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BunteHexe27s Blog
vor 1 Jahr - 13.07.2024
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Haben Düfte ein Geschlecht? - Tänzeln, nicht canceln! - Kommentar zur Umfrage und Diskussion Ist die nach Geschlecht getrennte Einteilung von Parfums veraltet und unnötig?

Haben Düfte ein Geschlecht? - Tänzeln, nicht canceln! - Kommentar zur Umfrage und Diskussion "Ist die nach Geschlecht getrennte Einteilung von Parfums veraltet und unnötig?"

Vor drei Monaten hat die Redaktion eine Umfrage gestartet zur Frage, ob die nach Geschlecht getrennte Einteilung von Parfums veraltet und unnötig sei. Ich habe mir die Diskussion dazu angesehen. Viele Beiträge sind unaufgeregt und positionieren sich so oder so, aber das Thema polarisiert auch und trifft empfindliche Punkte.

Mich interessieren die wunden Punkte in der Diskussion, sowohl die derjenigen, die die Geschlechtertrennung überholt finden als auch derjenigen, die die Genderdebatte stört. Wunde Punkte sind wichtig, sie müssen gesehen, akzeptiert und geteilt werden, dann können sie ein Stück weit geheilt werden. In der Diskussion scheint es mir, dass die eine oder andere Aussage, jede*r könne doch tragen, was er/ sie mag, der Gretchenfrage ausweicht. Denn wir sind hier natürlich in einem politischen Feld. Und für diejenigen, die sich an meiner gendernden Sprache stören: Ich sehe sie als eine Krücke, etwas Unbeholfenes, um ein Problem sichtbar zu machen.

Frauenbewegung und Genderforschung haben deutlich gemacht, dass Geschlecht sozial vermittelt wird. Es geht nicht um Biologie, sondern um Erziehung und gesellschaftliche Festschreibungen, was Mann und Frau ist. Ich hörte bei uns im Dorf über einen Fünfjährigen, der gerne mit Autos spielte: "Ein richtiger Junge." Um das Falschsein oder Richtigsein müssen geht es. Dabei werden alle Kinder verletzt. Gesellschaftlich ist der Nachteil von Frauen dadurch größer, aber das will ich hier nicht ausführen.

Pour Femme oder Pour Homme?
Pour Femme? Pour Homme? Eau de Grasse von Lynne de R

Zurück zu den Kategorien Pour Femme/ Pour Homme: Ich persönlich brauche sie nicht (mehr) und finde Kategorien wie würzig/ blumig/ holzig usw. hilfreicher. Das war aber nicht immer so. Als junge Frau habe ich um meine Weiblichkeit gerungen, das war für meine Entwicklung sehr wichtig. Ich wollte weiblich sein, aber nicht schwach und ausgeliefert. Ich bewunderte meine ältere Cousine, die Männerparfums trug. Das war, glaube ich, #Tobacco. Ich fand die Schubladen, was richtig männlich oder weiblich ist, häufig nicht hilfreich. Nicht, dass ich nicht auch selbst die Bilder reproduziert hätte. James Dean war in diesen Zeiten mein Held. Eine französische Sängerin, deren Namen ich bezeichnenderweise nicht mehr weiß - es war ein Bild auf einem Schallplattencover - mit langen Haaren und Wildlederjacke war eines meiner prominenten Vorbilder. Düfte spielten erst in meinen Zwanzigern eine Rolle. Meine ersten waren L'Air du Temps Eau de Toilette und #Lumière (1984) von Rochas, die halfen mir, mich weiblich zu fühlen. - Noch mehr aber der Feminismus. 🙂 - Die Abteilung Pour Homme - und jetzt meine ich wieder die Parfümerien 🙂 - hat mich damals eher nicht interessiert.

Es wird uns etwas angetan, wenn uns ein "richtig weiblich" oder "richtig männlich" vorgegeben wird. Es verunsichert. Genau genommen ist es eine Zurichtung und es lohnt, jeweils bei sich zu schauen, ob sie den eigenen Bedürfnissen wirklich entspricht und ob sie andere verletzt. Es ist auch schwer, eine andere Meinung auszuhalten. Ich kenne aber die Geschichte der anderen Person nicht und es heißt so schön, dass ich eine Weile in den Mokassins der anderen Person gehen - und seinen/ ihren Duft kennenlernen - muss, um zu verstehen und dann eventuell beurteilen zu können oder auch nicht.

Die Banksy-Fotos sind von der Ausstellung in Brüssel 2022. Banksy gibt sie zur Verfügung frei.

Zurück zu unserer Umfrage. Mein Signaturduft J'adore Eau de Parfum gilt als Frauenduft und ich liebe einige Düfte, die als Frauendüfte kategorisiert sind. Aber ich bin froh, dass sich das auch ändern kann. Mittlerweile kann ich mir auch andere Düfte als Signatur vorstellen und ich habe einige sogenannte Männerdüfte in meiner Sammlung. Jetzt helfen mir solche und die sogenannten Unisexdüfte, zu mir zu finden. - Der Feminismus und das Nachdenken über die Gesellschaft auch immer noch. 🙂 - Ich bin froh über die Kategorie Unisex. Ich gehe am liebsten in Parfümerien, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt.

Die Gesellschaft wandelt sich nur langsam und die Zuschreibung, was richtig männlich oder weiblich ist, sitzt tief in unseren Körpern. Jede*r hat dabei eine eigene Geschichte und wir können uns die erzählen. Die Politik - und ja, es ist Politik, die Kategorie Unisex einzuführen - kann das Feld öffnen in Richtung auf den Respekt einer jeden einzelnen Individualität mit ihrer persönlichen Geschichte. Wer sich für die Mehrheit hält, muss auch eine Minderheit aushalten, daran störten sich welche. Minderheiten müssen permanent die Mehrheit aushalten. Wenn du selbst Minderheit bist, möchtest du auch gehört werden.

Die Debatte hier zeigt, dass die Kategorie Geschlecht beim Parfumkauf für viele keinesfalls veraltet ist. Und warum auch nicht? Mir geht es um Öffnung. Ich mag es, mir vorzustellen, dass jede*r in seiner (Geschlechts)identität an einer Stelle innerhalb eines Spektrums steht und dort nicht festgenagelt ist. Wie wir es historisch und global gesehen auch nicht sind. Napoleon nebelte sich täglich mit Blütendüften ein. In Indien tragen Männer Rosendüfte, las ich in einem Kommentar. Wenn Männer- und Frauenbilder sich wandeln, mag das befreiend und bedrohlich wahrgenommen werden. Einige haben berichtet, sie wären in Parfümerien darauf hingewiesen worden, sie hätten quasi das "falsche" Duftgeschlecht erwischt. Ich glaube, keine*r braucht solche Hinweise. Darum geht es mir. Die Freiheit, die wir heute haben, uns z. B unseren eigenen Duft auszusuchen, ohne dabei auf einen vordefinierten Geschlechtscharakter festgelegt zu werden, ist auch mit erkämpft worden und wir profitieren alle davon.

Ich danke für den Diskussionsanstoß und die faire Diskussionskultur, die auch wunde Punkte erkennen ließ. Nicht canceln, sondern miteinander tänzeln, einander beschnuppern und unsere Duftgeschichten miteinander teilen. Das macht mir hier viel Freude und der wertschätzende Umgang tut mir gut.

Ich habe inzwischen den Artikel von @IceMachine gelesen, den sie Ende August letzten Jahres zum gleichen Thema veröffentlicht hat, und kann ihn sehr empfehlen.

Aktualisiert am 14.07.2024 - 03:36 Uhr
65 Antworten
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
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Das Thema beschäftigt viele, wie hier zu sehen ist. Zum Blog von @IceMachine im letzten Jahr gab es auch schon einen regen Austausch. Ich kannte ihn vorher nicht. Der Artikel ist sehr gut geschrieben und macht viele Aspekte deutlich. Ich freue mich, dass sich die meisten von euch auf das "Tänzeln" eingelassen haben und von euch erzählt habt., Danke dafür. Ich habe so etwas noch nie gemacht, hatte aber Vertrauen, dass ich es hier wagen könnte.
FirstFirst vor 1 Jahr
Ich denke, das größte Problem bei der Einteilung von Düften in männlich/weiblich ist, dass wir alle sozialisationsbedingt damit, teils unbewusst, einen riesigen Haufen anderer Eigenschaften und zudem Bewertungen assoziieren. Wenn männlich/weiblich von uns ähnlich betrachtet werden könnte wie süß/unsüß oder blumig/nicht blumig, hell/dunkel oder auch nur winterlich/sommerlich, dann wäre das Thema nicht so aufgeladen. Unsere Gesellschaft, bzw. unsere Kultur befindet sich in Bezug auf die Betrachtung von Geschlechtern in einer Entwicklungsphase, die, wie auch Entwicklungsphasen in anderen Belangen, naturgemäß heftige Diskussionen, Argumentationen, Meinungen und Hin und Her mit sich bringt. Irgendwann legt sich das etwas, dann wenn man kollektiv zu einem -immer vorläufigen- Konsens gekommen ist. Wir kennen das z.B. von den Naturschutz- und Umweltbewegungen. Heute besteht weitgehend Einigkeit, dass Umweltschutz nötig ist. Diese Grundsatzfrage wird nicht mehr diskutiert (nur noch das Wie).
FirstFirst vor 1 Jahr
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Liebe KJV, ich glaube, Du hast mein Posting missverstanden. Allerdings wäre es hier schon allein aus Platzgründen schwierig, jetzt ins Detail zu gehen. Meines Erachtens widersprechen Deine Beispiele dem, was ich meine nicht.
KJVKJV vor 1 Jahr
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Halte ich für Illusion, sorry.
Angefangen damit dass ich z.B. - und ich gehör da ja wohl mittlerweile auch zu den "Senioren" - damit aufgewachsen bin dass die Frauen in der Familie ohne mit der Wimper zu zucken Herrendüfte getragen haben.
Und was die Kids angeht: Schau Dich mal auf der Straße um oder in den Flugzeugen - wen es mit Abstand am wenigsten schert was an Müll produziert wird und an CO2 unnötig rausgeblasen wird dann sind es die jungen. Gerade die (wie ich) in den 80ern jedes WE auf irgendeiner Anti-Atomkraft oder Rettet-die-Erde Demo waren, sind die letzten die sich wirklich ernsthaft damit auseinandersetzen - und eben NICHT die angeblich so umweltbewußten Kinder und Teenies.
Geh mal an eine Schule und guck Dir die Sch***** an!
Das Thema männlich/weiblich war bei Parfum schon bei meiner Omi kein Thema, noch weniger bei meiner Tante und meiner Mutter - aber jetzt wollt ihr darüber diskutieren? Warum? Ist doch völlig schnuppe!!!
Wir waren längst sehr, sehr, sehr viel weiter!!
MrWhiteMrWhite vor 1 Jahr
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Wie gesagt, ihr könnt mit diesen Diskussionen vielleicht in 500 Jahren oder so kommen, bis dahin ist das aber vollkommen illusionär bzw. ignorant, leider...
Das ganz große Geschäft ist beauty-sexy-female bzw. power-strong-male, der Rest ist marginal bis null...lach :D Unisex-Düfte gibt es natürlich zuhauf, money maker seit 2010 oder so, aber jeder einzelne Nischenduft erzählt unter der Haube, wie sehr er male oder female ist, das ist noch mehr money maker...
SalmixSalmix vor 1 Jahr
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...auf Düfte bin ich voll bei Dir. Alle Personen sollen gerne tragen, was sie möchten und was ihnen gefällt. Auch in Bezug auf viele andere geschlechtsrollen-bezogene Vorstellungen bin ich äußerst offen dafür, sie neu zu denken, neu zu leben und aktiv neu zu konstruieren - insofern klassische Rollen nicht nur Vorteile bringen, sondern auch Leiden verursachen. Wenn auch die Biologie Vieles vorgibt, was das Handeln von Männern und Frauen in Tendenzen bestimmt, sind doch viele andere Lebens- und Selbstausdrucks-Bereiche davon völlig unabhängig und offen für aktive Gestaltung. Schade finde ich es, wenn man, um sich gegenüber klassischen Geschlechtsrollen unkonventionell ausdrücken zu können, meint, sich "nicht-binär" oder Ähnliches nennen zu müssen: das bestärkt dann indirekt nur die stereotypen binären Geschlechterverhältnisse, meine ich.
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
…wenn du noch Fragen hast, hier finde ich es, wie gesagt, jetzt ein bisschen OffTopic ^^
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Liebe Cadea, wie soll man das einem offenbar nicht queeren Menschen beschreiben? Ich versuch‘s mal. Es ist nichts, wofür man sich entscheidet, nicht einmal was worüber man nachdenkt. Du weißt es einfach, sobald du in der Lage bist, bewusst zu denken, dich selbst als „ich“ wahrzunehmen. Und das wird dann zu einer immensen Summe diverser Kleinig- und Großigkeiten der Nichtentsprechung, wenn man dann Cis-Menschen um sich herum erlebt XD . Kann da so viele Lieder von singen ^^
Natürlich ist es mit einer „Störung“ und schon gar nicht mit einer „Störung“ der Körperwahrnehmung nicht zu vergleichen. Bei Transmenschen ist das wieder was anderes, die wissen dann halt dass ihr Ich-Bewusstsein nichts mit dem Körper zu tun hat, in dem sie stecken. Glaub mir, ich weiß, w i e anders die sind ^^. Kenne ein paar und da sind die Unterschiede zu Nichtbinären riesig ^^ ! Na jedenfalls. Persönlich würde ich es, wie gesagt, für nichts in der Welt anderes haben wollen. Du kannst mir gerne eine PN schreiben,
CardeaCardea vor 1 Jahr
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@XyzXyz
Bleibt allein die Frage: Was genau „merkt“ man denn da nun genau?
Wie fühlt sich denn eine Frau? Oder ein Mann? Ich weiß nur, wie ich mich selber fühle und habe schon keine Ahnung, wie sich meine Freundin so fühlt.
Und es darf auch der Gedanke erlaubt sein, dass „Gefühle“ und betrügen können. Anorexie, Xenomelie, es gibt diverse Störungen der Körperwahrnehmung, bei denen sich alle einig sind, dass das Gefühl gefährlich trügt.
Aber bei dem Gefühl, dass falsche Geschlecht zu haben, werden bereits Kinder hormonell behandelt.
Kein Mensch kann - in welcher Hinsicht auch immer - falsch sein. Für mich ist alleine diese Annahme schon völlig unmenschlich.
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Ich wollte damit nur sagen, dass sich niemand diesen Status „nichtbinär“ „aussucht“ , und sich dann - sozusagen zum Spaß - so „nennt“.
So, als würde ich mich jetzt zum Eichhörnchen erklären ^^. Es ist vielmehr so, dass die, die es sind, es relativ früh merken, d a s s sie es sind. Die Annahme, man könne sich das aussuchen oder würde sich selber dazu erklären, ist immer etwas bedenklich. Und zwar,weil einem erfahrungsgemäß manchmal regelrecht vorgeworfen wird, dass man sich da eine schwierige Rolle ausgesucht hat, und dass man doch bitte damit aufhören solle, diese Rolle zu spielen. Oder so. Obwohl - i c h würde es mir jederzeit wieder aussuchen, wenn das ginge ^^. Allerdings ist das hier jetzt auch fast völlig OffTopic. (“Fast“ deswegen, weil Nichtbinäre und andere durchaus jedes Mal, wenn etwas mit schöner Selbstverständlichkeit binär eingeordnet wird, vor den Kopf gestoßen werden. Aber ich persönlich seh das nicht so eng, weil mir persönlich das nicht so wichtig ist.)
SalmixSalmix vor 1 Jahr
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@XyzXyz Erst einmal: Man kann einander wechselseitig ja nicht in die Köpfe sehen. Außerdem: Ich denke nicht, dass man einfach irgendetwas "ist" oder "nicht ist". Bei gesellschaftlichen Kategorien jedenfalls geht es schon immer um (Selbst- oder Fremd-)Benennungen. Auch bei der Äußerung "Viele, die tatsächlich ganz Mann oder ganz Frau sind" stellt sich die Frage, was das sein soll. Alle Menschen tragen dahingehend biologische und / oder v.a. zugeschriebene Ambiguitäten in sich. Wirklichkeit konstituiert sich in der Tat über Sprache. Insofern: ich freue mich über jedes Mehr an Nichtbinarität und Genderfluidität. Nur als eigenständige Geschlechtsidentitäten bin ich den Konzepten gegenüber ein wenig zweigespalten: toll, wenn diese dem eigenen Empfinden am besten entsprechen! Das ist sicherlich von Vorteil und zu begrüßen. Da sind sie sicherlich "ermöglichende" Konzepte. Die "Sorge" ist nur, dass das "Mannsein" und "Frausein" damit den ganz stereotypen Ausprägungen überlassen werden könnte.
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
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@XyzXyz: Waschbär und Seepferdchen. Die können einander erzählen, wie es ist, als Waschbär oder Seepferdchen zu leben. Also die Tierchen vielleicht nicht, aber wir Menschen können das.
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
Eben sprach ich @Salmix an.
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
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Ich habe mich mit der Diskussion um nicht-binär noch wenig auseinandergesetzt. Hier geht es um Sprache, nicht? Sprache bildet Wirklichkeit ab und prägt sie. Da kommen wir einerseits nicht hinaus und andererseits können wir mit den Worten jonglieren. Etwas Anderes ist, die eigene Geschichte zu erzählen. Da werde ich sichtbar und mein Gegenüber kann Gemeinsamkeiten und Unterschiede erkennen. Das meine ich mit "miteinander tänzeln".
XyzXyzXyzXyz vor 1 Jahr
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Viele, die tatsächlich ganz Mann oder ganz Frau sind, wissen noch gar nicht, dass sich niemand einfach so „nichtbinär“ (viele Bereiche zwischen den binären Geschlechtern „Mann“ und „Frau“) oder „genderfluid“ (psychisches Wechseln zwischen dem sich männlich und dem sich weiblich Fühlen, oft mit Zwischenstufen) nennt.
Man ist es, oder man ist es nicht.
Wenn eine Frau ab und zu das Gefühl hat, sich „kerlmäßig“ zu fühlen und/oder als männlich geltende Aspekte an sich findet, oder wenn ein Mann ab und zu von der genannten Mehrheit als „weiblich“ eingeordnete Gefühle und/oder Aspekte an sich findet, ist das noch kein Nichtbinärsein.
Verständlich, dass das viele (noch) nicht wissen oder sich anders vorstellen. Das ist so, als wär man ein Waschbär, und könne sich nicht vorstellen, ein Seepferdchen zu sein ^^
Normal.
SalmixSalmix vor 1 Jahr
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@BunteHexe27
Du hast geschrieben: "Es wird uns etwas angetan, wenn uns ein 'richtig weiblich' oder 'richtig männlich' vorgegeben wird. Es verunsichert. Genau genommen ist es eine Zurichtung (...)". Das ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Selbst die Mit-Begründer des Sozialkonstruktivismus, Berger und Luckmann, erläutern, dass wir Institutionen, wie eben auch Geschlechterrollen, erschaffen mussten aufgrund der Weltoffenheit des Menschen und der Ungerichtetheit seiner Instinkte. Gesellschaftliche Institutionen verunsichern also zunächst einmal nicht, sondern stellen im Gegenteil erst einmal Sicherheit her und richten unser Handeln, wo wir ohne sie weitgehend orientierungslos wären und nicht wüssten, was wir von unserem Gegenüber zu erwarten hätten. Dennoch betonen sie natürlich auch den damit einhergehenden einschränkenden Charakter gesellschaftlicher Normen, weshalb wichtig bleibt, was Du danach schreibst: prüfen, ob wir nicht uns und anderen damit etwas antun. Und auch in Bezug..
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
Danke für die Differenzierung.
Marc342Marc342 vor 1 Jahr
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Ich halte die Einteilung in "für Sie" und "für Ihn" auch für unnütz. Eine Kategorisierung für wen die Düfte geeignet sind entsteht beim Konsumenten auch ohne Vorgabe eines Herstellers. Ich habe es lieber, wenn man sich einen Duft anschaut, testet, die Noten, Rezensionen uvm. "auswertet" und für sich entscheidet, ob der Duft gefällt. Ich sortiere meine Eindrücke eines Dufts natürlich auch in maskulin und feminin ein, lasse mich davon aber nicht aufhalten... sofern der Duft als Unisex vermarktet wird. Wieso? Manchmal trage ich gerne einen eher femininen Duft, na und? Tragisch ist das nicht, doch ich würde aus reiner Selbsterkenntnis trotzdem behaupten, dass ein "pour femme" mich schon vom Kauf toller Düfte abgehalten hat. Ich würde gerne mit Stolz einen "Frauenduft" tragen und mir Charakterstark sagen es sei mir egal, doch da ich mich das aus vermutlich Gesellschaftlichen gründen nicht "traue" bleibt mein Horizont bei Düften die für Männer oder (primär) als Unisex vermarktet werden.
ChaiTeeChaiTee vor 1 Jahr
Ich denke nicht, dass es eine Form von Freiheit ist, wenn alles als 'unisex' vermarktet wird. Wenn ich als Frau heute einen 'Männerduft' tragen will, dann kann ich das tun. Und evtl. erfordert es etwas mehr Mut, wenn ein Mann einen 'Damenduft' trägt, aber auch das ist möglich.
CardeaCardea vor 1 Jahr
Lieber @Marc342
Ich freue mich sehr, dass du meinen Kommentar nicht als Herabsetzung oder Angriff empfunden, sondern so gelesen hast, wie ich ihn beabsichtigte.
Und nein, ich bin auch nicht immer frei von (gesellschaftlichen) Zwängen, aber ich versuche, aufmerksam zu bleiben und Eigenverantwortung zu übernehmen.
Denn zu viele Regeln haben die Kehrseite, dass wir kaum noch Selbstwirksamkeit erfahren und nicht wachsen können.
Es wird sich besser anfühlen, wenn du irgendwann in Zukunft einen „pour femme“ Duft in der Herrenumkleide aus deiner Tasche fischst und selbstverständlich sprühst, als wenn du ihn verwendest, nachdem man ihn zu unisex umgelabelt hat. 😉
Marc342Marc342 vor 1 Jahr
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@Cardea , wenn du es auch evtl. überspitzt aufgenommen hast, würde ich sagen hast du mich dennoch genau richtig verstanden. Ich denke viele Kämpfen mit ihrer Überwindung dinge zu tun, zu tragen und zu sagen. Der Wunsch, dass man diese Überwindung gar nicht "braucht", dass diese Struktur im Denken der Gesellschaft und der Industrie abnimmt, halte ich an der Stelle für durchaus plausibel. Ich denke viele Leute haben in solchen Kontexten einen inneren Zwiespalt zwischen Freigeist sein und Angepasst bleiben. Diese "Wahnwitzigkeit" ist (so wie ich glaube) das Problem von vielen, es steckt ja eine gewisse Verklemmtheit in den Menschen. Deine innere Freiheit, die ich hier aber aus deiner Nachricht raus lese bewundere ich dabei sehr, so sollte es ja eigentlich sein!
CardeaCardea vor 1 Jahr
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@BunteHexe27
Von Charakter und fehlendem Mut schrieb er selbst. 😉 Und absolute Zustimmung, wir alle kennen das!
Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, wie widersprüchlich (und auch gefährlich) es ist, dieses Dilemma auflösen zu wollen, indem ich die Verantwortung an eine andere Stelle delegiere.
Anderes Beispiel: Wenn ich mich nicht traue, eine Aufnahmeprüfung zum Fluglotesen zu machen, weil die Prüfung so schwer ist… Ist es dann sinnvoll eine Senkung der Prüfungsstandards zu fordern?
Insofern, keine Wertung, sondern ein Aufruf zu mehr Mut und Eigenverantwortung. 🌷
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
@Cardea: Es macht mir Freude, eure Geschichten zu hören, auch deine vorhin. In diesem Beitrag hier nehme ich eher eine Bewertung des Beitrags von @Marc342 wahr. Das tut mir ein bisschen weh. Ich weiß, wie schwer es manchmal sein kann, nicht zu bewerten und habe das selbst in meinem Leben oft getan. Wir sind doch alle mehr oder weniger Gefangene unserer Glaubenssätze und mühen uns ab, davon loszukommen. Lasst uns miteinander tänzeln. Deine Geschichte zählt und seine Geschichte zählt. Gerade habe ich #Kupaloke von La Fleur by Livvy in der Nase, das bringt mich wieder ins Tänzeln.
CardeaCardea vor 1 Jahr
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Du wünschst dir eine verordnete Abschaffung von Kategorien, weil du selbst nicht in der Lage bist, dich davon frei zu machen?
Im Grunde genommen ist das wahnwitzig. Denn es fordert in letzter Konsequenz die Abschaffung der Freiheit (zum Beispiel die Wahl des Marketings), um vermeintliche (!) Freiheit (aufgrund fehlenden Mutes) zu erreichen.
Du bist dann ein Gefangener deiner eigenen Gedanken und Glaubenssätze. Es erschreckt mich, dass du als Lösung tatsächlich eine Regelung „von oben“ in Betracht ziehst und nicht echte Freiheit erlangen möchtest.
Marc342Marc342 vor 1 Jahr
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Kurzgesagt: Düfte haben kein Geschlecht für mich. Trotzdem lasse ich mich leider von den Marketing-Gender-Zuweisungen bremsen, weshalb ich genau diese heutzutage nicht mehr für Nötig halte.
MantusMantus vor 1 Jahr
..ausschlagebende Punkt! Ein paar Beispiele wären Hypnotic Poison von Dior, Belle de Opium von Yves Saint Laurent, Fleur de Coton von Unic und Chanel No19 Poudré - bei all diesen 'Damenduft' deklarierten Düften bekam ich eben auch von anderen Männern die Frage, welcher Duft es denn sei - Und ernte immer wieder erstaunte Blicke, wenn ich dabei erwähne, dass es 'eigentlich' ein Damenduft ist.
MantusMantus vor 1 Jahr
Vielen Dank für deinen 'Gedanken ~ Blog'!
Deine Frage, direkt in der Headline, beantworte ich mit: Das entscheidet jede Nase für sich selbst!
Ich laufe in lila farbenen Klamotten rum, auch meine Schuhe haben derzeit einen Lila Ton, würde aber niemals Pink, oder Rosa tragen (Und Nein, Pink und Rosa ist nicht das gleiche; solang dass meine Augen noch unterscheiden können, erwähne ich es auch gern:-))
Düfte sind Düfte, um sie kennenzulernen, um sie zu lieben, um sie zu hassen, um von ihnen abgestoßen und/oder auch gleichzeitig fasziniert zu werden; dass ist meines Erachtens nach die Definition eines Duftes!
Und dann kommt die eigene individuelle Nase ins Spiel und führt uns in eine Welt, die wir gern haben, die wir lieben, die wir vermissen, die wir gern haben wollen etc.
All das gehört zu einem Duft dazu und da sollte es überhaupt keine Rolle spielen, ob es nun für Damen/Herren/Unisex etc. vorgesehen ist - Das was der Duft bei Einem selbst auslöst, ist schlichtweg der...
BeJotBeJot vor 1 Jahr
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Miteinander tänzeln !!! Das ist eine wunderbare Vorstellung !!! Genauso geht Leben !!!
CardeaCardea vor 1 Jahr
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Die Genderdebatte ist leider aus meiner Sicht oft das Gegenteil von Vielfalt, und stattdessen sehr einengend.
Und manchmal habe ich das Gefühl, wir entwickeln uns damit zurück. In den 90ern war ich einfach ein kurzhaariges Mädchen, das gern mit den Jungs Fußball spielte. Wenn man nun behauptet, dass sei „genderfluide“, setzt es doch voraus, dass man selbst vorher definiert hat, wo auf der Geschlechter-Skala „Fußball“ oder „kurze Haare“ stehen.
Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Warum sehe ich nie Trans-Männer ohne Make-Up, in Hosen und Turnschuhen? Weil sie selbst Weiblichkeit offenbar an Stereotypen festmachen? Ich bin jedenfalls eine Frau - ob ungeschminkt, mit kurzen Haaren oder einen Herrenduft tragend. 😉
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
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@Cardea : Tja, was macht einen Mann zum Mann? Um es mit Loriot zu sagen: "Hat es ein Zipfelchen?"
SalmixSalmix vor 1 Jahr
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Verstehe. Ja, dass man Antworten nicht nachträglich editieren kann, ist schon manchmal lästig...
CardeaCardea vor 1 Jahr
@Salmix
Jein. Ich halte einen Mann in Frauenkleidung für einen Mann in Frauenkleidung und vermutlich war das eine Art Freudscher Verschreiber. ☺️
Korrigieren konnte ich leider nicht, es war schon kommentiert worden und ich hätte den ganzen Beitrag löschen müssen.
SalmixSalmix vor 1 Jahr
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Hallo Cardea, das sehe ich ganz genauso. Insbesondere die Geschlechtskategorien "nonbinär" und "genderfluide" empfinde ich aus eben diesen Gründen - wenn nicht biologische Intersexualität vorliegt - auch als geradezu reaktionär. Wenn man als Mann oder Frau nicht allen Geschlechtsrollenklischees entspricht, soll man der heute um sich greifenden Auffassung nach doch am besten darüber nachdenken, ob man nicht eigentlich eben "nicht-binär" oder ähnliches ist.
In Deinem letzten Absatz meintest Du aber vermutlich "Trans-Frauen", nicht wahr?
CardeaCardea vor 1 Jahr
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@BeJot
Was macht einen Mann denn zum Mann? Eine Frau zu einer Frau? Und eine Trans-Person zu einer Trans-Person?
In der öffentlichen Debatte darüber scheinen es ja am Ende doch wieder zumeist Stereotype zu sein, die hervorgeholt werden, weil Gefühle nun mal nicht sichtbar sind, es aber doch die ganze Zeit um eine Form der Sichtbarkeit zu gehen scheint. Oder warum sonst wird um Sprache oder Parfumetiketten gestritten?
Nichts gegen den Trans-Mann in deiner Verwandtschaft, nur frage ich mich, was ihn denn „trans“ macht. Ich weiß doch nicht mal, wie sich andere Frauen fühlen und bin selbst einfach nur ich.
BeJotBeJot vor 1 Jahr
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Die meisten Punkte sehe ich ähnlich. Allerdings, der Trans-Mann in unserer Großfamilie trägt Hosen und Turnschuhe und ist meistens ungeschminkt (also nicht als solcher zu erkennen). Und ich könnte jetzt mehrere Normalos aufzählen, die sich ihre Nägel lackieren. Zum Glück! - für mich!
AndinAndin vor 1 Jahr
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@Cardea Das hast du wundervoll auf den Punkt gebracht!
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
Nennen Sie ihr Neugeborenes einfach Ariel. Dann kann es später selbst entscheiden, ob es ein Junge, ein Mädchen, ein Waschmittel oder ein Motorrad sein will.
CardeaCardea vor 1 Jahr
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Vielleicht sollte man mal hinterfragen, ob das alles immer wieder irgendwie von außen geregelt werden muss.
Wenn sich der Zeitgeist ändert, reagiert der Markt. Sehen wir doch auch gerade an der Menge an Düften, die als unisex deklariert werden.
Wenn aber Opa Kowalski Teil einer anderen Zielgruppe ist, die sich eine Kategorie wünscht, welche ihr Leben etwas strukturiert: Warum sollte es diese Kategorie dann nicht - auch - geben?
Meinetwegen kann ja auch ein unisex-Klamottenladen eröffnen. Ich möchte da keinen Blazer kaufen, weil ich das schon in der Damenabteilung herausfordernd finde.
CardeaCardea vor 1 Jahr
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Jepp, und der bräuchte eine Damenabteilung, wenn der Hochzeitstag anstünde. Sonst wäre er völlig verloren. Also lasst uns doch auch diese Menschen inkludieren und ihnen ein paar geschlechtszugewiesene Parfums vorhalten.
Die „Wissenden“ können ja einfach gnädig darüber hinwegsehen und in allen Abteilungen wildern. Solange ich als Frau einen Herrenduft zu eigenen Verwendung kaufen darf, bin ich vollauf zufrieden. 😉
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
Opa Kowalski. Ich weiss nicht, wie ich darauf komme, aber ich stelle mir gerade Alfred Tetzlaff im Douglas vor. In der Damenabteilung.
PollitaPollita vor 1 Jahr
Einer meiner Lieblinge ist Paname von Keiko Mecheri. Ein Herrenduft. Hatte ich damals gar nicht gewusst, als ich den gekauft hatte, dass der ein Herrenduft ist. Es finden sich, vor allem heute, aber auch schon vor 20-30 Jahren würzige sowohl auch eher süße Düfte bei den Herren und bei den Damen. Man denke nur an Cabochard (würzig, Damen) oder Joop Homme (süß, Herren). Warum denn trennen? Tragen, was gefällt :)
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
Paname kenne ich noch nicht.
IceMachineIceMachine vor 1 Jahr
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Ich finde, jede:r soll, kann und darf tragen, was gefällt. Schließlich sind es nur Düfte! 🙂 Was wir feminin oder maskulin interpretieren, ist vor allem durch Erziehung und Kultur geprägt. Spannend finde ich, wie sehr das Thema immer wieder zu polarisieren scheint. Ich hatte vor längerer Zeit ebenfalls einen Blogartikel darüber geschrieben, in dessen Kommentaren ein reger Austausch stattfand, ebenso wie unter der Parfumo-Umfrage kürzlich. Das Thema scheint viele von uns also zu beschäftigen. Ich denke, das liegt daran, dass die Geschlechterrolle die erste und prägendste Rolle ist, die wir schon als Kleinkind zugeschrieben bekommen und mit der wir uns immer wieder auseinandersetzen müssen und wo wir entscheiden müssen, welche Erwartungen wir diesbezüglich erfüllen wollen oder eben nicht. Mein erster Duft damals als Teenie war übrigens CK One und ich war soo froh, dass es diesen Unisex-Duft gab und ich mich nicht zwischen feminin und maskulin entscheiden musste. 🙂
IceMachineIceMachine vor 1 Jahr
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@Unverdünnt Natürlich sollte man Körperbau und Körpergröße bei Kleidung beachten, das Zeug soll ja passen. 🙂 Ich meinte eher Kleidungsstücke, Farben und so weiter. Warum als Mann keinen Rock? Kein Pink? Warum als Frau keine Krawatte? Jede:r sollte tragen (dürfen), was gefällt. Auch bei Make Up, Frisuren ...
UnverdünntUnverdünnt vor 1 Jahr
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Es hat schon einen gut nachvollziehbaren Grund, warum es Tena Lady und Tena Men gibt. Und bei Kleidung den unterschiedlichen Körperbau nicht zu beachten, ist für mich schlicht Ignoranz.
IceMachineIceMachine vor 1 Jahr
Und um mich ebenfalls klar zu positionieren (falls das aus meinem Kommentar eben nicht ersichtlich war): Ich halte die nach Geschlechtern getrennte Einteilung bei Parfums für überflüssig und auch für exkludierend. (Dasselbe denke ich auch bei Kleidung und anderen Dingen.) Solche Einteilungen limitieren uns meiner Meinung nach und das ist doch schade. ❤️
Caro87Caro87 vor 1 Jahr
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In den tiefen unendlichen Weiten der Parfümgalaxis, dienen mir die klassischen Kategorien (Herren, Damen, Unisex) als Hilfestellung und Orientierung. Die Kategorien sind mehr wie ein Richtwert zu verstehen und müssen nicht das Maß aller Dinge sein.
Das heißt für mich z.B. die Wahrscheinlichkeit das ich mein Traumparfüm in einem klassischen Männerparfüm finde werde ist gleich null. Mir gefallen viele der typischen "maskulinen" Noten im Zusammenspiel mit anderen "maskulinen" Noten überhaupt nicht. Da müsste wenn schon ne fluffige Marshmallownote oder eine cremige opulente Tuberose mit eingearbeitet wurden sein.
Ich habe den Eindruck, ohne dich als Frau verletzen zu wollen, das dieses Thema "Aufbrechung der Geschlechtertrennung", eher ein Frauending ist. Natürlich bin ich auch ganz dafür daß jeder das tragen darf was er/sie möchte. Das Frauen zu Männerparfüms greifen sieht und liest man ständig ABER finde mal den einen "Delina"tragenden Mann ;-)
ChaiTeeChaiTee vor 1 Jahr
@BunteHexe27 : Findest Du?
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
Ja. Für Frauen sind die Rollen schwieriger.
UnverdünntUnverdünnt vor 1 Jahr
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Ich passe nicht in Herrenhosen. Und was mir bei Herrenhemden im Schulterbereich fehlt, sprenge ich im Brustbereich weg.
Vielleicht liegt es tatsächlich an meinem persönlichen Auftreten, aber ich habe bereits in den Achtzigern Herrendüfte getragen, wenn ich meinte, mir seien Damendüfte zu süß, blumig. Und es war für das Personal immer selbstverständlich, dann umzuschwenken.
Das wiederhole ich hier jetzt zum x-ten mal. Die Mehrheit der Kunden sucht eine Parfümerie auf, weil sie was Schönes für Mutti suchen, sie orientieren sich an den Geschlechtereinteilungen.
Und ich glaube, dass die allgemeine Aufweichung der Geschlechtergrenzen hart an der Realität vorbei ist. Hierzu empfehle ich den Besuch eines Freibades in einer Großstadt.
ChaiTeeChaiTee vor 1 Jahr
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Siehste, und mir passen Herrenhemden oft besser als Damenblusen.
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
😄😄 Das ist wohl wahr.
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
Ich finde, dass richtige Männer kein Frauenparfum tragen sollten.
ChaiTeeChaiTee vor 1 Jahr
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Ich finde diese Diskussionen manchmal ziemlich verbissen.
Und selber trug ich schon 'Männerparfum', als das noch gar nicht so ein Thema war.
Fühl mich aber trotzdem nicht wie ein 'richtiger Mann' :)
KJVKJV vor 1 Jahr
@StenLaurel Darauf 10 Sprüher Shaghaf Oud!
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
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@KJV : Endlich versteht mich jemand. 😎
KJVKJV vor 1 Jahr
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Genau - die sollen mal schön bei ihrem Süßkram bleiben, wo kommen wir denn da hin wenn die plötzlich herbe Düfte tragen? Womöglich sogar noch im Sommer?
Neneeeeee, geht garnicht!
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
3
@Bjancer : Ich und sarkastisch? Nicht doch …
BjancerBjancer vor 1 Jahr
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Ist das sarkastisch gemeint? Was ist denn ein "richtiger" Mann (und was wäre ein"falscher") - aber falls das nicht sarkastisch gemeint war, dann ggfs bitte besser nicht beantworten. Ich finde die Formulierung "richtiger Mann" hat einen komischen Beigeschmack.
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
@BunteHexe27 : Das verbietet mir mein Taktgefühl, hier jetzt ein Beispiel vorzuzeigen.
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
@StanLaurel: Hast du dafür ein Beispiel?
StenLaurelStenLaurel vor 1 Jahr
@BunteHexe27 : Kommt auf die Frau an. Da steht mancher Frau ein Herrenparfum besser.
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
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Findest du das umgekehrt auch?
MrWhiteMrWhite vor 1 Jahr
In jedem Mode-Kaufhaus gibt es ein Stockwerk für Damen und eines für Herren. Denke erst wenn diese Trennung weg ist, wird man auch an den "kleinen" Bereich Parfüms gehen. Also vielleicht in den nächsten 300 bis 500 Jahren
BunteHexe27BunteHexe27 vor 1 Jahr
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Oder die Parfümerie wird Vorreiterin. Schließlich müssen die Düfte nicht an Körperformen angepasst werden, nur an die Haut.
Aber ich denke auch, dass die Kategorien sich nur unter bestimmten Umständen verändern. Häufig sind es ökonomische.

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