Parfum - Blog

12.10.2021
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Parfumo-Traum - Teil 2

Knappe vier Jahre und ein paar Wochen ist es nun her, dass ich letztmalig von Parfumo träumte, mich erinnere und es dann auch zeitnah und frisch der Eindrücke in diesem Bloig wiedergab. Nun war es letzte Nacht wieder soweit und nicht nur, dass ich mich erneut sehr deutlich daran erinnern kann, ich war danach auch innerlich ziemlich aufgewühlt und emotional zerzaust. Hier nun, mehr oder minder unkommentiert, mein zweiter Parfumo-Traum:

Obwohl ich keine eindeutigen Hinweise erkennen kann, bin ich wohl in München in der Innenstadt in einem Restaurant oder Cafe und, obwohl ich niemanden eindeutig namentlich zuordnen kann, es fühlt sich an wie bei einem Münchner Parfumo-Treffen: Ausgelassene Stimmung, Hoch die Tassen, alle unterhalten sich prächtig und durcheinander miteinander. Dann erscheint jemand und überreicht einem bekannten und beliebten, aber für mich wieder nicht eindeutig zuordenbaren Parfumo-MItglied ein Geschenk für seine langjährige und aktive Teilhabe an diesem Forum: Ein sehr grosses Glasgefäss mit mehreren Litern Fassungsvermögen auf einem marmornen Sockel. In dem Behälter eine geheimnisvolle durchsichtige Amouage-Grundflüssigkeit, die die Basis aller Amouage-Düfte bildet, zu der man dann nur noch ein paar wenige Tropfen eines Parfum-Konzentrats geben müsste, um dann 50 oder 100 ml eines beliebigen Amouage-Duftes zu erhalten. Dazu gab es wie das grosse Federmäppchen eines Homöopathen eine unerschöpfliche Vielzahl an kleinen Glasröhrchen dieser Duft-Konzentrate. Jeder wollte mal dieses grosse Glasgefäss sehen und in Händen halten, es schwappte einiges dieser Flüssigkeit heraus, aber das bekümmerte niemanden, denn auf einmal wusste jemand zu berichten, dass gar nicht weit weg eine sehr grosse neue Nischenparfumerie aufgemacht hätte, mit Düften, die man ansonsten nirgends zu kaufen bekäme. Und da liefen wir auch sofort alle wie ein aufgeschreckter Haufen Minions hin, nur eben nicht ganz so gelb.

Auf einmal waren wir dann in dieser Nischenparfumerie, sehr gross und weitläufig, mehrere Stockwerke, alles in einem sehr plüschigen Stil der 50er Jahre gehalten und wir Parfumos schienen die einzigen Kunden zu sein, auch kein Verkaufspersonal weit und breit. Wegen der schieren Grösse und der sehr locker verteilten Düfte war ich dann auch bald ganz allein und gehe von Tisch zu Tisch und Regal und Regal, doch ich scheine zuerst nichts so recht wiederzuerkennen. Bis mir schwant, dass es alles keine neuen Düfte sind, sondern allesamt Düfte, die ich schon seit vielen Jahren Jahren nicht mehr gesehen habe. Ich komme näher, nehme Flakons in die Hand, die Aufmachung ist fast identisch und auch die Namen der Dufthäuser und der Parfums ähneln den früheren Klassikern bis auf einzelne Buchstaben perfekt. Ich rieche an YSL M7, Aigner Silver, Bogner Deep Forest, Davidoff GoodLife, Guy Laroche Horizon, Jil Sander Background, DK Men und und und ... und diese Dupes sind 1:1 Wiederauferstehungen der vielgeliebten und langvermissten alten Klassiker. Ich greife hier und da wild in die Regale, will sie alle kaufen ...

... und ich wache auf.

Bitte spart nicht mit euren Kommentaren. Wer jemals einen VHS-Kurs über Traumdeutung gemacht, die dreiteilige Brigitte-Studie zu gleichem Thema gelesen, ein Psychologiestudium erfolgreich abgebrochen hat oder wegen ähnlicher Träume in therapeutischer Behandlung ist, ich bin über jede Form der Hilfe und Unterstützung dankbar, gerne auch per PN.

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