The Mariner's Rhyme 2024

The Mariner's Rhyme von Francesca Bianchi
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6.3 / 10 42 Bewertungen
Ein neues Parfum von Francesca Bianchi für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2024. Der Duft ist aquatisch-synthetisch. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich.
Aussprache
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Duftrichtung

Aquatisch
Synthetisch
Frisch
Blumig
Zitrus

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
AldehydeAldehyde BergamotteBergamotte ElemiharzElemiharz GrapefruitGrapefruit LavendelLavendel
Herznote Herznote
ozonische Notenozonische Noten IrisIris OrangenblüteOrangenblüte
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos PatchouliPatchouli WeihrauchWeihrauch AmberAmber

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.342 Bewertungen
Haltbarkeit
8.138 Bewertungen
Sillage
7.536 Bewertungen
Flakon
7.129 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.020 Bewertungen
Eingetragen von TheBladi11, letzte Aktualisierung am 20.05.2024.

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Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
Intersport

91 Rezensionen
Intersport
Intersport
Top Rezension 21  
…the return of the return of the return…
Wobei: eine derart wiederholte Wiederkehr ist im Grunde nicht mehr zutreffend: zu konstant, zu regelmässig erscheint Aquatisches, das Genre ist hat sich ebenso etabliert wie Chypre oder Fougère in früheren Dekaden - gleichzeitig tauchen gewagtere oder verspieltere aquatische Düfte eher tröpfchenweise auf als die Wellen langweiliger oder allenfalls mittelprächtiger Interpretationen. Als bislang Nicht-Bianchi Fan war ich vom Mariner's Rhyme überrascht und auf Anhieb angetan. Dabei wirkt der Duft vertraut, aber weit weg vom Referenzmaterial musste ich mit meiner Auslegung warten.

PVC oder Gummiboot Assoziationen stellen sich bei mir nicht wirklich ein, ebensowenig wie die von der Autorin erwähnte Chypre Nähe oder eine 'animalische' Iris - wohl eher Stichworte bzw. Seemannsgarn um das Bianchi-Stammpublikum am Ball zu halten? Dabei ist Iris hier zentral, eine oberflächlich zwar matte, aber un-pudrige und durch und durch saftige Iris Note, die auch den link zu dem Parfum darstellt an das ich augenblicklich denken musste: Pluie Noire, von Parfumerie Particulière, wo die in einem insgesamt tiefer liegenden Spektrum angesiedelte Iris plus chlor-artiger 'Aquatik' Note ein Grundgerüst für Dunkleres, Floral-Gewürziges bietet. Pluie Noire wiederum unterstelle ich Bezüge zu den alten Versionen von Maître Parfumeur et Gantier's Garrigue (1998), Jean François Laporte's geglückten Dihydromyrcenol Experiment.

Die Verbindung Iris + Chlor-artiges ergeben auch beim Mariner's Rhyme eine beinahe zimtartige Note, die mit einer ordentlicher Dosis ozonartiger, leicht anishaltiger Aldehyde, industriell effektiv ausgeleuchtet (Seejungfrau's treffende Höhensonne Assoziation) wird. Diese verhindern anscheinend auch, dass das Profil ins Muffige oder Abgestandene abdriftet - ein 'feature' das bei vielen weniger gelungenen Aquaten fast schon genre-typisch geworden ist. Eine knackige aber nicht ein-eindeutige Hesperien Mischung frischt zusätzlich auf, die von mir schon mal geschätzten Haushaltsreiniger Noten [ à la Soda (2006) oder Saint Mariner (2018)] sind nur angedeutet. Treib/Kunstholz-artiges und profane Weihrauch Aspekte bilden einen nebulösen Grund der gut als Basis fungiert aber zu eindeutige Identitäten des angegebenen Pyramindenfundaments verschleiert.

Natürlich ist dieser Duft zutiefst artifiziell und es ist ja genau diese Künstlichkeit die ich bei guter Aquatik einfordere, bemühte 'realo' Interpretationen wie etwa Sel Marin (2008) stellen eher Lehrbuchstücke aus den etablierten Parfumschulen als überzeugende Kreationen dar – auch sind diese letztendlich zum Scheitern oder zumindest Enttäuschen verurteilt; zu komplex, zu divers und zu dynamisch ist der Geruchsraum 'Meer' - zum Glück.

The Mariner's Rhyme harmoniert als Ganzes, ist sehr gut verblendet und auch eigenständig genug um sich neben Pluie Noire zu positionieren. Wer die Besonderheit von letzterem schätzt, das Chlor-artige von La Piscine (2019) bzw. die Ingwer-Grapefruit Scheuermittel von Askew (2008), oder sogar die komplexen Zitrusnoten samt feinster Calone Nuancen von Riviera Verbena (2022), hat mit The Mariner's Rhyme vermutlich kaum Probleme. Wer es doch einen Tick weniger high-pitched möchte aber den return of the … guter aquatischer Düfte auch dieses Jahr nicht missen mag, Dusita's Pelagos spielt ebenfalls mit einer seifigeren, etwas ruhigeren Iris/Aquatik Kombination und Rubini's Hyperion (beide 2024), flirtete zumindest in der Vorab-Fassung deutlich mit maritimen Weihrauch.

Mit herzlichen Dank an Friesin, die mich mit ihrem hymenhaften Verriss zusätzlich neugierig gemacht hat, und ich nur allzu gern für Neu-Altlast Abnahme eingesprungen bin.
11 Antworten
3
Preis
5
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
3
Duft
Friesin

55 Rezensionen
Friesin
Friesin
Top Rezension 32  
BUDDA BEI DIE FISCHE
So, ich meld´ mich hier kurz zu Wort, weil ich Sachen einfach durchziehe- außer Diäten, Sportprogramme, Aufräumaktionen...
Ähm, also wenig durchziehe, aber bei meinen Rezensionen zu Bianchi-Düften, das Gefühl habe, durchziehen zu müssen - auch wenn`s hart wird.

Sticky Fingers, Under my Skin und Lover`s Tale, gehören zu meinen allerliebsten Lieblingsdüften.
Die in Holland lebende, sympathische Francesca Bianchi, hat da wirklich ein autodidaktisches Händchen bewiesen. Auch andere ihrer Düfte, trafen vielleicht nicht meinen Geschmack, ich konnte aber die Handschrift der Parfumeurin erkennen.
Geb´ ich nach vielen Tests jetzt aber mal ganz nordisch `Butter (sprich "Budda") bei die Fische´
muss ich feststellen: Die letzten Düfte aus dem Hause Bianchi waren für meinen Geschmack alle höchstens `geht so´ und wenn man sich die Rezensionsdichte hier auf Parfumo mal so anguckt, hüllt man sich allgemein dazu auch eher in Schweigen.

Mit ´The Mariner`s Rhyme´ hat mein Fantum nun ein Ende, und nur aus dem Wissen heraus, dass F.Bianchi einst Großartiges schuf, ist die Bewertung nicht noch schlechter ausgefallen.
Was nützt eine super Haltbarkeit, wenn der Duft nix taugt?

Auch der Ansatz meines Vorredners, es sei hier ein artifizieller Duft, klingt für mich eher nach einem großen ABER. Das Parfum ist zwar nicht tragbar, ABER es will ja auch Kunst sein...
Den Anspruch erhebt Frau Bianchi auch gar nicht. Im Newsletter und auf der Homepage wird von einem frischen, modernen Duft gesprochen. M.Rhyme soll die Komplexität des Meeres und den dramatischen Charakter der Schöpferin widerspiegeln...hm.
Ich kenn mich mit dramatischen Charaktern nicht gut aus, als Käpitänstochter und Seglerin würd ich allerdings festhalten: Wenn das Meer so riecht, sollte man die Küstenwache rufen und man kann sicher sein, dass Greenpeace in den Startlöchern steht.

Die aufgeführten Aldehyde, geschätzte Erfrischer und Wachmacher in Chypres, eröffnen den Duft schrill und unangenehm scheppernd.
Im weiteren Verlauf (nennen wir`s mal so) ist Mariner´s Rhyme insofern maritim, als dass er wie das abgestandene Wasser im Fußraum eines Schlauchboots riecht- an einem heißen Tag am See.
Heißes Plastik mischt sich mit Sonnenmilch und den Resten vom Autan.
Ein bisschen Frische kommt vom `Axe Lavendel´ das die Pubertanten am Ufer sprühen.
Leider der einzige Rhyme, der mir einfällt ist : Der Skipper ist etwas verstimmt, wenn im Duft nur Plaste schwimmt...

Es ist nicht schönzureden- jedenfalls nicht von mir- deshalb beende ich die Rezension, des für mich ins Wasser gefallenen (sorry, ich hör schon auf) Duftes und wünsch euch allzeit ne Handbreit
guten Stoff in der Sammlung,
Friesin
56 Antworten
9
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Yatagan

396 Rezensionen
Yatagan
Yatagan
Top Rezension 51  
Ich, Geisterfahrer
Zunächst einmal vorweg: Ich bin mir durchaus bewusst, dass ich hier als Geisterfahrer unterwegs sein dürfte: wieder mal auf der falschen Spur. Das hat vielleicht auch ein wenig mit der Erwartungshaltung vieler Liebhaber:innen der Düfte von Francesca Bianchi zu tun: die meisten Kreationen sind harzig, animalisch, würzig und ledrig, einige pudrig, aber bisher eher nicht aquatisch oder artifiziell synthetisch. Das ändert The Mariner's Rhyme grundlegend. Der neue FB könnte von Christophe Laudamiel stammen, der gerne provoziert, laute und grelle, innovative und kantig synthetische Düfte komponiert. Ich empfehle seine Kompositionen nachdrücklich für unvoreingenommene Tests.

The Mariner's Rhyme ist für mich zunächst ein pudriger, trockener Irisduft und setzt damit gleich zu Anfang einen Kontrapunkt zur kurz darauf folgenden aquatischen Synthetik-Sirene, die sich (auch hier wieder ein offenbar bewusst gesetzter Kontrast) aus klassischen Aldehyden und postmodernen ozonischen Noten zusammensetzt. Gesteigert wird dieser eigenwillig schrille Ton durch die hersperidischen konsequent sauren Akzente aus Bergamotte und Grapefruit. Dazu ein Klecks Orangenblüte. Den o.a. Weihrauch darf man sich nicht sakral vorstellen, sondern eher sehr hell, prickelnd, fast diffus und damit schließt sich der Kreis zur trockenen Iris am Beginn der Duftentwicklung.

Entscheidend für die Akzeptanz scheint mir hier, ähnlich wie bei den oben erwähnten Düften von Laudamiel, die zurückhaltende Dosierung. Ich habe heute morgen einen winzigen Sprühstoß auf meinen Handrücken aufgetragen und der Duft hat mich den ganzen Tag begleitet: die Haltbarkeit und Projektion ist entgegen der meisten bisherigen Wertungen enorm.

Führt man meine oben geschilderten Eindrücke zusammen, so ergibt sich tatsächlich ein sehr artifizieller Eindruck von Kunststoff, Sonnencreme, und gechlortem Wasser (Ergreifends Assoziation vom Gummiboot kann ich gut nachvollziehen - und kognitiv auch die daraus resultierende Ablehnung, werde aber selbst affektiv vom Duft erreicht).

Wer Düfte im Stile von The Zoo, Humięcki & Graef oder Comme des Garçons schätzt, sollte einen Versuch wagen und dann meinen Eindruck gerne trotzdem korrigieren. Ich überlebe hier schon lange genug als Geisterfahrer.
77 Antworten
5
Preis
7
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
4.5
Duft
Ergreifend

486 Rezensionen
Ergreifend
Ergreifend
Top Rezension 21  
Er hat ein knallrotes Gummiboot
... trällert Antonia aus Tirol.

Und mit diesem Gummiboot fahren wir hinaus ..
Ins nichtssagende Nichts. Ins Ozonloch. Oder vielleicht auch wo ganz anders hin, wo uns ja keiner sieht bzw. riecht.

Naja, was soll ich hier schon sagen?
Der Erstkontakt erinnert mich tatsächlich an halbhartes Gummiplastik, welches gerade in der Sonne sein Dasein fristet.
Sehr künstlich unterzogen von einer immensen plastischen Pappnote. Knallrotes Gummiboot hatte hier die Bianchi wohl im Hintergrund laufen, als sie die Komposition fertig gestellt hat. Der Duft ist beinahe nur zwanghaft mit etwas lauwarmer Frische überzogen und es wirkt alles sehr gestellt. Bisschen Blüten erhasche ich auch, wobei dies eher als Blumenwässerchen wahr zu nehmen ist. Ein seichter Geruch von Weihrauch mischt sich noch mit bei. Zum Schluss hin brennt das knallrote Gummiboot auch noch ab und wirkt förmlich zugedeckt von der nicht ganz zwangsfreien Frische, die hier irgendwie total fehlplatziert ist. Das war's dann auch schon. Frische, gepaart mit brennenden Plastik und paar Blüten. A bisal Weihrauch und schon haben wir eine Seemann Romantik. Oder eben auch nicht. Was ist das durchfährt mir immer und immer wieder durch den Kopf. Ich finde hier absolut keinen Leitfaden und es ist für mich persönlich, einer der schlechtesten Düfte, die ich in letzter Zeit testen konnte. Demnach fällt auch meine Beurteilung vernichtend aus, außer der Flakon ist schlicht gehalten und die Haltbarkeit und Sillage ganz okay.

Wenn das Kunst ist, dann steig ich persönlich komplett aus, denn mich erreicht er nicht im Geringsten. Da hat wohl jemand einen maritimen Tiefpunkt gesucht und wahrscheinlich auch gefunden.

Viel erwartet hab ich mir eh nicht, deshalb ist auch meine Enttäuschung nicht besonders groß. Was jetzt echt mies ist, dass ich durch den Duft an das schreckliche Lied erinnert werde, welches ich in meiner Kindheit auf und ab gehört habe. Weil: Aufgewachsen in einem Skigebiet.

Nur bei einem hatte Antonia im Lied recht:
Zitat: Das Küssen an Bord ist verboten
Ich sage dir auch warum
Das Boot ist eine Konstruktion
Die kippt beim Küssen um...

Und nicht nur ich kipp hier um, sondern auch die komplette Fehlkonstruktion diesen Duftes. Danke, ich habe fertig!
16 Antworten

Statements

22 kurze Meinungen zum Parfum
SeejungfrauSeejungfrau vor 1 Monat
5
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
6
Duft
Das Schlauchboot : ein kleines Schiff,in dem sich jeder wie ein Kapitän fühlen kann.
Phytoplankton.
Nerolicologne.
Kautschuk.
Silikon.
Ahoi.
79 Antworten
SchalkerinSchalkerin vor 1 Monat
7
Flakon
7
Sillage
9
Haltbarkeit
7
Duft
Käpt'n hat sich verschippert
gelandet im grünen Wasser
wo verwelkte Iris treibt
auf moosigen Wellen
Anker wird gelichtet.
57 Antworten
ElAttarineElAttarine vor 1 Monat
6
Sillage
8
Haltbarkeit
5.5
Duft
Seemann, komm nicht wieder! …
Statt Liedern von Meer und Sehnsucht
Bringst Du mir Weihrauch- und Lavendelreste
in Ambroxduschgel…
70 Antworten
GandixGandix vor 1 Monat
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
7.5
Duft
Iris pelzlos im Getreide
Es war trocken
Jetzt kommt die Flut
Ozon-Wellen schwappen über Land
Alles verschwimmt in
silbriger Weihnebelgischt
48 Antworten
BridaBrida vor 1 Monat
7
Sillage
7
Haltbarkeit
6.5
Duft
Auf Matrosen ohé
Einmal muss es vorbei sein
letzter Landgang auf Rasierklingen
unten im Bug mutiert Muffmoos
Teil des Schiffs
Teil der Crew
26 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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