Signature
Aedes de Venustas
2012

Signature / Aedes de Venustas von Aedes de Venustas
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7.2 / 10 294 Bewertungen
Ein Parfum von Aedes de Venustas für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2012. Der Duft ist fruchtig-frisch. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Haus der Schönheit, Tempel der Schönheit”.
Aussprache
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Duftrichtung

Fruchtig
Frisch
Grün
Würzig
Rauchig

Duftnoten

RhabarberRhabarber TomatenblattTomatenblatt grüner Apfelgrüner Apfel VetiverVetiver WeihrauchWeihrauch GeißblattGeißblatt HaselnussHaselnuss rote Beerenrote Beeren

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.2294 Bewertungen
Haltbarkeit
7.1214 Bewertungen
Sillage
6.4220 Bewertungen
Flakon
8.3203 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
5.941 Bewertungen
Eingetragen von Beautycase, letzte Aktualisierung am 19.05.2024.

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Rezensionen

13 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
7
Duft
Sarungal

69 Rezensionen
Sarungal
Sarungal
Top Rezension 31  
Kapriziöses Understatement
München. 30° Celsius. Blitzblauer Himmel.

Ich schnüffle mich bei Ludwig Beck durch einen Teil meiner Merkliste, rieche Spannendes (Acqua di Sale), angenehm Irritierendes (Sel Marin) und vergleichsweise Harmloses (Nasengold). Ich lasse mir Zeit und ersticke zwischendrin meine Lungenbläschen mit dem Aroma von Kaffeebohnen. Die Atmosphäre ist freundlich-aufgeschlossen, der Verkäufer an meiner Seite engagiert, geduldig und offensichtlich mit der Materie vertraut.

Also ändere ich die Strategie: „Ich hätte gerne was mit Weihrauch, frisch darf’s dennoch sein, gerne sommerlich, von mir aus auch mit ungewöhnlicheren Noten.“
Merkliste adé, Nase eigentlich hinüber, aber was soll’s.
Der Verkäufer überlegt nicht lange, krallt sich einen sehr dekorativen Flakon und nebelt einen Streifen ein. „Weihrauch in der Basis!“, meint er noch und hält mir das Papier hin.

Hui! Das ist ja mal n Knaller. Sauer mit dezenter Süße. Rhabarber vom Tomatenbusch.
Geht das? Und wie – als ob die beiden aufeinander gewartet hätten. Mag sein, dass sich irgendwo im Bouquet noch ein Apfel versteckt oder sogar ein paar Beeren – meine Nase nimmt vor allem den von Tomatenblättern umrankten Rhabarber wahr. Faszinierend, denkt es mich. Ich schiebe Spock rasch ins Off und schnüffle erneut. Spannend, aufregend, wohlriechend, appetitlich, herausfordernd, genial!

Beim Preis setzt Ernüchterung ein: 210 Euro für den zugegebenermaßen exorbitant schönen Flakon samt Inhalt? Ich denke Schöneberger reziprok und frage, ob’s das auch in klein gibt. Gibt es – 3 x 12 ml für 95 Euro. Immer noch ne Menge Asche, aber die Hemmschwelle wird unterschritten. Zum Abschied gibt’s noch ne wolkige Beduftung mit Aedes de Venustas durch den Verkäufer. (Den 10-Prozent-Nachlass, den ich beim Bezahlen gar nicht registriert hatte, bemerke ich erst auf dem Kassenzettel. Merci. Monsieur!)

Einige Stunden später. Ich rieche einen typischen Sarungal-Nasenschmeichler: Weihrauch mit einer Spur Vetiver, jetzt möglicherweise verwoben mit zartesten Nußaromen. Sehr angenehm und immer noch äußerst gekonnt komponiert: Das ist Basis auf hohem, vielleicht höchstem Niveau. Aber wo ist der fulminante Auftakt hin? Wo ist mein Tomatenblatt, das sich botanisch so wunderbar verwegen mit dem Rhabarber gekreuzt hatte, wo die Frische der Kopfnote?

Die Nase taucht ab in die heimischen Bohnenvorräte. Kurze Pause, dann ein neuer Versuch. Eine Ahnung immerhin ist noch übrig vom grandiosen Start, wenn auch tief hineingesackt in den Weihrauch. Sehr distinguiert und edel gibt sich Aedes de Venustas jetzt – eine durch und durch vornehme Komposition. Der Mut zur Einzigartigkeit aber hat sie verlassen; übrig bleibt Konvention, wenn auch von superber Qualität. Schade!

Ungeachtet dieser nicht geringen Einschränkung freue ich mich, den Duft gekauft zu haben: Ich schätze die Förmlichkeit, die seine Basis auszeichnet. In höchstem Maße aufregend aber ist der Beginn: Wie da der Gemüse-Frucht-Akkord auf dem noch sehr zurückhaltenden Weihrauch Kapriolen schlägt – das ist große Kunst!

Die Haltbarkeit ist – wir sprechen von einem Eau de Parfum – anständig, die Sillage vor allem eingangs respektabel. Ihre Entwicklung folgt dem Duftverlauf und endet vergleichsweise rasch im eher körpernahen Bereich.

Einen Vorteil übrigens hat die etwas unausgewogene Entwicklung dieses Dufts: Er will und kann sich nicht auf eine Jahreszeit festlegen. Nach dem sehr sommerlichen Start entwickelt sich Aedes de Venustas hin zu einer so freundlichen Feierlichkeit, dass ich beinahe in der Christmette lande…

PS: Die Bewertung in Prozenten bereitet mir Schwierigkeiten. Die Kopfnote verdient mühelos 100 %, die saubere, exzellente Basis immer noch 80%; dass ich bei diesem Wert bleibe, ist allein der allzu kurzen Intro geschuldet.

PPS: Um die Relation zu meinen anderen Duftbewertungen zu wahren, erhält Aedes de Venustas 10% Abzug = 70%. Hintergrund: in diesem Preissegment ist mir die kurzlebige brillante Kopfnote allein nicht genug, um den Duft höher zu bewerten, zumal die Basis nach wiederholtem Test tatsächlich nicht mehr hergibt als tolles, aber etwas fades, vielfach erschnuppertes Handwerk. Genau diese Basis aber ist es, die über weite Strecken die Präsenz des Dufts bestimmt....
7 Antworten
10
Duft
Bertel

236 Rezensionen
Bertel
Bertel
Top Rezension 22  
Rhabarber-Soliflor
Ich fürchte ich muss hier wieder meinen üblichen Sermon anstimmen: ich liebe Soliflors. Kaum etwas ist komplizierter. Wer beispielsweise Rhabarber auspresst, der bekommt Rhabarbersaft - keinen Duft der Rhabarber allegorsich darstellt, seine strahlend leuchtenden Farben, seine herbe säuerliche Frische, seinen rauen Geschmack der manchmal ein pelziges Gefühl auf der Zunge gibt, seine saftige und knackige Konsistenz, den starken Halt seiner dichten Wurzeln im Erdreich.

Ja, dies hier ist Rhabarber. Dies hier ist zugleich ein wunderbarer Duft, der in warmer Umgebung herb erfrischt und in kühlem Grau leuchtende und wärmende Farben spendet. Dies ist große Kunst. Auf jeden Atemzug von fern unverkennbar voller Rhabarber. Im Detail die säuerliche saftige Fruchtigkeit des Apfels, die pralle Fülle und dunkle herbe Süße roter Beeren, den ganz charakteristischen Geruch der Tomatenpflanze für den mir die beschreibenden Worte fehlen aber den jeder sofort erinnert der je mit Tomatenpflanzen hantierte und den Geruch lange und stark an den Händen hatte. Weihrauch ganz leicht und sanft als silbrig glänzendes und schimmernd aufsteigendes Licht dann hinter und über allem, und Vetiver in der Basis von Duft und Pflanze zugleich, tief, erdend, Halt gebend.

Ein absolut runder, harmonischer, perfekt auskomponierter Duft, der zugleich eine abgeschlossene sofort eindeutige Wahrnehmung "Rhabarber" erlaubt wie auch im Detail seine verschiedensten glitzernden und verspielten Facetten offenbart, je nachdem wie nahe und wie tief und genau wir uns dem Duft nähern. Atemberaubende Parfumeurskunst, einmal mehr von Bertrand Duchaufour bescheiden und präzise ins Leben gesetzt.

Ein Meisterwerk.
5 Antworten
5
Sillage
5
Haltbarkeit
8
Duft
SebastianM

46 Rezensionen
SebastianM
SebastianM
Top Rezension 18  
Mon amour, mon amie
Auf dieses Parfüm war ich sehr gespannt. Ich lese die Duftnoten und denke: das geht gar nicht. Aber Makr ist schockverliebt, obwohl sie es sonst ja auch nicht so mit Obst hat, und andere finden es "fast essenziell" oder betrachten es als Teil ihrer Hausapotheke.

Was soll ich sagen? Diese Kombi aus frischer, saurer Frucht und Weihrauch gefällt mir! So reizend exzentrisch und launenhaft, fröhlich, lebendig und sogar ein bisschen geheimnisvoll. Leider rieche ich weder Apfel noch Rhabarber noch rote Beeren, sondern nur unspezifische Fruchtnoten, die ich am ehesten Grapefruit zugeordnet hätte. Aber macht nichts, darauf kommt's hier nicht so an, das ändert nichts an der Grundidee. Das Tomatenblatt finde ich sehr angebracht hier, ein bisschen bitteres Grün passt gut und drängt sich nicht vor. Es wirkt auch sehr natürlich, und wird von sanfteren Grüns (Vetiver?) gut abgefedert. Heller, frischer Weihrauch umweht das Ganze in zarten, surrealistischen Schleiern, als wär's ein Traumbild eines schönen Obstgartens. Der Weihrauch ist zwar nicht von der überragenden Sorte wie in Copal Azur von derselben Marke, aber das wäre auch Verschwendung in dieser Umgebung. Für Geißblatt und Haselnuss herrschen bei mir übrigens Fehlanzeige, aber darüber bin ich froh. Insbesondere Geißblatt hätte zwar prima zur Rhabarbersaison gepasst, aber seine schwermütige Süße hätte sich für mich bestimmt gar nicht mit der sprudelnden Heiterkeit dieses leicht bizarren Parfüms vertragen. Immerhin, man kann schließlich nicht den ganzen Tag grienen, wird es nach ca. 2 Stunden ruhiger und etwas süßer. Der Trip ist vorbei, aber man bleibt nett und freundlich, wenn auch jetzt ziemlich nichtssagend. Nach 5 Stunden ist Schluss der Vorstellung.

Eine tolle Überraschung hinter einer Pyramide des Grauens. Gute Laune zum Sprühen. Ich habe es an einem kalten, sonnigen Tag getestet. Aber sicherlich würde es auch glänzend als zitrusfreier Sommerfreshie funktionieren. (Mit vermutlich noch weiter reduzierter Haltbarkeit.) Leider zu teuer, als dass man sich den Flakon zum Wandern noch eben in den Rucksack würfe.

Meine Bewertung ist so eine Art Mittelwert. Die ersten 2 Stunden kriegen von mir locker eine 8,5 und meinetwegen noch 0,5 Punkte Originalitätszuschlag. Die letzten zwei Stunden dann nicht mehr als 7.
11 Antworten
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8.5
Duft
MaKr

10 Rezensionen
MaKr
MaKr
Top Rezension 17  
Überraschungen
Eine Restabfüllung von diesem Duft bekam ich als Zugabe in einem Souk-Päckchen.
Die Marke war mir bisher nicht bekannt, also habe ich mir hier die Duftpyramide angesehen und war erstmal sehr skeptisch:
Die Zusammensetzung klingt für mich wie das Rezept für einen dieser schrägen Smoothies, wo zu der Obst-Gemüse-Mischung noch so eine grüne Scheußlichkeit wie roher Spinat oder Algen dazukommt. Hier eben giftiges Tomatengrün.

Nun denn, Home-Office macht mutig, ich kann ja nur bei mir selbst anecken.
Wow, mir bläst eine tolle, fruchtig-säuerliche Frische entgegen, geschätzte Windstärke 6 ;)
Erste angenehme Überraschung, denn bisher habe ich Frische immer mit Zitrus assoziiert, und fruchtig mit süß.
Ich bin völlig hin und weg, wie gut das alles zusammenpasst!
Der leckere Geruch erinnert mich an die „Extra sauren Stäbchen“, die ich als Kind gerne genascht habe, nur riecht das ganze hier viel natürlicher.
Als ob ich im Garten nach dem Tomatenausgeizen mit grünen Fingern Johannisbeeren gepflückt hätte.
Auch der Apfel, der für mich in vielen Düften nur synthetisch nach Shampoo riecht, hier könnte es einer der ersten Klaräpfel sein.
Vetiver ist von der sanftgrünen Art , die ich mag und der Weihrauch legt ein Leuchten über das Ganze.

Zusammengefasst: Ich bin schockverliebt, der Duft kommt auf meine Wunschliste.
(Falls jemand seinen loswerden möchte.......?)
5 Antworten
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Holly66

44 Rezensionen
Holly66
Holly66
Top Rezension 13  
Wenn nichts mehr geht...
Zufällig bekam ich eine Abfüllung A.d.V. und wusste zu diesem Zeitpunkt gar nicht recht, was ich mit diesem Duft anfangen soll, da es für mich eher in die Richtung Geruch als Duft ging.
Wie unterschiedlich Wahrnehmungen doch sind, ist dieser Duft für mich eine Art wertvolles
(in zweifacher Hinsicht) (Anti-) Parfum, welches ich in den letzten Monaten ca. 3x getragen habe,
als es mir nicht nur schlecht ging- da bevorzuge ich gourmandige Schmeichler mit Vanille oder ein frisch- würziges „Eau de Campagne“- sondern ich war ratlos und brauchte Erdung.
Kein Blümchen, keinen Frohsinn, sondern einen Halt in der Dunkelheit.

Ich empfinde diesen Duft als etwas „festes“, wenig ätherisch, mehr substanziell.
Er wirkt auf mich ganz dunkelgrün moosfarben und fruchtige Rhabarbar steht bei mir
seltsamerweise nicht im Vordergrund. Ich nehme Haselnuss als etwas holziges wahr und
erkenne recht bald die Weihrauchnote. Für mich hat hier die Weihrauchnote etwas tröstendes,
als stünde sie am Ende allen Dufts, sie ist das Ende- und in jedem Ende wohnt ein neuer Anfang.
Genau hier liegt für mich der Trost, ich darf dunkel sein.
Für eine Weile.
Ich darf für eine Weile an meiner Dunkelheit zu knacken haben.
Ich muss nicht schön, attraktiv oder sonst irgendwie ansprechend sein.

Wer eine ähnliche Weihrauchnote kennt, die vielleicht ein klein wenig erschwinglicher ist und meinetwegen auch minimal würziger- in einem anderen Sinn- den bitte ich mich zu
kontaktieren. Denn es ist nie verkehrt so einen Duft „für alle Fälle“ im Haus zu haben ;)
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

62 kurze Meinungen zum Parfum
ZerotoninZerotonin vor 1 Jahr
7
Sillage
7
Haltbarkeit
6
Duft
Klein Rhabarbara ist angesäuert:
die Äpfel sind noch ganz unreif und bitter!
Da muss sie mit den Tomaten vorliebnehmen...
23 Antworten
ViolettViolett vor 1 Jahr
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Die liebliche Rhabarbera, so frisch und fruchtig, vergnügt sich mit Rauhbein Tomatenblatt zwischen Graswurzeln.
Granny Smith winkt von fern.
35 Antworten
StulleStulle vor 1 Jahr
7
Sillage
8.5
Duft
Ein grasiggrün-fruchtiger Duft, leicht blütig aber nicht süß. Einer der wenigen Düfte, denen ich Rhabarber wirklich glaube. Außergewöhnlich!
22 Antworten
HeikesoHeikeso vor 10 Monaten
8
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Weihrauch mit vielen Vitaminen: Rhabarber, Apfel, Beeren. Grün und weihrauchig, frisch-fruchtig-säuerlich. Ich meine auch eine Note ...
10 Antworten
GoldGold vor 3 Jahren
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
6
Duft
Zum Glück ist mir der Rhabarber hier nicht unangenehm aufgefallen. Trotzdem kein Duft, den ich tragen würde. Weihrauch trifft Gartenlaube.
9 Antworten
Weitere Statements

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