MrMojo82
Rezensionen
Detailliert
Boss auf dem richtigen Weg
Boss Bottled war Ende der 90er und Anfang der 00er Jahre wirklich ein von Vielen getragener Duft. Auch ich hatte eine kleine Flasche davon geschenkt bekommen, und ihn immer mal wieder aufgelegt. Damals war meine Parfumleidenschaft jedoch noch nicht so ausgereift wie heute. Über die Jahre ist der Duft dann immer mehr aus meinem Bewusstsein verschwunden, weil es in der Parfumwelt doch vieles Neues und aufregenderes zu entdecken gab. Die Düfte von Boss waren dann irgendwann nicht mehr wirklich interessant und reizvoll.
Das änderte sich 2023 als Boss das Bottled Elixir auf den Markt geworfen hat. Beflügelt vom Elixir Hype, den Dior mit Sauvage losgetreten hatte, welcher mir sehr gefällt, musste ich dann doch mal meine Nase an den Duft halten, und er überzeugte mich auf Anhieb. Deutlich weniger Mainstream als das aktuelle Designersortiment, dunkel, würzig, rauchig, holzig und einen minimalen Touch Oldschool, wie auch schon im Sauvage Elixir. Die Bottled Ur-DNA war hier allerdings nicht erkennbar. Vielmehr handelte es sich um einen neuen, eigenständigen Duft.
Nun also der nächste Wurf von Boss mit dem Bottled Absolu. Dieser setzt den positiven Trend seit dem Bottled Elixir fort. Auch hier ist keine Ähnlichkeit zur Ur-DNA vorhanden. In Punkto Tiefe, Holz und Würzigkeit geht dieser in eine sehr ähnliche Richtung wie das Elixir. Allerdings ist ein größerer Anteil an Süße vorhanden. Wenn ich es kurz fassen müsste, dann würde ich Ihn folgendermaßen Beschreiben: ambrierte Trockenfrüchte in balsamischem Harz, mit einer würzigen und rauchigen Note und einer hölzernen Basis. Der Duft wirkt sehr gut ausbalanciert. Nichts ist zu viel oder zu wenig.
Die Haltbarkeit ist absolut positiv. 8 - 10 Stunden sind locker drin. Die Sillage ist in den ersten 2 - 3 Stunden ebenfalls deutlich wahrnehmbar, und zieht sich dann im Anschluss etwas körpernäher zurück.
Auch meine ich einen leichten Hauch von Tabak in dem Duft zu erkennen, mag aber auch an der Kombination der verwendeten Duftnoten liegen, da dieser nicht gelistet ist. Wenn ich den Duft vergleichen soll, dann kommen mir auf Anhieb Düfte wie Carlisle von Parfumes de Marley oder auch der Red Tobacco von Mancera in den Sinn. Nicht, dass er exakt so riecht, aber für mich geht er schon recht deutlich in die gleiche Richtung wie die genannten Düfte. Das gelistete Leder hingegen nehme ich nicht wahr.
Grundsätzlich kann man also sagen, dass der Duft nichts bahnbrechend Neues macht, aber für einen Duft aus dem Designersegment kann er sich wirklich sehen lassen. Die Tendenz geht dabei, wie auch schon beim Elixir, deutlich in Richtung Niche und weg vom Desingereinheitsbrei. Wem das Elixir etwas zu kantig und derb ist, der könnte mit dem Absolu durchaus einen tragbareren Duft finden, der jedoch trotzdem das gewisse Etwas ausstrahlt. Gefühlt wird er bei der Masse, auf Grund der stärkeren Süße, besser ankommen als das Elixir, welches ich aber, auf Grund der Ecken und Kanten, sowie der sehr leichten Frische, dem Absolu etwas vorziehen würde.
Abschließend hat Boss hier jedoch wieder alles richtig gemacht und, im Vergleich zu vielen anderen Designern, mit den Releases auch mal etwas gewagt, was wirklich eine sehr positive Entwicklung ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was da in Zukunft noch kommt. Weiter so Boss! ;)
Das änderte sich 2023 als Boss das Bottled Elixir auf den Markt geworfen hat. Beflügelt vom Elixir Hype, den Dior mit Sauvage losgetreten hatte, welcher mir sehr gefällt, musste ich dann doch mal meine Nase an den Duft halten, und er überzeugte mich auf Anhieb. Deutlich weniger Mainstream als das aktuelle Designersortiment, dunkel, würzig, rauchig, holzig und einen minimalen Touch Oldschool, wie auch schon im Sauvage Elixir. Die Bottled Ur-DNA war hier allerdings nicht erkennbar. Vielmehr handelte es sich um einen neuen, eigenständigen Duft.
Nun also der nächste Wurf von Boss mit dem Bottled Absolu. Dieser setzt den positiven Trend seit dem Bottled Elixir fort. Auch hier ist keine Ähnlichkeit zur Ur-DNA vorhanden. In Punkto Tiefe, Holz und Würzigkeit geht dieser in eine sehr ähnliche Richtung wie das Elixir. Allerdings ist ein größerer Anteil an Süße vorhanden. Wenn ich es kurz fassen müsste, dann würde ich Ihn folgendermaßen Beschreiben: ambrierte Trockenfrüchte in balsamischem Harz, mit einer würzigen und rauchigen Note und einer hölzernen Basis. Der Duft wirkt sehr gut ausbalanciert. Nichts ist zu viel oder zu wenig.
Die Haltbarkeit ist absolut positiv. 8 - 10 Stunden sind locker drin. Die Sillage ist in den ersten 2 - 3 Stunden ebenfalls deutlich wahrnehmbar, und zieht sich dann im Anschluss etwas körpernäher zurück.
Auch meine ich einen leichten Hauch von Tabak in dem Duft zu erkennen, mag aber auch an der Kombination der verwendeten Duftnoten liegen, da dieser nicht gelistet ist. Wenn ich den Duft vergleichen soll, dann kommen mir auf Anhieb Düfte wie Carlisle von Parfumes de Marley oder auch der Red Tobacco von Mancera in den Sinn. Nicht, dass er exakt so riecht, aber für mich geht er schon recht deutlich in die gleiche Richtung wie die genannten Düfte. Das gelistete Leder hingegen nehme ich nicht wahr.
Grundsätzlich kann man also sagen, dass der Duft nichts bahnbrechend Neues macht, aber für einen Duft aus dem Designersegment kann er sich wirklich sehen lassen. Die Tendenz geht dabei, wie auch schon beim Elixir, deutlich in Richtung Niche und weg vom Desingereinheitsbrei. Wem das Elixir etwas zu kantig und derb ist, der könnte mit dem Absolu durchaus einen tragbareren Duft finden, der jedoch trotzdem das gewisse Etwas ausstrahlt. Gefühlt wird er bei der Masse, auf Grund der stärkeren Süße, besser ankommen als das Elixir, welches ich aber, auf Grund der Ecken und Kanten, sowie der sehr leichten Frische, dem Absolu etwas vorziehen würde.
Abschließend hat Boss hier jedoch wieder alles richtig gemacht und, im Vergleich zu vielen anderen Designern, mit den Releases auch mal etwas gewagt, was wirklich eine sehr positive Entwicklung ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was da in Zukunft noch kommt. Weiter so Boss! ;)
6 Antworten
Der bisher männlichste unter den Rammsteinen
Wow! Nachdem ich nun schon einige Düfte der wirklich guten und außergewöhnlichen Rammstein Kollektion mein Eigen nennen kann, und nun auch der neueste Duft bei mir Einzug gehalten hat, sehe ich mich dazu veranlasst dieser Duftreihe mal eine Rezession zu widmen.
Begonnen hat der Einstieg in die Serie für mich mit dem ursprünglichen Kokain Intense, welchen ich heute als den schwächsten der Reihe ansehe, da er nicht die hohe Qualität wie die darauf folgenden Flanker besitzt. Einfach etwas zu synthetisch für meinen Geschmack. Der Black Ash sowie der Black und White Intense haben mich dann schon weitaus mehr begeistert. Nun gesellt sich also auch der Kokain Gold zu meiner Sammlung, um den es hier natürlich hauptsächlich gehen soll.
Für mich setzt der Kokain Gold zu den vorgenannten Düften nochmal eins drauf. Von Anfang an dominiert eine wunderschöne Ledernote. Ich assoziiere damit ein raues Wildleder. Aber nicht überlagernd oder unnatürlich, sondern sehr sanft und edel. Da Leder aber nicht als Duftnote gelistet ist, vermute ich diesen Dufteindruck aus einer Kombination des verwendeten Kopaivabalsams und dem Kurkuma. Weihrauch ist auch deutlich wahrnehmbar, aber nicht so stechend und dominant wie zb beim White Intense. Eher sanft und inhaltlich stimmig mit dem Rest der Komposition. Mehr wie ein Weihrauch-Duftöl. In der Herznote gesellen sich dann die zitrischen Noten dazu, wobei für mich die Bitterorange am ehesten heraussticht. Mit zunehmender Tragdauer nimmt sich die starke Lederassoziation etwas zurück, bleibt aber über den gesamten Duftverlauf weiterhin wahrnehmbar. In der Basis wird das Ganze mit etwas Vetiver und Ambra abgerundet, was den Duft zum einen weicher macht, Ihm aber auch noch mehr Tiefe und etwas Erdigkeit verleiht. Über allem liegt eine, ich nenne Sie mal leichte Creme-Note des Kopaivabalsams. Ähnlich einer Hautcreme, aber eben ergänzt um die Leder-, Weihrauch- und bitteren Zitrusnoten.
Das Ganze wirkt in seiner Gesamtkomposition sehr stimmig und homogen. Lässt man den Lederduft einmal außen vor, erinnert mich der Rest des Duftes in gewisser Weise an den Geruch des Duschgels Mature von Axe, allerdings ohne jeglichen Duschgel-Vibe, mehr wie in Cremeform verpackt. Irgendwie männlich und reif. Vielleicht sogar einen Touch Oldschool, aber durch die übrigen Duftnoten so eingebettet, dass der Duft einen modernen und eigenständigen Twist bekommt. Gerade jetzt im Herbst mit einer Lederjacke bekleidet absolut passend. Etwas düster, männlich, aber auch anschmiegsam, warm und sinnlich. Eher Ü30 als U30, aber erlaubt ist was gefällt und was zum Träger passt.
Für 30,00 € bekommt man hier wirklich einen absolut genialen Duft für die kältere Jahreszeit der sich qualitativ, wie auch schon die anderen Rammstein Flanker, deutlich von den übrigen Drogeriedüften abhebt. Klar Richtung Nische tendierend und sicher nicht jedermanns Geschmack. Aber auch das ist durchaus positiv. Einheitsbrei haben wir in unserer heutigen Zeit ja schon genug ;)
Begonnen hat der Einstieg in die Serie für mich mit dem ursprünglichen Kokain Intense, welchen ich heute als den schwächsten der Reihe ansehe, da er nicht die hohe Qualität wie die darauf folgenden Flanker besitzt. Einfach etwas zu synthetisch für meinen Geschmack. Der Black Ash sowie der Black und White Intense haben mich dann schon weitaus mehr begeistert. Nun gesellt sich also auch der Kokain Gold zu meiner Sammlung, um den es hier natürlich hauptsächlich gehen soll.
Für mich setzt der Kokain Gold zu den vorgenannten Düften nochmal eins drauf. Von Anfang an dominiert eine wunderschöne Ledernote. Ich assoziiere damit ein raues Wildleder. Aber nicht überlagernd oder unnatürlich, sondern sehr sanft und edel. Da Leder aber nicht als Duftnote gelistet ist, vermute ich diesen Dufteindruck aus einer Kombination des verwendeten Kopaivabalsams und dem Kurkuma. Weihrauch ist auch deutlich wahrnehmbar, aber nicht so stechend und dominant wie zb beim White Intense. Eher sanft und inhaltlich stimmig mit dem Rest der Komposition. Mehr wie ein Weihrauch-Duftöl. In der Herznote gesellen sich dann die zitrischen Noten dazu, wobei für mich die Bitterorange am ehesten heraussticht. Mit zunehmender Tragdauer nimmt sich die starke Lederassoziation etwas zurück, bleibt aber über den gesamten Duftverlauf weiterhin wahrnehmbar. In der Basis wird das Ganze mit etwas Vetiver und Ambra abgerundet, was den Duft zum einen weicher macht, Ihm aber auch noch mehr Tiefe und etwas Erdigkeit verleiht. Über allem liegt eine, ich nenne Sie mal leichte Creme-Note des Kopaivabalsams. Ähnlich einer Hautcreme, aber eben ergänzt um die Leder-, Weihrauch- und bitteren Zitrusnoten.
Das Ganze wirkt in seiner Gesamtkomposition sehr stimmig und homogen. Lässt man den Lederduft einmal außen vor, erinnert mich der Rest des Duftes in gewisser Weise an den Geruch des Duschgels Mature von Axe, allerdings ohne jeglichen Duschgel-Vibe, mehr wie in Cremeform verpackt. Irgendwie männlich und reif. Vielleicht sogar einen Touch Oldschool, aber durch die übrigen Duftnoten so eingebettet, dass der Duft einen modernen und eigenständigen Twist bekommt. Gerade jetzt im Herbst mit einer Lederjacke bekleidet absolut passend. Etwas düster, männlich, aber auch anschmiegsam, warm und sinnlich. Eher Ü30 als U30, aber erlaubt ist was gefällt und was zum Träger passt.
Für 30,00 € bekommt man hier wirklich einen absolut genialen Duft für die kältere Jahreszeit der sich qualitativ, wie auch schon die anderen Rammstein Flanker, deutlich von den übrigen Drogeriedüften abhebt. Klar Richtung Nische tendierend und sicher nicht jedermanns Geschmack. Aber auch das ist durchaus positiv. Einheitsbrei haben wir in unserer heutigen Zeit ja schon genug ;)
5 Antworten
I'm feeling supersonic, give me gin and Vetiver...
...oder so ähnlich. Nachdem ich bereits den original EN sowie den a l'extreme mein Eigen nennen kann, wollte ich nun auch noch die Sport Variante zu meiner Sammlung hinzufügen. Die beiden erstgenannten brauchten bei mir etwas, bis ich mich wirklich mit Ihnen anfreunden konnte. Doch mittlerweile habe ich durchaus Gefallen an diesen nicht ganz einfachen Düften gefunden. Nur die Situationen, in denen man diese tragen kann, sind eben doch etwas rar gesät. Nachdem fast überall zu lesen war, dass die Sport Version die tragbarste von den Dreien sei, wollte ich dieser dann auch eine Chance geben, und um es vorweg zu nehmen: Sie ist es.
Das Opening startet ähnlich wie der original EN, grün, herb, holzig. Schnell nimmt man jedoch die Grapefruit wahr, die das Ganze in eine frischere Richtung bringt. Der Duft wirkt auf seine Art freundlicher als seine beiden Brüder und auch deutlich leichter, was Ihn auch an wärmeren Tagen tragbar macht. Ich würde es allerdings trotzdem vermeiden ihn im absoluten Hochsommer zu tragen. An einem kühleren oder regnerischen Tag im Sommer funktioniert er aber durchaus gut. Direkt nach dem Aufsprühen kriege ich, um auf die Überschrift zurückzukommen, einen Gin Tonic Vibe, der mir sehr gut gefällt. Nach kurzer Zeit nimmt dann aber das holzige und erdige des Vetivers zu. Die anfängliche Frische der Grapefruit tritt etwas in den Hintergrund, dafür tritt der Lavendel stärker hervor. Auch Muskat ist leicht wahrnehmbar.
Ähnlichkeit mit Grey Vetiver von TF ist durchaus vorhanden. Der GV legt allerdings den Schwerpunkt mehr auf die herbe, zitrische Frische, der ENS dann doch eher auf das holzige und erdige. So kann man sagen, das GV die frischere, saubere Version eines Vetiverduftes ist, der ENS bleibt dagegen seinen Wurzeln treu und bildet den dunkleren Gegenpart. Das Yin Yang der Vetiverdüfte.
Die Haltbarkeit des ENS ist allerdings nicht überragend. Vergleichbar mit der aktuellen a l'extrem Variante, eher etwas darunter. Trotzdem nimmt man den Duft immer mal wieder wahr. Eine große Sillage hat er jedoch nicht. Nach gut 1-2 Stunden spielt sich das Ganze dann eher hautnah ab. Von der Kleidung strahlt er jedoch etwas länger ab, wobei ich da das Gefühl habe, dass die florale Lavendelnote stärker herauskommt. Direkt auf der Haut, bleibt das holzige das Hauptthema.
Wer also eine leichtere und frischer Variante mit der original EN DNA sucht, ist mit ENS sicher gut bedient. Wer es noch frischer und tragbarer möchte, der sollte sich den GV einmal näher anschauen.
Das Opening startet ähnlich wie der original EN, grün, herb, holzig. Schnell nimmt man jedoch die Grapefruit wahr, die das Ganze in eine frischere Richtung bringt. Der Duft wirkt auf seine Art freundlicher als seine beiden Brüder und auch deutlich leichter, was Ihn auch an wärmeren Tagen tragbar macht. Ich würde es allerdings trotzdem vermeiden ihn im absoluten Hochsommer zu tragen. An einem kühleren oder regnerischen Tag im Sommer funktioniert er aber durchaus gut. Direkt nach dem Aufsprühen kriege ich, um auf die Überschrift zurückzukommen, einen Gin Tonic Vibe, der mir sehr gut gefällt. Nach kurzer Zeit nimmt dann aber das holzige und erdige des Vetivers zu. Die anfängliche Frische der Grapefruit tritt etwas in den Hintergrund, dafür tritt der Lavendel stärker hervor. Auch Muskat ist leicht wahrnehmbar.
Ähnlichkeit mit Grey Vetiver von TF ist durchaus vorhanden. Der GV legt allerdings den Schwerpunkt mehr auf die herbe, zitrische Frische, der ENS dann doch eher auf das holzige und erdige. So kann man sagen, das GV die frischere, saubere Version eines Vetiverduftes ist, der ENS bleibt dagegen seinen Wurzeln treu und bildet den dunkleren Gegenpart. Das Yin Yang der Vetiverdüfte.
Die Haltbarkeit des ENS ist allerdings nicht überragend. Vergleichbar mit der aktuellen a l'extrem Variante, eher etwas darunter. Trotzdem nimmt man den Duft immer mal wieder wahr. Eine große Sillage hat er jedoch nicht. Nach gut 1-2 Stunden spielt sich das Ganze dann eher hautnah ab. Von der Kleidung strahlt er jedoch etwas länger ab, wobei ich da das Gefühl habe, dass die florale Lavendelnote stärker herauskommt. Direkt auf der Haut, bleibt das holzige das Hauptthema.
Wer also eine leichtere und frischer Variante mit der original EN DNA sucht, ist mit ENS sicher gut bedient. Wer es noch frischer und tragbarer möchte, der sollte sich den GV einmal näher anschauen.
Vom Suchen und finden der eigenen Duftvorlieben...
Mit Düften ist es ja so eine Sache... Manche begeistern einen auf Anhieb, in Andere muss man sich erst rein riechen. Manche Düfte die man früher vielleicht als untragbar empfand, möchte man heute nicht mehr missen und begleiten einen die nächsten Jahre oder für immer, bei Anderen kann man sich wiederum gar nicht erklären, was man mal an diesen Düften gefunden hat oder wie man Sie tragen konnte. Auch wenn Just Rock sicher nicht schlecht ist und von mir im Herbst und Winter 2019/2020 gerne und häufig getragen wurde, so musste ich in der vergangenen Wintersaison doch feststellen, dass ich so gut wie gar nicht mehr zu ihm griff und andere Düfte deutlich Vorrang hatten. Somit fällt der Z&V dann doch mittlerweile leider in die zweite Kategorie der o.g. Düfte.
Ich bevorzuge in der kalten Jahreszeit kräftigere und würzige Düfte. Weihrauch darf sehr gerne darin vorkommen, und diesen liefert der Z&V auch in großer Menge. Was mich jedoch zunehmend an diesem Duft stört, ist die doch etwas aufdringliche und pudrige Süße der Vanille in Kombination mit der Tonkabohne. Die Haltbarkeit ist phänomenal. 12 + sind bei mir definitiv drin. Nur leider macht der Duft keine wirkliche Entwicklung durch. Was man ab dem ersten Sprüher bekommt, dass findet sich auch nach Stunden noch auf der Haut, und auf der Kleidung noch deutlich länger, wieder. Der Duft wird im Verlauf dabei nur noch etwas süßer. Grundsätzlich finde ich etwas Süße in der kalten Jahreszeit auch ok, aber hier kommt mir diese doch etwas zu synthetisch rüber. Quasi ein alles überlagernder Puder aus künstlicher Vanille. Schon als ich den Duft das letzte Mal im Januar trug, fühlte ich mich nicht mehr so 100%ig wohl mit ihm. Als ich dann noch gefragt wurde, ob dies wirklich ein Männerparfum sei, hat es mir dann irgendwie den Rest gegeben :-D Kennt Ihr das, wenn man sich plötzlich nicht mehr mit einem Duft, einem Kleidungsstück oder was auch immer identifizieren kann und man dies dann plötzlich und unbewusst auch ausstrahlt?
Wer süße Düfte mit viel Vanille favorisiert, der sollte trotzdem mal diesen Duft schnuppern. Wirklich "rocken" tut an dem Duft jedoch leider nichts. Ich würde Ihn grundsätzlich eher für U 30 empfehlen. Mir persönlich gibt dieser Duft leider nicht mehr viel. Da ziehe ich z.B. Versace Oud Noir, Joop Homme Absolut (mit mehr Ausstrahlung und Haltbarkeit wäre der echt der Hammer) oder den Prada Luna Rossa Black vor.
Auf der anderen Seite ist es jedoch auch interessant zu sehen, wie sich das eigene Geruchsempfinden und die Vorliebe bestimmter Duftnoten immer weiter entwickelt, wenn man sich erst mal auf die Reise in die Welt der Düfte begibt. Ich hatte einige schöne Momente und Erinnerungen mit Just Rock, aber nun ist es doch an der Zeit weiter zu ziehen.
Ich bevorzuge in der kalten Jahreszeit kräftigere und würzige Düfte. Weihrauch darf sehr gerne darin vorkommen, und diesen liefert der Z&V auch in großer Menge. Was mich jedoch zunehmend an diesem Duft stört, ist die doch etwas aufdringliche und pudrige Süße der Vanille in Kombination mit der Tonkabohne. Die Haltbarkeit ist phänomenal. 12 + sind bei mir definitiv drin. Nur leider macht der Duft keine wirkliche Entwicklung durch. Was man ab dem ersten Sprüher bekommt, dass findet sich auch nach Stunden noch auf der Haut, und auf der Kleidung noch deutlich länger, wieder. Der Duft wird im Verlauf dabei nur noch etwas süßer. Grundsätzlich finde ich etwas Süße in der kalten Jahreszeit auch ok, aber hier kommt mir diese doch etwas zu synthetisch rüber. Quasi ein alles überlagernder Puder aus künstlicher Vanille. Schon als ich den Duft das letzte Mal im Januar trug, fühlte ich mich nicht mehr so 100%ig wohl mit ihm. Als ich dann noch gefragt wurde, ob dies wirklich ein Männerparfum sei, hat es mir dann irgendwie den Rest gegeben :-D Kennt Ihr das, wenn man sich plötzlich nicht mehr mit einem Duft, einem Kleidungsstück oder was auch immer identifizieren kann und man dies dann plötzlich und unbewusst auch ausstrahlt?
Wer süße Düfte mit viel Vanille favorisiert, der sollte trotzdem mal diesen Duft schnuppern. Wirklich "rocken" tut an dem Duft jedoch leider nichts. Ich würde Ihn grundsätzlich eher für U 30 empfehlen. Mir persönlich gibt dieser Duft leider nicht mehr viel. Da ziehe ich z.B. Versace Oud Noir, Joop Homme Absolut (mit mehr Ausstrahlung und Haltbarkeit wäre der echt der Hammer) oder den Prada Luna Rossa Black vor.
Auf der anderen Seite ist es jedoch auch interessant zu sehen, wie sich das eigene Geruchsempfinden und die Vorliebe bestimmter Duftnoten immer weiter entwickelt, wenn man sich erst mal auf die Reise in die Welt der Düfte begibt. Ich hatte einige schöne Momente und Erinnerungen mit Just Rock, aber nun ist es doch an der Zeit weiter zu ziehen.
2 Antworten
Nicht Fisch, nicht Fleisch
Ohje, mein erster Kommentar hier, und dann leider gleich ein Veriss ? Ich habe mir den Duft blind bestellt, in der Hoffnung einen Duft zu bekommen, welcher der Ur-Version von CW nahe kommt. Ich habe davon noch eine Flasche aus den frühen Neunzigern stehen, die mir damals vermutlich als erstes Parfum geschenkt wurde. Leider ist der Duft mittlerweile gekippt und deshalb nicht mehr brauchbar. Die eigentliche DNA ist aber noch zu erkennen. Da dachte ich mir, kann man mit dem Tres Nuit doch nicht viel falsch machen, wird er doch immer wieder mit dem genannten Duft verglichen... Zu den vielen Vergleichen mit GIT kann ich leider nichts sagen, da der mir noch nicht unter die Nase gekommen ist.
Was mich beim Tres Nuit leider stört, ist die Tatsache, dass er sich innerhalb der wirklich kurzen Zeit in der man den Duft wahrnimmt, nicht so recht entscheiden kann, was er denn nun sein möchte. Freshy oder doch eher blumig süßlich. Der Duft startet mit einer frischen Note, die schon etwas an den CW erinnert. Allerdings fügt sich durch Veilchen und Iris eine für mich recht störende und penetrant blumig, leicht pudrige Note hinzu, welche vom ersten Moment an präsent ist und dem Duft etwas an reiner Frische nimmt. Dazu gesellt sich eine leicht süßliche Komponente, so dass sich der Duft im Drydown doch sehr stark von der reinen Frische eines CW entfernt. Ich persönlich möchte einen Duft mit entsprechender DNA gelegentlich nutzen, wenn ich einfach diese gewisse Frische haben möchte, die für mich, gerade jetzt, wo das Wetter wieder sonniger und wärmer wird, sehr gut passt. Der Tres Nuit bietet mir das leider nicht. Viele die den Duft hier durchaus positiv bewerten, mögen mir jetzt widersprechen, aber für mich riecht der Duft einfach nachdem, was man für ihn zahlt...irgendwie billig und unangenehm aufdringlich. Frische, überlagert von pudriger, blumiger Süße. Weder Fisch noch Fleisch eben... Für mich daher leider keine Alternative.
Was mich beim Tres Nuit leider stört, ist die Tatsache, dass er sich innerhalb der wirklich kurzen Zeit in der man den Duft wahrnimmt, nicht so recht entscheiden kann, was er denn nun sein möchte. Freshy oder doch eher blumig süßlich. Der Duft startet mit einer frischen Note, die schon etwas an den CW erinnert. Allerdings fügt sich durch Veilchen und Iris eine für mich recht störende und penetrant blumig, leicht pudrige Note hinzu, welche vom ersten Moment an präsent ist und dem Duft etwas an reiner Frische nimmt. Dazu gesellt sich eine leicht süßliche Komponente, so dass sich der Duft im Drydown doch sehr stark von der reinen Frische eines CW entfernt. Ich persönlich möchte einen Duft mit entsprechender DNA gelegentlich nutzen, wenn ich einfach diese gewisse Frische haben möchte, die für mich, gerade jetzt, wo das Wetter wieder sonniger und wärmer wird, sehr gut passt. Der Tres Nuit bietet mir das leider nicht. Viele die den Duft hier durchaus positiv bewerten, mögen mir jetzt widersprechen, aber für mich riecht der Duft einfach nachdem, was man für ihn zahlt...irgendwie billig und unangenehm aufdringlich. Frische, überlagert von pudriger, blumiger Süße. Weder Fisch noch Fleisch eben... Für mich daher leider keine Alternative.




