
MysteryNoir
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MysteryNoir
Hilfreiche Rezension
11
Come Se Fossi Ancora Qui (Als wärst du noch hier)
Kennst du das Gefühl, wenn du an einen Ort kommst, der eigentlich schon vergessen ist, aber trotzdem voller alter Erinnerungen steckt..?
Ich stelle mir da ein altes Haus vor, irgendwo ganz still und versteckt. Und darin nicht irgendein Zimmer, sondern den Dachboden. Stell dir vor, es ist später Abend, draußen ist nur noch wenig Licht, alles ist so grau-blau. Sobald du die knarrenden Stufen hochgehst und die alte Holztür aufmachst, kommt dir gleich dieser ganz bestimmte Geruch entgegen trockene Hölzer, Staub, kalter Rauch und dazu noch etwas total Melancholisches, das man kaum beschreiben kann. Zwischen alten Kisten und vergessenen Möbeln liegen vergilbte Fotos. Der Staub bedeckt sie schon richtig dick, so als würde die Zeit versuchen, alles wegzulöschen. Wenn man dann mit den Fingern drüberwischt, kann man aber noch Gesichter erkennen.
Auf einem der Bilder sieht man ein junges Paar. Sie wirken total verliebt, als könnte sie in dem Moment nichts trennen. Sie sitzt neben ihm und lächelt leicht, während er sie so ansieht, als wäre sie das Wichtigste für ihn. Das Foto fühlt sich warm an, fast lebendig. Aber direkt daneben liegt noch ein zweites Bild. Darauf ist nur die Frau zu sehen.. Sie ist älter geworden. Ganz alleine. Und ihr Lächeln ist weg. Genau dann wirkt dieser besondere Geruch plötzlich noch bedrückender.
Zwischen den Fotos liegt auch ein alter Brief, die Seiten schon leicht vergilbt. Wenn man ihn vorsichtig aufmacht, steigt sofort der Geruch von trockenem Papier, Staub und altem Holz hoch. Die Schrift sieht hektisch aus, fast verzweifelt. Er schreibt darin, dass er sich so gerne für sie entschieden hätte. Und dass er sie wirklich geliebt hat. Aber das Schicksal hat eben was anderes gewollt. Irgendwann ist er dann einfach aus ihrem Leben verschwunden, auch wenn ein Teil von ihm wohl immer bei ihr geblieben ist.
Genau so riecht L'Oblìo für mich.
Der Weihrauch breitet sich von Anfang an im Raum aus, aber nicht aufdringlich oder schwer. Er wirkt weich, kühl und fast schon geisterhaft, so wie Rauch, der schon stundenlang zwischen alten Holzbalken hängt. Durch den Mate bekommt der Geruch etwas sehr erdiges und rauchiges. Es riecht fast, als stünde auf dem Dachboden noch eine alte Tasse kalter Kräutertee, während der Rauch von alten Zigarren sich langsam in der Luft verteilt.
Und dann dieser Tabak.. Der riecht nicht, als wäre er gerade angezündet worden. Nicht warm und lebendig. Sondern eher wie alte Zigarren, die schon ewig in einer Holzschublade liegen und nur noch wegen der Erinnerungen behalten werden. Man riecht den trockenen Tabak sofort, wenn man die Schublade aufmacht, zusammen mit diesem alten Holzgeruch und der Stille eines Ortes, wo lange niemand mehr war. Die Iris macht den Duft für mich so gefühlvoll. Sie ist kühl, pudrig, einfach melancholisch. Keine zarte, weibliche Iris, sondern eher eine traurige Schönheit. Sie gibt dem Duft etwas total Sinnliches, aber auf eine ganz leise Art. Nicht verführerisch im klassischen Sinne. Eher wie jemand, der nachts alleine in alten Erinnerungen schwelgt und merkt, dass manche Dinge nie wirklich weggehen.
Mit der Zeit kommen die Holznoten immer stärker durch. Sie sind trocken, ruhig, fast schon brüchig. Zusammen mit dem Moschus wirkt alles ganz nah an der Haut, so als würde der Duft langsam mit ihr eins werden. Nichts daran ist laut. Alles flüstert nur leise.
L'Oblìo ist für mich sinnliche Melancholie. Die Angst, in Vergessenheit zu geraten. Und die Traurigkeit darüber, dass manche Menschen irgendwann nur noch in unseren Erinnerungen existieren. Vielleicht liebe ich ihn genau deswegen so sehr. Weil er nicht versucht, schön zu wirken. Er versucht einfach nur, etwas festzuhalten, das schon lange verloren ist.
Danke fürs Lesen.
Ich stelle mir da ein altes Haus vor, irgendwo ganz still und versteckt. Und darin nicht irgendein Zimmer, sondern den Dachboden. Stell dir vor, es ist später Abend, draußen ist nur noch wenig Licht, alles ist so grau-blau. Sobald du die knarrenden Stufen hochgehst und die alte Holztür aufmachst, kommt dir gleich dieser ganz bestimmte Geruch entgegen trockene Hölzer, Staub, kalter Rauch und dazu noch etwas total Melancholisches, das man kaum beschreiben kann. Zwischen alten Kisten und vergessenen Möbeln liegen vergilbte Fotos. Der Staub bedeckt sie schon richtig dick, so als würde die Zeit versuchen, alles wegzulöschen. Wenn man dann mit den Fingern drüberwischt, kann man aber noch Gesichter erkennen.
Auf einem der Bilder sieht man ein junges Paar. Sie wirken total verliebt, als könnte sie in dem Moment nichts trennen. Sie sitzt neben ihm und lächelt leicht, während er sie so ansieht, als wäre sie das Wichtigste für ihn. Das Foto fühlt sich warm an, fast lebendig. Aber direkt daneben liegt noch ein zweites Bild. Darauf ist nur die Frau zu sehen.. Sie ist älter geworden. Ganz alleine. Und ihr Lächeln ist weg. Genau dann wirkt dieser besondere Geruch plötzlich noch bedrückender.
Zwischen den Fotos liegt auch ein alter Brief, die Seiten schon leicht vergilbt. Wenn man ihn vorsichtig aufmacht, steigt sofort der Geruch von trockenem Papier, Staub und altem Holz hoch. Die Schrift sieht hektisch aus, fast verzweifelt. Er schreibt darin, dass er sich so gerne für sie entschieden hätte. Und dass er sie wirklich geliebt hat. Aber das Schicksal hat eben was anderes gewollt. Irgendwann ist er dann einfach aus ihrem Leben verschwunden, auch wenn ein Teil von ihm wohl immer bei ihr geblieben ist.
Genau so riecht L'Oblìo für mich.
Der Weihrauch breitet sich von Anfang an im Raum aus, aber nicht aufdringlich oder schwer. Er wirkt weich, kühl und fast schon geisterhaft, so wie Rauch, der schon stundenlang zwischen alten Holzbalken hängt. Durch den Mate bekommt der Geruch etwas sehr erdiges und rauchiges. Es riecht fast, als stünde auf dem Dachboden noch eine alte Tasse kalter Kräutertee, während der Rauch von alten Zigarren sich langsam in der Luft verteilt.
Und dann dieser Tabak.. Der riecht nicht, als wäre er gerade angezündet worden. Nicht warm und lebendig. Sondern eher wie alte Zigarren, die schon ewig in einer Holzschublade liegen und nur noch wegen der Erinnerungen behalten werden. Man riecht den trockenen Tabak sofort, wenn man die Schublade aufmacht, zusammen mit diesem alten Holzgeruch und der Stille eines Ortes, wo lange niemand mehr war. Die Iris macht den Duft für mich so gefühlvoll. Sie ist kühl, pudrig, einfach melancholisch. Keine zarte, weibliche Iris, sondern eher eine traurige Schönheit. Sie gibt dem Duft etwas total Sinnliches, aber auf eine ganz leise Art. Nicht verführerisch im klassischen Sinne. Eher wie jemand, der nachts alleine in alten Erinnerungen schwelgt und merkt, dass manche Dinge nie wirklich weggehen.
Mit der Zeit kommen die Holznoten immer stärker durch. Sie sind trocken, ruhig, fast schon brüchig. Zusammen mit dem Moschus wirkt alles ganz nah an der Haut, so als würde der Duft langsam mit ihr eins werden. Nichts daran ist laut. Alles flüstert nur leise.
L'Oblìo ist für mich sinnliche Melancholie. Die Angst, in Vergessenheit zu geraten. Und die Traurigkeit darüber, dass manche Menschen irgendwann nur noch in unseren Erinnerungen existieren. Vielleicht liebe ich ihn genau deswegen so sehr. Weil er nicht versucht, schön zu wirken. Er versucht einfach nur, etwas festzuhalten, das schon lange verloren ist.
Danke fürs Lesen.
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Weihrauch
Iris
Mate
Immortelle
Tabak
Hölzer
Staub
Eichenholz
Moschus
Sandelholz




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