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Norne von Slumberhouse

Norne

von Slumberhouse (2012)  
78%
78 von 100%, 38 Bewertungen
Erschienen im Jahr 2012, wird offenbar noch produziert.
Parfümeur: Josh Lobb

Duftnoten

Kiefernnadel, Flechte, Farn, Moos, Schierling, Weihrauch
Duft
78% (38 Bewertungen)
Haltbarkeit
89% (24 Bewertungen)
Sillage
73% (22 Bewertungen)
Flakon
70% (15 Bewertungen)

Dieses Parfum wurde recherchiert und vorgeschlagen von Formicula
Sehr hilfreicher Kommentar - 10.12.2013 21:59 Uhr
80%
11 Kommentar-Auszeichnungen
The evil lurks...
Eigentlich hätte dieser Leichtsinn mich das Leben kosten können.

Denn das immaterielle Grauen, das mir in der späten Kindheit immer wieder hinterlistig und unerwartet auflauerte, wenn ich vor einem Fahrstuhl wartete, dieser irgendwann kam, sich öffnete, drinnen niemand stand, aber eine umnebelnde Fahne Fahrenheit mir eisige Schauer über den Rücken laufen ließ (dagegen war der unterm Bett wartende Freddy Kruger, der einen aufzuschlitzen drohte, sollte man in den Schlaf fallen, ein Hampelmann) hat mich seinerzeit ob der damit verkündeten Existenz eines irrationalen Schreckens und der Flüchtigkeit und Verwundbarkeit allen irdischen Lebens schwer traumatisiert.

Das auch fachterminologisch als "Försterwasser" bekannte Parfum muss wohl, will man denn wirklich das nicht Greifbare rational analysieren, in mir die Urängste früher Menschen vor der im dunklen Wald lauernden Gefahr geweckt haben.

Mit dieser Vorgeschichte drei Stöße Norne auf den ungeschützten Körper zu sprühen, kann man wohl nur als Leichtsinn, masochistische Stimulation oder parasuizidale Handlung deuten. Ich bevorzuge das Erste.

Und erneut werde ich in meinem Leben, dieses Mal aber deutlich klarer und eindeutiger, hinterrücks von immateriellen Schwaden dunkel drohenden Waldes übermannt - auch noch Tage nach dem eigentlichen Vorfall.
Zum Beispiel nach dem Duschen.

Aber das Grauen ist weg.

Ob man das jetzt als geglückte Floodingtherapie oder postadoleszente Reife ansehen soll, weiß ich nicht.
Trotz der Warnung, hieraus keine verallgemeinernden Schlüsse ziehen zu dürfen, möchte ich zum Nachahmen des Versuches animieren - allerdings ohne Haftung.
7 Antworten
Yalla vor 104 Tagen
Schicksalspokal
6 weitere Antworten
Außerordentlich hilfreicher Kommentar - 30.09.2013 13:53 Uhr
17 Kommentar-Auszeichnungen
Der Alte Wald
Die selbstlose Palonera hat auch für mich die Schicksalsgöttin gespielt - und heute bin ich ihr gefolgt, mitten hinein in den dunklen Wald meiner Albträume.

Das hat so wunderbar gepasst im kalten Morgengrauen, an einem Tag, an dem ich mir selbst vorkomme wie eine der Nornen. Skuld vermutlich, die Schicksalsgöttin der Zukunft.

Eine Esche weiß ich,
heißt Yggdrasil,
Den hohen Baum
netzt weißer Nebel;
Davon kommt der Tau,
der in die Täler fällt.
Immergrün steht er
über Urds Brunnen.

Und so riecht Norne auch, wie ein uralter immergrüner Baum, zu seinen knorrigen Wurzeln heiliges Wasser und in seinen Zweigen die Flechten der Jahrtausende. Dunkel, mystisch, unheimlich. Lichtungen und tanzende Sonnenstrahlen, summende Bienen oder raschelndes Laub gibt es hier nicht. Dies ist ein anderer Wald.

Dies ist der Alte Wald. Erinnert ihr euch? Der im Herzen verdorbene Alte Wald, der die Hobbits auf dem Weg ins Abenteuer beinahe erdrückt. Er flüstert, er nimmt ihnen die Luft. Sein bösartiger Zauber ergreift sie und will das Leben aus ihnen herauspressen. Hilfe! Rettet sie!

Und dann kommt Hilfe. Tom Bombadil mit seinen lächelnden Augen und den gelben Stiefeln? Nein. Die Erinnerung an einen freundlicheren Duft, die noch in meinem Schal hängt. Ein Hauch von Sonnenschein. Das tut gut, das wärmt mich und befreit.

"Norne" ist faszinierend, und er ist schwer und unheimlich und dunkel. Erdrückend. Und eben weil es deshalb gleichzeitig untragbar und so authentisch sagenhaft ist, verzichte ich auf jede weitere Art von Bewertung.
9 Antworten
oYo vor 178 Tagen
Ohhh, den muß ich unbedingt testen, schöne Beschreibung
8 weitere Antworten
Hilfreicher Kommentar - 15.03.2013 15:49 Uhr
100%
9 Kommentar-Auszeichnungen
Im Hochwald
"Norne" ist ein ganz erstaunlicher Duft, so wie Slumberhouse ein erstaunliches Haus und Josh ein aussergewöhnlicher Parfumeur ist.

Das Bild das "Norne" beschwört ist eines von "vom Nebel verklebten Nadeln, Flechten, Farnen und Moosen, von der nächtlichen Luft im weiten Raum unter dem hohen ehrfurchteinflößenden Baldachin des Tannenwaldes". Ja, hier regieren die ganz hohen Ziele, der größtmögliche Anspruch, der vollste Einsatz in jeder Hinsicht. Mittlerweile sind alle Slumberhouse-Düfte ausschließlich als Extraits zu bekommen, sowohl bei der Konzeption der Düfte als auch bei der Auswahl der Rohstoffe und Zutaten legt Josh höchste Maßstäbe an. Sagt er zumindest, und ich für meinen Teil empfinde das in jedem Molekül.

Wie Ergoproxy zutreffend anmerkt findet sich hier mindestens ein gesamter Wald geradezu Stifterschen Ausmaßes samt Farben und Gerüchen und Erde in jedem Tropfen. Ich habe in meiner Jugend viele wundervolle Stunden im Wald verbracht, in weiten Forsten wie auch in Bergwäldern, mit meinem Großvater sowie mit Freunden, tue dies auch jetzt gelegentlich noch - und ja, diesen Geruch der Nadeln, des Holzes, der Rinde, der Säfte und Harze, am Baum und am Boden wie auch in der Luft, all das erkenne ich wieder und verliere mich gern in Erinnerung und Empfindung, all das ist hier in seiner immensen Fülle bis zum Anschlag konzentriert enthalten, und auch Weihrauch begegnet uns nicht zu knapp. Es ist in essence dieser dunkle, dunkelgrün-nadlig-holzige Ton den ich ganz prototypisch sofort mit geschnittenem Holz und hohem dichtem Wald in Verbindung bringe.

Angeblich wurde kein isoliertes einzelnes ätherisches Öl verwendet, erst recht keine Synthetik, sondern eben nur die angesprochenen "100% pure forest absolutes", und ich bilde mir ein diese Qualität und Dichte, in Intensität und Fülle des Duftes mühelos erkennen zu können.

Ein eindrucksvoller, hervorragend runder und kompletter komplexer Duft von dem ich kaum die Nase lassen kann, immer wieder daran schnuppere und in mir Bilder und Empfindungen aufstehen lasse und den Duft mit vielen Facetten genieße. Andererseits: mir ist noch nicht klar, nicht benennbar, nicht erklärbar was für mich genau den Unterschied ausmacht ob ich NACH einem Duft riechen möchte oder lieber nur AN ihm, ob ich ihn also trage oer quasi als Duftöl nutze - ich weiß es zumeist ziemlich genau, kann es aber nicht wirklich exakt erklären und definieren. "Norne" genieße ich als wunderbaren Duft den zu tragen ich nicht auf die Idee käme. Bei diesem Duft ist der Grund hierfür wenigstens klar - mir fehlt eindeutig die Inspiration zur "Katharsis durch Selbstanbetung" die Slumberhouse als Motivation anruft. Meine Interessen zumindest liegen klar anderswo ;-)
4 Antworten
Farinelli vor 290 Tagen
Als den Duft probiert habe entstand auf meiner Haut ein furchtbarer Geruch von Medizin, modrigem Wald, Minze und anderer furchtbarer Sachen. Ich musste leider nach einer guten Stunde die Hand kräftig abseifen für mich absolut untragbar.
3 weitere Antworten
Hilfreicher Kommentar - 30.10.2012 21:13 Uhr
100%
Come closer and see...
..see into the trees.

Mit diesen Zeilen beginnt der Song "A Forest" von der britischen Gothikband The Cure. Wer das Lied kennt, weiß, dass es nicht gerade gute Laune verbreitet, obwohl es ein eher schnelles Stück ist.

Laut Website von Sündhaft, beinhaltet Norne nur Wald Absolutes aus verschiedenen Baumharzen. Nun ja, diese Information nehme ich mit einem "Aha" zur Kenntnis genommen, aber so richtig was anfangen, kann ich damit nicht.

Norne wartet nicht mit einer komplexen Komposition, oder einem überraschenden Duftverlauf auf und ist trotzdem alles Andere als Langweilig.

Wer sich mit der dunkelgrünen, im Flakon eher schwarz anmutenden Flüssigkeit beschäftigen möchte, sollte holzigen und harzigen Noten nicht abgeneigt sein, denn Norne riecht, als hätte man den gesamten Schwarzwald in eine Phiole gepresst.

Ich rieche harziges Holz, saftige Tannennadeln und frisch geknickte Tannenzweige, mit einem, an Weihrauch anmutenden Unterton.

Dieser Geruch wirkt auf mich beruhigend und anregend zugleich.

Bleibt natürlich die Frage, ist solch ein Duftkonzept tragbar?

Für Krethi und Plethi kommt Norne als Duft bestimmt nicht in Frage, dazu ist der Geruch zu speziell und als Alltagsparfum scheidet er ebenfalls aus.

Ich sehe Norne eher als Wohlfühlduft für eine ganz bestimmte Stimmung und weniger als Eventparfum.

Liebe Palonera, mit Norne hast Du bei mir ins (fast)Schwarze getroffen und er wandert natürlich auf meine Wunschliste, auch wenn ich nicht weiß, zu welchem Anlass ich den tragen könnte.
8 Antworten
Unterholz vor 361 Tagen
Wahrlich ein "Stimmungsduft"! Puh und der klebt auch ganz schön... mein Lieblings-Harzduft ist allerdings "Fille en Aguilles"...
7 weitere Antworten

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