Haben Düfte ein Geschlecht? - Tänzeln, nicht canceln! - Kommentar zur Umfrage und Diskussion "Ist die nach Geschlecht getrennte Einteilung von Parfums veraltet und unnötig?"
Vor drei Monaten hat die Redaktion eine Umfrage gestartet zur Frage, ob die nach Geschlecht getrennte Einteilung von Parfums veraltet und unnötig sei. Ich habe mir die Diskussion dazu angesehen. Viele Beiträge sind unaufgeregt und positionieren sich so oder so, aber das Thema polarisiert auch und trifft empfindliche Punkte.
Mich interessieren die wunden Punkte in der Diskussion, sowohl die derjenigen, die die Geschlechtertrennung überholt finden als auch derjenigen, die die Genderdebatte stört. Wunde Punkte sind wichtig, sie müssen gesehen, akzeptiert und geteilt werden, dann können sie ein Stück weit geheilt werden. In der Diskussion scheint es mir, dass die eine oder andere Aussage, jede*r könne doch tragen, was er/ sie mag, der Gretchenfrage ausweicht. Denn wir sind hier natürlich in einem politischen Feld. Und für diejenigen, die sich an meiner gendernden Sprache stören: Ich sehe sie als eine Krücke, etwas Unbeholfenes, um ein Problem sichtbar zu machen.
Frauenbewegung und Genderforschung haben deutlich gemacht, dass Geschlecht sozial vermittelt wird. Es geht nicht um Biologie, sondern um Erziehung und gesellschaftliche Festschreibungen, was Mann und Frau ist. Ich hörte bei uns im Dorf über einen Fünfjährigen, der gerne mit Autos spielte: "Ein richtiger Junge." Um das Falschsein oder Richtigsein müssen geht es. Dabei werden alle Kinder verletzt. Gesellschaftlich ist der Nachteil von Frauen dadurch größer, aber das will ich hier nicht ausführen.

Zurück zu den Kategorien Pour Femme/ Pour Homme: Ich persönlich brauche sie nicht (mehr) und finde Kategorien wie würzig/ blumig/ holzig usw. hilfreicher. Das war aber nicht immer so. Als junge Frau habe ich um meine Weiblichkeit gerungen, das war für meine Entwicklung sehr wichtig. Ich wollte weiblich sein, aber nicht schwach und ausgeliefert. Ich bewunderte meine ältere Cousine, die Männerparfums trug. Das war, glaube ich, #Tobacco. Ich fand die Schubladen, was richtig männlich oder weiblich ist, häufig nicht hilfreich. Nicht, dass ich nicht auch selbst die Bilder reproduziert hätte. James Dean war in diesen Zeiten mein Held. Eine französische Sängerin, deren Namen ich bezeichnenderweise nicht mehr weiß - es war ein Bild auf einem Schallplattencover - mit langen Haaren und Wildlederjacke war eines meiner prominenten Vorbilder. Düfte spielten erst in meinen Zwanzigern eine Rolle. Meine ersten waren
L'Air du Temps Eau de Toilette und #Lumière (1984) von Rochas, die halfen mir, mich weiblich zu fühlen. - Noch mehr aber der Feminismus. 🙂 - Die Abteilung Pour Homme - und jetzt meine ich wieder die Parfümerien 🙂 - hat mich damals eher nicht interessiert.
Es wird uns etwas angetan, wenn uns ein "richtig weiblich" oder "richtig männlich" vorgegeben wird. Es verunsichert. Genau genommen ist es eine Zurichtung und es lohnt, jeweils bei sich zu schauen, ob sie den eigenen Bedürfnissen wirklich entspricht und ob sie andere verletzt. Es ist auch schwer, eine andere Meinung auszuhalten. Ich kenne aber die Geschichte der anderen Person nicht und es heißt so schön, dass ich eine Weile in den Mokassins der anderen Person gehen - und seinen/ ihren Duft kennenlernen - muss, um zu verstehen und dann eventuell beurteilen zu können oder auch nicht.

Zurück zu unserer Umfrage. Mein Signaturduft
J'adore Eau de Parfum gilt als Frauenduft und ich liebe einige Düfte, die als Frauendüfte kategorisiert sind. Aber ich bin froh, dass sich das auch ändern kann. Mittlerweile kann ich mir auch andere Düfte als Signatur vorstellen und ich habe einige sogenannte Männerdüfte in meiner Sammlung. Jetzt helfen mir solche und die sogenannten Unisexdüfte, zu mir zu finden. - Der Feminismus und das Nachdenken über die Gesellschaft auch immer noch. 🙂 - Ich bin froh über die Kategorie Unisex. Ich gehe am liebsten in Parfümerien, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt.
Die Gesellschaft wandelt sich nur langsam und die Zuschreibung, was richtig männlich oder weiblich ist, sitzt tief in unseren Körpern. Jede*r hat dabei eine eigene Geschichte und wir können uns die erzählen. Die Politik - und ja, es ist Politik, die Kategorie Unisex einzuführen - kann das Feld öffnen in Richtung auf den Respekt einer jeden einzelnen Individualität mit ihrer persönlichen Geschichte. Wer sich für die Mehrheit hält, muss auch eine Minderheit aushalten, daran störten sich welche. Minderheiten müssen permanent die Mehrheit aushalten. Wenn du selbst Minderheit bist, möchtest du auch gehört werden.
Die Debatte hier zeigt, dass die Kategorie Geschlecht beim Parfumkauf für viele keinesfalls veraltet ist. Und warum auch nicht? Mir geht es um Öffnung. Ich mag es, mir vorzustellen, dass jede*r in seiner (Geschlechts)identität an einer Stelle innerhalb eines Spektrums steht und dort nicht festgenagelt ist. Wie wir es historisch und global gesehen auch nicht sind. Napoleon nebelte sich täglich mit Blütendüften ein. In Indien tragen Männer Rosendüfte, las ich in einem Kommentar. Wenn Männer- und Frauenbilder sich wandeln, mag das befreiend und bedrohlich wahrgenommen werden. Einige haben berichtet, sie wären in Parfümerien darauf hingewiesen worden, sie hätten quasi das "falsche" Duftgeschlecht erwischt. Ich glaube, keine*r braucht solche Hinweise. Darum geht es mir. Die Freiheit, die wir heute haben, uns z. B unseren eigenen Duft auszusuchen, ohne dabei auf einen vordefinierten Geschlechtscharakter festgelegt zu werden, ist auch mit erkämpft worden und wir profitieren alle davon.

Ich danke für den Diskussionsanstoß und die faire Diskussionskultur, die auch wunde Punkte erkennen ließ. Nicht canceln, sondern miteinander tänzeln, einander beschnuppern und unsere Duftgeschichten miteinander teilen. Das macht mir hier viel Freude und der wertschätzende Umgang tut mir gut.
Ich habe inzwischen den Artikel von @IceMachine gelesen, den sie Ende August letzten Jahres zum gleichen Thema veröffentlicht hat, und kann ihn sehr empfehlen.


BunteHexe27

Angefangen damit dass ich z.B. - und ich gehör da ja wohl mittlerweile auch zu den "Senioren" - damit aufgewachsen bin dass die Frauen in der Familie ohne mit der Wimper zu zucken Herrendüfte getragen haben.
Und was die Kids angeht: Schau Dich mal auf der Straße um oder in den Flugzeugen - wen es mit Abstand am wenigsten schert was an Müll produziert wird und an CO2 unnötig rausgeblasen wird dann sind es die jungen. Gerade die (wie ich) in den 80ern jedes WE auf irgendeiner Anti-Atomkraft oder Rettet-die-Erde Demo waren, sind die letzten die sich wirklich ernsthaft damit auseinandersetzen - und eben NICHT die angeblich so umweltbewußten Kinder und Teenies.
Geh mal an eine Schule und guck Dir die Sch***** an!
Das Thema männlich/weiblich war bei Parfum schon bei meiner Omi kein Thema, noch weniger bei meiner Tante und meiner Mutter - aber jetzt wollt ihr darüber diskutieren? Warum? Ist doch völlig schnuppe!!!
Wir waren längst sehr, sehr, sehr viel weiter!!
Das ganz große Geschäft ist beauty-sexy-female bzw. power-strong-male, der Rest ist marginal bis null...lach :D Unisex-Düfte gibt es natürlich zuhauf, money maker seit 2010 oder so, aber jeder einzelne Nischenduft erzählt unter der Haube, wie sehr er male oder female ist, das ist noch mehr money maker...
Natürlich ist es mit einer „Störung“ und schon gar nicht mit einer „Störung“ der Körperwahrnehmung nicht zu vergleichen. Bei Transmenschen ist das wieder was anderes, die wissen dann halt dass ihr Ich-Bewusstsein nichts mit dem Körper zu tun hat, in dem sie stecken. Glaub mir, ich weiß, w i e anders die sind ^^. Kenne ein paar und da sind die Unterschiede zu Nichtbinären riesig ^^ ! Na jedenfalls. Persönlich würde ich es, wie gesagt, für nichts in der Welt anderes haben wollen. Du kannst mir gerne eine PN schreiben,
Bleibt allein die Frage: Was genau „merkt“ man denn da nun genau?
Wie fühlt sich denn eine Frau? Oder ein Mann? Ich weiß nur, wie ich mich selber fühle und habe schon keine Ahnung, wie sich meine Freundin so fühlt.
Und es darf auch der Gedanke erlaubt sein, dass „Gefühle“ und betrügen können. Anorexie, Xenomelie, es gibt diverse Störungen der Körperwahrnehmung, bei denen sich alle einig sind, dass das Gefühl gefährlich trügt.
Aber bei dem Gefühl, dass falsche Geschlecht zu haben, werden bereits Kinder hormonell behandelt.
Kein Mensch kann - in welcher Hinsicht auch immer - falsch sein. Für mich ist alleine diese Annahme schon völlig unmenschlich.
So, als würde ich mich jetzt zum Eichhörnchen erklären ^^. Es ist vielmehr so, dass die, die es sind, es relativ früh merken, d a s s sie es sind. Die Annahme, man könne sich das aussuchen oder würde sich selber dazu erklären, ist immer etwas bedenklich. Und zwar,weil einem erfahrungsgemäß manchmal regelrecht vorgeworfen wird, dass man sich da eine schwierige Rolle ausgesucht hat, und dass man doch bitte damit aufhören solle, diese Rolle zu spielen. Oder so. Obwohl - i c h würde es mir jederzeit wieder aussuchen, wenn das ginge ^^. Allerdings ist das hier jetzt auch fast völlig OffTopic. (“Fast“ deswegen, weil Nichtbinäre und andere durchaus jedes Mal, wenn etwas mit schöner Selbstverständlichkeit binär eingeordnet wird, vor den Kopf gestoßen werden. Aber ich persönlich seh das nicht so eng, weil mir persönlich das nicht so wichtig ist.)
Man ist es, oder man ist es nicht.
Wenn eine Frau ab und zu das Gefühl hat, sich „kerlmäßig“ zu fühlen und/oder als männlich geltende Aspekte an sich findet, oder wenn ein Mann ab und zu von der genannten Mehrheit als „weiblich“ eingeordnete Gefühle und/oder Aspekte an sich findet, ist das noch kein Nichtbinärsein.
Verständlich, dass das viele (noch) nicht wissen oder sich anders vorstellen. Das ist so, als wär man ein Waschbär, und könne sich nicht vorstellen, ein Seepferdchen zu sein ^^
Normal.
Du hast geschrieben: "Es wird uns etwas angetan, wenn uns ein 'richtig weiblich' oder 'richtig männlich' vorgegeben wird. Es verunsichert. Genau genommen ist es eine Zurichtung (...)". Das ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Selbst die Mit-Begründer des Sozialkonstruktivismus, Berger und Luckmann, erläutern, dass wir Institutionen, wie eben auch Geschlechterrollen, erschaffen mussten aufgrund der Weltoffenheit des Menschen und der Ungerichtetheit seiner Instinkte. Gesellschaftliche Institutionen verunsichern also zunächst einmal nicht, sondern stellen im Gegenteil erst einmal Sicherheit her und richten unser Handeln, wo wir ohne sie weitgehend orientierungslos wären und nicht wüssten, was wir von unserem Gegenüber zu erwarten hätten. Dennoch betonen sie natürlich auch den damit einhergehenden einschränkenden Charakter gesellschaftlicher Normen, weshalb wichtig bleibt, was Du danach schreibst: prüfen, ob wir nicht uns und anderen damit etwas antun. Und auch in Bezug..
Ich freue mich sehr, dass du meinen Kommentar nicht als Herabsetzung oder Angriff empfunden, sondern so gelesen hast, wie ich ihn beabsichtigte.
Und nein, ich bin auch nicht immer frei von (gesellschaftlichen) Zwängen, aber ich versuche, aufmerksam zu bleiben und Eigenverantwortung zu übernehmen.
Denn zu viele Regeln haben die Kehrseite, dass wir kaum noch Selbstwirksamkeit erfahren und nicht wachsen können.
Es wird sich besser anfühlen, wenn du irgendwann in Zukunft einen „pour femme“ Duft in der Herrenumkleide aus deiner Tasche fischst und selbstverständlich sprühst, als wenn du ihn verwendest, nachdem man ihn zu unisex umgelabelt hat. 😉
Von Charakter und fehlendem Mut schrieb er selbst. 😉 Und absolute Zustimmung, wir alle kennen das!
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, wie widersprüchlich (und auch gefährlich) es ist, dieses Dilemma auflösen zu wollen, indem ich die Verantwortung an eine andere Stelle delegiere.
Anderes Beispiel: Wenn ich mich nicht traue, eine Aufnahmeprüfung zum Fluglotesen zu machen, weil die Prüfung so schwer ist… Ist es dann sinnvoll eine Senkung der Prüfungsstandards zu fordern?
Insofern, keine Wertung, sondern ein Aufruf zu mehr Mut und Eigenverantwortung. 🌷
Im Grunde genommen ist das wahnwitzig. Denn es fordert in letzter Konsequenz die Abschaffung der Freiheit (zum Beispiel die Wahl des Marketings), um vermeintliche (!) Freiheit (aufgrund fehlenden Mutes) zu erreichen.
Du bist dann ein Gefangener deiner eigenen Gedanken und Glaubenssätze. Es erschreckt mich, dass du als Lösung tatsächlich eine Regelung „von oben“ in Betracht ziehst und nicht echte Freiheit erlangen möchtest.
Deine Frage, direkt in der Headline, beantworte ich mit: Das entscheidet jede Nase für sich selbst!
Ich laufe in lila farbenen Klamotten rum, auch meine Schuhe haben derzeit einen Lila Ton, würde aber niemals Pink, oder Rosa tragen (Und Nein, Pink und Rosa ist nicht das gleiche; solang dass meine Augen noch unterscheiden können, erwähne ich es auch gern:-))
Düfte sind Düfte, um sie kennenzulernen, um sie zu lieben, um sie zu hassen, um von ihnen abgestoßen und/oder auch gleichzeitig fasziniert zu werden; dass ist meines Erachtens nach die Definition eines Duftes!
Und dann kommt die eigene individuelle Nase ins Spiel und führt uns in eine Welt, die wir gern haben, die wir lieben, die wir vermissen, die wir gern haben wollen etc.
All das gehört zu einem Duft dazu und da sollte es überhaupt keine Rolle spielen, ob es nun für Damen/Herren/Unisex etc. vorgesehen ist - Das was der Duft bei Einem selbst auslöst, ist schlichtweg der...
Und manchmal habe ich das Gefühl, wir entwickeln uns damit zurück. In den 90ern war ich einfach ein kurzhaariges Mädchen, das gern mit den Jungs Fußball spielte. Wenn man nun behauptet, dass sei „genderfluide“, setzt es doch voraus, dass man selbst vorher definiert hat, wo auf der Geschlechter-Skala „Fußball“ oder „kurze Haare“ stehen.
Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Warum sehe ich nie Trans-Männer ohne Make-Up, in Hosen und Turnschuhen? Weil sie selbst Weiblichkeit offenbar an Stereotypen festmachen? Ich bin jedenfalls eine Frau - ob ungeschminkt, mit kurzen Haaren oder einen Herrenduft tragend. 😉
Jein. Ich halte einen Mann in Frauenkleidung für einen Mann in Frauenkleidung und vermutlich war das eine Art Freudscher Verschreiber. ☺️
Korrigieren konnte ich leider nicht, es war schon kommentiert worden und ich hätte den ganzen Beitrag löschen müssen.
In Deinem letzten Absatz meintest Du aber vermutlich "Trans-Frauen", nicht wahr?
Was macht einen Mann denn zum Mann? Eine Frau zu einer Frau? Und eine Trans-Person zu einer Trans-Person?
In der öffentlichen Debatte darüber scheinen es ja am Ende doch wieder zumeist Stereotype zu sein, die hervorgeholt werden, weil Gefühle nun mal nicht sichtbar sind, es aber doch die ganze Zeit um eine Form der Sichtbarkeit zu gehen scheint. Oder warum sonst wird um Sprache oder Parfumetiketten gestritten?
Nichts gegen den Trans-Mann in deiner Verwandtschaft, nur frage ich mich, was ihn denn „trans“ macht. Ich weiß doch nicht mal, wie sich andere Frauen fühlen und bin selbst einfach nur ich.
Wenn sich der Zeitgeist ändert, reagiert der Markt. Sehen wir doch auch gerade an der Menge an Düften, die als unisex deklariert werden.
Wenn aber Opa Kowalski Teil einer anderen Zielgruppe ist, die sich eine Kategorie wünscht, welche ihr Leben etwas strukturiert: Warum sollte es diese Kategorie dann nicht - auch - geben?
Meinetwegen kann ja auch ein unisex-Klamottenladen eröffnen. Ich möchte da keinen Blazer kaufen, weil ich das schon in der Damenabteilung herausfordernd finde.
Die „Wissenden“ können ja einfach gnädig darüber hinwegsehen und in allen Abteilungen wildern. Solange ich als Frau einen Herrenduft zu eigenen Verwendung kaufen darf, bin ich vollauf zufrieden. 😉
Das heißt für mich z.B. die Wahrscheinlichkeit das ich mein Traumparfüm in einem klassischen Männerparfüm finde werde ist gleich null. Mir gefallen viele der typischen "maskulinen" Noten im Zusammenspiel mit anderen "maskulinen" Noten überhaupt nicht. Da müsste wenn schon ne fluffige Marshmallownote oder eine cremige opulente Tuberose mit eingearbeitet wurden sein.
Ich habe den Eindruck, ohne dich als Frau verletzen zu wollen, das dieses Thema "Aufbrechung der Geschlechtertrennung", eher ein Frauending ist. Natürlich bin ich auch ganz dafür daß jeder das tragen darf was er/sie möchte. Das Frauen zu Männerparfüms greifen sieht und liest man ständig ABER finde mal den einen "Delina"tragenden Mann ;-)
Vielleicht liegt es tatsächlich an meinem persönlichen Auftreten, aber ich habe bereits in den Achtzigern Herrendüfte getragen, wenn ich meinte, mir seien Damendüfte zu süß, blumig. Und es war für das Personal immer selbstverständlich, dann umzuschwenken.
Das wiederhole ich hier jetzt zum x-ten mal. Die Mehrheit der Kunden sucht eine Parfümerie auf, weil sie was Schönes für Mutti suchen, sie orientieren sich an den Geschlechtereinteilungen.
Und ich glaube, dass die allgemeine Aufweichung der Geschlechtergrenzen hart an der Realität vorbei ist. Hierzu empfehle ich den Besuch eines Freibades in einer Großstadt.
Und selber trug ich schon 'Männerparfum', als das noch gar nicht so ein Thema war.
Fühl mich aber trotzdem nicht wie ein 'richtiger Mann' :)
Neneeeeee, geht garnicht!
Aber ich denke auch, dass die Kategorien sich nur unter bestimmten Umständen verändern. Häufig sind es ökonomische.