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L'Oblìo 2017

7.6 / 10 108 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Meo Fusciuni für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2017. Der Duft ist pudrig-holzig. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Die Vergessenheit”.
Vergleich
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Duftrichtung

Pudrig
Holzig
Würzig
Rauchig
Harzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
WeihrauchWeihrauch
Herznote Herznote
IrisIris MateMate ImmortelleImmortelle TabakTabak
Basisnote Basisnote
HölzerHölzer StaubStaub EichenholzEichenholz MoschusMoschus SandelholzSandelholz

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.6108 Bewertungen
Haltbarkeit
6.983 Bewertungen
Sillage
6.385 Bewertungen
Flakon
7.976 Bewertungen
Preis-Leistung
6.748 Bewertungen
Eingetragen von OPomone · letzte Aktualisierung am 12.08.2026.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
9Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
MysteryNoir

28 Rezensionen
MysteryNoir
MysteryNoir
Hilfreiche Rezension 11  
Come Se Fossi Ancora Qui (Als wärst du noch hier)
Kennst du das Gefühl, wenn du an einen Ort kommst, der eigentlich schon vergessen ist, aber trotzdem voller alter Erinnerungen steckt..?

Ich stelle mir da ein altes Haus vor, irgendwo ganz still und versteckt. Und darin nicht irgendein Zimmer, sondern den Dachboden. Stell dir vor, es ist später Abend, draußen ist nur noch wenig Licht, alles ist so grau-blau. Sobald du die knarrenden Stufen hochgehst und die alte Holztür aufmachst, kommt dir gleich dieser ganz bestimmte Geruch entgegen trockene Hölzer, Staub, kalter Rauch und dazu noch etwas total Melancholisches, das man kaum beschreiben kann. Zwischen alten Kisten und vergessenen Möbeln liegen vergilbte Fotos. Der Staub bedeckt sie schon richtig dick, so als würde die Zeit versuchen, alles wegzulöschen. Wenn man dann mit den Fingern drüberwischt, kann man aber noch Gesichter erkennen.

Auf einem der Bilder sieht man ein junges Paar. Sie wirken total verliebt, als könnte sie in dem Moment nichts trennen. Sie sitzt neben ihm und lächelt leicht, während er sie so ansieht, als wäre sie das Wichtigste für ihn. Das Foto fühlt sich warm an, fast lebendig. Aber direkt daneben liegt noch ein zweites Bild. Darauf ist nur die Frau zu sehen.. Sie ist älter geworden. Ganz alleine. Und ihr Lächeln ist weg. Genau dann wirkt dieser besondere Geruch plötzlich noch bedrückender.

Zwischen den Fotos liegt auch ein alter Brief, die Seiten schon leicht vergilbt. Wenn man ihn vorsichtig aufmacht, steigt sofort der Geruch von trockenem Papier, Staub und altem Holz hoch. Die Schrift sieht hektisch aus, fast verzweifelt. Er schreibt darin, dass er sich so gerne für sie entschieden hätte. Und dass er sie wirklich geliebt hat. Aber das Schicksal hat eben was anderes gewollt. Irgendwann ist er dann einfach aus ihrem Leben verschwunden, auch wenn ein Teil von ihm wohl immer bei ihr geblieben ist.

Genau so riecht L'Oblìo für mich.

Der Weihrauch breitet sich von Anfang an im Raum aus, aber nicht aufdringlich oder schwer. Er wirkt weich, kühl und fast schon geisterhaft, so wie Rauch, der schon stundenlang zwischen alten Holzbalken hängt. Durch den Mate bekommt der Geruch etwas sehr erdiges und rauchiges. Es riecht fast, als stünde auf dem Dachboden noch eine alte Tasse kalter Kräutertee, während der Rauch von alten Zigarren sich langsam in der Luft verteilt.

Und dann dieser Tabak.. Der riecht nicht, als wäre er gerade angezündet worden. Nicht warm und lebendig. Sondern eher wie alte Zigarren, die schon ewig in einer Holzschublade liegen und nur noch wegen der Erinnerungen behalten werden. Man riecht den trockenen Tabak sofort, wenn man die Schublade aufmacht, zusammen mit diesem alten Holzgeruch und der Stille eines Ortes, wo lange niemand mehr war. Die Iris macht den Duft für mich so gefühlvoll. Sie ist kühl, pudrig, einfach melancholisch. Keine zarte, weibliche Iris, sondern eher eine traurige Schönheit. Sie gibt dem Duft etwas total Sinnliches, aber auf eine ganz leise Art. Nicht verführerisch im klassischen Sinne. Eher wie jemand, der nachts alleine in alten Erinnerungen schwelgt und merkt, dass manche Dinge nie wirklich weggehen.

Mit der Zeit kommen die Holznoten immer stärker durch. Sie sind trocken, ruhig, fast schon brüchig. Zusammen mit dem Moschus wirkt alles ganz nah an der Haut, so als würde der Duft langsam mit ihr eins werden. Nichts daran ist laut. Alles flüstert nur leise.

L'Oblìo ist für mich sinnliche Melancholie. Die Angst, in Vergessenheit zu geraten. Und die Traurigkeit darüber, dass manche Menschen irgendwann nur noch in unseren Erinnerungen existieren. Vielleicht liebe ich ihn genau deswegen so sehr. Weil er nicht versucht, schön zu wirken. Er versucht einfach nur, etwas festzuhalten, das schon lange verloren ist.

Danke fürs Lesen.
12 Antworten
8Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
MGits

11 Rezensionen
MGits
MGits
Hilfreiche Rezension 6  
L'Oblio
L'Oblio ist ein sehr angenehmer und unaufdringlicher Duft.
Am deutlichsten finde ich kommt die Iris(buttrig-pudrig) raus sowie eine Cremigkeit und eigentlich auch irgendeine dunkle, gesüßte Spirituose wie Rum die ich mir anscheinend einbilde, da keine in den Noten angegeben ist.
Diese süße Rumnote ist aber so präsent, dass ich mir mit Blick auf die Zutatenliste nicht erklären kann wo sie herkommt. Aber störend ist sie keineswegs...

Der Tabak und Immortelle stützen mit ihrer Würze das ganze sanft ab.
Somit ist er ein weicher, einlullender Duft mit kleinem Twist der zwischen lieblichem Puder und Creme sowie leicht würziger Alkoholnote hin- und herschwankt.

Andere Meo Fusciunis sind da deutlich provokanter. L'Oblio ist auf jeden Fall einen Test wert wenn man was Unaufgeregtes mit gewissem Etwas sucht.

Ich sehe ihn total unisex sowie definitiv tragbar für das ganze Jahr (außer vielleicht im knallenden Hochsommer).
1 Antwort
9Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Nordnase

58 Rezensionen
Nordnase
Nordnase
Hilfreiche Rezension 10  
In the Mood in der Kneipe von nebenan
L`oblio.

Dieser Duft hat mich so was von gecatcht.
Er ist da, präsent, stark, männlich-weiblich und ANDERS - sodass dies eine Rezension wert ist.
Für mich ein Meisterwerk.
Meo Fusciuni wird an diesem Abend meine Entdeckung werden.
Im nasskalten Dezember.
Nach einer anstrengenden Woche, Stress pur.
In jeder Hinsicht.
Feierabend.
Endlich keine Anrufe mehr.
Kein Gelaber über Gewinn und Verluste.
Ich kann es nicht mehr hören!!!!!
Ich ziehe durch die Straßen, es ist dunkel, nasskalt. Spät. Ich möchte eigentlich nach Hause.
Autos preschen an mir vorbei, ohne Rücksicht auf andere rasen sie durch Pfützen.
Ein Schwall von Pfützenmatsch trifft mich.
Kalt, eklig, durchdringend. Ich bin so was von wütend. F….. off!!

In der Ferne sehe ich schwache Lichter, Gott sei Dank bietet hier ein kleines Lokal kurze Unterkunft. Irgendwie ist jetzt auch schon alles egal.
Ich betrete die Kneipe, halbdunkel, muffig und etwas verrucht empfängt mich der holzige Tresen.
Im Hintergrund höre ich “In the Mood“ von Glan Miller, Gemurmel und leises Gelächter von anderen Gästen klingen herüber. Ich lasse mich nieder und öffne meine regennasse Jacke. Fluchend und frierend bestelle ich einen heißen Tee mit Rum und will nur noch meine Ruhe haben.
Ich nehme einen Schatten wahr, jemand setzt sich zu mir.
Und da kommt er, dieser Duft, diese andere Aura, mit einer Wucht auf mich zu.
Ich schaue auf, der Typ vor mir grinst und deutet auf meine regennasse verschmutzte Kleidung. “Ja, so ist das, die Welt ist voller A… löcher……..“
Er redet und redet, aber ich nehme nur diesen unglaublichen Duft wahr.
Männlicher Weihrauch und hölzerne Iris in Verbindung mit Sandelholz und herbem Moschus. Umwerfend.
Ich höre gar nicht zu, Schwaden von Weihrauch, Tabak und irgendwas Krautigem benebeln mich, verdammt noch mal, was ist das für ein Duft.
Wie kann ich diesen Menschen dazu bringen, mir zu erzählen, welchen Duft er trägt, ohne aufdringlich zu wirken….
Der Mann erhält inne und sieht mich fragend an: “Mädel, Du hörst mir ja gar nicht zu….“
In dem Moment platzt es aus mir heraus: „Stimmt, ich hör dich nicht so richtig, aber dafür rieche ich umso mehr… Cooler Scent, den Du da trägst. Irgendwie anders…. Speziell…“
Er stutzt, grinst und zieht ein kleines Röhrchen aus der Tasche.
Nickt abschätzend und wirft es mir zu.
„Hier, kannst Du haben. Ich war heut für meine Liebste beim Duftmonteur und dies hat er mir mitgegeben… Habs probiert… Meine Frau fand ihn schrecklich – aber Dir scheint er zu gefallen….. Kannst ihn behalten…“
Sprach er, stand auf und gesellte wieder zu seinen Leuten in der anderen Ecke, wahrscheinlich war ich zu langweilig, zu schmutzig oder was auch immer…

Ich schaue auf die Parfumprobe. Meo Fusciuni, L `oblio. Hm. Noch nie gehört ....
Ein kleiner Sprüher und da ist er wieder, männlicher Weihrauch, Iris und Sandelholz versetzen mich (fast) in Trance.
Mein kleines Duftherz hüpft vor Freude.
Edler Moschus sowie ein leicht stechender krautiger Blumenstaub gesellen sich hinzu und machen das Ganze so besonders.
Nicht weiblich und nicht männlich.
Nicht zu hart und nicht zu weich - mittendrin und anders.
Eine Entdeckung!
Ich stehe auf und zahle, verlasse die Kneipe und winke dem Typen noch mal zu.
Die nasskalte Nacht hat mich wieder. Ein Taxi hält.
Etwas aufgewärmt und müde lasse ich mich auf der Rückbank nieder, freu mich auf meine warmen vier Wände zu Hause. Angekommen, steige ich aus und entlöhne den Taxifahrer. Er beugt sich noch mal vor und sagt: “ Sie riechen verdammt gut, Lady. Aber irgendwie auch anders…..“
Ich grinse und winke ihm zu.

Zu Hause angekommen recherchiere ich nach einer heißen Dusche diesen Parfümeur und ich weiß, dass dies mein nächster Wunschkauf sein wird, wenn auch preislich im oberen Segment angesiedelt.

Ich freue mich.
Vorfreude ist die schönste Freude.
Vergessen sind Regen, Kälte, Schmutz und unmögliche Autofahrer.
L`oblio wird kommen, kraftvoll, spezifisch und doch friedvoll.

Der etwas andere Scent.

Man muss dem Leben immer um mindestens einen L ´oblio voraus sein. ;-)

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5 Antworten

Statements

18 kurze Meinungen zum Parfum
46
39
Von warmen Harzschleiern
Die wie das Vergessen
Auf Strohblumen
Und Puderdosen
Leeren alten Tabakkisten
In Holzregalen verstauben
39 Antworten
43
72
im hellen Weihrauchnebel
gnädigen Vergessens
komm halte mich in
Irispuder Materauch
alles zu Staub
schwebend-balsamische Stille
es ist gut
72 Antworten
37
33
zwischen dem
was verschwindet
und dem was bleibt
mondblasse Schatten
am Rand des Lichts
verlieren sich
Fragmente
von Namen aus Staub
33 Antworten
27
25
Goldener Staub, der im Sonnenlicht tanzt, buttrige Iris, vom Weihrauch nur eine Erinnerung.
Sehr schön, sehr leise, sehr flüchtig.
25 Antworten
26
19
Moosige Stille im Domlicht
Irisstaub leise fällt
Teenebel schwebt dicht und pudrig
Alles, wenn vergeht
bleibt nur dieser Rauch,
der erinnert
19 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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