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UncleBenz280

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Rezensionen
1 - 5 von 8
Das unverständliche Ende eines Meisterwerks
Gucci pour Homme II Eau de Toilette zählt für mich eindeutig zu den Parfums, die man als zeitlose Klassiker bezeichnen kann und auch definitiv zu denen, die aus einer „goldenen Ära“ stammen. Düfte wie Envy for Men Eau de Toilette , By Man , What About Adam Eau de Toilette oder auch Antidote Eau de Toilette sind Parfums, bei denen ich nie verstehen werde warum sie eingestellt wurden.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es an mangelndem Absatz gelegen hat und die Duftkompositionen an sich dürften auch heute noch großen Anklang finden und in keinster Weise unzeitgemäß sein…Aber was soll das nostalgische Jammern, mittlerweile haben wir glaube ich alle gelernt, dass es nichts bringt :(
Gucci pour Homme II Eau de Toilette jedenfalls ist für mich leider der letzte große Wurf von Gucci gewesen, was Herren Parfums betrifft…

Dieser Duft ist ebenfalls einer, der mich jetzt schon am Längsten begleitet und unter Garantie auch regelmäßig nachgekauft würde, wenn er noch produziert würde.
Nach Dior Homme Intense (2011) (definitiv die alte Version) würde ich diesen wahrscheinlich als meinen zweiten Signaturduft bezeichnen. Die ungewöhnliche Combo aus Veilchenblatt, schwarzem Tee, Piment, Zimt, Tabak und weißem Moschus erzeugt eine fantastische warme Würzigkeit, bei der aber immer eine gewisse Leichtigkeit mitschwingt.
Er ist dadurch für mich tatsächlich fast immer tragbar und fast unmöglich überdosierbar, es sei denn man legt es unbedingt drauf an ;)
Dass die Haltbarkeit leider ein kleiner Wermutstropfen ist, wurde hier ja bereits des Öfteren erwähnt…aber für mich bewegt sich das noch im vertretbaren Rahmen.

Wie gesagt, ich werde es leider nie verstehen warum solche Meisterwerke eingestellt werden um anschließend irgendwelches belangloses Zeug auf den Markt zu werfen, was in der ein oder anderen Form schon doppelt und dreifach vorhanden ist…einen wirklich akzeptablen Ersatz hab ich bisher leider auch noch nicht gefunden.
Der Sculpture Homme God's Night ist schon ganz ok, kommt aber meines Erachtens auch nicht an Gucci pour Homme II Eau de Toilette heran.

Für mich definitiv ein zu Unrecht eingestelltes Meisterwerk…
3 Antworten
Let the good times roll...once again…
Nachdem ich vor einigen Jahren schon einmal über die erste Midlife Crisis im Zusammenhang mit dem Ur Le Mâle Eau de Toilette geschrieben hatte, von dem ich in meinen 20er-Jahren etliche Flakons verbraucht hatte, scheint sich mit Le Mâle Le Parfum wohl die zweite Midlife Crisis anzubahnen…

Nach meinem Le Mâle Eau de Toilette Revival vor gut 10 Jahren, welches dann auch recht schnell wieder verflogen war, hatte ich immer mal wieder den ein oder anderen Ableger getestet.
Wirklich gefallen hatte mir aber irgendwie keiner so richtig und diesen hatte ich, aus welchem Grund auch immer, irgendwie immer ignoriert…

Ich hatte es also schon fast aufgegeben mit JPG als mir immer häufiger die etwas reduzierteren Duftnoten in den Duftpyramiden der Parfum/Elixir/Absolu Varianten aufgefallen war.
Mir gefallen sogar mittlerweile der Le Mâle Elixir Absolu und der Scandal pour Homme Absolu ziemlich gut.
Da ich durchaus ein Freund von aufs wesentliche Reduziertem bin, hab ich diese Version dann endlich doch einmal getestet und war tatsächlich begeistert…

Le Mâle Le Parfum ist für mich in der Tat eine reifere und vollere Version vom Ur-Le Male ohne die von mir so verhassten Duschgel Vibes, wie sie für mich in vielen der neueren JPGs vorkommen.
Der Duft hat eine traumhafte Kombi aus Kardamon, Lavendel und Vanille…die Iris und die orientalischen Hölzer nehme ich tatsächlich nur etwas schwächer wahr.
Und genau diese Kombination harmoniert perfekt und riecht keinesfalls künstlich oder billig, es passt einfach…
Auch die Sillage und die Haltbarkeit sind eines Parfums würdig, mit zwei Spritzern komme ich gut durch den Tag und meine Mitmenschen und Kollegen auch…die Jahre des konsequenten Überdosieren sind längst vorbei

Nun…was soll ich sagen, mit dieser Version ist tatsächlich auch das Gefühl aus der Zeit von Le Mâle Eau de Toilette als alles irgendwie noch einfacher und unbeschwerter war ein klein wenig wieder da...nur halt jetzt noch etwas „erwachsener und reifer“, aber auch das liegt wohl immer noch im Auge des Betrachters/Trägers und dessen Sichtweise

Jean Paul Gaultier und ich sind auf jeden Fall wieder Freunde
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Fruchtig-süßes Pseudo-Western-Rum-Fäßchen
Da mir die Urversion vor ein paar Jahren ziemlich schnell zu penetrant wurde, wollte ich dem jüngsten Sproß der Joop - Familie nach den ganzen Lobeshymnen hier gestern auch mal ´ne Chance geben...

Wo ich den Flakon der Urversion noch einigermaßen schick fand, finde ich die Aufmachung des Neuen irgendwie ziemlich billig in seinem Pseudo - Western - Look. Aber das ist ja eh Geschmacksache, gibt ja auch Leute die die Dior Homme Flakons hässlich finden... ;)

Den Duft an sich fand ich im ersten Moment noch ganz gut, weshalb er auch erstmal auf die Haut gekommen ist...allerdings entwickelte sich bei mir die Rum - Note sehr schnell sehr stark, was mir nicht so gefiel.
Nach einer Stunde roch er dann einfach nur noch dermaßen fruchtig - süß, daß nur noch Seife half...
Süße Düfte sind eigentlich genau mein Ding, aber dann eher Sandelholz, Zedernholz, Vanille, etc... Auf fruchtige Süße à la "La nuit de l´homme" kann ich irgendwie gar nicht, da krieg ich auf Dauer Schnappatmung ;)

Wie gesagt, die Seife musste her und nach zwei - drei Mal Hände waschen war nur noch der Hauch der Basis vorhanden. Diese gefiel mir dann jedoch wieder ganz gut, da es nicht mehr so süß war sondern angenehm würzig - holzig.
Da ich meine Düfte aber nicht erst nach vier Stunden genießen möchte, fällt Joop! Homme Wild definitiv bei mir durch...schlecht ist er aber nicht!
Haltbarkeit und Sillage würde ich Joop typisch als sehr gut bezeichnen.
2 Antworten
Let the good times roll...
…nachdem etliche verbrauchte Le Mâle – Flakons auch auf mein Konto gehen, muss ich hier wohl auch mal eine Lanze brechen...

Lang, lang ist´s her...vor gut 10 Jahren, als die „wirklich wichtigen“ Dinge im Leben noch die aufgemotzte Karre, die Disco am Wochenende und die Freundin waren (...und zwar exakt in dieser Reihenfolge), war alles irgendwie noch einfacher und unbeschwerter...
Ich hatte mich damals auf Anhieb in diesen Duft verliebt und war der festen Überzeugung, dass das auch bis in alle Ewigkeit so bleiben wird......sehr optimistisch, ich weiß...?!

Zu der Zeit besaß ich allerdings auch maximal zwei Parfums, was wohl rückblickend auch einer der Gründe war, weshalb Le Mâle dann doch irgendwann anfing mir auf den Zeiger zu gehen.
Das und die Tatsache, dass ich ihn irgendwann selbst schon kaum noch an mir wahr nahm und dementsprechend natürlich die Dosis erhöhte...bis ich Kopfschmerzen davon bekam...
Zu diesem Zeitpunkt rannte auch schon jeder Zweite damit rum, inkl. der schon des Öfteren erwähnten, etwas suspekteren Klientel...naja die Vollprolls halt. Wobei...ein ganz kleiner war ich vielleicht auch, aber egal...
Fazit: Weg damit !!

Einige Jahre lang habe ich ihn nun gemieden, doch in letzter Zeit kamen mir diese Tage des Öfteren mal wieder in den Sinn, vielleicht die erste Midlife – Crisis...keine Ahnung... ;-)
Also hab ich mich dazu durchgerungen Le Mâle eine zweite Chance zu geben, zumal ich auch festgestellt habe, dass der Duft gar nicht mehr so häufig auftaucht...haben wohl alle zu 1 Million gewechselt...haha...

Beim nächsten Douglas also mal schnell ein Spritzerchen aufgesprüht und siehe da...da isses wieder, dieses Feeling aus vergangenen Tagen, schon erstaunlich was man alles mit einem schnöden Duft in Verbindung bringt...und was soll ich sagen, ein weiterer Flakon der auf mein Konto geht... ;-)

P.S.: Wie schon einige Male erwähnt, mehr als 1 – 2 Spritzerchen dürfen´s wirklich nicht sein !!
7 Antworten
Verbotene Liebe...
…klingt schmalzig, ich weiß. Ist aber so…

Egoiste ist wirklich in jeder Hinsicht ein großartiger Duft und zugleich auch einer der ungewöhnlichsten und polarisierendsten, die ich bis jetzt gerochen habe.
Ich kann wohl mit tödlicher Sicherheit sagen, dass ich ihn ohne dieses Forum garantiert nie ausprobiert hätte.

Dieser unscheinbare, etwas altbackene Flakon mit der billig wirkenden Plastikkappe, in Verbindung mit dem nicht unbedingt ansprechenden Namen.
Gut, ich gebe zu ein kleiner Egoist steckt auch in mir, was aber in gesundem Maße gar nicht verkehrt ist.
Zu Duft und Haltbarkeit selbst wurde glaube ich schon genug gesagt, als ich mich dann also doch dazu durchgerungen hatte ihn zu testen ging´s dann los:

Erster Versuch auf Teststreifen: Gesichtslähmung und Schüttelanfall

Aber irgendwas musste ja dran sein, also ein paar Tage später nochmal…

Zweiter Versuch auf der Haut: „Hat irgendwas, weiß nur noch nicht was.“

Dritter, vierter und fünfter Versuch: siehe zweiter Versuch, aber irgendwie geil.

Sechster Versuch: …mit breitem Grinsen und großer Flasche ab zur Kasse…!!!

…leider war die Reaktion meiner besseren Hälfte immer noch die vom ersten Versuch, aber das würde sich bestimmt noch ändern…dachte ich ;)
Nach weitaus mehr als sechs Versuchen und Bezeichnungen wie „Kloreiniger“, „Insektenspray“ oder „Reizgasbombe“ wurde mir dann langsam klar, dass meine neue Liebe wohl nie eine Chance hatte……sie wurde schweren Herzens verkauft!

…eines Tages sehen wir uns wieder…bestimmt!!!
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