
Serenissima
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Serenissima
Hilfreiche Rezension
11
Opulenz mit nostalgischem Chic
Wie großartig fand ich seine Mode aus Stoffen in „Edelstein-Farben“: Smaragdgrün, Saphirblau, Rubinrot und gern erinnere ich mich daran.
Christian Lacroix, geboren am 16. Mai1951 in Arles, studierte klassischen Literatur und Kunstgeschichte/Kostümdesign mit dem eigentlich Ziel Museumskurator zu werden.
1970 lernte er seine spätere Frau kennen, eine der Hermès-Beraterinnen, und somit war sein beruflicher Weg bestimmt.
Er entwarf zwischen 1987 und 2009 als Chef-Designer seiner eigenen Modemarke nicht nur Mode der Haute Couture, sondern wie Gianni Versace auch Kostüme und Bühnenbilder für Theater-, Oper- und Ballettproduktionen, Z. B. für Produktionen der Pariser Opernhäuser, der Wiener Staatsoper und der Metropolitan Opera in New York, um nur einige zu nennen.
Seine Biographie ist beeindruckend und so ist es auch gar kein Wunder, dass natürlich auch Parfums seinen Namen tragen.
Nur sind diese bei mir bisher in der großen Fülle der Düfte dieser Zeit untergegangen; sie waren mir, im Gegensatz zu seinen Modekreationen, völlig unbekannt.
Aber das hat sich jetzt geändert: „C’est la vie!“ als Eau de Toilette kam zu mir und begeisterte mich auch sofort.
Ich liebe dieses üppige Herz aus Gartennelken, um dessen würzigen orientalischen Duft sich alle anderen Duftnoten in lebhaften Farb- und Duftfacetten versammeln.
Vielleicht ist die Probe auch schon ein bisschen gekippt; wäre das so, wäre das diesmal kein Fehler: Alles scheint nach wie vor wohl durchdacht!
Vor dieser herzigen Nelken-Duftkulisse spielt die Kopfnote aus Zitrusfrische mit Aldehyde-Begleitung und den wunderschönen reifen Fruchtaromen fast eine zweite Geige, die des Auftakts/des "Türöffners" eben.
Bekanntlich mag ich süße duftende Pfirsiche und auch Himbeeren an der richtigen Stelle eines reichen Arrangements und hier bekommt ihre sommerliche Reife noch eine gute Dosis des besonderen Osmanthusblüten-Teearomas zur Seite gestellt, was wahrlich zu keiner uninteressanten Eröffnung führt, über der auch noch ein fein rauchiger Benzoeharz-Schleier schwebt.
Der zarte und doch so sinnliche Duft der Orangenblüten steht für den Übergang zu einem reichhaltigen und bunten Blumenbouquet, in dem sich wieder einmal die Weißblüher Tuberose und Jasmin prächtig hervortun, aber es lässt sich auch nicht leugnen:
Die würzigen Gartennelken spielen in dieser Komposition schon eine Hauptrolle und beweisen auch Ausdauer. Ich liebe ihren leicht altmodischen, an Franz Makarts Werke erinnernden Charme und freue mich immer, sie in einer Duft-Kreation oder in Beeten und Rabatten zu treffen.
Scheinbar erleben sie auch gerade wieder eine Renaissance.
Das würde mich freuen: z.B. Guerlain macht es vor.
Zahlreiche farbenfrohe reife Rosenblüten, das Lilablau von stolzen Iris und die gelben Blüten mit dem zarten Honigduft an langen Ylang Ylang-Ranken, geben diesem Strauß aus Gartenblumen einen opulenten, leicht altmodischen und doch luxuriösen Touch.
Fein Zedernholzig, durch Vanille sinnlich und warm und mittels einer raffinierten Dosis von Sandelholz noch eine Spur animalisch-erotischer, schließt sich dieses reichhaltige Duftkunstwerk unter einem rauchigen fein gewebten Amber-Schleier.
Auch „C’est la Vie!“ ist ein Duft einer Zeit, in der überbordende Farben- und Aromavielfalt regierten; Purismus oder „Unisex“ waren noch weit entfernt, auch wenn deren Mode- und Duftkreationen, z.B. von Jil Sander, für Eingeweihte am Horizont schon erkennbar waren.
Wir schwelgten damals täglich in dieser Opulenz und ich liebe es heute noch, mit Hilfe dieser luxuriösen Kompositionen in die Vergangenheit zu reisen und dort auch einige Zeit zu verweilen.
Denn sie besaßen alle eine außergewöhnliche Haltbarkeit, die den einzelnen Komponenten im Duft viel Zeit zur Entwicklung gaben und dadurch auch verwöhnten.
Christian Lacroix gehörte damals und auch heute noch ganz selbstverständlich dazu.
Und ab und zu ab jetzt bei mir auch seine charmante Duftkreation „C’est la Vie!“
Christian Lacroix, geboren am 16. Mai1951 in Arles, studierte klassischen Literatur und Kunstgeschichte/Kostümdesign mit dem eigentlich Ziel Museumskurator zu werden.
1970 lernte er seine spätere Frau kennen, eine der Hermès-Beraterinnen, und somit war sein beruflicher Weg bestimmt.
Er entwarf zwischen 1987 und 2009 als Chef-Designer seiner eigenen Modemarke nicht nur Mode der Haute Couture, sondern wie Gianni Versace auch Kostüme und Bühnenbilder für Theater-, Oper- und Ballettproduktionen, Z. B. für Produktionen der Pariser Opernhäuser, der Wiener Staatsoper und der Metropolitan Opera in New York, um nur einige zu nennen.
Seine Biographie ist beeindruckend und so ist es auch gar kein Wunder, dass natürlich auch Parfums seinen Namen tragen.
Nur sind diese bei mir bisher in der großen Fülle der Düfte dieser Zeit untergegangen; sie waren mir, im Gegensatz zu seinen Modekreationen, völlig unbekannt.
Aber das hat sich jetzt geändert: „C’est la vie!“ als Eau de Toilette kam zu mir und begeisterte mich auch sofort.
Ich liebe dieses üppige Herz aus Gartennelken, um dessen würzigen orientalischen Duft sich alle anderen Duftnoten in lebhaften Farb- und Duftfacetten versammeln.
Vielleicht ist die Probe auch schon ein bisschen gekippt; wäre das so, wäre das diesmal kein Fehler: Alles scheint nach wie vor wohl durchdacht!
Vor dieser herzigen Nelken-Duftkulisse spielt die Kopfnote aus Zitrusfrische mit Aldehyde-Begleitung und den wunderschönen reifen Fruchtaromen fast eine zweite Geige, die des Auftakts/des "Türöffners" eben.
Bekanntlich mag ich süße duftende Pfirsiche und auch Himbeeren an der richtigen Stelle eines reichen Arrangements und hier bekommt ihre sommerliche Reife noch eine gute Dosis des besonderen Osmanthusblüten-Teearomas zur Seite gestellt, was wahrlich zu keiner uninteressanten Eröffnung führt, über der auch noch ein fein rauchiger Benzoeharz-Schleier schwebt.
Der zarte und doch so sinnliche Duft der Orangenblüten steht für den Übergang zu einem reichhaltigen und bunten Blumenbouquet, in dem sich wieder einmal die Weißblüher Tuberose und Jasmin prächtig hervortun, aber es lässt sich auch nicht leugnen:
Die würzigen Gartennelken spielen in dieser Komposition schon eine Hauptrolle und beweisen auch Ausdauer. Ich liebe ihren leicht altmodischen, an Franz Makarts Werke erinnernden Charme und freue mich immer, sie in einer Duft-Kreation oder in Beeten und Rabatten zu treffen.
Scheinbar erleben sie auch gerade wieder eine Renaissance.
Das würde mich freuen: z.B. Guerlain macht es vor.
Zahlreiche farbenfrohe reife Rosenblüten, das Lilablau von stolzen Iris und die gelben Blüten mit dem zarten Honigduft an langen Ylang Ylang-Ranken, geben diesem Strauß aus Gartenblumen einen opulenten, leicht altmodischen und doch luxuriösen Touch.
Fein Zedernholzig, durch Vanille sinnlich und warm und mittels einer raffinierten Dosis von Sandelholz noch eine Spur animalisch-erotischer, schließt sich dieses reichhaltige Duftkunstwerk unter einem rauchigen fein gewebten Amber-Schleier.
Auch „C’est la Vie!“ ist ein Duft einer Zeit, in der überbordende Farben- und Aromavielfalt regierten; Purismus oder „Unisex“ waren noch weit entfernt, auch wenn deren Mode- und Duftkreationen, z.B. von Jil Sander, für Eingeweihte am Horizont schon erkennbar waren.
Wir schwelgten damals täglich in dieser Opulenz und ich liebe es heute noch, mit Hilfe dieser luxuriösen Kompositionen in die Vergangenheit zu reisen und dort auch einige Zeit zu verweilen.
Denn sie besaßen alle eine außergewöhnliche Haltbarkeit, die den einzelnen Komponenten im Duft viel Zeit zur Entwicklung gaben und dadurch auch verwöhnten.
Christian Lacroix gehörte damals und auch heute noch ganz selbstverständlich dazu.
Und ab und zu ab jetzt bei mir auch seine charmante Duftkreation „C’est la Vie!“
Aktualisiert am 10.05.2025 - 05:23 Uhr
5 Antworten



Gartennelke
Tuberose
Aldehyde
Orangenblüte
Osmanthus
Benzoe
Zeder
Amber
Ananas
Heliotrop
Himbeere
Jasmin
Kassia
Moschus
Patchouli
Pfirsich
Rose
Sandelholz
Ylang-Ylang
Bergamotte
Iris
Vanille






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