
Franciacorta
1 Rezension

Franciacorta
1
Weniger ist mehr. Oder wie ein Duft Teil meiner DNA wurde
Ich bin über Magnifying Bergamot damals absolut zufällig direkt beim Launch in einem teuren Warenhaus gestolpert. Eigentlich war ich nur dort, weil ich auf jemanden wartete, und schlenderte gelangweilt durch die bunt gefüllten Regale voller „Who’s who“-Markennamen. Eine ebenso gelangweilte Verkäuferin entdeckte mich, und wir beschlossen, dass es wohl mehr Sinn ergibt, uns gemeinsam die Zeit zu vertreiben, statt uns gegenseitig freundlich zu ignorieren. Also brachte sie mir einen Duft nach dem anderen. Doch schnell war klar, dass ich nicht zu ihrem klassischen Zielpublikum gehörte.
Gerade als wir beide kurz davor waren, aufzugeben, fiel mein Blick auf die quietschbunten, bonbonähnlichen Flakons von Bvlgari, daneben schlicht-weisse Flaschen. Darüber prangte: „Die neue Allegra Kollektion. Ihr personalisiertes Dufterlebnis beginnt hier.“ Aha. Mehr aus Neugier (und um uns beiden ein kleines Erfolgserlebnis zu bescheren), griff ich zu meiner eigenen Überraschung zum unauffälligen Magnifying Bergamot. „Langweilige Flasche zwar, aber mit Bergamotte kann bei mir tendenziell nicht so viel schiefgehen“, dachte ich. Fast schon verlegen unterbrach die Verkäuferin meine Gedanken: „Oh, das ist etwas ganz Einfaches, eigentlich nur zum Layern gedacht, nicht separat zum Benutzen. Die farbigen Flaschen sind die eigentlichen Hauptakteure. Das hier ist nichts Besonderes, es passiert wenig und es ist ziemlich teuer.“ (Autsch, so viel zu ihrer Einschätzung meiner Zielgruppen-Eignung …).
Tja. Aber manchmal ist weniger halt tatsächlich mehr. Und manchmal ist „einfach“ halt tatsächlich verdammt teuer.
Das ist also die kleine Geschichte, wie dieses eher unbekannte Parfum dieses bekannten Hauses in mein Leben kam, um für immer zu bleiben. Vorweg: Magnifying Bergamot ist kein komplizierter Duft und er ist tatsächlich einfach. Aber genau darin liegt seine Genialität. Er hat keine tausend Schnörkel, ist weder kitschig noch aufdringlich, sondern klar, pur, ehrlich, spritzig und alterslos. Er erinnert mich an Zuhause, an ein Italien, ohne sich an seichten Klischees bedienen zu müssen oder ein von schlechtem Marketing geprägtes Bild von Land und Frucht erfüllen zu wollen. So wird dieses Parfum in einem weiten Meer von Bergamotte-Düften zu einer kleinen weissen Perle: einzigartig, ohne anzuecken. Darum erfüllt es seinen ursprünglichen Layering-Zweck auch perfekt. Ich trage es (sorry, not sorry) schamlos über Chanel, Nishane, Widian, Xerjoff, etc. oder ganz klassisch über Molecule 01. So bekommt alles dadurch eine elegante, saftige Bergamotte-Note, das gewisse Extra, welches es zu meinem „Francesca-Duft“ macht.
Leider hält er wie viele Freshies nicht besonders lange, doch das schmälert meine Begeisterung nicht. Denn immer wenn ich den Duft auf meiner Haut wahrnehme, habe ich das Gefühl, genau darin die reine Seele dessen gefunden zu haben, was ich an einem Parfum am meisten liebe. Es trifft mich so in meiner Essenz, dass ich manchmal denke, Bergamotte sei längst Teil meiner DNA geworden.
Ich (und mein Konto) fände es mittlerweile nur fair, wenn Bvlgari mich endlich sponsern würde. Nicht nur, weil ich bestimmt einen nicht unerheblichen Teil zum Umsatz dieses eher unbekannten Duftes beigetragen habe (und das nicht allein durch meinen eigenen sehr dekadenten Verbrauch). Sondern auch, weil viele Menschen in meinem Umfeld inzwischen selbst zu Konsument:innen dieses teuren Wässerchens geworden sind. Ihr glaubt mir nicht? Let me tell you: Ich werde so oft auf meinen Duft angesprochen, wenn ich Magnifying Bergamot (egal ob allein oder gelayert) trage, dass ich den Link zum Parfum mittlerweile fixiert in meiner Notizen-App gespeichert habe, um ihn direkt airdroppen zu können.
Gerade als wir beide kurz davor waren, aufzugeben, fiel mein Blick auf die quietschbunten, bonbonähnlichen Flakons von Bvlgari, daneben schlicht-weisse Flaschen. Darüber prangte: „Die neue Allegra Kollektion. Ihr personalisiertes Dufterlebnis beginnt hier.“ Aha. Mehr aus Neugier (und um uns beiden ein kleines Erfolgserlebnis zu bescheren), griff ich zu meiner eigenen Überraschung zum unauffälligen Magnifying Bergamot. „Langweilige Flasche zwar, aber mit Bergamotte kann bei mir tendenziell nicht so viel schiefgehen“, dachte ich. Fast schon verlegen unterbrach die Verkäuferin meine Gedanken: „Oh, das ist etwas ganz Einfaches, eigentlich nur zum Layern gedacht, nicht separat zum Benutzen. Die farbigen Flaschen sind die eigentlichen Hauptakteure. Das hier ist nichts Besonderes, es passiert wenig und es ist ziemlich teuer.“ (Autsch, so viel zu ihrer Einschätzung meiner Zielgruppen-Eignung …).
Tja. Aber manchmal ist weniger halt tatsächlich mehr. Und manchmal ist „einfach“ halt tatsächlich verdammt teuer.
Das ist also die kleine Geschichte, wie dieses eher unbekannte Parfum dieses bekannten Hauses in mein Leben kam, um für immer zu bleiben. Vorweg: Magnifying Bergamot ist kein komplizierter Duft und er ist tatsächlich einfach. Aber genau darin liegt seine Genialität. Er hat keine tausend Schnörkel, ist weder kitschig noch aufdringlich, sondern klar, pur, ehrlich, spritzig und alterslos. Er erinnert mich an Zuhause, an ein Italien, ohne sich an seichten Klischees bedienen zu müssen oder ein von schlechtem Marketing geprägtes Bild von Land und Frucht erfüllen zu wollen. So wird dieses Parfum in einem weiten Meer von Bergamotte-Düften zu einer kleinen weissen Perle: einzigartig, ohne anzuecken. Darum erfüllt es seinen ursprünglichen Layering-Zweck auch perfekt. Ich trage es (sorry, not sorry) schamlos über Chanel, Nishane, Widian, Xerjoff, etc. oder ganz klassisch über Molecule 01. So bekommt alles dadurch eine elegante, saftige Bergamotte-Note, das gewisse Extra, welches es zu meinem „Francesca-Duft“ macht.
Leider hält er wie viele Freshies nicht besonders lange, doch das schmälert meine Begeisterung nicht. Denn immer wenn ich den Duft auf meiner Haut wahrnehme, habe ich das Gefühl, genau darin die reine Seele dessen gefunden zu haben, was ich an einem Parfum am meisten liebe. Es trifft mich so in meiner Essenz, dass ich manchmal denke, Bergamotte sei längst Teil meiner DNA geworden.
Ich (und mein Konto) fände es mittlerweile nur fair, wenn Bvlgari mich endlich sponsern würde. Nicht nur, weil ich bestimmt einen nicht unerheblichen Teil zum Umsatz dieses eher unbekannten Duftes beigetragen habe (und das nicht allein durch meinen eigenen sehr dekadenten Verbrauch). Sondern auch, weil viele Menschen in meinem Umfeld inzwischen selbst zu Konsument:innen dieses teuren Wässerchens geworden sind. Ihr glaubt mir nicht? Let me tell you: Ich werde so oft auf meinen Duft angesprochen, wenn ich Magnifying Bergamot (egal ob allein oder gelayert) trage, dass ich den Link zum Parfum mittlerweile fixiert in meiner Notizen-App gespeichert habe, um ihn direkt airdroppen zu können.
Aktualisiert am 15.09.2025 - 18:19 Uhr



kalabrische Bergamotte
Rosini
Rosie88








































