Égoïste (1990)Eau de Toilette

Égoïste (Eau de Toilette) von Chanel
Flakondesign: Jacques Helleu
Égoïste (Eau de Toilette) (Chanel)
8.2 / 10     644 BewertungenBewertungenBewertungen
Égoïste (Eau de Toilette) ist ein beliebtes Parfum von Chanel für Herren und erschien im Jahr 1990. Der Duft ist würzig-holzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Duftnoten

Kopfnote KopfnoteKoriander, Mahagoni, Mandarine, Rosenholz
Herznote HerznoteGartennelke, Rose, Zimt
Basisnote BasisnoteAmber, Leder, Sandelholz, Tabak, Vanille

Bewertungen

Duft

8.2 (644 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.4 (395 Bewertungen)

Sillage

7.7 (360 Bewertungen)

Flakon

6.8 (354 Bewertungen)
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 20.05.2017
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Kommentare

Flakon 7.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 8.5/10
4
One Million für Erwachsene
Habe es heute in der Parfümerie getestet, Die symphatische Dame war so nett es mir auf den Arm zu sprühen. Der Auftakt beginnt Floral frisch, hier riecht man eine frische Mandarine, Koriander, Nelke und Sandelholz heraus,
in der Herznote entwickelt es sich bei mir zumindest richtung One Million, (Rose, Tabak, Zimt Leder) aber ohne dessen klebrigen Süsse und Schwere, die Ledernote ist schön trocken und der Zimt riecht natürlich, nicht so künstlich wie beim one Million, dadurch prima für Frühling und Sommernächte geeignet, in der basis kommt die Vanille zusammen mit dem Amber zum vorschein, Zimt und Leder machen noch weiterhin das Rennen. Wird aufjedenfall ein Kaufkandidat werden. Geht es nur mir so oder empfindet noch jemannd Ähnlichkeit zur One Million....?
11 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    8
Der Name ist Programm
Mein erster Kommentar hier in der Gemeinschaft. Zu meinem Lieblingsduft. Égoïste!

Der Name ist hier wirklich Programm, denn diesen Duft trage ich tatsächlich ausschließlich nur für mich. Ganz selbstsüchtig, denn ich liebe ihn. Ganz im Gegensatz zu meiner Freundin, die mich jedes Mal am liebsten auf den Mond schießen möchte, wenn ich mal wieder ein Égoïste bin. Aber was schert mich das?

Der Duft polarisiert, ohne Zweifel. Ich erlebe es regelmäßig. Er ist sicher auch nicht für jede Gelegenheit angebracht, kein Alltagsduft und trägt sich am besten im Herbst und Winter. Von allen von mir bisher getesteten Düften erscheint mir Égoïste als die rundeste Komposition. Ich spare mir eine Aufschlüsselung der einzelnen Komponenten, das wurde schon von feineren Nasen ausführlich beschrieben. Ich nehme vornehmlich Sandelholz, Zimt und eine für mich nicht näher beschreibbare Mischung aus Tabak und Vanille war. Die Übergänge sind dabei wunderbar fließend.

Seit etwa 10 Jahren bin ich nun schon ein Égoïste. Es ist nach wie vor mein liebster Duft, auch wenn ich ihn nur selten trage.
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Der Lernprozess und die Geschichte vom Regalplatz....
Griff ich bis vor kurzem intuitiv zu den mich ansprechenden Flakons in Augenhöhe um deren Inhalt auf gefallen zu testen, so lehrte mich die Erfahrung in letzter Zeit eher folgendes:

Selbstläufer und wahre Klassiker finden ihr Zuhause in den Regalen und Präsentern häufig im unteren Bereich.
Im Supermarkt oder Discounter spricht man hier wohl von der Bückzone, welche zumeist günstigere Ware beheimatet.

Bei Klassikern von Bückware zu sprechen, wäre wohl kaum zutreffend und Frevel! Im Umkehrschluss sollen Parfüms welche in Sicht- und Griffhöhe platziert sind bevorzugt verkauft werden und der Werbeaufwand ist immens. Echte Klassiker haben jenes offensive umwerben offensichtlich nicht mehr notwendig, jedoch birgt dieser Umstand auch die Gefahr des Vergessens. Ich vermag nicht zu erahnen wieviele qualitativ hochwertige Parfüms diesen Tod gestorben sind.

So gilt es nun die Brücke zu Chanel "Egoist" zu schlagen.

Jener Klassiker stand weder auf Augenhöhe, noch aufwendig beworben im Regal. Vielmehr musste man ihn in seiner schwarzen und dezenten schwarzen Umverpackung erst einmal suchen um ihn anschließend entdecken zu können. Auch um billige Wäre handelt es sich nicht, doch es lohnt sich!

Zum Dank beschenkt er seinen Träger anfangs mit eher säuerlichen Orangennoten, einem Nelkenstrauss und blühenden Rosengewächsen. Zügig vollzieht er seine Verwandlung in Richtung leicht zimtigem Amber. Die Vanille bleibt für mich im Hintergrund. Die Sillage ist sehr präsent und auf Kleidungsstücken hält diese auch bis abends an. Wenn man durchgängig wahrgenommen werden möchte, so empfiehlt es sich ein bis zwei Sprüher am Nachmittag auf der Haut nachzulegen.

Eine tolle Entdeckung im unteren Regalfach!
2 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    11
Zicke Zacke Zimperlein, ich bin ein Mädel vom Sportsverein
Leider ist dieser wunderbare Satz nicht von mir, sondern von Dr. Erika Fuchs, der kongenialen Übersetzerin der meisten Donald Duck-Geschichten aus der Feder von Carl Barks.
Donald, den ich glattweg zu meinen Vorbildern zähle, ist in dieser Geschichte schon im ersten Bild als Mädel verkleidet zu sehen. Er hebt sein Kleidchen an einer Seite etwas an, tänzelt recht zierlich und singt dazu die oben zitierten Worte. Als Gesamtbild charakterisert das für mich recht viel von dem, was Egoiste ausmacht.
"Zimperlich" sollte man auf jeden Fall nicht sein, wenn man Egoiste trägt. Viel mehr In-Your-face als sich dieser Gewürz-Rosen-Vanille-Mix gebärdet, geht nämlich kaum. Vor Anwendung sollte man sich also besser in einen gewissen State-of mind versetzen und sich kurz seines momentanen Selbstbewußtseins vergewissern. Ähnlich lässig und gleichgültig gegen Rechnungen und andere Unbill wie z.B. gegen den allmächtigen Dagobert? Eher unempfindlich gegen das, was andere wie etwa Gustav G. denken könnten? Bestens!
Denn Egoiste ist eine unverbesserliche Diva, eine geborene Drama-Queen und eine Egoistin. (und beileibe keine spiessige Daisy)
Nicht der Träger ist hier der Egoist, nein, der Duft selbst. Was aber gar kein Problem sein muss.
Wenn je gestimmt hat, was meine Theorie ist - dass Düfte eigenständige Wesen sind, wirkliche Charaktere, Flaschengeister - dann hier. Ein Wesen mit sehr verschiedenen Seiten ist unsere Diva.
Pfeffer und verschiedenes Gehölz - das sind die Elemente, die den maskulinen Part tragen. Koriander kommt noch raubeinig und befehlsgewohnt dazu.
Unterwandert wird das aber sofort durch hemmungslose, überbordende Vanille in Verbindung mit einer üppigen Rose. Sehr weiblich, eigentlich passt hier girly fast besser. Und wie reagiert darauf der Koriander-Mann? Er nimmt seinen Hut ab, dreht ihn verlegen an der Krempe umher und murmelt etwas wie "Ma'm, die Männer sind hungrig und müde..."
Männliche These also und weibliche Anti-These. Uff - Dialektik in Parfum-Form? Jawoll, finde ich schon. Denn die Synthese, die harmonisierende, versöhnliche, zum Neuen verbindende, lässt nicht lange auf sich warten. Sondern erscheint in Gestalt von schmeichelnd-tröstenden Gewürzen wie Zimt und Nelke, kindlich-festlich-vernascht, lecker und lustbetont, verspielt und traumverloren.
Und - alles wird gut.
Du darfst ruhig Kind sein. Tanz, spring' verkleid' dich, sing!
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Flakon 8.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    3
Edler Tropfen
Ich bin so froh, diesen Duft vor wenigen Wochen probiert zu haben. Der Name Chanel stand für mich eher für Weiblichkeit, viel Glanz und Mode. Meine Vorliebe galt eher Ambre Sultan von Serge Lutens oder Fahrenheit von Dior. Vor wenigen Wochen kam eine Sendung bei Phoenix oder Arte über den Duftstoff "Sandelholz", den ich neben Amber sehr mag. Dort wurde gesagt, dass u.a. Chanelprodukte diesen Duftstoff beinhalten. Aus diesem Neugier heraus probierte ich Chanel Egoiste, das ich aus der Werbung von meiner Jugendzeit her kannte. Kaum probiert war ich trunken vom Duft. Konnte nicht glauben, dass dieser Duft, den ich Jahre lang ignoriert hatte, so etwas Zauberhaftes, Edles, in sich trug. Dieser Duft hatte etwas Magisches, das mich sofort an sich zog. Ich konnte nicht genug kriegen. Nun bin ich gottfroh Chanel Egoiste kennengelernt zu haben, es ist inzwischen mein Schatz, ich lieb es, und kann nicht genug davon haben. Ich hätte mir vor kurzem noch nicht vorstellen können jemals mich an ein Parfum verlieben zu können. Nun ist es aber geschehen.
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Flakon 8.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
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Tolle Werbung!
Edition: Ich darf mich gern korrigieren lassen. Ja, Proko, nicht Orff. Nur, wie komme ich darauf? Zur Dokumentation dieser offenen Frage lasse ich den Falschsinn unten stehen.

Ein Egoist zu sein ist den Werbemachern zu Kopfe gestiegen, Karl Orff! Ne, das war derart abstoßend, Chanel war damit für mich erledigt. Erst später, also genau vor 3 Wochen und einem Tag roch ich 'Egoiste' zum ersten Mal. Eine Zeitreise, die mir verdeutlichte, wie schlimm die Gegenwart doch zu sein scheint. Die derzeitigen brachial-ästhetischen Angebote erinnern viel mehr, in ihrer Art, an den Lieblingsarchitekten Arno Breker, als es das Geschmäckle des Orffschen Wunderwerks geschafft hat.

'Egoiste' finde ich mitlerweile ganz ordentlich. Vergleichweise fein ziseliert gibt es die Pracht chemischer Substitute zum Besten. Volltönende Hölzer, Blumen und delikat gehaltene Gewürze in einer gewissenen Nähe zur Fruchtigkeit schaffen einen interessant wechselhaften Akkord - kein Vergleich mit oft doch muffig natürlichen Ingredienzien. Paff! Die langwierige Entwicklung klassischer Männercolognes ist abgeschafft.

Fürwahr hat die Anmutung eine kulturfremde Intensität, eine grobe Direktheit. Als Musik würde ich ein Blechblasquintett zum Vergleich heranziehen. Nur, zu laut darf es nicht sein. Insofern stimmt der Vergleich nicht. Ein schmetterndes 'Egoiste' wird einem nur wenige Freunde machen. Und, ehrlich, man hat auch selbst nichts davon.
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Flakon 6.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.0/10
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Das Brodeln aus dem Abgrund
"Kommt herein.. kommt herein..... Ja! hierher , zu mir, folgt mir in das Labyrinth der Düfte". Wie ein Schausteller auf dem Jahrmarkt, der Reklame für sein Geschäft macht, raunt mir "Egoiste" zu. Nur ein kleines Pröbchen zwar, ca 2 ml Inhalt, hat die Kraft mich durch das Röhrchen zu erreichen.... oben, am Stöpselchen kann ich es erahnen. War wohl schon mal offen und schickt nun seine subtile Botschaft......
Ein winziges Tröpfchen auf die Armbeuge, und ich bin mittendrin in eigenartigen Traumsequenzen, in einer Art Mischung aus Labyrinth und Spiegelkabinett, in dem Düfte wiederhallen, die aus endlosen Wäldern zu kommen scheinen. Im nächsten Augenblick scheint man am Ufer eines Sees zu stehen, AN DEM HAUSHOCHE GEWÜRTSTRÄUCHER WACHSEN.. Und immer das leise Flüstern, das von überall un d nirgends zu kommen scheint... "Koooommm noch näher..... scheue Dich nicht.... wir behüten Dich....... kommmmmm!"
Richtung und Zeit sind lä#ngst schon aus der Erinnerung getilgt.
Nur das fast schwebende Gehen durch endlose Dufträume... viele Türen, viele.... viele......
Ach, denkt man, da kann ich auch noch bis zum letzten Ziel den Stimmen folgen....
Jetzt sind sie ganz nah... Gartennelken wirbeln durch einen Raum.. Sandel- und Zedernholz durch einen anderen....
Nun steh' ich am Rande eines Abgrundes, rötliches Glosen, leises Brodeln...... Zimtfarbene Lichtwirbel steigen in Blasen empor......
"Komm...spring.... trau Dich... na, mach schon...
Man kann nicht wiederstehen.. Schweben... Wirbel... immer schneller und schneller...... Aber die Landung ist weich.
"Nun bist Du mir erlegen" raunt die Stimme... Nun bist Du im "Parfumum" gefangen... Schön für uns Beide.."..
Die Falle hatte zugeschnappt.
DER DUFT IST EIN EGOIST........
Flakon 5.0/10
Sillage 3.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 5.0/10
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Zwischen Sandelholz und Seife
Ich habe dieses Parfüm angetestet, weil es oft in Foren zusammen mit dem einzigartigen Spice Bomb genannt wurde. Leider kommt es in der Komposition für mich nicht annähernd an Spice Bomb heran.
Ich muss dazu sagen, dass Parfüms mich schon in den ersten Minuten überzeugen müssen. Das ist bei Egoiste leider nicht der Fall. Nach dem Aufsprühen legt es eine fast schon penetrante herbe Süße an den Tag, danach gefolgt von einem sehr billigen, seifigen Geruch. Am Ende bleibt ein süßlich-sandelholziger Nelkenduft, der zwar nicht mehr die Penetranz der Anfangsdüfte hat, mich aber auch nicht wirklich vom Hocker reisst. Etwas besser als mittelmäßig aber in keinster Weise dem Hype gerecht, der seit den 90ern um dieses Parfüm veranstaltet wird.
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Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    12
N'ai-je donc tant vécu que pour cette infamie?
"Égoïste.
Où es-tu?
Montre-toi misérable!

Der zeigt sich von Anfang an schon ganz subtil mit einer ätherischen, holzigen Fruchtnote, wie Pflaumenschnaps, besoffenes Rosenholz, oder Mandarine in Vodka. Hält sich aber wie der Weiberheld im Werbespot noch hinter der mittigen Fensterverkleidung versteckt, denn....

"Prends garde à mon courroux, je serai implacable!"

Die heulenden, mit wehenden Haaren und bis zum High-End aufgemotzten verschieden attraktiven Frauen wettern furios zur Mitte hin, abwechselnd mit Wehklagen und Androhungen, dass man sich besser nicht mit ihnen anlegen solle, ihre Rache wird fürchterlich sein :

"Ô rage!
Ô désespoir!
Ô mon amour trahi?"

Diese halbherzigen (ja, sie wüten, heulen aber auch/gut, das kann allerdings auch gefährlich sein ;D) Drohungen haben allerdings auch die nonchalante Eleganz von Dekadenz und verworrenen Liebesbeziehungen und Affären, Herzschmerz, süße Hoffnung und das abwechselnde Spiel von heiss und kalt, und genauso weht einem die Herznote von Égoïste entgegen: Nach der fruchtigen zurückhaltenden Note traut sich ein Konglomerat heraus, reich an Zimt, dichter Nelke, gourmandige Noten gemischt mit einer einzigartigen Leder/Vanillekombi versprühen männliche Energie und Verwegenheit, sowie auch weibliche Harmonie und diese spezifische Kapriziösität, die eigentlich genau diesem Kerl zugeschneidert wird. Die Mischung ist unwiderstehlich, so auch sehr eigenwillig und unangepasst.

"N'ai-je donc tant vécu que pour cette infamie?"

Habe ich etwa dafür so lange gelebt? Dafür?! Das trifft hier zum Glück nicht zu, Égoïste ist nicht so ein Windbeutel wie der "Held" aus dem Werbespot mit der extra hierfür aufgestelltem Hotelfront in Rio de Janeiro, schlussendlich man kann einem Klassiker wie Égoïste garnicht genug Chancen geben, um ihn toll finden zu können oder zu "erlernen". Als ich jünger war, konnte ich nicht viel damit anfangen, ein süßlicher Duft, mit blumig-säuerlichem Einschlag, sogar Gummibärchen roch ich heraus. Es ist aber so, je länger man sich mit Düften beschäftigt, um so mehr lernt man Duftnoten zu differenzieren, herauszuriechen, benennen zu können, und schließlich auch wertzuschätzen, dazu genommen sei noch die Veränderung des Geschmacks. Nun rieche ich neben Zimt und Apfelkuchen auch wunderschöne Nelke, dieses ätherische zu Anfang mit einer schnapsartigen Note und Rosenholz, und auch durch den gesamten Duft eine Spirituosennote (Apfelschnaps?).

Égoïste ist ein einzigartiger Duft und deshalb für die Vollständigkeit und zum Überblick über Klassiker unbedingt empfohlen, für mich ein Muss des Testens, es gibt wenig bis gar nichts vergleichbares, und wenn dann Le Dandy pour Homme von d´Orsay, welcher weicher, runder und fruchtiger ist. Ein weiter vergleichbarer Duft ist Féminité du bois von Serge Lutens.
Deswegen, wann immer mir nach einem warmen, fruchtig-würzigen Begleiter ist, lasse ich meinen Blick über die Abfüllungen streifen und denke im Geiste an diesen genialen, prägnanten Werbespot, passend untermalt mit Prokofievs "Tanz der Ritter" aus Romeo und Julia:

"Montre-toi égoïste!
Égoïste, égoïste, égoïste, égoïste, égoïste, égoïste, égoïste, égoïste!"
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Flakon 6.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    5
Zuerst würzig und scharf, später Apfelkuchen
Den egoistischen Duft von Chanel sehe ich immer wieder im Laden, aber auch hier im Forum. Dennoch hatte ich ihn bislang nur mal so nebenbei probiert und wollte ihn schon immer mal richtig testen. Tja, damit hole ich dies nun nach und muss sagen, dass der Duft nicht schlecht ist.
Erstens ist er mal was anderes zu den vielen Allure Flankern und zweitens ist er nicht so schwach wie die zwar sehr schönen, aber kaum wahrnehmbaren Bleu de Chanels.

Der Duft:
Der Duft beginnt mit dem Koriander, der mir wie immer zwar nicht gefällt, dieser hier aber durch einige andere Duftnoten stark abgemildert wird. Ich finde, man riecht jetzt schon die Duftnoten aus der Herznote ein wenig heraus, die den Koriander abmildern, denn diese sind hauptsächlich der Zimt, der den Duft süßlicher macht, aber gleichzeitig wird er auch etwas schärfer durch die Nelke. Im Hintergrund sind aber auch blumige und ebenfalls leicht süßliche Rosen zu riechen.
Die Mandarine kann ich gelegentlich wahrnehmen, aber sie ist wirklich extrem schwach und kommt und geht eher.
In der Herznote bleibt der Duft erst mal würzig scharf mit kleinen süßlichen Noten, man riecht weiterhin hauptsächlich die Nelke und den Zimt. Der Koriander wird hier aber schon deutlich schwächer und stört schon bald auch nicht mehr (also zumindest all diejenigen, die wie ich dieses Gewürz absolut nicht mögen).
Etwas später kommen Amber und Vanille dazu. Diese bleiben zunächst noch hinter den Gewürzen, aber nach einigen Stunden werden diese immer schwächer, so dass der Duft am Ende mehr süßlicher ist. Sehr viel später kommt der Zimt zurück und der Duft fängt an, wie leckerer Apfelkuchen zu riechen, mit Puderzucker drauf,… lecker!!

Die Haltbarkeit und Sillage:
Der Duft hat eine ziemlich gute Haltbarkeit von mehr als 12 Stunden, wobei nach ca. sechs Stunden die Sillage aber deutlich zurückgeht und der Duft nach 9-10 Stunden wie oben beschrieben eigentlich nur noch wie Apfelkuchen riecht (was aber auch schön ist).
Also die Sillage ist super. Von Beginn an duftet er ziemlich stark, so dass er beim aufsprühen sehr raumfüllend sein könnte. Abgesehen davon wird er auch eine ziemlich gut riechbare Duftfahne hinterlassen, da die Ausstrahlung einige Zeit auf hohem Niveau bleibt.

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig mit abgeschrägten Seitenkanten (also eigentlich achteckig) und einem etwas dicken Glasboden. Es gibt kein Etikett auf der Vorderseite, stattdessen sind Name und Marke direkt auf den Flakon gedruckt worden. Der schwarz glänzende Deckel führt die Form des Flakons weiter. Trotz der simplen Aufmachung sieht der Flakon ganz gut aus.

Ja, der Duft ist gar nicht mal so übel. Vergessen wir mal den korianderischen Anfang (was aber normal zu sein scheint für ein Duft der 90er,… oder?). Denn nur wenige Minuten nach dem Aufsprühen wird der Duft immer besser und fängt an, einem zu gefallen.

Durch die anfänglichen, stark würzigen Noten ist Egoiste auf jeden Fall ein Duft für den Herbst und Winter. Und ich finde auch, dass er mehr ein Duft zum Ausgehen oder andere ähnliche Anlässe geeignet ist, da er fast schon zu schade, aber auch stark für den täglichen Gebrauch zu sein scheint, naja, wie immer ist sowas ja aber Geschmackssache.

Warum der Duft Egoiste heißt? Tja, keine Ahnung. Laut Beschreibung ist er der ideale Duft für „starke Persönlichkeiten“. Ob das eine Umschreibung für Egoisten ist? Ach, ich weiß es nicht. Ich hoffs mal nicht :D
Hmm,… meine Gedanken wandern wieder zu einem leckeren Apfelkuchen…

Auf jeden Fall ein Duft, den man(n) mal testen könnte und der auch mal was anderes ist wie die erwähnten, ewigen Allures.
1 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
Joe
Hilfreicher Kommentar    8
Starkes Ego!
Als Égoïste in den Neunzigern auf den Markt kam, hat Chanel mal wieder gezeigt, das man Luxus durchaus mit starkem Selbstbewusstsein tragen kann, aber immer noch am eindrucksvollsten wenn er geprägt ist von Stil und Understatement.
Damit setzte das französische Haute-Couture-Haus einmal mehr ein Zeichen und grenzte sich ab gegen all die aquatischen Modewässerchen, die gerade in dieser Epoche in einer wahren Flut auf den Markt geschwemmt wurden.

Der Duft hat mich damals sofort in seinen Bann gezogen und so sparte ich mein Taschengeld um mir einen Flakon davon kaufen zu können, wenn ich mich recht erinnere war es sogar mein erster selbst erstandener Duft...
Mit viel Stolz trug ich Égoïste in der darauf folgenden Zeit und freute mich natürlich über die Komplimente, die ich dafür erhielt.
Über 25 Jahre ist das her und das Schicksal wollte es offensichtlich, das mir kürzlich ein Vintage Fläschchen des After Shaves in die Hände fiel.

Wie von Chanel gewohnt ein quadratischer schlichter, aber deshalb nicht minder edler Flakon mit klarem Schriftzug.
Die Schachtel in tiefem Schwarz, die Schrift darauf im Kontrast in Weiss.

Sehr eindrucksvoll inszenierte sich auch der TV-Spot mit den um die Wette schreienden Damen:

"Égoïste, Égoïste, Égoïste"

Ja, er ist ein Egoist, aber auf charmante Art, so wie man es bei einem Franzosen erwarten würde.
Ganz selbstverliebt geht es hier nur um ihn und somit tritt das herrliche Wässerchen auch äusserst selbstbewusst auf.

Keine frischen Noten, nichts Fruchtiges, nein nein, Maître Polge leert für uns das üppige Füllhorn der Gewürzorgel, kombiniert hierbei meisterlich die kräftig-würzigen Akkorde mit krautigen und dezent-scharfen Aromen.

Flankiert von eher zurückhaltenden floralen Noten entwickelt sich der stolze Herr feinholzig und balsamisch.
Dominante Akkorde stellen sich ein, aber sie harmonieren trotz ihrer kräftigen Präsenz mit den Gewürznoten in meisterlicher Komposition.

Leder und Tabak betreten geräuschvoll die Bühne und bilden ein sich duellierendes Duo.
Bevor es jedoch zu Verlusten kommen könnte, beschwichtigt lieblich-liebäugelnd die Vanille und sorgt erfolgreich für Frieden und Harmonie im Flakon.
Stets schwingen bei Égoïste elegante pudrige Nuancen mit und lassen durchaus hinter den so markant-männlichen Gesichtszügen eine gewisse Verspieltheit erahnen.

Keine Frage: Ein echter Egoist, aber ein äusserst liebenswerter!
2 Antworten
Flakon 6.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 9.5/10
3
Der Verwandlungskünstler
Als ich zum ersten mal Egoiste roch, konnte ich diesen Duft, besser gesagt: die Kopfnote, anfangs überhaupt nicht einordnen. Und um ehrlich zu sein, es fällt mir weiterhin schwer. Ich nehme an, dass Mandarine und Koriander die Kopfnote dominieren. Zumindest ist die Kopfnote sehr individuell und aufgeregt. Was sich wunderbar in die Entwicklung des Duftes einfügt.
In der Herznote ist Zimt omnipräsent und wird von Nelke flankiert, wodurch der Duft ruhiger wird um fließend in die Basis überzugehen. In erster Linie nehme ich Holz und Vanille wahr, Jede Aufregung ist verflogen, Egoiste ist in der Basisnote ruhig und zurückhaltend. Er ist zwar präsent, aber drängt sich niemandem auf. Gewissermaßen ist er für mich der ideale Winterduft, eine übliche Assoziation zu diesem Parfum ist sicherlich Weihnachten, aber darauf sollte er nicht reduziert werden. Man könnte sagen, Egoiste widerspricht sich selbst, er ist ein geselliger Duft, kein Einzelgänger, andererseits passt er perfekt, wenn man den einen Menschen gefunden hat, den man mit niemandem mehr teilen muss.

Sillage ist gut, Haltbarkeit liegt bei 8+ Stunden. einzig der Flakon wirkt zu beliebig für dieses Parfum.
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
4
Vincent Vega und Marcellus Wallaces Frau
// Egoiste und ich haben uns vor gut einem Jahr kennengelernt. Ich wollte ihn schon länger mal testen und bin daher kurzerhand in eine gute kleine Parfümerie gefahren, von der ich wusste, dass es dort noch die ältere Version mit dem rauen Deckel gibt. Warm, wärmer...Disco! Nach dem ersten testen war ich sofort überzeugt. Ich liebe diese Chanel-DNA einfach! Er ist warm, würzig, zimtig und f**t auf dich wenn du aufmuckst und ihn verärgerst. Doch wie kann man einen Duft verärgern? In diesem Fall ist es relativ einfach: überdosiere. Das mag er gar nicht. Das zeigt er dir indem er ganz Killer wie er ist dir auf dein Nervenzentrum pocht und dich schlicht und einfach umzubringen versucht. Darum achtet auf die Dosierung und alles ist gut. Aber wie stelle ich nun den Bezug zu meiner Überschrift her? Nun, ich suche immer gern nach Vergleichen und wenn ich den fantastischen Egoiste trage verwandeln wir uns beide in zwei meiner Lieblingsfiguren aus "Pulp Fiction". Er ist Vincent Vega philosophierender Gangster mit dem Hang zur überproportionalen und beiläufigen Gewaltanwendung. Ich bin Mia Wallace, die Frau des Bosses. Lasziv, drogensüchtig, leicht vernebelt und ein bisschen weise. Ich erzähle nun also von meinem ersten Tag mit Egoiste //:

Er kam plötzlich durch meine Tür, auf die ich schon einen Zettel geschrieben hatte. Er solle ruhig reinkommen und sich einen Drink genehmigen. Er war total auf H aber fuck, was für ein Geschöpf! Genau der Spagat zwischen vom Testhostheronüberschuss gezeichneten Irren und sanftmütigen Lover. Balance, trotz Taubheit der Sinne. Ich zog mir schnell meinen Stoff durch die Nase und los gings ins "Jack Rabbit Slims". Dort angekommen spielte bereits eine fantastische 50s Musik. Live natürlich! Ich ging zielgerichtet zu unserem bereits reservierten Tisch, er jedoch musterte jedes Detail des Restaurants und sah aus als hätte er gerade eine psychedelisch angehauchte Downphase. Er ging sogar an unserem Tisch vorbei. Ich rief Ihn herbei und er kam, ganz Gentleman der er ja eigentlich ist. Ich bestellte einen "Derwood-Curby Burger"-blutig und einen 5$-Shake. Er ein vor Blut spritzendes Steak und ne Vanilla Coke. Der Boy steht nämlich insgeheim auf Vanille, auch wenn er das mit seinem überbordenden Zigarettenkonsum vertuschen möchte. Die Vanille kommt oft leicht zum Vorschein! Aber was rede ich, ich bin selbst süchtig nach diesem Tabak. Er drehte mir eine, diese degenerierte Irre. Unsere Getränke kamen und während der fantastisch komplex verzerrten Gitarrenklänge von "Rumble" sprachen wir kein Wort. // Zurück in die echte Welt. Es war mittlerweile abends. Ich saß auf meinem Sofa, während ich meine Gefühle für dieses Meisterwerk von Jaques Polge kaum in Worte fassen konnte. Ich roch an meinem Handgelenk und ich bemerkte die Stille um mich herum, und welche innere Ruhe und Ausgeglichenheit mir dieser Duft bescherte. Doch jetzt wieder ins Restaurant. // Ich sprach Ihn auf dieses peinliche Schweigen an, und zog letzten Endes folgenden Schluss, dem ich Ihm sogleich mitteilte: "Man weiß immer, dass man jemand ganz besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für 'n Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann". Darauf erwiderte er lediglich: "Tja, ich denke soweit sind wir noch nicht, aber machen Sie sich nichts draus, wir haben gerade erst angefangen." Wie wahr. Der Moderator des Unterhaltungsprogramms der Showbühne des Restaurants rief den "Jack Rabbit Slims Twist Contest" aus. Ich will diese Trophäe! Er lehnte natürlich zunächst wehement ab mich zu unterstützen. Doch ich saß hier am längeren Hebel. So tanzten wir nach einer kurzen Vorstellung unserer Namen zu Chuck Berrys "Never Can Tell" wie jeder Mensch tanzen sollte: Peinlich und dabei durchströmt von subtiler Coolness. Wir "gewannen" den Pokal und kamen euphorisch wieder daheim an und mussten uns beherrschen nicht übereinander herzufallen. Ich war ja bereits vergeben... Mal schauen wie es weitergeht. // Als ich an diesem Abend im Bett den letzten Hauch von Ihm wahrnahm, wusste ich, er wird immer unbeherrschbar bleiben, doch das ist es wert.

Kurz gesagt: Egoiste ist fanstastisch. Und Pulp Fiction der beste Film aller Zeiten.
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    4
Simon Baker ( The Sunnyman) In The Bottle
Wenn ich an Chanel besten Herrenduft aller Zeiten (für mich) denke, so muss ich sofort an einen "Sunnyman" denken. Und zwar an Simon Baker. Zu ihm würde Ègoiste wie angegossen passen.

Ich liebe an diesen Menschen, dass er sich viele Rollen anpassen kann. Sein Lächeln verzaubert. Er ist mal sanft, mal romantisch und mal auch stürmisch. Ja, im "geistigen Auge" sehe ich wie dieser Mann Ègoiste benützt.
Es passt so gut zu ihm. Er ist mein Idol.

Ègoiste fängt für mein Empfinden kirschig und etwas fruchtig mit einem Hauch Apfel. Man erkennt auch Gewürze und eine samtene rote Rose. Die Basis wird sogar etwas süßlicher durch Vanille. Aber auch eine edle "Zigarrennote" rieche ich sehr schön heraus. Mehr nicht . Aber es reicht, da sich der Duft nicht all zu "verfremdet" bzw. stark "verändert". Ich hasse nämlich nicht´s mehr wenn man einen Duft aufsprüht und man ihn nach einer Weile nicht mehr wiedererkennt.

Hier verändert sich der Duft zwar von Kopf zu Herznote aber sehr harmonisch. Ich möchte sagen "fließend" geht der Duft später zur Basisnote. Ohne dass man jetzt denkt, der roch aber ganz anders vorhin.

Ègoiste ist wie ein geheimnisvoller Abend voller Versprechungen, Wie eine leidenschaftliche Umarmung. Ja, bei diesem Duft sehe ich wie die Frau mit ihren Fingern über die Haare ihres Liebsten streicht während ihre Lippen auf seinen sind. Ègoiste ist ein sehr erotischer Duft, dass dürfte ja jedem klar sein.

Es tut mir Leid wenn ich jedes Mal Simon Baker erwähnen muss. Aber dieser Duft passt so gut zu diesem sympatischen Blondschopf mit dem stahlblauen Augen.

Ich bin froh Ègoiste in der alten Fassung zu besitzen. Meine Flasche aus dem Jahr 1994 riecht stärker als eine Version aus dem Jahr 2008. Ich habe beide Versionen und das Ègoiste aus dem Jahr 1994 ist schon dunkelgelb geworden während das Ègoiste aus dem Jahr 2008 hellgelb fast durchsichtig ist.
Vielleicht ist dieses "nachdunkeln" dem Alter geschuldet. Aber weder die Version aus 1994 noch die andere aus dem Jahr 2008 sind gekippt oder sonstiges. Ich bewahre meine Düfte aber bei normaler Zimmertemperatur in der Kartonage und verschlossen im Schrank. Darum habe ich bis heute keine gekippten Düfte. Obwohl einige wirklich Jahrzehnte auf den Buckel haben.

Was das Durchhaltevermögen von Ègoiste betrifft ist dass die ältere Version viel länger hält als die aus den Jahr 2008. Die alte Version mit bis zu 11 Stunden, während die 2008er mit knapp 7 Stunden immerhin auch noch gut abschneidet. Die Sillage ist wie die Einteilung des Durchhaltevermögen oben einzuordnen. Ich beurteile oben alles mit 100% einiges gilt der alten Version bzw. der Version aus 2008 und so gleicht sich alles aus. Denn eine negative Bewertung hat der 2008er Ègoiste nicht verdient.
Es kann aber sein, dass der aktuelle Ègoiste vielleicht noch um einiges "schwächer" von der Duftform ist als meine beiden Versionen.

Leider habe ich da keine Informationen und Ègoiste habe ich seit langer Zeit nicht mehr getestet. Was mir noch gut an diesem Duft gefällt ist der "robuste" Flakon mit dem ebenholz schwarzem Verschluss. Es macht einen wertigen "kantigen" seriösen Eindruck. Ich bin zufrieden.

Ich würde mir nichts sehnlicher Wünschen, als dass Simon Baker Testimonial zu Ègoiste sein könnte. Es wird Zeit, dass Chanel seine älteren Herrendüfte mal mehr "Beachtung" schenkt. Wenn sie es mit dem legendären Chanel N°5 können, dann können sie auch Antaeus oder Ègoiste mehr vermarkten.

Bis es so weit ist werde ich Simon Baker "im geistigen Auge" sehen wie er sich mit Ègoiste besprüht und dann einfach wundervoll "lächelt" denn dass kann dieser Mensch am besten. Keep Smile Simon.
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4
Nicht besonders hilfreich....
, dieser Kommi, aber egal:
Ich fand diesen Duft damals so fürchterlich, dass ich immer gesagt habe: Wer den trägt, ist wirklich ein Egoist, weil ihm die Riechorgane seiner Mitmenschen wurscht sind!

So: Ein Nachtrag aufgrund der Antwort von Olfacto, liebe Dank übrigens!!
Das schönste Parfün kann zur Katastrophe für die Mitmenschen werden, wenn es nicht angemessen dosiert wird und der Träger nicht der Richtige ist! In meinem Fall war der Träger mein damaliger Freund und ich fand ihn damals auch toll und heute frage ich mich, wie das passieren konnte....Er war sehr klein und zierlich und liebte diesen Duft , am liebsten üppig dosiert, was bei mir Kopfschmerzen bis hin zur Übelkeit verursachte.
Leder und Tabak als Auftakt, das war bereits zu viel für ihn und auch für mich, die Rose erscheint und vermischt sich mit dem leder zu etwas, dass mir Migräne bereitet (kein Spruch!), dann Koriander und Mahagoni, Kam er mir zu nahe, musste ich mich abwenden, weil die Intensität dieser Mischung meine Geruchsrezeptoren überlastete. Mindestens 3 dieser Komponenten kann ich eh schon nicht leiden , das Duftgemisch war viel zu heftig und dramatisch und raumgreifend und erschlug diesen kleinen blassen Mann und mich gleich mit. Ich erlebte Egoiste nicht als warm , sinnlich oder angenehm, alles an diesem Duft war für mich zu laut, zu grell und zu heftig für einen Männerduft: Schaut her, hier bin ich!! Mein damaliger Freund wurde förmlich unsichtbar unter seiner eigenen Duftwolke, obwohl er wahrscheinlich genau das Gegenteil erreichen wollte mit dieser Duftwahl. Fazit: Meiner Meinung nach ist dieser "starke" Duft nur etwas für gestandene Männer, weder jung noch alt, und BITTE: Dosiert sparsam, nicht raumfüllend und das geht schnell mit Egoiste!!
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
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Jacques Polge Meisterwerk - die wahre "Gewürzbombe"
Als Egoiste auf den Markt kam war ich gerade mal 17 Jahre jung. Und ich musste ihn unbedingt haben. Damals vor allem wegen der einzigartigen Kopfnote. Heute - einige Jahre älter und noch mehr Parfum-Erfahrung reicher - muss ich klar sagen: Ja, die Kopfnote mit Ihrer Würze, Frische und Süße ist immer noch eine schirre Wucht. Aber mittlerweile liebe ich die Basisnote noch mehr (warme Hölzer auf einem weichen Vanille-Bett). Der Drydown ist einfach traumhaft. Egoiste ist komplex, vielseitig und passt nahezu immer - außer vielleicht im Hochsommer (aber dafür gibt es ja den kleinen Bruder Platinum Egoiste). Der Duftaufbau und -verlauf zeigt die Klasse des Herrn Polge: originell, hochwertig und komplex. Kleiner Wehrmutstropfen: mir kommt es vor, als ob mit dem Update des Flakons auch der Duft etwas verändert wurde - er ist nun leider etwas leiser und Sillage und Haltbarkeit haben gelitten. Auf meine Nachfrage bei Chanel wurde mir zwar versichert, dass der Duft nicht verändert wurde, aber meine Erfahrung ist leider eine andere. Trotzdem hat Egoiste einen festen Platz in meiner Duftsammlung und wird mich auch die nächsten Jahre begleiten.
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Duft 10.0/10
1
Egoiste - Missverständnisse über einen Namen (Eine Erklärung)
Viele Menschen stören sich an dem Namen dieser Kreation: Egoiste. Der Duft ist traumhaft schön, doch ein Egoist - das will doch kein Mann sein, das ist negativ! Warum heißt dieser Klassiker also Egoiste?
Die Antwort wird doch mit der Werbung mitgeliefert: Er ist mit einer Frau im Hotelzimmer, liebt sie (vermutlich sehr) und alle anderen Frauen schreien, dass er ein Egoist ist, bei dieser einen Frau zu sein und zu bleiben. Er ist ein Egoist, weil er sich nicht an alle verschenkt, sondern sich dort versteckt, obwohl sie ihn alle begehren und haben wollen. Er ist Egoist, weil er sich aufspart und treu bleibt - wilde, unkontrollierbare Begierde auf Grund des Duftes und seines Stils, seiner Attitüde.
Als Egoiste erschien, habe ich sofort zum Sturm auf die nächste Parfümerie angesetzt, denn ich benutzte den chanelschen Mythos der Altgriechen, der unbesiegbar war (heute sind die Griechen unbesiegbar im Euro). Kann ein Parfümhaus sich selbst besiegen? Ich sprühte los und schnüffelte neugierig. K.O.-Niederlage für den egoistischen Jungspund.
Mein beherztes Urteil war vernichtend: "Das riecht nach Krankenhaus mit Pflaume!" Medizinisch, wie ich befand. Danach habe ich ihn nie wieder eines Blickes gewürdigt, bis...
Zumindest lag ich mit der Pflaume gar nicht schlecht - denn die Zimt-Kuchen-Assoziation weist schon in die richtige Richtung. Fakten zu Inhaltsstoffen der Wässerchen wurden in dieser Zeit kaum oder gar nicht bekannt gemacht, man war auf seine Geruchsnerven angewiesen. Die Dufthäuser veranstalteten einen dem MI6 ähnlichen Geheimdienst-Kult ala Spectre. Ich war in den frühen 90ern bei einem Parfümeur in Wolfratshausen zugegen, der gerade verzweifelt versuchte, die Rezeptur von Paloma Picasso decheffrieren zu lassen. Kaum zu glauben, dass sich das Damenwässerchen dieser selbsternannten Design-Nebelkrähe sehr gut verkaufte. Schert sich mit Recht keiner mehr drum - um die Dame mit der ausladenden Nase.
Ich ging derweil meinen Weg in Begleitung des anderen Altgriechen vom Pariser rive gauche, wechselte zu Insense, Fahrenheit und Terre.
Es war auf dem Flughafen in Casablanca, ich schnüffelte mich so durch die Duty-Free-Reihen und landete am Chanel-Counter (Anglizismen forever). Nach all den geschnüffelten Bangs und Booms, Kokos und Ricos, Man, Hommes, Lui, Si, No und Amens war mir nach Klassik. Gekonnt hielt die Verkäuferin, Verzeihung Sales Consultant, einen Papierstreifen in der einen und Egoiste in der anderen Hand. Sie zielte routieniert und benässte zierlich die wehrlose Pappe, zog sie an meiner Nase vorbei und nickte bestimmend. Hielt sie mich etwa für einen älteren Herrn (was ich nicht bin) mit unangenehm medizinischem Körpergeruch? Wie grässlich.
In diesem Moment setzte in meinem Kopf der 4. Satz aus Mahlers Fünfter ein. Mein Gehirn zeigte mir die Lagune, das rauchende Dampfschiff, den Dunst und dahinter die Stadt, die langsam Konturen annimmt, den fürchterlichen Geck, den Lido und Murano: Der Tod in Venedig, die sinnliche Harfe, das Anschwellen der Musik, die irre Steigerung, das Erblühen der Leidenschaft, Sehnsucht, der Wahnsinn, die Seuche und schliesslich der hölzerne Tod. Egoistisch und konsequent schiebt sich der liebende Professor seinem Ende entgegen. Das ist es ihm wert, denn er hat das Schönste gesehen und erlebt, das er sich erträumen kann: die Liebe. Diese Musik klingt in Egoiste, denn die verzehrende Liebe, die dunkelrote Rose, das zimtene Begehren und der unvermeidliche Tod sind Egoisten, weil sie alles fordern. Bravo, all das ist Egoiste und verklingt mit der zärtlichen Harfe.
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    8
Wie Alles begann...
Hallo liebe Parfumo Cummunity,

das ist Er also nun, mein erster Kommentar.
Und der erste Kommentar, den ich verfassen möchte, beschreibt mein erstes Dufterlebnis und den Eintritt in die fantastische Welt der Düfte.

Egoiste bin ich vor ca. 8 Jahren das erste mal begegnet. Ich war auf der Suche nach einem aussergewöhnlichen, wiedererkennbarem Statement, welches ich in Egoiste wiederfand. Mein erstes "richtiges" Parfum!

Ich ging in die Stadt und sagte mir: "Dein Erster, der muss etwas besonderes sein - und teuer muss es sein!"
Jaja, in meinem damaligen Glauben dachte ich tatsächlich, dass Chanel und die zu zahlenden Preisen das High-End Niveau waren :).
Also begab ich mich in die nächste Parfümerie und wurde prompt von einer Verkäuferin abgefangen. "Kann man Ihnen behilflich sein?" Ne ich schaue nur, sagte ich und stellte einen Flakon wieder zurück ins Regal.

Fast schon peinlich berührt, begab ich mich in den nächsten gang und sah dort diesen Schriftzug "Chanel -Égoïste"! Hmm, lustiger Name für ein Parfum, dachte ich mir und sprühte etwas auf einen Teststreifen und auf den Handrücken - Oh Gott, was ist das denn, dachten ich und meine jungfreuliche Nase sofort. Weg mit dem Teststreifen in die Jackentasche, Hand ausserhalb der Reichweite der Nase.
Ich war im ersten Moment geschockt - das war also Chanel, irgendwie abstrakt wenn man vorher nur Drogeriedüfte kennt. "Das muss ich mir aber nochmal gründlich überlegen, ob mir mein Geld für so etwas nicht zu schade ist" dachte ich mir und verließ erstmal die Parfümerie.
Ich setzte meinen Stadtbummel fort und vernahm ständig diesen Geruch, ich war so fasziniert davon, dass ich mich erstmal auf die nächste Bank setzen musste und anschließend etwas genauer an meiner Hand zu schnuppern.
WOW! - Das riecht anders - und dieses "anders" gefiel mir sehr, denn ich muss gestehen, sollte der Duft auffallen und Reaktionen hervorrufen, jekritischer desto Besser.

Also wieder zurück in die Parfümerie.

Als mich die Verkäuferin zwischen den Regalen von Chanel, Prada, Dior und Hérmes mit dem Egoiste Flakon in der Hand entdeckte, eilte sie schnell herbei um mir mitzuteilen, dass Dieser wohl nicht der passende Duft für mich sei. "Der ist eher etwas für ältere Herren - zu Ihnen würde etwas sportlicheres viel besser passen" brachte Sie mir entgegen.
Ich griff zu dem 100ml Flakon, streckte ihn Ihr entgegen und sagte: "Den nehm' ich!" Sichtbar verwundert sagte Sie nur: " Der kostet aber 77€" ich darauf "Ja ich weiss, nehm ich!" - es war geschafft, mein erster teurer, provokanter Duft und die Verkäuferin war auch etwas baff. Das gefiel mir schon ein bischen, muss ich zugeben :).

Zum Duft selber muss ich sagen, dass ich mich damals noch kaum mit den einzelnen Inhaltsstoffen und Duftnoten befasst habe. Heute kann ich sagen, dass das kranke aber geniale Zusammenspiel der zimtigen, vanilligen Wärme in Kombination mit der Kratzigkeit und abstrusen Bitterkeit des Patchouly und Sandelholz (diese Noten nehme ich verstärkt war) einfach genial ist.

Aus dieser Situation heraus und mit der Mission, aufzufallen und zu provozieren, begab ich mich von diesem Tage an in die weite Welt - heute sind es knapp 70 Flanker die ich mein Eigen nennen darf! Ich bin froh, dass es diese Plattform gibt, denn ohne Sie und die Kommentare der Cummunity hätte ich heute so manchen Schatz nicht in meinem Besitz!

Danke dafür an Euch alle!

Und wie Buzz schon sagte: "Bis zur Unendlichkeit....und noch viel weiter!"

....Merci Chanel für den Verkauf der Eintrittskarte!

Liebe Grüße
Maverick
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Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    15
Encore Bois Noir
Seinen Namen, Égoïste, hab' ich von Anfang an weder verstanden, noch gemocht - und ebenso wenig die seinen Launch begleitende Marketingkampagne in den 90ern, die mit den schreienden Frauen. 'Égoïste', das klingt nach einem breitbeinig gehenden (und denkenden) Arschloch - einem, der in einem schwarzen TT mit 240 km/h - kann ein TT 240 km/h? Ich hab' keine Ahnung, merke ich eben - andere Leute schon von weitem von der linken Spur wegblinkt. Das klingt nach jemandem, der sich - pardon, wenn das jetzt ein bisschen vulgär ist - gleich nachdem er 'fertig' ist, grunzend zur Seite abrollt, weil 'sein Job' ja erledigt ist.

Chanels Égoïste ist keins von beidem.

Er ist ein pointierter, kraft- und charaktervoller Duft, dunkel in seinem Wesen und durchaus ein kleiner Boss, das schon - jedoch nicht laut, nicht lärmend, geschweige denn gewöhnlich. Virtuos balanciert er zwischen bitteren (Tabak) und balsamischen Akkorden (die Hölzer), zwischen ernsten (Leder) und tröstlichen, einschmeichelnden Momenten (Zimt und Vanille). Dazwischen webt er augenzwinkernd eine überaus elegante - immerhin ist er Franzose - Seifigkeit (das sind die Blumen), die ihm eine Leichtigkeit verleiht und dann erhält, die gar nichts Frisches hat, sondern stattdessen eher etwas - Junges.

Égoïste ist dabei kein Duft für jemand wirklich Jugendlichen, dafür ist er zu ernst, vermutlich einfach auch etwas zu komplex. Er ist andererseits auch kein Duft für jemand Reifen, der sich jünger machen möchte, als er ist - auch dafür gibt es andere Kandidaten. Er ist wie die Lachfältchen um die Augen eines Vierzigjährigen, die ihn für die Dauer eines Wimpernschlags wieder wie zwanzig aussehen lassen - oder wie der Wind in seinem noch nicht grauen Haar, während er einen Augenblick lang an den Hund denken muss, den er als kleiner Junge hatte und einst ganz hinten unter dem Apfelbaum begrub. Voll Seele und Persönlichkeit ist er - präsent, aber nicht laut, fordernd, aber nicht anstrengend - ein Charakterkopf, aber sicherlich kein Egoist. Und ewigjung.

Fazit: Ende der 80er wurde Égoïste probeweise als 'Bois Noir' schon einmal von Chanel gelauncht - die wenigen Flakons aus dieser Zeit werden heute gehandelt wie Teile des Bernsteinzimmers. Sie hätten es beim ersten Namen lassen sollen.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 6.0/10
5
Aus Traum wird Albtraum
O.K. Ich bin neu hier, ich habe natürlich nicht im Ansatz so eine feine Nase wie langjährige Mitglieder. Zu dem Duft wurde schon so viel schönes feines und aussergewöhnliches geschrieben.
Ich spielte schon seit längerer Zeit mit dem Eintritt in dieses Parfümliebhaber-Forum, da ich einfach ein Parfümoholiker bin, und ich schon so oft Einblick in die Meinungen verschiedener Rezensionen getätigt habe um mir ein Bild machen zu können von vielen Düften.
Ich fühle mich fast schon gezwungen, gerade weil es sich um das Haus CHANEL dreht, meiner Enttäuschung Luft zu verschaffen. Ich bin dermassen negativ von der Haltbarkeit des Duftes überrascht und wollte dies einfach mal so in den Raum stellen.
Mich würde interessieren ob auch andere User u.U. die gleiche Erfahrung gemacht haben, oder habe ich da irgendein Montags-Fläschchen erwischt. 100ml von Egoiste und das Parfüm startet wie von vielen beschrieben, jedoch ändert sich das innerhalb von max. einer Std. in ein nur noch ganz leicht auf der Haut vernehmbaren Vanille-Touch. Ich nehme den Duft nach 2Std. kaum noch wahr. Ich weiss nicht ob er reformulliert wurde; aber für mich den "Relax-vergötternden" leider nicht mehr produzierten Davidoff-Junkie ist das ein Reinfall.
Steinigt mich, ihr Parfumo-Profis aber etwas anderes kann ich nicht schreiben.
5 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    6
Ein Monolith
Es begann Anfang der Neunziger mit einem genialen Werbespot. Eine Reihe eleganter Frauen schrie sich das Liebesleid und die Wut über den Egoiste aus dem Leib, schlugen dabei rhythmisch und synchron die Fensterläden auf und zu- und das Ganze zu "Montagues und Capulets" aus Prokofieffs Romeo und Julia- was für ein Feuerwerk! Und eine völlig angemessene Werbung für einen Duft, den ich auch heute nach fast 25 Jahren noch immer als absolut mit nichts zu vergleichen bezeichnen würde- ich habe noch keinen Duft gerochen, der Egoiste ähnlich wäre.
Obwohl 1990 erschienen, ist Egoiste ein Kind der 80ger, einem Jahrzehnt, das schwere und opulente Düfte hervorgebracht hat. Und schwer und opulent ist Egoiste nun wirklich.
Weiter unten habe ich als Ktitik gelesen, Egoiste sei mehrere Düfte in einem, er sei viel zu komplex. Das rieche ich auch so, bewerte es aber absolut positiv: Egoiste ist unglaublich vielschichtig, entwicklungsreich und unverwechselbar.
Ich muss hier wieder meine geringe olfaktorische Erfahrung offenbaren, denn die vielen Duftnoten, von denen hier die Rede ist, erreiche ich nur zum Teil: Nelke, Zimt und Vanille sind bei mir eindeutig zu erkennen, gut ausbalanciert. Davon, dass die Nelke zu dominant sei, wie andere beschrieben haben, kann ich nicht sprechen. Aber Egoiste riecht nicht nach einem klebrig süßen Weihnachtsmarktsbesuch. Denn bei mir zumindest ist er auch sehr frisch, geradezu grün, holzig-würzige Noten kommen auch zum Tragen. Egoiste ist all das zusammen. Er wirkt dabei aber nicht unausgegoren oder unentschlossen, sonders organisch, rund, einfach perfekt.
Egoiste hat eine hervorragende Haltbarkeit und eine gewaltige Sillage, der füllt wirklich den ganzen Raum! Seit den frühen 90gern trage ich ihn immer wieder und er hat nie seine Anziehungskraft auf mich und auch auf andere eingebüßt. Man sollte Egoiste vorsichtig dosieren, da er einfach sehr wuchtig ist und nicht jedermanns Geschmack ist. Aber genau das ist ja auch reizvoll.
Egoiste ist ein Monolith unter den Düften, einer, der wuchtig und unerschütterlich absolut für sich allein steht.
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    6
Wohlfühl-Duft für den Winter!
Eigentlich gibt es nicht viel zu sagen - es wurde ja schon alles geschrieben!
Ein wirklich toller Duft. Das Vanille ümhüllt einen quasi und man hat das Gefühl man ist mit einer schönen Feder-Decke aus Vanille, Tabak und Zimt zugedeckt. Im Winter wenn es draußen schneit und man den Keks Duft aus der Küche riecht. Wahnsinn! Dennoch ist es nie over the top oder kleistrig. Es ist einfach perfekt! Ich liebe Égoïste. Danke Chanel!
Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
6
Egoistischer Rotkohl
"Égoïste" war ein Blindkauf. Bei dem Preis sicherlich gewagt, aber im Januar diesen Jahres war ich der festen Überzeugung, ich könne mit diesem Duft von Chanel nichts falsch machen.

Als ich ihn vor einem halben Jahr getestet habe, wurde mir sofort klar: Niemals wieder ein Blindkauf. Dieser Duft hat eine solche Vielschichtigkeit, aber irgendwie habe ich das damals alles ausgeblendet und nur diese verfluchte Nelke gerochen. Und ich hasse (!) Nelke. Sie erinnert mich einfach immer an ein wunderschönes Familienessen mit Braten, Kartoffeln und Rotkohl. Und während dieses wohligen Essens beißt man plötzlich auf eine Nelke, die dem Rotkohl beim Kochen erst den richtigen "Kick" gibt. Und ja, dann ist alles vorbei - Die Nelke ist einfach so bitter, dass einem 10 Minuten lang ein Schauer nach dem anderen über den Rücken läuft.

"Égoïste" war also erstmal gestorben für mich. Bis vor ein paar Tagen stand der unauffällige 100ml Flakon einfach in meiner Sammlung rum und hat sich nie getraut mich mal anzuschreien, dass ich ihm doch gefälligst noch eine Chance geben soll. Doch dann überkam es mich wie eine innere Eingebung und ich sprühte mir den Duft 1x auf den Handrücken.

Eine kleine Offenbarung! Hat sich mein Geruchssinn in 8 Monaten so verfeinert / verbessert? Dezent würzig, leicht süßlich, etwas frisch, gewiss auch etwas holzig und sogar irgendwo ein Gourmand. Eine unglaubliche Vielschichtigkeit. Und die Nelke? Irgendwie total ausgeblendet. Ich nehme sie kaum noch wahr! Aber irgendwo im Hintergrund gibt sie dem "Égoïste" den gewissen "Kick".

Fast schon ein Festmahl für die Nase. Ich mag "Égoïste". Ich liebe Rotkohl. Und ja, Nelke ist okay.
6 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 3.0/10
6
Eigenwillige Komposition
Chanel Egoiste - ein Meilenstein, ein Klassiker, von vielen als bester Herrenduft von Chanel tituliert. Ich habe ihn nun mittlerweile mehrmals getestet: Ich kann ihn leider nicht ertragen. Er ist mir einfach zu streng, zu komplex, ja er überfordert meine Geruchsnerven. Sofort nach dem Aufsprühen riecht er absolut heftig nach allem Möglichen. Er löst bei mir fast schon Würg- bzw. Brechreiz aus, wenn ich ihn unmittelbar nach dem Auftragen wahrnehme - Erinnerungen an Insektenschutzmittel werden wach. Nach ca. 2 Stunden wird es etwas besser - dann kommt sehr stark so eine Art Zimt-Rosennote heraus, die aber auch absolut nicht lecker riecht. Diese Note hält verdammt lange an. Sillage und Haltbarkeit sind bei diesem Eau de Toilette überdurchschnittlich hoch (> 10 Stunden).

Meiner Frau hab ich ihn schnuppern lassen - auch sie findet ihn absolut überdimensioniert. Was soll ich sagen? Geschmäcker sind einfach sehr verschieden. Mir ist er zu stark, zu kräftig. Selbst das polarisierende, gewaltige "Kouros" von Yves Saint Laurent finde ich noch erträglicher als diesen Duft.

Dass Chanel qualitativ sehr hochwertige Parfüms herstellt, darüber gibt es keinen Zweifel. Auch "Egoiste" ist ein qualitativ absolut hochwertiger Duft - nur trifft er meinen Geschmack absolut nicht (zu eigenwillig egoistisch und zu viele Gewürze auf einmal). "Platinum Egoiste" hingegen finde ich absolut klasse, da von gleich hoher Chanel-Qualität wie "Egoiste", jedoch viel ausgewogener, alltagstauglicher, moderner und angenehmer.
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Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Autofahrt mit Jacques Polge
Autofahrt mit Jacques Polge

Wir alle kennen einen der genialsten Werbespots, die die Welt je gesehen hat. Ein Werbespot, der -nahezu ohne Worte und völlig ohne geschwätzige Anpreisungen- nur auf die Kraft der Bilder und der mit diesen Bildern eingefangenen einzigartigen Stimmung setzt. Der Werbespot zu Chanel's "Egoiste" !

1992 entstand unter der Leitung des Chefparfumeurs des Hauses Chanel, Jacques Polge, dieser -um es bereits vorweg zu nehmen- grandiose Duft.
Dieser großartige Meister ist jedoch kaum der breiten Öffentlichkeit bekannt, obwohl er der Schöpfer von Chanels Düften ist: Jacques Polge. Er arbeitet im achten Stock der Konzernzentrale von Chanel in einem schwarzverglasten Hochhaus, auf dessen Fassade kein Schriftzug prangt. Woher die Düfte kommen, die weltweit auf gewaltigen Plakaten beworben werden, soll im Verborgenen bleiben. Alles in diesem Gebäude soll der strikten Schwarz-Weiß-Ästhetik gehorchen, die einst von Coco Chanel etabliert wurde. Jacques Polge sitzt an einem weißen Tisch, vollgestellt mit peniblen Reihen von Gläschen und Testpapierstreifen. Seit er 1978 zu Chanel kam, hat sich Jacques Polge eine Sonderstellung errochen. Er ist erst der dritte Duftentwickler in der Geschichte des Hauses, ein unverzichtbarer Traditionshüter. Einer, der weiß, wie "Mademoiselle Chanel" es heute wohl gerne hätte. In einem Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" vom 12.03.2011 wird er wie folgt zitiert:
"Ich wollte nie berühmt werden. Mein Ehrgeiz ist befriedigt, wenn eine Frau auf der Straße nach Chanel riecht. Vor allem, wenn die Frau schön ist. Dann denke ich immer, sie ist schön, weil sie mein Parfüm trägt. Die perfekten Düfte stecken nicht in Flakons. Das Meer, eine Rose, diese Düfte kann kein Parfümeur nachmachen. Wir treten nie gegen die Natur an." Jacques Polge selbst trägt kein Parfüm. Er sagt, es würde ihn bei der Arbeit stören.
"Meine Düfte sollen berühmt sein - ich selber will frei sein." Er, der die Illusion der Natur und der Freiheit so unvergleichbar in Flakons einfangen kann, will selber frei sein. Frei von den Zwängen des Ruhms. Aber Polge weiß, dass sich die Welt der Düfte verändert hat. In einem weiteren Interview, das er am 04. Mai 2013 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab, wurde er darauf angesprochen, was sich in der Welt der Düfte verändert habe. Er antwortete: "Man hat viel mehr Düfte. Jedes Jahr kommen neue hinzu. Das Problem ist, sich davon abzuheben und etwas zu schaffen, das gleichzeitig über verschiedene Moden hinweg bestehen kann. Das ist immer schwieriger geworden."
Aber, nicht nur der Duft selbst, sondern auch der Flakon sei heute für den Erfolg eines Parfums von entscheidender Bedeutung: "Wenn ein Maler ein Bild malt, besteht das Problem des Rahmens gar nicht. In meinem Büro hier sitze ich gerade vor einem Bild – ohne Rahmen. So kann das Bild für sich existieren. Aber wenn wir Parfum kreieren, bin ich zwar verantwortlich dafür, was in der Flasche steckt. Aber die Flasche selbst, der Name und alles weitere ist ebenso wichtig und muss berücksichtigt werden. Alle Elemente der Kreation müssen zueinander passen. Ein Parfum definierte sich früher anders, über extravagante Namen und Formen. Mit Chanel No. 5 wollte Gabrielle (Coco) Chanel hingegen den eigentlichen Duft hervorheben. Deshalb nahm sie die einfachste Flasche. Die Grundidee dahinter war: Nichts für die Flasche, alles für den Duft. In der Zwischenzeit wurde die Flasche von den besten Fotografen der Welt inszeniert. Also hat sich die Bedeutung des Flakons doch verändert."
Seine Mutter war Hausfrau, sein Vater Apotheker. In den 1940er Jahren zog es die Familie nach Grasse, die Parfüm-Hauptstadt in Südfrankreich. Dort wuchs der junge Jacques in der Natur, umgeben von Blumenfeldern, auf. Die reine mediterrane Luft hat ihn geprägt, bis heute kann er sich an den Geruch der Pariser Metro nicht gewöhnen. "Ich muss immer an die Abluft denken, die den Rock von Marylin Monroe aufwirbelt." Deswegen fährt er lieber mit einem kleinen Audi durch Paris - "un petit Odi", parfümiert mit seinem eigenen "Egoïste".

Wie wird es wohl in diesem Auto riechen ?
Bereits beim Öffnen der Türe nehme ich eine würzige Mandarine war. Sie ist fruchtig und reif, erfrischt jedoch durch diese würzige Untermalung nicht. Es ist Koriander, der diese Mandarine reif und würzig duften lässt.
Bereits beim Starten des Autos vernehme ich nicht nur das beruhigende Brummen des Motors, nein bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Duftentwicklung erfreuen edelste Hölzer meine Nase: Es zeigt sich sogleich, wo die Reise hingehen soll. Nämlich nach "Rose". Frisches grünes Rosenholz, unterlegt mit weichen Hölzern edelster Herkunft.
Doch beim Einlegen des ersten Ganges ist sie auch schon da: Die Rose. Sie ist dunkel, stattlich und selbstbewusst. Es ist nicht die zarte rosa Rose im Morgentau des Francis Kurkdjian ("Lumière Noire Pour Homme"). Nein, es ist eine reife rote edle "Baccara-Rose", die sich ihrer Erscheinung und ihrer Wirkung durchaus bewusst ist. Selbstbewusst und dominant. Doch sie strahlt nicht hell. Nein, es ist eine dunkle Rose, eine würzige Rose: Unterlegt mit einer deutlich wahrnehmbaren Gewürznelke und versüßt mit Zimt. Der Zimt gibt dem Duft jedoch -zumindest nach meiner Wahrnehmung- nichts Orientalisches oder Fremdländisches. Nein, es ist eher der ebenso vertraute wie geliebte Duft von Großmutters Apfelkuchen in ihrer kleinen Backstube, der uns als Kinder nach einem langen Tag im Wald so erfreute: Nass, verschwitzt und schmutzig kamen wir zu Oma. Natürlich stets nach der vereinbarten Zeit, da das Spiel gerade so spannend und daher die Uhr völlig vergessen worden war. Doch wir durften -wie immer- auf ihre verschmitzt schmunzelnde Nachsicht hoffen. Umso größer war die Vorfreude auf das, was jetzt kommen sollte: Und schon beim Betreten des Hausflures nach dem Passieren der Rosensträucher, die das kleine aber dafür umso gemütlichere Häuschen säumten, bemerkten wir hocherfreut den Duft des gerade frisch zubereiteten Apfelkuchens; spürten bereits zu diesem Zeitpunkt- noch vor dem obligatorischen Händewaschen vor dem Essen- auf unserer Zunge den süßen Zimt, der unsere heiße Trinkschokolade krönen sollte. Da stand auch schon alles: Auf einem alten, indes stets gepflegten Teak-Tisch, den Großmutter als Esstisch benutzte und der im Laufe der Jahre bereits selbst einen unvergleichlichen Duft entwickelt hatte.
Wir fahren mit Jacques Polge's kleinem Audi auf der Autobahn und erinnern uns weiter, dass Großmutter uns stets Sahne zu diesem köstlichen Apfelkuchen servierte (obwohl es die Eltern aus Gründen einer gesunden Ernährung stets verboten hatten). Diese Sahne duftete köstlich nach edler Bourbon-Vanille, die sich nun auch zu unserer dunklen Rose gesellt.

Zufrieden nahm nunmehr auch Großmutter nach getaner Arbeit in ihrem abgewetzten, jedoch unheimlich bequemen, Ledersessel Platz. Ein bordeaux-farbenes Leder, an manchen Stellen bereits verschlissen und abgewetzt. Jedoch seit vielen Jahren Oma's Lieblingsplatz. Denn dort gönnte sie sich -natürlich nur wie jetzt nach getaner Arbeit- müde, aber auch zufrieden, eine Zigarre, die sie stets in einer verschlissenen Schachtel in dem mächtigen Küchenschrank, gleich neben den unzähligen Gewürzen, aufzuheben pflegte. Sie war eigentlich keine Raucherin. Aber in Momenten der Zufriedenheit -wie jetzt- beobachtete sie -lächelnd und qualmend- uns Kinder beim gierigen Reinschlingen des köstlichen Zimt-Apfelkuchens. Und für kurze Zeit fiel ihr Blick aus dem Fenster auf die Rosensträucher, die sie auch noch zuschneiden musste. Aber nicht jetzt...

Wir haben nunmehr -gedankenverloren in diese wohligen Erinnerungen an eine unbeschwerte Kindheit- das Ziel unserer Autofahrt mit Jacques Polges kleinem Audi erreicht. Noch ein letztes Mal nehmen wir den Duft einer glücklichen Kindheit wahr.
Den Duft von Rose, Zimt und Nelke.
Den Duft von "Egoiste".
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Duft 10.0/10
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Der Solitär von Chanel bei den Herrenparfums
Tja, was soll man zu diesem (inwischen fast schon legänderen) Duft eigentlich noch schreiben?

Egoiste begleitet mich schon seit ca. 20 Jahren – kurz nach dessen Erscheinen. Es war mein erstes Parfum überhaupt und ein Zufallstreffer: rein in eine Parfümerie und ohne großes Probieren wurde der erstbeste Flakon gekauft. Seit dieser Zeit sind gefühlte Hundertschaften von Pröbchen anderer Düfte (die man beim Einkauf unaufgefordert zugesteckt bekommt) an mir vorbeigezogen und ich muss sagen, kein einziger konnte mich bisher dazu bewegen, von Egoiste als Standardparfum abzuweichen: dieser Duft ist bezüglicher Originalität und Individualität ein Solitär.

Es wurden ja in den vorhandenen Kommentaren bereits einige Beschreibungen zum Duft selbst abgegeben: diesen kann ich zustimmen – oder auch nicht. Ich muss sagen: selbst nach zwei Jahrzehnten der Benutzung habe ich eigentlich immer noch keine Ahnung, nach was Egoiste überhaupt riecht – und das macht ihn so interessant. Die einzelnen Komponenten sind so fein aufeinander abgestimmt, dass kein Element besonders hervorsticht, sondern eine wunderbare Gesamtkomposition ergeben. Am ehestens könnte man den Duft wohl als Orientalen bezeichnen, allerdings ohne ausladende Schwülstigkeit, sondern das exotische, morgenländische Gesamtpaket wurde – wenn man so will – gezähmt durch die abendländischen Hände von Chanel, die ihm die nötige Eleganz, Raffinesse und Struktur verliehen haben. So vereint Egoiste (wie bei einem großen Wein) die Antipoden der Duftwelt in sich: Opulenz und Korsett, Weichheit und Struktur, Sinnlichkeit und Coolness.

Inzwischen habe ich andere Düfte entdeckt, die mir ebenfalls sehr gut gefallen (z. B. Dior Homme Intense, Chanel Antaeus, L' Instant de Guerlain pour Homme Extreme), aber keiner davon hat für mich die Ausstrahlung von Egoiste.

Ohne allzusehr in Superlative zu verfallen, könnte man in Abwandlung des Spruches eines bekannten Literaturkritikers sagen: "dieser Duft ist ein Meisterwerk, ein ganz großes Meisterwerk. Jeder sollte dieses Parfum kaufen, denn ein größeres Meisterwerk ist derzeit nicht zu haben."

PS: selbstverständlich sollte es nicht jeder kaufen, denn der Duft ist nur für mich :-)
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    9
Einsame Klasse
Egoiste ist der King in meiner Sammlung. Nicht unbedingt der Duft den ich am häufigsten trage, wohl aber der der mir am meisten gibt.

Der Einstieg ist heftig. Edelhölzer, Koriander und Mandarine, alles auf ein mal. Das ist wie ein leichter Schlag auf die nase und bestimmt nicht für jedermann.
Der anfängliche Sturm legt sich recht schnell und gibt den Blick auf die Stars frei. Eine dunkle Rose in scharfem Zimt. Manchmal könnte da ein bisschen Nelke sein, aber das würde ich nicht festlegen.
Sandelholz und Amber aus der Basis sind schon recht früh wahrzunehmen und gesellen sich zu Rose und Zimt.
Irgendwann nach einigen Stunden verschwindet die Rose, während der Zimt noch bleibt(Zimt hält auf meiner Haut allgemein sehr gut).
Die Basis schwingt ein bisschen hin und her. Während Amber und Sandelholz für mich immer präsent sind, tauchen Tabak, Vanille und Leder scheinbar je nach Tagesform auf. Manchmal dominiert der Eine Mal der Andere, was dem düft für mich eine gewisse zusätzliche Spannung verleiht,da ich alle Ausprägungen mag.

Hält sich auf meiner Haut gut und gerne 12-14 stunden und strahlt dabei kräftig in alle Richtungen.

Ich bin dem Gesamtkunstwerk Egoiste erlegen auch wenn er nicht für jeden tag und Anlass ist.

In meinen Augen ein Meisterwerk
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Bravo!
Mein dritter Chanel-Duft. Eine weitere Bestätigung, dass die besten Düfte von Chanel kommen. Was für geniale Köpfe arbeiten dort?

Ich habe Egoïste im Laden ausprobiert und dachte anfangs, dass er nun doch eher etwas altbacken riecht - erstmal wieder raus aus dem Laden.
Nach ein paar weiteren Schnupperern wirkte Egoïste auf mich wie eine Droge. Ich konnte nicht aufhören, ich wollte immer mehr, immer mehr von diesem tollen Duft, ich muss ziemlich bescheuert ausgesehen haben, als mein Handgelenk quasi an der Mitte meines Gesichtes klebte.

Die Kopfnote ist schon etwas aufdringlich, vor allem das Rosenholz und der Koriander, aber sobald der Duft in seine Herznote übergeht und dieser warme Zimtduft und die Rose in die Nase steigt..ich will garnicht weiterreden! Ein absolut zeitloser Klassiker, ein König unter den Düften, einfach ein Egoïste!
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Duft 10.0/10
2
Genial Égoïste
Ich bin auf den Égoïste gekommen, weil ich schon den Bleu von Chanel und Allure hatte. Dann habe ich ihn mir das erste Mal auf einem Teststreifen aufgesprüht und ich fande ihn nicht so schön. Dann habe ich ihn auf der Haut ausprobiert. Da hat er sich sehr gut entwickelt und ich habe ihn mir gekauft. Er duftet am meisten nach Koriander, in der Herznote Rose und in der Basisnote kommt der langanhaltende Sandholz zum Vorschein. Der Égoïste ist ein orientalischer und klassischer Winterduft.
Die Haltbarkeit ist sehr ordentlich für ein Eau de Toilette. Den Duft wird nicht jeder Mann tragen, denn er ist sehr außergewöhnlich, besonders und extravagant.
Aber Chanel stellt zum Glück ausgefallenere Düfte da, ist kein Vergleich mit one million. Diesen Duft riecht man von 20 Leuten 2 mal und one million und co. Im Schnitt 10 mal. Ein ausgefallener Duft für den Herren
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
6
Ich möchte ihn nie wieder missen
Chanel's Egoiste war mir schon als Kind ein Begriff. Dies lag wahrscheinlich an Jean Paul Goude’s genialem Werbespot, der zur dessen Popularität, wohl aber nicht zu seinem wirtschaftlichen Erfolg beigetragen hat. Getestet habe ich ihn allerdings erst sehr spät. Ich war auf der Suche nach einer ganz anderen Art von Parfum als ich vor dem separierten Chanelregal stehen blieb. Ein Sprühstoß auf den Unterarm und BAAAAM! Was für ein Duft! Mein Arm ging stundenlang immer wieder zu Nase. Einfach toll!

Der Duft zeichnet sich durch das Zusammenspiel verschiedenster Duftkomponenten aus. Würzige, rauchige, fruchtige, blumige, holzige und ledrige Noten erzeugen einen unverwechselbaren warmen Duft für die kalte Jahreszeit. In der hier schon oft beschriebenen Duftpyramide nehme ich auch irgendwie Kirsche war. Jemand sagte mir, dass meine Nase mir Wohl einen Streich spielt und es die Rose ist die ich rieche. Obwohl er kein "echter Orientale" ist hat er mich dazu veranlasst mich näher mit Düften dieser Kategorie zu beschäftigen.

Die Sillage ist raumfüllend und drängt sich anderen Menschen ohne Rücksicht auf - ein Egoist halt! Bei der Dosierung ist wirklich Vorsicht geboten. Ein, zwei Sprühstöße zuviel und er kann schnell selbst seinem Träger zuviel werden. Die Haltbarkeit ist super und hält bei mir je nach Aktivität bis zu 8 Stunden. Der Flakon kommt im super verarbeiteten und zeitlosen, oftmals als langweiligen verschrienen Chanel Gewand daher. Auch am Sprüher gibt es keine Kritikpunkte.

Den Duft empfinde ich als einen maskulinen mit dem man auf jeden Fall auffällt und vieleicht auch mal aneckt. Er ist selbstbewusst aber kein Macho, elegant aber nicht etepetete, oft laut aber dabei nie unhöflich. Ob in Lederjacke und Shirt oder Anzug, im Club, Bar oder Oper - Egoiste von Chanel ist für mich MEIN Ausgehduft für Herbst und Winter geworden. Ich möchte ihn nie wieder missen!
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Flakon 9.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.5/10
5
Zimt-Nelke-Tabak-Kunstwerk
Vorweg: Ich benutze "Égoiste" vornehmlich im Herbst und Winter. In der warmen Zeit ist er einfach zu gewaltig.

Aber die Kombination aus Kälte in der Umgebung und diesen Nelke-Zimt-Tabak-Aromen, die meiner Nase nach den Ton angeben, ist wirklich brillant.

Wieder so ein Duft, den nicht jeder tragen kann, weil er schon in seiner orientalisch-süßen Art zu polarisieren vermag.

Als alle in den späten 90ern auf der "Cool Water"- und "Acqua di Gio"-Welle schwammen, gönnte ich mir ausgerechnet als 15-Jähriger vom Konfirmationsgeld eine Flasche davon. Ein bisschen gegen den Strom, aber so riecht "Égoiste" ja auch.
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Duft 8.0/10
2
Ich warte auf den Exzentriker...
Lange Zeit verfolgte ich den Egoisten unter den Düften hier im Forum, schaffte es aber irgendwie nie, in die Parfümerie zu gehen, und ihn einfach mal probezuriechen. Die Beschreibungen, die ich hier las, klangen allesamt sehr ansprechend. Der Duft sollte exzentrisch, egoistisch und etwas ganz besonders Gewagtes sein.
Irgendwann vor wenigen Tagen war es dann doch soweit: Ich spazierte ins türkisfarbene D und sprühte erst die Platinum-, dann die klassische Egoiste-Version auf. Platinum war für mich völlig austauschbar und belanglos, aber der klassische Egoiste gefiel mir auf Anhieb, bin ich doch ein Fan von süßlich-warmen Düften.
Ohne lang zu zögern, kaufte ich mir einen Flakon und trug ihn nun schon mehrfach Probe. Und ohne Frage: Der Duft an sich gefällt mir mit seiner weihrauchigen und fruchtigen Wärme sehr gut. Jedoch frage ich mich immer wieder, warum viele User den Duft als "gewagt" oder "exzentrisch" beschreiben. Mir geht es so, dass ich den Duft beim Aufsprühen als angenehm wahrnehme, 14 Treppenstufen tiefer beim Schuheanziehen registriere ich ihn jedoch kaum noch. Da ist für mich kaum Sillage und ich frage mich jedesmal, was hier bitteschön exzentrisch sein soll. Ich habe andere Alltagsdüfte im Schrank, die wesentlich präsenter und mit kräftiger Sillage daherkommen. Ich denke dabei an Düfte wie Terre d'Hermes, Boss Bottled, L'Instant de Guerlain, Fahrenheit oder Tobacco Vanille. Das sind für mich außergewöhnliche und teils exzentrische Parfums, die teils noch abends wahrnehme. Beim Egoisten jedoch muss ich schon nach einer Stunde ganz arg am Hals reiben und an der Hand riechen, um ihn überhaupt noch registrieren zu können.
Ich gebe 80 Prozent, da ich den Duft an sich wunderschön finde, 20 Prozent Abzug gibt es jedoch, weil Egoiste bei mir kaum Haltbarkeit und Sillage vorweist - sehr sehr schade...
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Ein abendländischer Orientale
Von den "normalsterblichen" Herrenparfums von Chanel, also mit Ausnahme der nur schwer erhältlichen Les Exclusifs-Serie, ist Égoïste ohne Frage eines der allergrößten Schmuckstücke!

Denn im Grunde verkörpert Égoïste eigentlich alles, was sich der stilsichere, moderne, an Düften interessierte Mann von heute von seinem Parfum wünscht: Männlichkeit, Charme, Selbstbewusstsein, Charisma, doch auch Dezenz und selbst eine gewisse Briese "Draufgänger" ist in ihm zu finden.

Égoïste wirklich ordnungsgemäß in eine Kategorie zu gliedern ist schwer, aber am ehesten stufe ich ihn als dezenten, wenn auch "unexotischen" Orientale ein, obwohl klassische, morgenländische Ingredienzien hier nicht sonderlich groß zum Einsatz kamen und Égoïste im Prinzip ein typisches "westliches" Parfum ist.
Dennoch hat es eine großzügig gehaltene, opulente Würze und auch der süßliche Anteil kommt hier deutlich zum Tragen.

Égoïste startet wunderbar sanft und rund, nichts sticht auf eine unangenehme Art und Weise hervor. Sofort wird klar, dass hier Dezenz an der Tagesordnung ist, aber dennoch ist auch auf ausreichend Projektion geachtet worden.
Man erfährt viele Gewürze, die hingebungsvoll miteinander harmonieren und sich in einer einzigartigen, ledrigen Süße nahtlos einreihen.
Streng genommen bin ich kein sonderlicher Freund von vanilligen Noten, doch wenn diese so gekonnt eingesetzt werden wie hier, könnte ich mich regelrecht darin baden!
Die süßliche Komponente geht allerdings nicht nur von Vanille aus, ich vernehme auch etwas Sandelholz, womit diese ein wenig abgerundet wird.

Das langanhaltende Égoïste zerfällt nicht erwähnenswert in Kopf- und Herznoten, doch wird zur Basis hin noch einmal richtig interessant; es scheint immer kuscheliger, wärmer und auch etwas rauchiger zu werden!

Égoïste ist ein Parfum, welches ich jedes mal aufs neue mit Begeisterung trage, denn es macht Spaß und man fühlt sich Dank dieser sanften Atmosphäre, das es versprüht, sehr wohl und selbstsicher.

Sehr interessant fände ich dieses Parfum auch mal an einer Frau zu riechen, denn ich kann mir gut vorstellen, dass es auch dort seine beschriebene Wirkung nicht verfehlen würde!
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Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
SRO
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Der Egoist
Ein durchaus interessanter Duft finde ich. Schwer zu beschreiben, muss man gerochen haben. Passt vielleicht eher zu dem reiferen Mann an den man nur schwer rankommt. Der Duft hat tatsächlich was arrogantes, kaltes und distanziertes an sich, strahlt dabei Macht und fast so etwas wie Bedrohung aus. Diese Assoziationen machen den Duft interessant und er ist auch vom Geruch her nicht schlecht. Hat auf jeden Fall viel mehr Stil als die von mir verissenen "Rentnerdüfte".

Jemand der diesen Duft trägt ist schwer zu durchschauen und auf eine bestimmte Art charismatisch. Nicht der typische Armani Code Gentleman mit coolen Sprüchen und gutem Aussehen sondern eher der geheimnisvolle, undurchschaubare Bösewicht.

Für das weibliche Geschlecht mag der Duft ein bisschen altherren rüberkommen und er wird jetzt auch nicht in meine Sammlung wandern, doch werde ich ihn mal im Hinterkopf behalten.
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Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Definitiv HASSLIEBE! So egozentrisch wie kein anderer - oder doch nicht ?
Égoïste .. der Name schon an sich verratet schon einiges.
Will der Duft, das wir Herren auf die Damen egoistisch , kalt und tyrannisch wirken?
Oder ist das doch alles nur Fassade?

Égoïste besitze ich genau drei Flaschen und zum ersten Mal trug ich ihn, wenn ich mich gut erinnern kann, 1998. Das war in Schweden. Dort habe ich ihn zum ersten Mal gekauft. Eigentlich aus purer Neugier und ich wollte wieder mal was von Chanel ausprobieren.

Am Anfang muss ich gestehen , gefiel er mir nicht sonderlich, aber er war irgendwie anders. Das, was mich dann jedoch ansprach, war der Zimt, denn ich außerordentlich gut wahrnahm. Zimt ist für mich eines meiner Lieblingsdüfte. Mag ich insbesondere sehr gerne. So nahm ich Égoïste mit, und beim nächsten Aufsprühen, folgte eine Enttäuschung die andere.. So gut ist er doch nicht ? Nicht schlecht, aber auch nicht gut ? Keine Ahnung, was ich da hatte.
Doch als ich dann mit meinen besten Kumpel einen Abstecher nach Berlin machte, nahm ich ihn doch mit, da er so verlassen da rum stand und ich dachte mir nach dem Aufspritzen dann , der ist GUT. Sonderlich GUT. Was hatte ich Depp zuvor gegen den Duft aus zusetzten? Vielleicht war ich ja damals nicht in der Stimmung Egoismus über die Bühne zu bringen.

Wir gingen den Abend Essen und verbrachten die ganze Nacht in irgendwelchen Clubs.
Ich war umhüllt von einer leichten Duftwolke, die sich aus Zimt, Rose und Nelke vermischte. Das Zimt stach hier eindeutig hervor. Dem Parfum konnte das ganze Nachtleben nichts abhaben, es pickte regelrecht an mir. Sehr intensiv, jedoch war der zimtige und rosige Geruch am Morgen erst abgeflogen und Sandelholz mit leichten Vanilletouch machte sich breit. Der Geruch an sich ist sehr betörrend. Er macht was her. Die Duftpyramide ist sehr gewagt, aber sie funktioniert.

Aber egoistisch? Vielleicht einen Tick, aber erst wenn der Zimtgeruch verflogen ist und Sandelholz sich um einen legt.
Ich fühle mich mit dem Parfum eher als Gentleman, der eine Lady zu einem Drink einladen will und sie dann mit nach Hause nimmt ;)

Sicher ist eins, der Geruch ist sehr extravagant und vermittelt eine Art Hochnäsigkeit, da ihn sicherlich nicht jeder 2. trägt und er auch sehr intensiv und geheimnisvoll wirkt. Denn außer paar scheue Blicke, bekam ich nichts. Nicht mal einen Händedruck :(

Ich jedenfalls, mit meinen großen dunklen Augen und Haare finde mich durchaus zu diesem Parfum hingezogen und trage ihn sehr gerne fürs Nachtleben.

Am Anfang Hass - doch mit der Zeit entwickelte es sich zur Liebe.
Wie im wahren Leben auch..
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Duft 10.0/10
2
Egoist? Altruist!
Lange Zeit war Egoiste für mich nur eine Legende, schon der Name schreckte mich ab. Ich mag keine Egoisten und bin auch hoffentlich keiner. Daher kam er für mich lange Zeit überhaupt nicht in Frage. Ein dennoch erfolgter Test voller Skepsis in der Parfumerie löste einen unglaublichen muss-ich-haben-Reflex aus. Was für ein Duft! Aber ich finde man kann ihn auch als Altruist gut tragen, denn die Vielschichtigkeit, Raffinesse und Tiefe der Duftkomponenten signalsiert doch auch im positiven Sinne die Vielschichtigkeit und charakterliche Integrität des Trägers und wie viel er doch zu geben hat.
8
Bohemian
Ein eleganter Hippie .... ein Bohemian,
der süßliche Vorreiter einer ganzen Generation von Herrendüften.

Ein junger, eleganter Mann mit neuen Vorstellungen und Ideen. Ein Gentlemen der seine Ideale verfolgt und Durchsetzt. Gegen die Konvention. Charmant, selbstsicher mit Kampfgeist und viel Stil.

Ebenso Selbstsicher wie Charmant und Aussergewöhnlich. Exzentrisch wie Großartig.

Ich liebe es diesen Duft zu tragen. Er fällt auf, eine frische aber exzentrische Brise, hoch Elegant und voller Potential. Er fällt nicht auf weil er aufdringlich ist, sondern weil die meisten meiner männlichen Altersgenossen (>20) Eleganz nur noch aus vagen Erzählungen kennen.
Ein Duft der Esprit und Selbstsicherheit vereint.
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Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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I create nothing. I own.
I create nothing. I own, sagt Gordon Gecko in "Wallstreet" 1987 zu Bud Fox. Drei Jahre bevor der Duft zum Film eingeführt wurde.

Ich erinnere mich gut, wie ich diesen Duft mit meinem Vater in einer Parfumerie zum ersten mal erschnupperte. Die Nelke war rasch verflogen und wich einer holzig-süßlichen Würzigkeit, wie ich sie noch nie zuvor erlebt hatte.
Mein Vater brauchte nicht mal 30 Sekunden. Er hielt den Teststreifen in die Luft, wedelte energisch vor seiner Nase, lächelte, sprühte auf sein Handgelenk und rief: Zwei davon, kein Kokolores, keine Tütchen, nur den Duft. Die Verkäuferin eilte atemlos und keine Minute später waren wir bereits zwei Geschäfte weiter.

Es ist der Duft meines Vaters. Zielstrebig, erfolgreich und dennoch charmant und gefällig in der Nase. Unnachgiebig, aber gerecht - sparsam, aber niemals geizig. Immer höflich, unerbittlich höflich, gerade auch zu denen, die es nicht verdienen. Vielleicht ist dies auch das Geheimnis seines Erfolges.

Jetzt ist er ein älterer Herr, der nichts von seiner Energie eingebüßt hat und auch wenn er seinen Geschäften nicht mehr aktiv nachgeht, ist und bleibt er ein Égoïste, mein Vater.
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Duft 1.0/10
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Brrrr.
Bei diesem Parfum schüttelt es sich bei mir. Mein Vater hat es früher getragen und ich fand es furchtbar.
Vielleicht liegt es daran, dass ich kein Koriander und Nelke mag, aber bei diesem Geruch wird es mir praktisch übel. Der Name passt hier definitiv - egoistisch, arrogant, zu selbstbewusst.
Nein, ich finde den Duft wirklich nicht vorteilhaft, und passen wird er wohl auch zu eher wenigen Männern.
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Flakon 5.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Gipfelstürmer brauchen Platz
Auch wenn der Duft schon über 20 Jahre alt ist, hat er auch heutzutage noch was exotisches, junges, wildes, frisches, sehr sexy, ungebändigt, gegen Konventionen - einfgach von herausragender Qualität, ein parfum das hochnäsig riecht und dir die passende Ellebogen verpasst die du brauchst umzu überleben!

Man brauch eine gewisse Arroganz und Eleganz um dfiesen Duft zu verkörpern, er ist auf seine gewisse Weise so Old-School und gerade-raus.

Der Flakon ist Chanel typisch langweilig, die Haltbarkeit und Sillage Chanel typisch von höchster Qualität! Passt eher in die kälteren Regionen des Jahres, da er würzig, zimtig und zu stark für den Sommer rüberkommt.

Also jeder der Selbstbewusstsein hat und immer noch nicht genug auffällt, seiner Meinung nach, diesen Knaller auftragen und auch die letzten im Raum drehen sich nach euch um!
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 6.0/10
1
nett, aber langweilig
So, ich habe heute zum zweiten Mal Egoiste auf meiner Haut ausprobiert. Ich finde Chanel an sich sehr interessant (Anteus ist genial, Bleu de Chanel ganz cool).
Und Egoiste? Ich hab da ne ganz andere Nase als die meisten hier, liegt vieleicht an meiner Haut. Es ist für mich einer dieser Düfte, die echt gut riechen, aber keinen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen.

Mit diesem Duft wird man nicht negativ auffallen. Für mich riecht das nicht männlich, eher ein Unisexduft. Leicht orientalisch, leicht holzig,leicht blumig mit einer Vanillienote(wie soviele andere). Die Haltbarkeit ist auf meiner Haut mittelmässig, aber ich hatte mehr erwartet.
Hätte ich ihn, würde ich Egoiste wahrscheinlich ab und an benutzen, aber kaufen auf keinen Fall. Mein Favorit von Chanel ist ganz klar Antaeus.(die ganzen Allures sind nicht so mein Ding, wobei der Allure Sport ein schöner Sommerduft ist)

P.S.: Hmmmh, hab ich heute nochmals auf einen Teststreifen gesprüht, mit nach Hause genommen und irgendwie roch es viel besser...ich werds nochmals auf der Haut ausprobieren, hab die Bewertung ersteinmal gelöscht. Manche Düfte brauchen ihre Zeit, Terres de Hernes liebte ich auch nicht auf Anhieb...

13.06.14: Die Duftwahrnehmung ändert sich ja und da meine Frau Egoiste sehr mag, habe ich ihm heute nochmals eine Chance gegeben...in diesem Falle ist meine Empfindung gleichgeblieben, das wird nichts mit uns, dieser Duft begeistert mich so gar nicht, die Chanel Herrendüfte sind im allgemeinen überhaupt nicht meine Abteilung, viel zu brav, besonders die Allures, dafür liebe ich das No.5 und natürlich Coromandel auf ihrer Haut...
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Flakon 7.5/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    13
Ich bin ein Egoist
So meine Lieben,

gerade angemeldet und nun möchte ich auch einen ersten Kommentar auf diesen Seiten verfassen.
Das Egoiste von Chanel war eines meiner ersten Parfums. Bereits damals in der 10. Klasse hat mich der Duft umgehauen. Heute muss ich allerdings zugeben, dass dieser Duft eher etwas für den erwachsenen Mann ist. Für Jugendliche im Teenageralter ist er meiner Meinung nach nicht die richtige Wahl...

Kaum auf der Haut sprüht Egoiste nur so vor Tatendrang. Es handelt sich bei diesem Wässerchen zwar um einen sehr holzigen, orientalischer Duft, der anderen um ihn herum die Show stehlt, allerdings ist er keineswegs penetrant. Obwohl Egoiste von Chanel nur so vor Souveränität und maskuliner Eitelkeit strotzt, riecht man ihn gerne. Männer, die diesen Duft tragen, wissen sehr wohl, welche Wirkung sie auf Frauen ausüben. Daher konnte der Name für dieses Parfum auch nicht besser gewählt worden sein. Egoiste- keineswegs eine Zuschreibung, die negativ zu verstehen ist, eher eine Beschreibung für den zielstrebigen, selbstbewussten und eitlen Mann, der genau weiß, was er will. Egoiste ist ein Duft, der in Erinnerung bleibt:
In der Uni wurde mir vor zwei Jahren von einer Kommilitonin gesagt, ich rieche nach "Weihnachten". Mit seiner holzig-würzigen und sehr "warmen" Note lässt sich der Duft daher perfekt zur kalten Jahreszeit tragen - Assoziationen wie Weihnachten bleiben daher natürlich nicht aus ;-) Das Parfum betäubt einfach nur die Sinne.
Ein Duftwasser, für zielstrebige, ehrgeizige Männer, die genau wissen, wie sie bei Frauen punkten.

Mein absoluter Favourite!
5 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    17
Wer ist hier der Egoist?
Meine liebe Frau ist seit ung. einem halben Jahr Parfumo Mitglied und versucht ständig, mich mit Düften anzufixen. Also von Zeit zu Zeit hält sie mir eine Probe von einem Männerduft unter die Nase und erwartet ein Kommentar von mir. Ich habe mir da eine Standardantwort zurechtgelegt, die lautet „ Hmm, schätze das riecht nach Zimt“. Das sage ich, ohne auch nur im Leisesten zuvor versucht zu haben, die einzelnen Komponenten herauszuriechen(schließlich ist sie ja die „Duftabhängige“, nicht ich). Und so unhöflich zu sein, gar keine Antwort zu geben, will ich auch nicht sein. So sage ich halt einfach „Zimt“. Normalerweise geht sie dann wieder mit Stirnrunzeln und Kopfschütteln von dannen und murmelt etwas wie „Quatsch, Du wirst das nie wirklich verstehen“.
Diesmal aber hat sie ganz entzückt gemeint: „ Ja super, genau, da ist Zimt drin! Toll wie Du das gleich herausgerochen hast“. Na, jetzt war ich aber baff! Also noch ein zweiter Schnüffler. Beim genaueren Hinriechen habe ich dann auch eine ganz fein harmonisch abgestimmte Mischung von Koriander mit Mandarine wahrgenommen, gefolgt von ein paar wenigen Blumen (könnte laut Pyramide Rose oder Nelke gewesen sein). Im Verlauf entwickelte sich dann noch eine sehr schöne holzige Basis mit einem Hauch von Vanille (die meine Frau so gerne an mir mag, nicht zu süß, aber warm und weich). Also das war wirklich ein sehr feiner Duft! Aber bevor ich noch meine Meinung zu Egoiste äußern konnte, schnappte sie sich die Probe wieder und meinte bereits ziemlich bestimmt „Na, dann bestellen wir den mal!“. Naja, jeder verheiratete Mann weiß, was es heißt, wenn seine holde Gattin etwas mit so einer Bestimmtheit von sich gibt. Zwei Tage später wurde er bereits geliefert.
Seitdem muss ich aber immer um meinen Egoiste kämpfen, weil meine Frau ihn immer in Ihren Duftschrank stellt, nachdem sie ihn benutzt hat (gradso als wäre es ein Damenduft ;-)). Jedenfalls war das mein Start in die Welt der Düfte. Seitdem schnüffle ich auch immer wieder und schlage schon auch mal einen zum Kauf vor, der mir gefällt.
Was sich allerdings nicht geändert hat, ist meine Zimt-Standardantwort. Schließlich wollen wir Männer auch unsere kleinen Geheimnisse haben ;-)

Übersetzt von Amandan
6 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
8
Verbotene Liebe...
…klingt schmalzig, ich weiß. Ist aber so…

Egoiste ist wirklich in jeder Hinsicht ein großartiger Duft und zugleich auch einer der ungewöhnlichsten und polarisierendsten, die ich bis jetzt gerochen habe.
Ich kann wohl mit tödlicher Sicherheit sagen, dass ich ihn ohne dieses Forum garantiert nie ausprobiert hätte.

Dieser unscheinbare, etwas altbackene Flakon mit der billig wirkenden Plastikkappe, in Verbindung mit dem nicht unbedingt ansprechenden Namen.
Gut, ich gebe zu ein kleiner Egoist steckt auch in mir, was aber in gesundem Maße gar nicht verkehrt ist.
Zu Duft und Haltbarkeit selbst wurde glaube ich schon genug gesagt, als ich mich dann also doch dazu durchgerungen hatte ihn zu testen ging´s dann los:

Erster Versuch auf Teststreifen: Gesichtslähmung und Schüttelanfall

Aber irgendwas musste ja dran sein, also ein paar Tage später nochmal…

Zweiter Versuch auf der Haut: „Hat irgendwas, weiß nur noch nicht was.“

Dritter, vierter und fünfter Versuch: siehe zweiter Versuch, aber irgendwie geil.

Sechster Versuch: …mit breitem Grinsen und großer Flasche ab zur Kasse…!!!

…leider war die Reaktion meiner besseren Hälfte immer noch die vom ersten Versuch, aber das würde sich bestimmt noch ändern…dachte ich ;)
Nach weitaus mehr als sechs Versuchen und Bezeichnungen wie „Kloreiniger“, „Insektenspray“ oder „Reizgasbombe“ wurde mir dann langsam klar, dass meine neue Liebe wohl nie eine Chance hatte……sie wurde schweren Herzens verkauft!

…eines Tages sehen wir uns wieder…bestimmt!!!
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Auf die deutsch-französische Freundschaft!
Diesen Duft "objektiv" zu beschreiben, fällt mir schwer. Denn es gibt eine kleine Geschichte dazu.
Anfang der 90'er - ich war ca. 14 Jahre alt, sind wir mit der Schulklasse nach Frankreich zum Schüleraustausch gefahren. Mit meiner Austauschpartnerin hatte ich eine gute Partie erwischt, wir verstanden uns blendend und sind hinterher noch lange Zeit in Kontakt geblieben. Ihre Mutter sammelte Parfumminiaturen, insbesondere erinnere ich mich an Chanels. Aber so genau weiß ich es nicht mehr. Damals war ich auch noch kein Parfumjunkie. An meinem letzten Tag geleitete mich mein Gastvater feierlich in den Weinkeller und suchte mir drei Flaschen aus, nicht ohne mich zu instruieren, diese nach Ankunft zu Hause zunächst 14 Tage ruhen zu lassen. Meine Gastmutter versorgte mich mit reichlich Wegzehrung und drückte mir eine Miniatur von Chanel Egoiste in die Hand.
So winzige 4 ml - Microtur müsste man fast sagen. Dieser Schatz hat mich sehr fasziniert. Ich war geradezu verrückt nach dem Stoff wie eine Katze nach Baldrian. Ich habe das Wässerchen gehütet, immer daran gerochen und nur ganz selten mal ein Tröpfchen aufgetupft. Ich wusste nicht, dass das ein Herrenduft ist und wäre wohl auch im Traum nicht auf die Idee gekommen. Das war MEIN Duft, so besonders. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, warum ich ihn mir nie zum Geburtstag oder Weihnachten habe schenken lassen. Stattdessen habe ich mir irgendwann CK Escape gewünscht, den ich dann aber nach kurzer Zeit nicht mehr mochte. War vielleicht der Grund, dass ich irgendwann dahinter gekommen bin, was die eigentliche Zielgruppe des Dufts war? Damals waren Herrendüfte in meiner Welt eindeutig Männern vorbehalten. Nun ja. Irgendwann habe ich ihn dann wohl vergessen.
Vor mehreren Monaten bin ich ihm bei einem Parfümeriebesuch wieder begegnet. Ich habe ihn meiner männlichen Begleitung aufgesprüht. Zunächst roch er bei ihm furchtbar, später wurde es ok, aber mehr nicht. Siehste, komischen Geschmack hattest du damals, sagte ich mir und legte den Duft innerlich ad acta.
Bis ich dann Bois des Iles kennen lernte, von seiner angeblichen Ähnlichkeit zu Egoiste las usw.
Vor ein paar Tagen dann hatte ich die Gelegenheit, eine Miniatur von Egoiste günstig zu erstehen. Sie sah genauso aus wie die damals (es gibt verschiedene Versionen, ich habe nicht die im Flachmann-Format, sondern die mit quadratischer Grundfläche).
Gestern abend habe ich mir dann ein paar Tropfen auf den Hals und die Handgelenke getupft und .... WIE GEIL IST DAS? Ich finde ihn immer noch wahnsinnig gut und das, obwohl sich mein Geschmack seitdem eigentlich sehr geändert hat! Ist das jetzt reine Nostalgie?? Ich glaube nicht.

So, genug geschwallert jetzt, ich versuche eine kurze Beschreibung.

Vorab, die deutliche Familienähnlichkeit mit Bois des Îles kann ich voll bestätigen. Aber die beiden Düfte sind verschieden genug, um beide zu besitzen (oh ja). Gerade, wenn man die beiden direkt nebeneinander testet, fallen die Unterschiede stark auf. Und ich würde gar nicht mal sagen, dass BdI als der Teurere automatisch der Bessere und Komplexere ist. BdI ist etwas weicher, hat typisch chanellig-animalische(leicht) Noten. Oder aldehydisch trifft es vielleicht besser. Gerade so, als hätte man bei Egoiste ein paar Noten rausgeschmissen (zu denen kommen wir noch) und etwas Cuir de Russie beigemischt. BdI ist dadurch cremiger, etwas weiblicher (aber beide sind absolut unisex!). Ein bisschen so wie Sahne in eine würzige Soße zu kippen.

Ein warm-würziger Orientale mit viel holzigem Zimt aber ohne Nelke (glaub ich) und mit ordentlich Sandelholz.
Der Auftakt kommt im Gegensatz zum sehr chanelligen BdI gar guerlainesque rüber. Ich rieche deutlich Lavendel, etwas leicht Animalisches, was aus eben dem Lavendel oder evt. auch Salbei stammen könnte (ich habe nicht auf die Pyramide gelinst). Ich erkenne fast Anklänge an die Jicky-Kopfnote wieder. Dann im Herz wie gesagt ordentlich Zimt, aber nicht bappig, sondern angenehm klar-holzig. Wie soll ich sagen, der Duft wirkt süß und trocken zugleich. Bei einem Test (kommt wohl bissel auf die aktuelle Hauttemperatur an) habe ich in einem frühen Stadium sogar eine deutliche Weihrauchnote wahrgenommen. Das Ganze verbindet sich in Perfektion mit einer prägnanten Sandelholznote (aufgrund der Süße eigentlich eine Problemnote für mich).
Es kommen in der weiteren Entwicklung sogar leicht florale Noten raus. Ich denke da an Rose, aber nicht so eine Oma-Rose, sondern nur ganz leicht.
So geht es dann weiter. Holzig-zimtig-sandelholzig.
Man sollte leicht dosieren, dann ist er schlicht großartig!
Im Drydown werden Egoiste und BdI sich ähnlicher, aber es gibt bleibende Abweichungen.
Keine Ahnung, ob der Mini, den ich habe, der aktuellen Formulierung entspricht. Ich hoffe es sehr. Ich war kurz davor, ihn mir zu Weihnachten zu wünschen. Aber meine Ma sagt, ich habe genug Düfte, die werden schlecht (wo sie Recht hat...). Ich werde - genau wie damals - lange von meinem Mini zehren und schmachten. Schmachten macht ja auch Spaß. Und vielleicht wird es dann irgendwann noch mal was mit uns beiden.
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Flakon 2.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 8.0/10
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Omaduft oder etwa doch sexy?!
Egoiste hat bei meiner Umgebung schon eine riesige Bandbreite an Reaktionen hervorgerufen. Als ich ihn neu gekauft hatte, musste ich ihn direkt allen zeigen, weil ich ihn so wahnsinnig gut fand! Leider war ich erstmal auch der einzige...von "richtig ekelhaft" über "altmodisch" und "ganz ok" war alles dabei, mit meiner Begeisterung war ich allerdings allein. Zurückzuführen war das auf die heftige Kopfnote, die mit ihrer Korianderdosis schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. Nach einer Viertelstunde kommen dann Nelke, Rose und Zimt zum Vorschein, alles Duftnoten, die ich toll finde. Und auch die Meinungen ändern sich, auf einmal ist Egoiste dann sogar "lecker" und "sexy". Leider finde ihn auf der Haut ziemlich schwach, die von vielen gelobte Haltbarkeit und Sillage kann ich nicht bestätigen. Nach dem furiosen Auftakt ist er dann sehr zurückhaltend und nach 3-4 Stunden ist nur noch ein Hauch von Vanille erkennbar. Also lasst euch nicht abschrecken und gebt Egoiste nach dem Aufsprühen ein paar Minuten, um diesen wundervollen Duft kennenzulernen.
Meine Oma hasst ihn übrigens! ;)
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
5
Erneut ein Top Herrenduft von Chanel
Heute habe ich meine Chanel Herrenduft-Sammlung mit dem Erwerb von Égoiste vervollständigt.

Egoiste ist wahrlich ein toller Duft und meiner Meinung nach eine Mischung von einem typischen 80er / 90er Jahre Herrenduft.
Schon beim ersten Aufsprühen kann man gleich deuten, ob man ihn mag oder nicht. Bisher habe ich noch niemanden kennengelernt, der dazwischen liegt.

Die Duftnoten harmonieren von Beginn an und sind perfekt aufeinander abgestimmt! Ausserdem hat Egoiste für mich ein ganz eindeutiger Geschmack mit einem eigenen Charakter. Dies ist einer der schönsten Herrendüfte überhaupt, vor allem, wenn man z.T. die heutigen Machwerke begutachtet...

Aus diesem Grund volle Punktzahl auch von mir!
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    31
Mein Sugar Daddy Komplex
Die Winterzeit rückt an... und damit steigert sich jährlich meine Verzweiflung. Ich find einfach nix, was ich mir in der kalten Jahreszeit täglich mit Freuden draufdieseln mag.

Alles aus meiner Sammlung stört mich.

Vor allem dieser miese Dreckskerl, dem ich seit zwei Jahren nicht mehr in die Augen schauen kann.

...

Als ich siebzehn wurde, wünschte ich mir von meiner Mutter zum Geburtstag ein "richtiges" Parfum.

Ich ignorierte die Verkäuferin bei Marionnaud, die mir unbedingt etwas "für mich passendes leiches und jugendliches" andrehen wollte, und wanderte frustriert in die Herrenabteilung. Ich war angepisst. Der Name "Égoïste" passte irgendwie zu meiner Gemütsverfassung. "Das will ich haben!", sagte ich und grinste, als ich freudig mit der schwarzen Verpackung zum Tresen schlenderte.

Die Verkäuferin hielt mich für bescheuert und befand, der Duft sei etwas für alte Herren, meine Mutter hielt mich für bescheuert und fand, der Duft sei scheußlich und ich würde ihn letztendlich doch nie tragen.

Trotzreaktion oder nicht, ich habe ihn getragen. Knappe zwei Jahre lang beinahe täglich bei Regen und bei Sonnenschein. Und ich schwöre bei Gott, obwohl zuvor alle bösen Zungen behauptet hatten, er wäre zu alt für mich, hat er meine Hautchemie verstanden wie kein zweiter. Bis zum Sommer 2010. Bei 35 Grad im Schatten hat uns der Urlaub beide angekotzt. Ich hab geschwitzt, er hat geklebt und gezuckert. Ich konnte sein giftiges Süßholzgeraspel nicht mehr ertragen, hab ihn abgewaschen und das war's. Aus der Beziehung war eh schon die Luft raus.

...

Ich beäuge den Arsch also kritisch. Sollen wir es wohl noch mal miteinander versuchen?

Ich wage es zu sprühen und kann es mir nicht verkneifen... ich fange an zu grinsen und muss unwillkürlich über mich selbst lachen.

Eine Tonne Koriander und Holz drängen sich bitter in meine Nase. Ich habe schon vor langem gelernt seinen Auftakt zu schätzen. Die Herznote wird wärmer und würziger, die ersten Anzeichen der Süße schmeicheln sich in meine Nase. Zimt und Rose, aber keine frische Rose. Diese Rose ist schon dabei zu verblühen und riecht besonders voll und warm. Vanille wird normalerweise sehr Bonbonartig auf mir, Würze und Holz kommen nicht gut zur Geltung, meine Hautchemie schafft es leider auch meiner Taurischen Wüstenluft den Schneid zu nehmen. Genau das passiert mir mit Égoïste nicht, die Vanille ist warm und süß, aber Leder und Sandelholz halten die Waage.

Du verfluchter Égoïste, ich hab dich vermisst und es tut verdammt gut, dich wieder auf mir zu haben. Als würde man einen alten Freund nach langer Zeit in die Arme schließen. Und ich freue mich diesen Winter eine leidenschaftliche Affaire aufleben zu lassen, die Klassiker haben es eben doch in sich. Danach... naja, wir werden sehen... der jüngere Bruder macht mir schließlich auch schon seit Monaten Avancen.

Komischerweise mag mir der Égoïste auf Männer aber nicht so recht gefallen... vielleicht will ich ihn aber auch nur für mich selbst. Auf jeden Fall muss ich mich demnächst durch die restlichen Chanel Herrendüfte riechen, die Ladys sind ja nicht so meines.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
1
*** Ich mach was MIR gefällt ***
Chanel Égoïste, hatte ich auch schon mal, würde ich mir aber auch immer mal wieder gönnen, nicht weil ich gerne ein Egoist bin, nein weil er so toll riecht und einem im Winter so eine schöne wärme entgegensprüht wenn man ihn trägt.

Gleich zu beginn trifft sie mich, hart und unwiderruflich schlägt sie ein wie eine kleine Bombe, die erste Duftwolke von Egoist wirkt stark und für Zartbeseidte Nasen brennend und reizend, bereit zum niesen, jau klappt noch.

Nach einer halben Stunde dann, wird es beim erriechen des Duftes weich und warm, was auch bis zum ende so bleibt, er hält sehr lange an und ist jetzt sehr weich.
Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
8
Was für ein Werbespot, was für ein Parfum...
Durch Zufall habe ich letzte Woche wieder einmal den Werbespot zu Egoiste zu sehen bekommen. Kennt den Spot noch jemand? Ein großes herrschaftliches Haus. Mehrere Damen stehen an ihrem jeweiligen französischen Balkon, reißen die Türe auf, schreien EGOISTE!!! und knallen die Türe wieder zu. Dies mehrmals hintereinander. Eine Türe bleibt verschlossen. Die Tür des Egoisten. Nur ganz kurz, während der anklagenden Schreie des weiblichen Geschlechts, öffnet sich diese. Man sieht den Arm des Beklagten, wie er den Flakon von Egoiste auf das Geländer seines französischen Balkons abstellt. Und wieder verschwindet. Einfach wunderbar.

Als ich gestern Vormittag die Türen von meinem französichen Balkon geöffnet hab', ist mir der Werbespot wieder in den Sinn gekommen. Zum Glück konnte ich mich noch zurückhalten, lauthauls Egoiste zu rufen. Aber, obwohl ich den Duft als Winterduft in Erinnerung hatte, konnte ich mich nicht davon abhalten, bei 30 Grad schnurstracks zum Parfumhändler meines Vertrauens zu laufen. Eigentlich war ja nur ein Testsprüher geplant. Aber kaum aufgesprüht, nahm mich der Duft gefangen und ich wanderte mit einem Flakon zur Kasse.

Egoiste hat einen Wow-Effekt und zeigt sofort nach dem Aufsprühen Präsenz. Leise ist was anderes. Dominierend auf meiner Haut ist die Zimtnote, gefolgt von der Vanille und etwas Hölzernem. Aber anders als erwartet, würde ich den Duft nicht mehr nur in den kalten Monaten tragen. Was aber nicht unbedingt etwas heißt, denn ich finde u. a. auch Full Incense von Montale im Hochsommer an mir wunderbar. Von daher: Bitte selbst testen und herausfinden, wann und wo man Egoiste tragen möchte.

Heute den Duft gleich ausprobiert und prompt zwei gegensätzliche Erfahrungen gemacht: Eine Freundin meinte, ich rieche total kuschelig, wie ein Teddybär. Ihr Freund hingegen war der Meinung, an mir den Geruch einer alten Weihnachtsduftkerze wahrzunehmen. So spielt das Leben. ;-)
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
11
Frauen werdet Egoist-isch!
Eigentlich bin ich auf der Suche nach einem Duft für meinen Mann. Der kleine Hintergedanke ist der, dass er - konfrontiert mit einem besonderen und besonders guten Duft - vielleicht meine neue Leidenschaft für Parfums durch die Parfumo-Community angeheizt besser verstehen kann!

Also habe ich auch Egoiste getestet. Ich muss sagen, dass dieses göttliche Gebräu mich fasziniert! Ich kriege meine Nase kaum vom Handrücken weg. Das war gestern so, heute und vielleicht auch morgen oder übermorgen.... Ich finde den Duft so gut, weil er die holzigen Anteile und die Amber-Vanille Note ganz harmonisch verbindet. Außerdem ist der Duftverlauf vom Koriander, über die Rose und den Zimt zu der Basis sehr spannend. Nur mein Mann hat leider verweigert. Ihm ist der Zimt zu domininant ;-((

Als ich so ung. 15 oder 16 Jahre alt war, habe ich mit Vorliebe G-Man von Gainsborough getragen. Einige Jahre später, ich glaube, es war so in den 70ern, als dann Trussardi Uomo raukam, legte ich auch des öfteren diesen Duft an (neben meiner - wie ich heute meine - unpassenden Vorliebe für orientalische Wummser). Ich war damals sehr jung, zart und schlank mit einer langen, blonden Mähne. Hätte irgendjemand gemeint, dass ich als Mädchen keine Herrendüfte tragen könnte, hätte ich nur lauthals gelacht, meine blonde Mähne geschüttelt und denjenigen als hoffnungslos bourgeois abgetan. Und auch keine Sekunde an den Gedanken verschwendet, auf das Tragen von Männerparfums zu verzichten! (Na gut, Verzicht war damals überhaupt nicht sehr stark in meinem aktiven Sprachschatz verankert!)

Als ich aber soeben gesehen habe, dass nur 4% der User in diesem Forum Egoiste als tragbar für Frauen eingestuft haben, hatte ich doch tatsächlich einen kurzen Moment gemeint, dass es dann halt nichts wird mit mir und meiner Liebe zu Egoiste! Was ist denn bloss aus mir geworden? ;-)) Wir Frauen sollten uns so etwas Feines wie diesen Duft nicht entgehen lassen. Frauen werdet Egoist-isch!

Also, was nun wahrscheinlich passieren wird. Ich "schenke" meinem Mann Egoiste (vielleicht gemeinsam mit einem anderen Duft, den er gerne mag) und werde mich hin und wieder an seinem Parfumschrank delektieren und Egoiste auftragen. Vielleicht immer dann, wenn ich am liebsten meine (nicht mehr vorhandene) Mähne schütteln möchte...
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Meine Mama würde sagen: "Der Duft für dich",...
...weil sie mir immer sagt, ich wäre 'n kleiner Egoist. :D

Nun denn, somit, sollte es mein Duft wohl sein. Und, er ist ja auch wirklich gut. Er gefällt mir sehr. Habe ihn vor Ewigkeiten an meinem Arbeitskollegen mal gerochen. Der stand neben mir, da nahm ich eine sehr angenehmes Vanille-Aroma wahr. Und ich steh' sowieso auf Vanille.
Ich ihn direkt gefragt, welches Wässerchen er diesmal draufgesprüht hat. Egoiste, sagte er. OK, danach nie wieder so richtig für diesen schönen Duft interessiert.
Warum eigentlich nicht? Man weiß es nicht genau. :) Auf jeden Fall habe ich ihn dann vor einigen Wochen/Monaten mir dann nochmal in der Parfümerie reingezogen, getestet, und fand' ihn super. Natürlich direkt mitgenommen.

Aber, was riecht man nun? Ganz ganz schwer ehrlich gesagt. Direkt nach dem Aufsprühen..., keine der Kopfnoten kann ich rausschnuppern. In der Herznote..., bissl Zimt und Nelke schätze ich. Alles duftet sehr sehr fein wie ich finde. Dann kommt die Basis endlich zur Geltung. Ganz ganz klare Vanille-Note ist nun rauszumerken. Wunderbar.

Und der Duft hält auch noch recht lange an mir. 6h sitzen bestimmt drin. Und das is' auch mal wieder supi. So soll's sein. :)

Wunderbarer Klassiker, den man in der Sammlung ruhig besitzen darf...
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Hilfreicher Kommentar    7
Ego-Trip
Der Name ist Programm und wer etwas auf sich hielt, hatte damals Anfang der 90er diesen Duft drauf. Schließlich kam man an der damaligen Werbekampagne mit dem relativ aufwendigen und m. E. absolut kultigen Spot mit der Untermalung von Prokofieffs „Romeo und Julia“ kaum vorbei.
Wer sich nicht erinnern kann oder ihn verpasste:
http://www.youtube.com/watch?v=bZ5a2JH_BVE
Für mich ein Meilenstein der Herrenduftwerbung.

Was mich besonders bei Egoiste ansprach, war jedoch die gelungene Koriander/Zimt-Note, was den Duft gleichzeitig erfrischend, warm und vor allem edel wirken ließ. Kann man im Prinzip so gut wie jeden Tag tragen.
Keine Frage, auf dem Olymp der Herrendüfte nimmt Egoiste einen besonderen Platz ein.

Allerdings ist diese Genialität im Duft gleichzeitig Fluch und Segen. Denn Egoiste ist aus der Masse seiner Konkurrenz sofort erkennbar. Wem das egal ist, der ist mit Egoiste wirklich bestens bedient. Alle anderen werden wohl damit eher hadern.

Ein guter Freund von mir nahm ihn lange Zeit für sich ins Programm - darum habe ich ihn eher gemieden (den Duft natürlich). Aber vielleicht wäre es mal wieder eine Überlegung wert von ihm Gebrauch zu machen. Oder doch nicht ... ach nee - es gibt ja noch so viele andere tolle Alternativen …
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Hilfreicher Kommentar    12
oooooh, es ist so allumnachtend
Nachdem wir neulich festgestellt hatten, dass Eau Sauvage von Dior nicht allumnachtend ist, so gilt dies jedoch nicht für Egoiste. Es ist ein wirklich umnachtender Duft. Als ich ihn zum ersten Mal trug und mich noch nicht an ihn gewöhnt hatte, dachte ich immer, was riecht denn hier so komisch. Dann merkte ich dass ich es war.

Ich weiß nicht, ob mir dieser Duft gefällt. Und ob ich ihn wiederkaufen würde. Von Chanel
ist es jedoch mein liebster Herrenduft ... von daher. Er hat irgendwas an sich, was so ...
umnachtend ist. Schwer und morbid. Fast schon eine düstere Morbidität, geradezu gruftig.
Frisch und lebensbejahend ist dieser Duft auf jeden Fall nicht ... allenfalls so fröhlich
wie ein fröhlicher Bestatter. Moment, ich hol ihn mal eben aus dem Regal ... den Duft, nicht
den Bestatter ...
.
.
.

Nachdem ich ihn jetzt geholt habe, den Duft, nicht den Bestatter, und daran rieche,
find ich ihn fast sogar schon etwas medizig, warm aber nicht gemütlich, warm aber nicht lieblich.
Nicht wie Pi von Givenchy den ich hier auch stehen habe.
Ich finde Egoiste riecht wie genau dieser Raum aussieht: http://tiny.cc/869vn

Der Flakon ist hübsch. Er ist schlicht. Wenn auch sein Deckel etwas plastelig billig
anmutet. Die Packung ist schwarz, Gumsche spielt gerne damit.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    10
Mir doch egal...
Das könnte die Quintessenz dieses Duftes sein.

Zuerst, wie bei nahezu allen Herrendüften, verbreitet sich eine frische Note. In diesem Fall ist sie allerdings weniger zitrisch, sondern vielmehr von einer herben, trockenen Präsenz geprägt, vor der sich die Frucht zurückzieht. Ich persönlich hätte irgendwie auf Bergamotte getippt, nicht zuletzt aufgrund der leichten Bitterkeit, die hier mitschwingt. Aber ich habe ja auch keine Ahnung. Holznoten im Kopf... Das empfinde ich als ungewöhnlich, aber nichts desto trotz hervorragend.

Dann wird es freundlicher, umgänglicher und der Blütenduft der Rose steigt empor. Aber auch in diesem Fall nicht, wie schon die angenommene Bergamotte im Kopf, allein und beherrschend. Zimt bringt eine feine Würze, aber die Nelke trägt das beides und verhindert jede Form sanfter Anbiederung.
Die Herznote bleibt lange und gleitet langsam und kaum merklich zur Basis hinüber.

Hier hätte ich nach diversen Kommentarstudien Vanille, Amber und eine weitere Holznote vermutet. Damit liege ich ja offensichtlich nicht ganz falsch. Die leichte Schärfe im Hintergrund habe ich bisher der weiter bestehenden Nelke zugeordnet und lese hier Leder. Sei's drum.

Im gesamten Duftbild nehme ich eine würzige, aber auch etwas muffige Note wahr. Ich könnte nicht sagen, woher die wohl stammt. Zu keiner der Ingredenzien in den einzelnen Noten will diese Wahrnehmung so recht passen, vom Tabak in der Basis abgesehen.

Mir doch egal! Égoiste ist, wie er ist - und er ist stark. Er ist beeindruckend, fast schon ein Monument. Der Parfumeur hat nach meiner Ansicht einen Duft kreiert, der verschiedene Stimmungslagen vereint:

Im Kopf schrill und Aufmerksamkeit heischend.

Im Herzen kräftig, würzig und durchaus mit der Ambition, nicht jedem gefallen zu wollen.

Die Basis läßt etwas von Ruhe und Gelassenheit ahnen, die man diesem Duft nach den Anfängen nicht zugetraut hätte, ohne sich jedoch anzubiedern.

Meine großen Stimmungslagen jedenfalls werden hier hervorragend demonstriert und deshalb werde ich Égoiste nicht mehr missen wollen.

Gefällt er anderen auch? Mir doch egal.
2 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 4.0/10
5
Heuschrecken und andere Insekten
1990 war bekanntlich das Jahr, als das Ende der Geschichte ausgerufen wurde. Die Zeit der Nutzenmaximierer begann, das kapitalistische Subjekt...

Dieser Duft allerdings scheint weder sehr erfolgreich gewesen noch einen Trend ausgelöst zu haben, trotzdem steht er noch da und nervt die Menschheit.

Meine Nase meldet bei Egoiste zwei Probleme: erstens eine raumdominierende Breitwand von hell riechenden Zutaten. Und zweitens die fatale Ähnlichkeit zu Bio-Insektenspray (Nelke)!

(Finger melden ebenfalls zwei Probleme: wo ist auf dieser Tastatur accent aigue und wo das Trema?)
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Duft 8.0/10
Hilfreicher Kommentar    7
für mich entdeckt!?
wenn ich ehrlich bin, habe ich lange lange Zeit einen Bogen um Chanel Düfte gemacht.
Verstaubt, altbacken und zuuu würzig hatte ich sie in Erinnerung.

Allure kannte ich von meinem Vater und Allre Sport war bei Markteinführung mal von kurzem Interesse. Bleu De Chanel ist nicht schlecht, aber für einen CHANEL Herrenduft zu mainstream.

Nun hatte ich Egoiste an einem Bekannten gerochen (danke MKElectrixx) und war absolut begeistert!

Koriander und Mandarine bilden einen spritzig, süßen Auftakt - dicht gefolgt von einer süß, warmen Note, welche mich an Pfeifentabak erinnert (ok, Tabak ist ja auch in der Basisnote zu finden).

Meiner Meinung nach, passt Égoiste in den Abend bzw. in den Herbst/Winter und ist für mich der beste und interessanteste Chanel Herrenduft!

Entgegen der rüpfenden Nase meiner Freundin spiele ich mit den Gedanken, ihn mir zuzulegen... ;)
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Hilfreicher Kommentar    17
Darf's ein bisschen mehr sein?
Egoiste ist die Wiederentdeckung des Jahres für mich.
Auf der ständigen Suche nach immer stärkeren Düften, die man vor allem auch selbst permanent wahrnimmt, führt an diesem Duft definitiv kein Weg vorbei.
Neulich, einfach mal so, dachte ich mir,was haben wir denn da, links unten im Regal, in diesem netten, schlichten Flakon? AH! Egoiste! Dich hatte ich ja ganz vergessen!
Also, mit in die Arbeit genommen. Ich benutze kein Parfüm bevor wenn ich gleich danach Auto fahre, das überlebt ja keiner.
Dann, aufgesprüht. Buff. Der Vorschlaghammer. Klonk. Boing.
Einen heftigeren, aufdringlicheren, eigenartigeren und einzigartigeren Duft kenn ich nicht. Man erriecht ihn sofort, mit seiner wahrlichen Gewürzexplosion, die mein zartes italienisches Näschen überfällt und es fast zur Kapitulation zwingt... Nelke fällt mir sehr stark auf und Zimt, eine wärmende Menge Holz, um dann in einer riesigen Vanille-Sandelholzwolke zu enden.
Dieser Duft ist abartig, genial, grossartig. Ein Klassiker, fast unerreicht, meiner Meinung nach.
Für mich wirklich eine Wiederentdeckung, da er sehr, sehr lange in der Versenkung verschwunden war, obwohl ich ihn mit Pausen schon seit mindestens 7 Jahren benutze..
Es ist auch definitiv ein sehr männlicher Duft, anders männlich, aber eindeutig.
Mir ist auch aufgefallen, dass es 2 Meinungen dazu gibt. Entweder man vergöttert ihn oder man hasst ihn. Mehr ist da nicht dazwischen.
Also ich vergöttere ihn.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
9
Auf Wunsch eines einzelnen Herrn
Sauerbraten mit Rotkohl und Birne Helene - Typisch Oma
Frühlingsrollen süß/sauer - Typisch Chinabude 'Nie Hau'
Kombi Currywurst und Glühwein - Typisch Weihnachtsmarkt
Égoïste - Typisch Chanel
9 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
5
Coco pour Homme!
Egoiste, ist ein sehr schöner, auffallend gut gemachter Duft in dem die türkische Rose aufblüht.

Es ist auch für Damen zu tragen, und erinnert mich an Coco von Chanel. Natürlich merkt man, dass es ein Herrenduft ist, da es süss holzig und auch herb riecht. die Noten harmonieren so gut zusammen, dass man diesen Duft nur lieben oder hassen kann.

Der Duft startet in der Kopfnote würzig, ich glaube Koriander zu riechen, also würzig herb. die Herznote dominierend auf jeden Fall die Rose, den die rieche ich sehr gut heraus. Die Basis wird etwas süsslicher balsamischer durch Sandelholz und Vanille. Andere meinen wie ein Apfelkuchen zu riechen, dem muss ich wiedersprechen. Ich rieche nichts, dass gourmand oder nach Apfel riecht. Aber das empfindet jeder anders.

Der Duft hält gut an, besonders wenn man etwas auf den Pullover oder T- Shirt sprüht. Auf der Haut hält der Duft nichts sehr lange an.
Ich liebe diesen tollen würzigen, blumigen orientalischen Duft sehr und gebe 100%! Würde mir wünschen es gebe ein Intense oder Parfum, dann wäre es komplett.
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7
Koriander
Eigentlich nur eine Antwort auf Duftcrissis hochinteressanten Kommentar, aber eben die 250-Zeichen-Grenze weit überschreitend, daher also hier.

Duftcrissi, bitte nimm mir das folgende nicht übel. Deine Assoziationen sind so berechtigt wie die jedes anderen Menschen; ich bezweifele lediglich, daß Koriandersamen für den modrigen Eindruck, den Égoïste bei Dir hinterlassen hat, verantwortlich sein können.

Koriandersamen werden bei der Likörherstellung verwendet und sind vor allem ein althergebrachtes Lebkuchengewürz. Von Nürnberg ausgehend, seit dem späten Mittelalter der Lebkuchenhauptstadt Deutschlands, haben sie ihren Weg auch in die traditionell gehobene fränkische Brotkultur gefunden.

Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte unbedingt mal in Nürnberg, Bamberg oder der Fränkischen Schweiz ein dort erhältliches "Gewürzbrot" oder auch ein "Fränkisches Landbrot" ausprobieren. Nein, im Gegensatz zu Lebkuchen schmeckt das nicht süß. Sehr dezent würzig schon.

In olfaktorischer Hinsicht etwas völlig anderes ist dagegen das grüne Korianderkraut, auch Cilantro genannt und frisch in jedem Asia-Laden erhältlich. Ich finde es widerlich, und den Namen Wanzenkraut trägt es vielleicht, weil sogar diese Kreaturen vor ihm die Flucht ergreifen. ;-) In arabischen und asiatischen Kochrezepten ersetze ich es durch Petersilie. Korianderblätterextrakt har eine antibakterielle Wirkung.

Égoïste kenne ich nicht und ich werde es nur deswegen nicht testen, weil ich ausgesprochen vanillige Noten an meinem Körper nicht mag. (Auf weiblicher Haut ist das was anderes - solange es nicht so ein Nutten-Diesel ist wie Shalimar von Guerlain.) Ich kann daher nur wild spekulieren und vermuten, daß der modrige Eindruck von primär holzig duftenden Substanzen herkommt, für die Jacques Polge und/oder das zuständige Marketingteam auf äußerst kreative Weise die Phantasie-Bezeichnung "Mahagoni" erfunden haben.
2 Antworten
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
5
Knapp an 110% vorbei :-)
Es fängt an einer sehr genialen pfefferigen Zitrusnote. Einen ausgewogeneren Zitrusduft habe ich bisher kaum gerochen. Es dauert aber nicht lange, bis die kühle schärfe sich zurückzieht und der Vanile platz macht. Ich bin ja ziemlich übersättigt was Vanille angeht, aber es wird hier so schön getragen von den Hölzern und Gewürzen, dass man kaum widerstehen kann. Dass die Basisnote irgendwann zum Vorschein kommt, ist ja durchaus nicht ungewöhnlich. Die Entwicklung des Duftes erinnert mich auch sehr stark an Azzaro Pour Homme Elixir. Dieses langsame von kalt nach warm. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass die kühle Schärfe vom Anfang länger erhalten bleibt, was den Duft noch einzigartiger gemacht hätte. Aber auch so bleibt mir nichts anderes übrig, als volle 100 % zu geben. Der Duft ist einfach genial und hochwertig komponiert.
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
1
Nicht mehr
Hatte vor Egoiste wieder zu kaufen bis ich es letzten Samstag in der City bei jemandem wieder riechen konnte. Egoiste ist ganz sicher ein klasse Duft aber ich möchte nicht so süß riechen. Elixir von Azzaro scheint mir derzeit die bessere Wahl zu sein.
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
4
Red Bull-Cola?!?!?!
Habe mich ja schon lange drauf gefreut den Duft testen zu können bei gelegenheit, als ich gesehen habe der Egoiste so weit vorne liegt im Ranking.
Mein 1. Gedanke war dann WOOOW den Duft musst du dir unbedingt mal zulegen!!!
Gedanke 2...Red Bull-Cola...bzw überhaubt roch es auf meinem Arm nach Energy-Cola.
Habe mir immer gewünscht einen Duft zu finder welche nach Energy riecht :P (auch wenn das ziemlich blöde klingt)und das verbunden mit Cola geruch...also das is schon absolute Spitzenklasse!Zwar nur im 1. moment nach dem aufsprühen aber danach wird er ja noch besser und besser..obwohl ich ihn noch mal länger abends testen sollte!!!
Ich habe selten einen so starken und markanten Duft gerochen wie Chanel Egoiste...STARK...MARKANT...AUSSAGEKRÄFTIGT und so wie es zum namen passt total PROVOKANT..(ist meine Meinung)
Selten so einen Duft gerochen welcher die beiden Wörter Lieben und Hassen verbindet.Was anderes geht denke ich mal nich wirklich...bzw selten?!
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
4
Cherry Coke + Vanille-Kipferl
Cherry Cola + Vanille = Chanel - Egoiste
Definitiv die meiner Nase nach am besten passende Beschreibung für diesen Duft.

Egoiste ist definitiv ein Duft, den man entweder mag oder hasst!
Die Haltbarkeit ist super und auch Frauen sollten sich vom Namen und der Herrenduftbezeichnung nicht abschrecken lassen...
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Duft 6.0/10
Hilfreicher Kommentar    12
Gewürzküchen-Wüterich.
Nun denn. So werde ich eben der Erste sein, der hier in einer fensterlosen Großküchen-Vorratskammer den Denkmalschutz missachtet.
Was ihr in diesem frisch aufgebrühten Egoisten als Komplexität betrachtet, wirkt auf mich wie ein in verschiedene Richtungen zerberstendes Chaos. Dieser anfängliche Koriander-Nelken-Reizstoff gehört in einen Schnupftabak - selbst für Mutters Suppentopf wäre dieser beißend-krautige Mix ein Gau. Ich könnte mir kaum vorstellen, innerhalb der ersten Stunde nach so einer Biokampfstoff-Attacke unter Menschen zu treten (obgleich ich Düfte mit pikanter Würze durchaus mag.)
Aber dann: Der derbste Wust verfliegt, und hinterlässt ein tatsächlich nicht unangenehmes, warmes Curryketchup-Aroma. Am Ende köchelt dann in immer noch wohl riechbarer Intensität ein süß-saurer China-Saucen-Brei, bei dem es mir schwer fällt, die angegebenen Basis-Noten zu erkennen.
In jedem Fall ist Egoist ein Duft, der Geduld benötigt und vielleicht eine weniger empfindliche Nase als die meine.
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Duft 8.0/10
4
Chanel auf jeden Fall, aber ...
... bei Egoiste ist die Eigenwilligkeit (der "Egoismus") in Form eines meiner Meinung nach zu vordergründigen - vielleicht sogar etwas aufdringlichen - Gewürznelkenduftes zu sehr ausgeprägt. Ich denke, ein paar Prozentpunkte Abzug in der Bewertung wären angebrachter. Ich persönliche ziehe das - so finde ich jedenfalls - weitaus originellere Allure Homme vor und bewerte dieses deutlich höher als die anderen Kommentatoren. Bei meiner Bewertung von Egoiste bin ich vielleicht ein bisschen "egoistisch", schwimme ausnahmsweise mal gegen den Strom. Dies tut aber der Sache sicherlich keinen Abbruch. Meine besondere Empfehlung hat Egoiste trotzdem!
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Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
2
Apfelstrudel
Ich trage diesen Superduft seit fast 20!! Jahren; nicht nur wegen des Namens, der gut zu mir passt;-)
Wenn ich in mein Stammcafè komme, sagt meine Lieblingskellnerin immer:" Oh!Has't heut' schon wieder ein Blech Apfelstrudel gebacken."
Für mich der beste Duft von Chanel und vor allem einzigartig. Wie schreibt Luca Turin so schön: "This is strong stuff!"
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    23
Bois des Iles pour Homme
Ein paar Jahre vor Einführung von 'Égoïste' war das Parfum schon unter dem Namen 'Bois Noir' ausschließlich in Chanel-Bouitquen zu haben. Jacques Wertheimer und sein Parfumeur Jacques Polge hatten - so wird berichtet - ursprünglich gar nicht die Absicht ein Parfum für den Massenmarkt zu konzipieren, sondern eines, das in Qualität und Inspiration einzigartig und keiner herrschenden Mode verpflichtet sein sollte.
Warum man sich nach einiger Zeit eines anderen besann entzieht sich meiner Kenntnis. 'Bois Noir' wurde jedoch unter seinem neuen Namen 'Égoïste' mit bisher nie gekanntem Aufwand, und einem genialen Werbespot der heute Kultstatus genießt, in großem Stil lanciert.
Der ganz große Erfolg, den man Jahre zuvor mit Antaeus verbuchen konnte, blieb jedoch aus - das Parfum traf wohl tatsächlich nicht den Massengeschmack seiner Zeit, wenngleich es auch kein absoluter Mißerfolg war. Eine andere, kleinere Company hätte wohl einen großen Erfolg mit diesem Duft feiern können, bei Chanel aber herrschen andere Maßstäbe und die Ernüchterung muß entsprechend groß gewesen sein, da man in relativ, für Chanel unüblich kurze Zeit, das mutlose und anbiedernde 'Platinum Égoïste' hinterher schob um die Scharte auszuwetzen.
Über die Jahre hinweg blieb 'Égoïste' trotzdem eine feste Größe im Chanel-Katalog, die Verkaufszahlen wuchsen nach anfänglichem Einbruch stetig, ebenso die Anerkennung. Das Internet-Forum 'Basenotes' wählte 'Égoïste' vor nicht allzu langem in einer Umfrage zum größten Meisterwerk im Bereich Herrenparfümerie und zum Duft des Jahres obendrein - zwanzig Jahre nach seiner Einführung!
Mehr Anerkennung kann ein Duft, der mittlerweile zum Klassiker geworden ist, kaum erfahren.
Er ist aber auch außergewöhnlich: ein orientalischer Sandelholz-Duft mit weichen Vanille Akkorden und einer wunderbar aufblühenden Rose inmitten. Das wirklich besondere diese Duftes ist dabei die erstmalige Verwendung von zart-blumig, leicht nach Grappa duftenden Ambrette-Samen in einem Parfum das den Herren gewidmet wurde, vermutlich aber von ebensovielen Frauen getragen wird.
Inspiriert wurde 'Égoïste' sicherlich auch vom Chanel-eigenen 'Bois des Iles', jenem Ernest Beaux Klassiker aus dem Jahre 1926, als ganz Paris im Bann von Josephine Bakers 'Revue Nègre' stand.
'Bois des Iles' ist sozusagen die Großmutter von 'Égoïste'. Der Enkel trägt deutlich ihre Züge, ein bißchen maskuliner, aber nur minimal, etwas weniger aldehydisch, das Holz nicht ganz so strahlend hell aber er ist doch unverkennbar ihr Enkel.
Die Zeit der umfassenden Reformulierungen hat der Duft relativ unbeschadet überstanden, was sicherlich auch dem Umstand zu verdanken ist, dass Jacques Polge noch heute Chefparfumeur bei Chanel ist und er sicherlich alles daran setzt seine Meisterwerke zu bewahren.
So ist der Duft heute ein klein wenig transparenter und leichter, aber intensiv und langanhaltend wie eh und je.
3 Antworten
Duft 10.0/10
4
Mein erste Duft!
Diesen Duft habe ich vor 16 Jahren, da war ich 13(!) für damals für mich unvorstellbar viel Geld gekauf....;-) Ich habe diesen Duft geliebt und tue das immernoch.....mein persönlicher Kult-Duft! :-)
1 Antworten
Flakon 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
4
Sehr holziger und würziger Duft
Der Titel sagt es, sehr holzig und würzig ist dieses Parfüm.
Die Basisnote ist wirklich genial, ein angenehmer Duft nach Vanille und Sandelholz.
Égoïste ist ein echer Klassiker von Chanel. Interessant ist auch die Platinum-Variante.
Die ist bedeutend frischer als diese hier.
1 Antworten

Statements

Morgul vor 100 Tagen
Hatte ihn in den 90 zigern und habe ihn seit heute wieder!
Kann überhaupt nicht verstehen warum ich ihn so lange nicht hatte!
Genial!!+10
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5
JetonToni vor 18 Monaten
Frisch, würzig, blumig. Das männliche "Coco". Kann auch eine Frau perfekt tragen. Chanel´s bester Herrenduft auch im Jahre 2016 IN! Sehr edel+10
Flakon 7.5
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
1 Antwort
Taurus1967 vor 23 Monaten
Der Werbespot zu Égoïste damals war echt ein Knaller! Aus heutiger Sicht ein Klassiker, genau wie der Duft!+9
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 8.0
Marquis vor 15 Monaten
Bleibt auf ewig der aufsehenerregendste Herrenduft im Mainstreambereich. Wissen leider (oder zum Glück?) nur erfahrene Nasen zu schätzen...+8
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.5
1 Antwort
Rebirth2014 vor 80 Tagen
Blöder Name für einen der besten Klassiker. Kraftvoll, kontrastreich und zeitlos schön. Zitrus, Zimt und trockenes Holz. Geniale Komposition+7
Flakon 7.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
3 Antworten
Parfummaster vor 117 Tagen
Der hat eigentlich alles, was man braucht. Zitrus, würze,..... Einer der besten Chanel Parfums, gleich nach BDC und Antaeus! ;):)+7
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
2 Antworten
Basti87 vor 53 Tagen
In Öffentlichkeit nie getragen, für mich alleine jedoch sehr gerne. Egoist eben. Angenehmer Duft mit wirklich Weltklasse-Performance.+6
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
TIA1971 vor 110 Tagen
Für mich unisex und super anpassungsfähig: Passt zu jedem Typ, jeden Anlass - was will man(n) oder auch Frau mehr?+6
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
Royalscents vor 132 Tagen
Ein Klassiker wie er im Buche steht! Ein markanter Begleiter, der keinen Zweifel über die Autorität seines Trägers zulässt. Nur Mut!+6
Gusteau vor 19 Monaten
Egoist hin oder her...mir ist er schlichtweg zu feminin!+6
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.0
Duft 7.0
4 Antworten
BigB vor 63 Tagen
4 Worte: Das einzig wahre Spicebomb.+5
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
2 Antworten
Calinski vor 14 Monaten
Was für ein Name für einen wirklich einzigartigen Duft! ÉGOISTE! Schön, wenn zum Inhalt, Flacon und Farbe auch der Name passt. Chapeau!+5
ThePunisher vor 20 Monaten
Eines der besten Herrenparfüms aller Zeiten+5
Duft 10.0
1 Antwort
Modano vor 79 Tagen
Wirkt sehr elegant und edel. Angenehm süß, aber auf einem hohen Niveau. Für gehobene Anlässe gut geeignet.+4
BossArmani vor 14 Monaten
Letztens in der Bahn gerochen. Sehr aufdringlich, bin fast erschlagen worden. Lag aber evtl. daran, dass der Träger zu viel verwendet hat.+4
1 Antwort
Achilles vor 14 Monaten
Warmer Apfelcrumble mit Zimt, süßen Gewürzen, Vanilleschote und
kurioserweise Gummibärchen,serviert auf Holzgeschirr. Würzige Gourmandbombe+4
Flakon 7.5
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
Berkantist vor 22 Monaten
Er ist unglaublich. Er hat Charakter, eigensinnig,geht seinen weg, laut,will niemandem gefallen, denkt nur an sich selbst.JA....Er ist EGOIST+4
Duft 8.0
Honk1510 vor 113 Tagen
Kann mir jemand sagen,ob der nen altbackenen Touch hat?+3
Flakon 7.0
8 Antworten
Ineke89 vor 114 Tagen
Verdient eher Namen wie Le Extrait de Currywuerst oder Kandiskuchen de Chanel. Der Duft ist so charmant, wie ein Faustschlag ins Gesicht.+3
Flakon 6.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 2.0
XDeadalusx vor 155 Tagen
Verspielt im Kopf mit weichem Herz und hölzernem Charakter. Ein Charmeur, der gefallen will. Vielleicht aus egoistischen Gründen?!+3
Flakon 4.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
Tester2015 vor 8 Monaten
Irgendetwas wurde verändert oder war der schon immer so, ich sag mal "frisch"? Der Zimt kam garnicht so durch :/+3
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 9.5
2 Antworten
Scheherazade vor 13 Monaten
ich liebe diesen duft. würzig, warm, wohlwollend. hoher wiedererkennungswert. absoluter unisexduft!+3
Aquamonza vor 22 Monaten
Die Supermarktketten stellen die Lebkuchen raus - also Zeit, diesen Prägourmand langsam wieder auszumotten. Leckerer Wintermantel!+3
Flakon 2.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 8.0
BassWurst vor 59 Tagen
Nett, doch wie in vielen älteren Düften riecht hier eine Note (oder Kombi von Noten) für mich nur penetrant nach Pissoir-Deo. Sehr schade!+2
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 7.0
AndreasRum vor 77 Tagen
Das Egoiste wurde von der After Shave & Deo Marke Denim kopiert und so ist Denim "Tornado" Deodorant erschienen. Das macht keinen Spaß mehr+2
Flakon 7.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 7.0
1 Antwort
Sakibrah vor 108 Tagen
wer trägt das ? Sie sitzt am Tisch mit mi amore, du Model , ich Briatore !+2
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Dawg vor 13 Monaten
Dieser Duft ist einfach Hammer gut!!! Ohne Ausnahme!!! Es gibt nichts zu meckern!+2
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 10.0
Nasenschmaus vor 19 Monaten
Alles hört auf SEIN Kommando. Großmäuligkeit v. a. durch Zimt u. Sandelholz. Chauvi mit Charisma, kein Partner für meine feministische Nase.+2
HMF vor 20 Monaten
Wahrscheinlich ein Liebe oder Hass Duft - ich mag ihn, kann aber nachvollziehen, wenn er als zu penetrant empfunden wird-starker Tobak halt!+2
Flakon 5.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 9.0
Igli vor 20 Monaten
Mich stört hier Rosenholz. Mochte ich schon damals nicht, als es in der Duftlampe meiner Mama war. Und vor Reformulation eh schöner.+2
Duft 5.0
Seejungfrau vor 9 Monaten
"Die ganze Welt dreht sich um mich,denn ich bin nur ein Egoist.Der Mensch der mir am nächsten ist,bin ich" FALCO☆
Zimtpflaume mit Apfeltabak!+1
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.5
Chardonnay vor 17 Monaten
Basic Instinct+1
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0

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