06.12.2025 - 14:01 Uhr

Kreisquadrat
75 Rezensionen

Kreisquadrat
8
Mondbasis Waschsalon
Manchmal teste ich Parfüms vordergründig nach ihrer Erscheinung.
So war es mit dem Moon auch nicht anders. Der Flakon stand im Vordergrund.
Einen Restbestand an Flüssigkeit habe ich für einen guten Preis ersoukt.
Der Flakon ist ein Stück 1990er Sci-Fi-Kitsch. Er erinnert an eine Low-Budget-TV-Serie-Ausstrahlung im britischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wirkt dabei aber sympathisch futuristisch und funkelnd effektvoll.
Ich entpackte ihn voller Ungeduld auf dem Nachhauseweg. Perlmuttschimmernd strahlte mir der Flakon in der kühlen Nachtatmosphäre entgegen. Er gleicht einem monarchischen Globus.
Der Sprühvorgang ist eine Zumutung. Abgequält durch ausgiebige Nutzung, spuckt er mir entgegen.
Meine erste olfaktorische Begegnung erinnerte an moderne Synthetik jugendlicher Verspieltheit.
Auf weiblicher Haut wirkte Moon kühl, deutlich lieblich und floral, beinahe quietschsüß und zeitgeisttypisch artifiziell. Also etwas stechend und wenig hochwertig im aller ersten Eindruck.
Ich dachte mir: Es überrascht mich nichts an diesem Duft. So etwas habe ich ohnehin erwartet. Etwas zum vergessen. Ich wollte Moon ja eh nur wegen dem Flakon.
Bei mir auf der Haut, in meinem warmen Zuhause, wirkte der Moon deutlich holziger, mit einer dezenten floralen Note.
Im zeitnahen, weiteren Verlauf pfefferig-herb im Kontrast zu süßlich-würzig und etwas erdiger als auf weiblicher Haut.
Dazu etwas grünlich, mit einem Hauch aquatischer Leichtigkeit.
In der Entwicklung nimmt die bereits erwähnte aquatische Note deutlicher zu. Moon wird wärmer, was dem ersten kühlen Eindruck etwas Einhalt gebietet. Dabei bleibt er aber weiterhin frisch angedeutet.
Ab hier gar nicht mal so schlecht, wie der erste Eindruck es mir vermittelt hatte. Mir gefällt er sogar ganz gut gerade. Ein heller und leichter Duft. Schön sauber, als schlage man frische Wäsche auf.
Der Ausklang bleibt cremig und weiterhin warm, behält aber seinen zitrisch-grünlichen Akzent.
Ein kühler Beginn schließt warm ab. Moon verabschiedet sich ganz geschmeidig, mit einer erdig-holzigen Aura, sanft untermalt von hintergründiger Vanille.
Also doch nicht lediglich ein absurd trashig-kitschiger Flakon, sondern auch ein angenehmes Parfüm?
Freilich nichts, was die Welt nicht so oder so ähnlich schon gesehen hat. Nichts von herausragender Besonderheit oder bemerkenswerter Qualität. Nichts für naserümpfende Parfumo-Profis. Nichts, was ich persönlich mit Nachdruck empfehlen würde.
Doch dafür, was ich hier bekommen habe, gefällt mir diese Melange aus diskreter Flora, purer Sauberkeit und Reinheit gut. Ich störe mich hier nicht an der relativ geringeren Qualität. Habe schlimmeres erwartet und wurde dahingehend positiv überrascht.
Beim Erleben von Moon habe ich außer Acht gelassen, weil gar nicht groß darüber nachgedacht, dass es ein Unisex-Duft ist. Auf meiner Haut machte er keinen starken Schlenker in eine bestimmte Richtung was diese Zuordnung angeht.
Chemische Störnote? Ja, wahrscheinlich korrekt. Habe jedoch schon deutlich schlimmeres erlebt.
Aktuell ist es lediglich als ein Hintergrundrauschen wahrzunehmen.
Ich schließe allerdings nicht aus, das der Moon bei anderen Hauttypen deutlich unangenehmer auftreten kann oder z.B. im Sommer seine gemütliche Fassade ablegt und stechender auftritt. Mal sehen.
So war es mit dem Moon auch nicht anders. Der Flakon stand im Vordergrund.
Einen Restbestand an Flüssigkeit habe ich für einen guten Preis ersoukt.
Der Flakon ist ein Stück 1990er Sci-Fi-Kitsch. Er erinnert an eine Low-Budget-TV-Serie-Ausstrahlung im britischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen, wirkt dabei aber sympathisch futuristisch und funkelnd effektvoll.
Ich entpackte ihn voller Ungeduld auf dem Nachhauseweg. Perlmuttschimmernd strahlte mir der Flakon in der kühlen Nachtatmosphäre entgegen. Er gleicht einem monarchischen Globus.
Der Sprühvorgang ist eine Zumutung. Abgequält durch ausgiebige Nutzung, spuckt er mir entgegen.
Meine erste olfaktorische Begegnung erinnerte an moderne Synthetik jugendlicher Verspieltheit.
Auf weiblicher Haut wirkte Moon kühl, deutlich lieblich und floral, beinahe quietschsüß und zeitgeisttypisch artifiziell. Also etwas stechend und wenig hochwertig im aller ersten Eindruck.
Ich dachte mir: Es überrascht mich nichts an diesem Duft. So etwas habe ich ohnehin erwartet. Etwas zum vergessen. Ich wollte Moon ja eh nur wegen dem Flakon.
Bei mir auf der Haut, in meinem warmen Zuhause, wirkte der Moon deutlich holziger, mit einer dezenten floralen Note.
Im zeitnahen, weiteren Verlauf pfefferig-herb im Kontrast zu süßlich-würzig und etwas erdiger als auf weiblicher Haut.
Dazu etwas grünlich, mit einem Hauch aquatischer Leichtigkeit.
In der Entwicklung nimmt die bereits erwähnte aquatische Note deutlicher zu. Moon wird wärmer, was dem ersten kühlen Eindruck etwas Einhalt gebietet. Dabei bleibt er aber weiterhin frisch angedeutet.
Ab hier gar nicht mal so schlecht, wie der erste Eindruck es mir vermittelt hatte. Mir gefällt er sogar ganz gut gerade. Ein heller und leichter Duft. Schön sauber, als schlage man frische Wäsche auf.
Der Ausklang bleibt cremig und weiterhin warm, behält aber seinen zitrisch-grünlichen Akzent.
Ein kühler Beginn schließt warm ab. Moon verabschiedet sich ganz geschmeidig, mit einer erdig-holzigen Aura, sanft untermalt von hintergründiger Vanille.
Also doch nicht lediglich ein absurd trashig-kitschiger Flakon, sondern auch ein angenehmes Parfüm?
Freilich nichts, was die Welt nicht so oder so ähnlich schon gesehen hat. Nichts von herausragender Besonderheit oder bemerkenswerter Qualität. Nichts für naserümpfende Parfumo-Profis. Nichts, was ich persönlich mit Nachdruck empfehlen würde.
Doch dafür, was ich hier bekommen habe, gefällt mir diese Melange aus diskreter Flora, purer Sauberkeit und Reinheit gut. Ich störe mich hier nicht an der relativ geringeren Qualität. Habe schlimmeres erwartet und wurde dahingehend positiv überrascht.
Beim Erleben von Moon habe ich außer Acht gelassen, weil gar nicht groß darüber nachgedacht, dass es ein Unisex-Duft ist. Auf meiner Haut machte er keinen starken Schlenker in eine bestimmte Richtung was diese Zuordnung angeht.
Chemische Störnote? Ja, wahrscheinlich korrekt. Habe jedoch schon deutlich schlimmeres erlebt.
Aktuell ist es lediglich als ein Hintergrundrauschen wahrzunehmen.
Ich schließe allerdings nicht aus, das der Moon bei anderen Hauttypen deutlich unangenehmer auftreten kann oder z.B. im Sommer seine gemütliche Fassade ablegt und stechender auftritt. Mal sehen.
Aktualisiert am 06.12.2025 - 14:03 Uhr
6 Antworten



Kopfnote
aquatische Noten
schwarzer Pfeffer
Kardamom
Herznote
Rosengeranie
Kumquat
Orchidee
Zieringwer
Basisnote
Patchouli
Sandelholz
Vanille
Elisa1000
Ooonidda
IrethAncali































