
Jazzbob
129 Rezensionen

Jazzbob
Hilfreiche Rezension
6
Sehr Stimmungsvoll, aber zu gleichförmig
Emily Dickinson und Giuseppe Imprezzabile a.k.a. Meo Fusciuni haben ein paar Gemeinsamkeiten: Ihr Interesse für Pflanzen und die Fähigkeit, ihre Umgebung aufmerksam zu beobachten und den eigenen Empfindungen in ihren jeweiligen Kunstformen Ausdruck zu verleihen. Und so kann man sich gut vorstellen, wie der Parfümeur, Gedichte der Amerikanerin lesend und Bilder ihres über Jahrzehnte angelegten Herbariums bestaunend, Spirito kreierte.
Die Duftkomposition fängt die Gerüche von Papier, Kräutern und alten Möbelstücken sehr gut ein und schafft ein wohltuendes Stimmungsbild. Nur kurz wirken die Kopfnoten etwas frisch, beinahe minzig, bevor aromatisches, getrocknetes Grün und Kamille sich auf dunklen Hölzern und einem leicht erdigen, wurzeligen Vetiver betten. Im Hintergrund ist ein Akkord aus klassischen Herrendüften, der etwas an Aftershave erinnert, klar erkennbar und doch bleibt dieser stets sanft. Aufgrund der natürlichen Wirkung behält Spirito ein wenig Schroffheit und eine etwas dichtere Textur. Elemiharz, Guajakholz und Tonkabohne nehme ich jedoch nicht wahr.
Meo Fusciuni nennt als weitere Inspirationsquelle Musik, die er beim Entwicklungsprozess hörte: u.a. die Alben "Charcoal" von Brambles und "Felt" von Nils Frahm – poppig angehauchte Minimal Music, die durchaus stimmungsvoll ist und gut, um die Augen zu schließen und gedanklich abzuschalten, aber in ihrer Gleichförmigkeit auf einem schmalen Grat zur Monotonie wandelt und schnell langweilig werden kann. Ebenso ergeht es mir mit Spirito, dessen Gesamteindruck ein wirklich angenehmer, leicht melancholischer ist, aber etwas Komplexität vermissen lässt und nur in unmittelbarer Nähe zur Haut seine Stärke entfaltet. Die Projektion empfand ich bei mehrfachem Testen nur bei ein paar Sprühern mehr als durchschnittlich und fast schon seicht. Genau das kann in mancher Situation jedoch gerade angenehm sein, wenn es mehr um die eigene Stimmung geht als darum, etwas nach Außen hin zu transportieren.
Die Duftkomposition fängt die Gerüche von Papier, Kräutern und alten Möbelstücken sehr gut ein und schafft ein wohltuendes Stimmungsbild. Nur kurz wirken die Kopfnoten etwas frisch, beinahe minzig, bevor aromatisches, getrocknetes Grün und Kamille sich auf dunklen Hölzern und einem leicht erdigen, wurzeligen Vetiver betten. Im Hintergrund ist ein Akkord aus klassischen Herrendüften, der etwas an Aftershave erinnert, klar erkennbar und doch bleibt dieser stets sanft. Aufgrund der natürlichen Wirkung behält Spirito ein wenig Schroffheit und eine etwas dichtere Textur. Elemiharz, Guajakholz und Tonkabohne nehme ich jedoch nicht wahr.
Meo Fusciuni nennt als weitere Inspirationsquelle Musik, die er beim Entwicklungsprozess hörte: u.a. die Alben "Charcoal" von Brambles und "Felt" von Nils Frahm – poppig angehauchte Minimal Music, die durchaus stimmungsvoll ist und gut, um die Augen zu schließen und gedanklich abzuschalten, aber in ihrer Gleichförmigkeit auf einem schmalen Grat zur Monotonie wandelt und schnell langweilig werden kann. Ebenso ergeht es mir mit Spirito, dessen Gesamteindruck ein wirklich angenehmer, leicht melancholischer ist, aber etwas Komplexität vermissen lässt und nur in unmittelbarer Nähe zur Haut seine Stärke entfaltet. Die Projektion empfand ich bei mehrfachem Testen nur bei ein paar Sprühern mehr als durchschnittlich und fast schon seicht. Genau das kann in mancher Situation jedoch gerade angenehm sein, wenn es mehr um die eigene Stimmung geht als darum, etwas nach Außen hin zu transportieren.
4 Antworten



krautige Noten
Angelika
Kamille
Karotte
Zypresse
Myrte
Ysop
Papier
Zedernholz
Elemiharz
Guajakholz
Vetiver
Moschus
Tonkabohne Absolue


Axiomatic
Floyd
Xecut
Bosworth
Ergoproxy



























