
MysteryNoir
28 Rezensionen

MysteryNoir
Sehr hilfreiche Rezension
9
Dove appassiscono le viole (Wo die Veilchen verwelken)
Manche Häuser sind nicht wirklich leer sie fühlen sich lebendig an und stecken voller Erinnerungen. Man erzählt sich, dass sie in diesem alten Haus noch immer auftaucht. Nicht laut oder fordernd, eher wie ein sanfter Hauch, der durch die Räume zieht. Eine junge Frau, irgendwie dazwischen gefangen. Ihr bodenlanges Kleid fällt weich und doch schwerelos, bedeckt mit Veilchen. Manche sind noch zart geöffnet, andere längst getrocknet, als hätten sie still vergessen, wann sie aufgehört haben zu leben.
Wenn man ihr begegnet, spürt man keine Angst. Nur diese tiefe, leise Melancholie, die sich langsam auf die Haut legt. Wie ein Duft, der bleibt, ohne je wirklich da gewesen zu sein. Sie tut dir nichts. Sie wacht einfach über ein Haus, das mal ihres war, über Erinnerungen, die nie verblassten.
Eines warmen Abends kam sie zurück, früher als erwartet. Schon im Flur lag etwas Besonderes in der Luft Cognac, süß und dunkel, mit so einer leisen Schwere. Durch die halb geöffnete Tür hörte sie Lachen, gedämpft, fast vertraut...und dann sah sie sie. Ihn. Und ihre Schwester.
Sie saßen nebeneinander, pressten schwarze Johannisbeeren zwischen ihren Lippen dunkel, saftig, beinahe intim. Es war kein lauter Bruch. Nichts Zerstörerisches passierte. Einfach so, lautlos und endgültig, löste sich etwas in ihr auf.
Sie rannte. Ohne Ziel, ohne Gedanken, nur weg von diesem Moment. Ihre Füße trugen sie zum Veilchenbeet hinter dem Haus, dorthin, wo mal alles unschuldig war. Dort fiel sie hin. Zwischen Blüten, die noch lebten, und solche die schon angefangen hatten zu welken.
Und vielleicht ist sie nie wirklich gegangen. Vielleicht ist sie genau dort geblieben, zwischen dem, was mal war, und dem, was nie wieder sein wird.
Genau so fühlt sich Viole Nere für mich an melancholisch, kalt und doch auf eine feine Art warm. Ich nehme ihn gut sieben bis acht Stunden wahr er bleibt konstant und ruhig. Er wird nie raumfüllend, sondern eher körpernah, fast intim. Die Iris Note ist kalt und dicht. Der Weihrauch perfekt abgestimmt, er gibt Tiefe, ohne je zu beschweren. Cognac und Rose schwingen sanft im Hintergrund mit. Sie verleihen dem Ganzen eine zarte Wärme und subtile Sinnlichkeit, aber reißen den Duft nie aus seiner melancholischen Ruhe.
Für mich ist es ein wirklich schöner Duft. Keiner für die breite Masse, sondern einer, der eine tragische Geschichte in sich trägt und genau deshalb so besonders wirkt.
Ein Duft, der nicht laut wird, aber bleibt. Wie Sie..
Danke fürs Lesen.
Wenn man ihr begegnet, spürt man keine Angst. Nur diese tiefe, leise Melancholie, die sich langsam auf die Haut legt. Wie ein Duft, der bleibt, ohne je wirklich da gewesen zu sein. Sie tut dir nichts. Sie wacht einfach über ein Haus, das mal ihres war, über Erinnerungen, die nie verblassten.
Eines warmen Abends kam sie zurück, früher als erwartet. Schon im Flur lag etwas Besonderes in der Luft Cognac, süß und dunkel, mit so einer leisen Schwere. Durch die halb geöffnete Tür hörte sie Lachen, gedämpft, fast vertraut...und dann sah sie sie. Ihn. Und ihre Schwester.
Sie saßen nebeneinander, pressten schwarze Johannisbeeren zwischen ihren Lippen dunkel, saftig, beinahe intim. Es war kein lauter Bruch. Nichts Zerstörerisches passierte. Einfach so, lautlos und endgültig, löste sich etwas in ihr auf.
Sie rannte. Ohne Ziel, ohne Gedanken, nur weg von diesem Moment. Ihre Füße trugen sie zum Veilchenbeet hinter dem Haus, dorthin, wo mal alles unschuldig war. Dort fiel sie hin. Zwischen Blüten, die noch lebten, und solche die schon angefangen hatten zu welken.
Und vielleicht ist sie nie wirklich gegangen. Vielleicht ist sie genau dort geblieben, zwischen dem, was mal war, und dem, was nie wieder sein wird.
Genau so fühlt sich Viole Nere für mich an melancholisch, kalt und doch auf eine feine Art warm. Ich nehme ihn gut sieben bis acht Stunden wahr er bleibt konstant und ruhig. Er wird nie raumfüllend, sondern eher körpernah, fast intim. Die Iris Note ist kalt und dicht. Der Weihrauch perfekt abgestimmt, er gibt Tiefe, ohne je zu beschweren. Cognac und Rose schwingen sanft im Hintergrund mit. Sie verleihen dem Ganzen eine zarte Wärme und subtile Sinnlichkeit, aber reißen den Duft nie aus seiner melancholischen Ruhe.
Für mich ist es ein wirklich schöner Duft. Keiner für die breite Masse, sondern einer, der eine tragische Geschichte in sich trägt und genau deshalb so besonders wirkt.
Ein Duft, der nicht laut wird, aber bleibt. Wie Sie..
Danke fürs Lesen.
6 Antworten



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