Durchdringende, schneidende Frische. Die olfaktorische Skipiste im Sommer. Eigentlich zu jeder Zeit. Glattgebügelt, aber die Natur unter der Schneedecke ist viril. Zahnarztpraxengeruch (die Anisnote des Anethol und das medizinische Eugenol der Gewürznelke in Kombination mit Minze), Minzzahnpasta, Minzmundspülung, Minzgetränk, Minzkaugummi. Alles richtig. Und auf die Zwölf. Unterlegt von einer dezenten, luftig-rosigen Blumigkeit (Rhodinol/Rosengeranie in Kombination mit Floralozone = leicht süße „fresh air“-Note), die etwas Schärfe nimmt und Grundsüße gibt. Alles von Beginn an gebettet auf einer unheimlich wertigen, langanhaltenden, cremigmoschigen Basis mit Weihrauch-Charaktertupfer, die das Verschmelzen mit der Haut schafft. Besondere, lineare, vornehme, superfrisch-gepflegte Männlichkeit mit Kante. Zisch, ist der frisch!
Ei, ei. Liest sich, als würde er selbst die Eisminze von Comme des Garcons in den Schatten stellen, an die bisher keine andere Minze auch nur entfernt heran kam. Ich denke, ich spare mir einen Test für 40 Grad im Schatten auf.
Ich mag ja Geranien lieber als Rosen, gerade wegen dieser kühlend-minzigen Facette. Hier ist mir das aber zu überzeichnet. Ich finde den Duft gelungen, würde ihn aber nur selten tragen. Trotzdem: werde ihn nochmal testen.
Hervorragend zusammengefasst, mein Lieber! Ich fand das Gebräu ja schauerlich, Zahnpasta und Mundspülung mag ich mir nicht aufsprühen ;-) Den Malle-Duft, der mich erreicht, suche ich noch...
Derzeit mein liebster Sommerduft :)