Iris Nazarena 2013

Iris Nazarena von Aedes de Venustas
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7.9 / 10 343 Bewertungen
Iris Nazarena ist ein beliebtes Parfum von Aedes de Venustas für Damen und Herren und erschien im Jahr 2013. Der Duft ist pudrig-holzig. Es wird noch produziert.
Aussprache
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Duftrichtung

Pudrig
Holzig
Blumig
Würzig
Ledrig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
IrisIris AmbretteAmbrette WacholderbeereWacholderbeere SternanisSternanis
Herznote Herznote
GewürznelkeGewürznelke OudOud RoseRose
Basisnote Basisnote
WeihrauchWeihrauch PatchouliPatchouli VetiverVetiver

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.9343 Bewertungen
Haltbarkeit
7.4268 Bewertungen
Sillage
6.5272 Bewertungen
Flakon
8.6246 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.055 Bewertungen
Eingetragen von WRoth, letzte Aktualisierung am 12.04.2024.

Rezensionen

15 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Palonera

467 Rezensionen
Palonera
Palonera
Top Rezension 39  
Papyrusseide, malvengrau
die Lippenfarbe paßgenau
lavendelblaue Augen

die Bank aus Holz
die Schultern stolz
der Barbier mochte taugen

ein Augenblick der Zärtlichkeit
der Sehnsucht und der Einsamkeit
der sanften, kühlen Leere

samtgleiche Haut
fremd und vertraut
die Locke fällt der Schere

ein Hauch von Rauch
Orangen auch
die herben, dunklen, grünen

belaubt im Baum
zu ahnen kaum
noch unbegehrt von Bienen

tiefdunkelschwarz
ein Tropfen Harz
an cremigsanfter Süße

ein Weg im Wald
die Luft fast kalt
ätherisch-klare Grüße

ein Mann, britisch distinguiert
in Leder, Tweed - zivilisiert
bei Hof, in der Arena

so reiht sich weiter Bild an Bild
mal herb-markant, mal sinnlich-mild
in "Iris Nazarena"
22 Antworten
10
Preis
10
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
10
Duft
ParfumAholic

252 Rezensionen
ParfumAholic
ParfumAholic
Top Rezension 33  
Ein Kleinod aus Greenwich Village, New York
Schwere rote Samtvorhänge und vielerlei olfaktorische Preziosen prägen das Geschäftslokal von "Aedes de Venustas" in Greenwich Village, New York, das von Robert Gerstner und Kral Bradl mittlerweile äußerst erfolgreich betrieben wird.

Durch einen zufälligen Besuch von Top-Model Naomi Campbell rückten die beiden Herren in den Fokus der Öffentlichkeit und fortan pilgerten und pilgern "Parfum-Victims" aus aller Herren Länder in diesen Duft-Tempel.

Sollte ich irgendwann einmal in NY sein, wird auch für mich kein Weg daran vorbei führen.

Der erste Duft "Aedes de Venustas" konnte mich seinerzeit nicht wirklich begeistern, da ich kein großer Freund von Rhabarber bin. Den Preis fand ich damals ziemlich überzogen und somit hielt sich meine Bestürzung in sehr engen Grenzen.

Auch "Iris Nazarena" schaffte es zunächst nur auf meine Merkliste, weil "Iris" einfach eine unerklärliche Anziehungskraft auf mich ausübt.

Der Probe von "Zionist" (vielen Dank nochmals!) schenkte ich daher auch zunächst nur wenig Aufmerksamkeit, da noch so viele andere Proben auf eine Testung warteten und (leider immer noch) warten.

Eines Abends ist sie mir dann aber quasi wieder untergekommen und hätte ich auch nur ansatzweise und im Entferntesten geahnt, was mich erwarten würde...ich hätte den Duft subito und SOFORT getestet!

Der Duft eröffnet mit Iris. Trocken und metallisch anmutend, lediglich durch die Beeren etwas abgemildert. Um ehrlich zu sein, scheint dieser Duft überhaupt nur aus Iris zu bestehen. Am ehesten nehme ich daneben noch Weihrauch wahr. Nicht sakral, aber trotzdem dunkel, ohne dabei abweisend düster zu erscheinen. Und wieder einmal empfinde ich Weihrauch auf unerklärliche Weise angenehm und fast schon schmeichelnd. In weiter Ferne kann ich noch ein paar Hölzer und vielleicht eine Spur Moschus erkennen. Präsent und raumgreifend ist und bleibt allerdings einzig und allein diese herrliche Iris.

Dunkel - das scheint für mich zudem die passendste Beschreibung für "Iris Nazarena" zu sein. Allerdings nicht zerstörerisch oder gar depressiv dunkel, sondern wie selbstverständlich dunkel, sozusagen von Haus aus und völlig ungekünstelt.

Farblich gesehen, kein tiefschwarzer Duft, sondern ein Duft, der von hellgrau / silbrig zu dunklem anthrazit changiert.

Ich bin ja sonst wirklich nicht der Typ, der auf diese Art von Düften anspringt. Aber nachdem mir Odin's "Roam" bereits mehr als gefallen hat und nun auch noch dieser staubtrockene und mystisch-dunkle "Iris Nazarena" bei mir punkten konnte, mache ich mir doch langsam Sorgen um mich. Winter-Blues? Die Folgen eines ziemlich düstren Novembers? Keine Ahnung. Vielleicht ja einfach ein unerwarteter Richtungswechsel und Aufbruch in neue Duft-Dimensionen.

Meiner Meinung spiegelt der gräulich-silbrig-anthrazit schimmernde Flakon das Wesen des Dufts perfekt wieder. Kein heller oder strahlender Duft, sondern ein ernsthafter Duft, absolut erwachsen, kühl und definitiv unkuschelig. Vielleicht ist es genau diese spröde und dabei doch so überaus edle Attitüde, die "Iris Nazarena" für mich so unwiderstehlich macht?!

Aedes de Venustas hat mich mit "Iris Nazarena" verzaubert und begeistert! Zu 100%! Unwiderruflich!

Aussagekräftiger (Statement -) Duft + angenehme Projektion + ordentliche Haltbarkeit + toller Flakon = Wunschliste = den MUSS ich haben!

Für mich ein weiterer Meilenstein auf der Suche nach DEM Iris-Duft.
16 Antworten
10
Duft
Bertel

236 Rezensionen
Bertel
Bertel
Top Rezension 30  
Aschfahle staubtrockene Iris-Weihrauch-Gotik
Leimbacher hat den Duft bereits in seinen wesentlichen Zügen und in seiner Charakteristik sehr zutreffend beschrieben. Ich möchte darauf aufsetzend noch einmal etwas weiter ausholen um auch noch ein paar zusätzliche Facetten zu beleuchten:

"Iris Nazarena", benannt nach Iris Bismarckiana die in den Bergen östlich von Nazareth wächst, startet bestürzend aschfahl, wie in ein unwirklich abgedämmtes, mattes silbergraues Licht getaucht, mit knochentrockenen, beinahe wie verwehten jenseitigen Iris- und Weihrauch-Noten. Ein mindestens ebenso morbides Ambrette steuert vorübergehend recht ungewohnte, aber ungemein passgenaue, weil ebenso fahle und trockene Erinnerungen an Pfirsich, Rose und Moschus bei - da ist nichts saftig oder floral, eher verblasste Abbildungen auf einem Stilleben, trockene Blätter, ferne Ahnungen. Selbst der Wacholder ist, wie Leimbacher so treffend schreibt, vor langer Zeit in einem Lederkorb auf dem staubigen Dachboden vergessen worden.

Ganz bewusst ist die Duftentwicklung wie eine Kamerafahrt von der weichen, samtigen, aber bereits im Vergehen und Verwelken begriffenen weißlich-grauen Blüte mit ihren violetten Äderchen und ihren braun-lila Punkten über die mit Sternanis grünlich gefärbten Noten des Stammes und der Blätter hin zum dichten, erdigen Wurzelwerk mit Vetiver und Patchouli komponiert worden - diese Entwicklung ist ganz große Kunst!

Man sollte nicht vergessen: "Aedes de Venustas" ist ja der "Aus Liebe zum Duft" von New York, quasi ;-) Ralf Schwieger, der Créateur dieses ersten Unisex-Haus-Duftes, hat bislang mit "Eau de Merveilles" für Hermès und "Lipstick Rose" für Frédéric Malle zwei respektable Düfte geschaffen, aber auch einige recht fragwürdige Konstrukte für Etat Libre d'Orange, Marc Jacobs und andere. Will sagen: In meiner Wahrnehmung ist das ein unerwarteter, verstörend großartiger Entwurf einer wenig bekannten Nase für ein noch kaum als Hersteller bekanntes Handelshaus der an die morbide, fahle, jenseitige, beinahe "gothische" Ästhetik mancher Sparten der New Yorker Couture und ihrer Modelle erinnert, weit abseits der üblicherweise vorherrschenden Strömungen und Konzepte operiert, überraschende Kreativität mit hoher Qualität und Handwerkskunst kombiniert und daher höchste Aufmerksamkeit verdient! Ich trage diesen Duft derzeit mit Begeisterung. Für die gotischen, abseitigen Momente, idealerweise zwischen zwölf und Mitternacht.
12 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
6
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 33  
Dem Schloss von Otranto ihm sein Duft
Iris und Weihrauch – da war doch was? Diese Duftnoten-Ansage bettelte um einen Vergleich mit einem meiner Favoriten: Ring frei für „Iris Nazarena vs. 1681“. Allerdings stellte sich im direkten Aufeinandertreffen sofort heraus, dass es sich um einen Fall von rein formaler Überschneidung handelt, die mit Gemeinsamkeiten im Charakter nichts zu tun hat. Der Carthusia ist trotz Bergamotte und Kokel-Rosmarin mit mehr behutsamer Süße ausgestattet, die Iris dort wirkt dadurch voluminöser und facettenreicher. Auch im Verlauf faltet sie sich dank einiger weicherer Beigaben üppiger auf und ist überdies von milderem Rauch begleitet. Erheblichen Anteil daran dürfte die (ansonsten kaum eigenständig spürbare) Vanille haben.

Iris Nazarena hingegen beginnt bereits blass-düster. Vom Start weg ist die Iris dominant. Der Auftakt-Kollege Wacholder kommt so un-schinkenhaft daher, wie es nur geht und hat nach einer Stunde sein speziell-kräftiges Aroma verloren. Von ihm bleibt bitterer Rauch. Die Iris ist kühl und distanziert. Allenfalls phasenweise wirkt sie dezent karottig und bloß widerwillig erlaubt sie eine Art Vorschau auf die Linie Iris-Veilchen-Leder.

Die Rose muss sich mit einer Nebenrolle begnügen, in der dritten und vierten Stunde nehme ich sie sacht im Untergrund wahr. Ähnlich ergeht es dem Leder, das sich nie von der (geruchlich) floralen Herkunft emanzipieren kann. Nachmittags hat sich endgültig und praktisch allein eine Kombination von Iris und Weihrauch festgesetzt. Bitter, kaltrauchig und aschfahl. Das ist der Kern des Duftes.

Das Stichwort „gotisch“ fiel schon bei einem Vorkommentator: eine treffende Assoziation. Wir hatten als Schüler in Englisch Gothic Novels behandelt. Ich habe sogar das Buch von damals gefunden (https://openlibrary.org/books/OL24973938M/Three_Gothic_novels). „Das Schloss von Otranto“ von Hugh Walpole hatten wir gelesen. An diese das Genre begründende Geschichte kann ich mich kaum noch erinnern (Pubertät halt), aber „gothic“ passt prächtig zum Duft. Untote Iris, von bleichem, geradezu substanzlosem Rauch umhüllt. Die potentiell farbengebenden Antagonisten sind wie hinter einem Schleier verborgen (der Hersteller selbst spricht von ‚sfumato effect‘). Iris Nazarena könnte wahlweise der Duft zu einer Gestalt aus einer Geschichte von Edgar Allen Poe sein. Ach was: Der hätte gewiss auch zum Meister persönlich gepasst.

In der achten Stunde ist der identitätsstiftende Teil des Duftverlaufs zu Ende. Was folgt, nämlich eine Basis aus trockenem Holz (Zeder vielleicht), Sandelholz, Moschus, Vetiver und vermutlich außerdem Patchouli, hat mit dem Duftgeschehen zuvor nicht mehr viel zu tun. Um diese Tageszeit sei das freilich zugestanden.

Fazit: Ich finde den Duft arg finster-substanzarm geraten. Ich bleibe in Sachen Iris und Weihrauch zweifellos bei 1681, zumal Iris Nazarena preislich nahezu beim Zweieinhalbfachen liegt. Doch wer einen düster-geisterhaften Iris-Rauch-Duft für eine exklusive schwarze Messe oder eine vornehme Vampir-Party sucht, greife hier zu.

Ich bedanke mich bei Puck 1 für die Probe.
22 Antworten
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
10
Duft
FrauHolle

555 Rezensionen
FrauHolle
FrauHolle
Top Rezension 30  
Von Gaby Henkel und anderen Sauber Eulen
Ein lieber Parfumo Kollege ließ mir u.a. diese hübsche Probe zukommen, gar nicht mal unter der Prämisse diese auch kommentieren zu müssen, was den interessanten Selbstreflexivitätseffekt hat, das Parfum dann aber unbedingt kommentieren zu wollen.

Iris, Blume, die. Keine Irisbutter, keine Iriswurzel. Das hier ist die blumige Blüte, wahlweise, die blütige Blume.
Im Auftakt vernehme ich eine stark ätherisch, minzig, medizinische, ringelblumenhaftig, baldrianische Salbei Tinktur.
Wenn sich in Ihrem Browser jetzt sehr viele Wörter rot unterkräuseln, so wie bei mir, dann muss das so, und tut keinesfalls dem Aufschlüsseln meiner Duft Impressionen und Assoziationen in ihrer Richtigkeit etwas ab.

Der weitere Verlauf ist meisterhaft gekonntes Understatement. Maskulin, nicht unisex. Schön und schade.
Parfums, die am Anfang schwierig zu händeln scheinen, so zeigt die jahrelange Erfahrung, kriegen ganz oft noch die ein oder andere Drehung im Genick. Was vorher bitter war, wird plötzlich melancholisch, der Löffel voll Lebertran entpuppt sich als Lutschestange, der finstere, ernsthafte Blick wird von sich hebenden Mundwinkeln abgelöst. Iris Nazarena wird sauber, holznelkig, wacholderbeerig frisch.

Die Komposition macht den Meister, und die ist hier von einer frikadellenhaften Kartoffelsalatigkeit, die sich gewaschen hat.
8 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

82 kurze Meinungen zum Parfum
FrauKirscheFrauKirsche vor 5 Monaten
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
Karottenstaub
sanft süß
auf ledrigen Nelken
Leise flüstern
Puderlippen
nudefarbene Worte
Fliegen dunkle
Papierflugzeuge...
30 Antworten
MarieposaMarieposa vor 1 Jahr
7
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Schmeichelnde Iris
Umschlingt Leder und Weihrauch
Im Ambretteschleier.

Geheimnisvoll, sinnlich und niemals laut.
33 Antworten
SchoeibksrSchoeibksr vor 10 Monaten
6
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Kühl-distanzierte Eleganz
im all black leather fit
mit vollgepudeter Nase
& würzigen Rosen in der Hand
auf dem Weg zum Beichtstuhl
30 Antworten
BosworthBosworth vor 11 Monaten
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Staubtrockene, ernste Iris hüllt sich in ihrer Melancholie in einen transparenten Schleier aus Weihrauch. Unnahbar und zeitgleich anziehend.
24 Antworten
PollitaPollita vor 7 Monaten
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Iris nascht Möhrchen und hüllt sich anschließend in sanft süße Rosen und güldenen Rauch. Trotz Oud für mich ein schöner, tragbarer Irisduft.
24 Antworten
Weitere Statements

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Torten Radar

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