem Wetter durch die Sonne. Wirkt absolut trocken und niemals überladen, trägt mich in den Sonnenuntergang um eins mit den orangenen Wolken zu werden, die in dieser Stimmung die Duftfarbe Cocos perfekt widerspigeln.
Also wieder einmal landet ein Damenduft auf meiner Wunschliste. Und bitte: ein kleiner Apell an alle Besitzer/innen: lasst Coco auf eure gebräunte, sonnenbeschienene Haut! Probiert aus, was Hitze mit diesem Duftjuwel macht und wie sie die Frucht zum strahlen bringt und die Jasminblüten trocken lässt.
Und an die Herren: wer einen fruchtig-würzigen Duft sucht, wird hier mehr als fündig. Verratet halt keinem, dass ihr gerade die große Chanel tragt...
19 Antworten


Persönlich komme ich leider mit der Würze nicht zurecht. Vielleicht sollte ich es auch einmal an einem Sommerabend versuchen.
Zwar ganz dezent, aber dieser Sprüh beflügelt mich
Die Einteilung W/M ist mir persönlich ziemlich schnurz, gefallen mir doch so viele Colognes, bei denen männlich steht, super gut. Also tragen, was gefällt und die Seele streichelt.
Und: diese Einteilungen in Damen - und Herrendüfte sind Schall und Rauch :-). Tragen, was gefällt!