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7.8 / 10 70 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Filippo Sorcinelli für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2024. Der Duft ist cremig-würzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird von Alter Duo vermarktet.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Cremig
Würzig
Süß
Rauchig
Holzig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
AmberAmber EichenmoosEichenmoos MoschusMoschus
Herznote Herznote
KokosnusscremeKokosnusscreme IriswurzelIriswurzel
Basisnote Basisnote
KiefernteerKiefernteer MandarineMandarine
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Bewertungen
Duft
7.870 Bewertungen
Haltbarkeit
8.364 Bewertungen
Sillage
7.765 Bewertungen
Flakon
6.954 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.346 Bewertungen
Eingetragen von DuftFlasher · letzte Aktualisierung am 31.01.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion SuperFluo?.

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Womit der Duft vergleichbar ist

Rezensionen

6 ausführliche Duftbeschreibungen
8.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Kovex

31 Rezensionen
Kovex
Kovex
Top Rezension 28  
La Dolce Vita
Ihr ward nun in einem Alter, in dem man sich einiges leisten konnte, was vor 30 Jahren noch undenkbar war. Ein Wiedersehen sollte es werden, mit vielen alten Freunden und Freundinnen von früher. Von der Finka die ihr in Strandnähe an der der Küste Calabriens gemietet hattet, drangen vereinzelt ein paar Musikfetzen herüber, als Du Dich für ein paar ruhige Minuten an den Strand zurück gezogen hattest um die Füße in den noch feuchten Sand zu wühlen.

Es hatte den ganzen Tag geregnet, untypisch für die Jahreszeit, aber der Geruch den der Regen von den vereinzelten Felsen gewaschen hatte - mineralisch, leicht salzig, nasser Stein - war überwältigend, hatte etwas Ursprüngliches, Natürliches. Die entblößte Kraft der Natur.

Du warst schon einmal hier. Vor 30 Jahren. Als Du die jungen Leuten ein paar dutzend Meter weiter am Strand beobachtetest, kamen Erinnerungen hoch. Die Surfbretter aufrecht in den Sand gerammt, das illegalerweise am Strand entzündete Feuer, die Klänge von Italo-Pop die der Wind zu Dir trug, die Stimmen und das Lachen, all das hattest Du hier ebenso erlebt. Lange war es her. Ein Anflug von Wehmut machte sich breit.

Als zwei der jungen Damen aus der Gruppe sich Dir näherten, trug der Wind Ihren Geruch schon voraus. Vermutlich irgendeine Sonnencreme, leicht fruchtig-zitrisch, von einer dezenten Kokosnussnote begleitet. Aber nicht so süß und kräftig, wie die Sonnencremes die Du aus den 90ern noch kanntest. Vielmehr ein Hauch, von der salzigen Meeresluft und den nassen Felsen zart umspielt. Ein paar Treibhölzer, die der Sturm heute mittag angeschwemmt hatte, machten das olfaktorische Bild perfekt. Eine Szene am Meer, die man sich nicht ausdenkt, sondern die das Leben in Deinen Lebenslauf geschrieben hat.

*

Der neue, vierte Duft aus Filippo Sorcinelli´s Super Fluo?-Collection fügt sich gut in die bereits vorhandenen Düfte ein. La Voglia D’Amare zelebriert wie die anderen drei, das entspannte La Dolce Vita. Hier allerdings mit einer Hauptnote die den Duft bestimmt, die diesen hier etwas ernster erscheinen lässt. Der mineralische Geruch von nassem Stein nach einem Regenguss macht La Voglia D’Amare zu einem besonderen Aquaten, wenn man ihn überhaupt in diese Kategorie einordnen könnte. Was dem zu Recht etwas „grauen“ Dufteindruck etwas mildert, ist eine ganz zart fruchtige Zitrusnote die etwas Süße hereinbringt und im Zusammenspiel mit der Kokosnuss, welche aber auch sehr dezent geraten ist, etwas Leben einhaucht, es menschelnder macht. Dieser Dufteindruck bleibt nun lange erhalten, die Iriswurzel macht das Ganze im Verlauf etwas trockener, für mich eher pudrig als cremig. Zu süß wird es für mein Empfinden zu keiner Zeit.

Was mir an La Voglia D’Amare gut gefällt sind die vorhandenen Kontraste aus schroffen und weichen Anteilen, die sich hier für meinen Geschmack wunderbar zusammen fügen und am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ein weiterer Pluspunkt ist das Außergewöhnliche des Duftes. Es werden keine gängigen marktforschungs-ermittelten Vorlieben bedient, sondern ein eigenständiger Duft geschaffen, wie ich ihn bisher noch nicht gerochen habe. Zugegeben, ich bin ein großer Fan von Sorcinelli und dadurch auch vielleicht ein wenig positiv voreingenommen.

*

Seit zwei Jahren hast Du wieder begonnen Dir die Haare lang wachsen zu lassen. Vielleicht ein letzter Versuch, die Jugend noch einmal zurück zu holen. Vielleicht aber auch nur eine peinliche Altersschrulle. Gerade als die untergehende Sonne die Meeresoberfläche küsste und Dir einen gigantischen Feuerstrahl aus tausenden rot-gelb-orangefarbenen Lichtflecken über das Wasser schickte, zogen die beiden Mädels an dir vorüber. Geblendet von dem Lichtspektakel auf dem Wasser, schobst Du Dir versonnen eine Haarsträhne hinter das Ohr und blinzeltest zu den Vorübergehenden herauf. Das Lächeln, das Dir geschenkt wurde, vertrieb Deine nachdenkliche Wehmut über die vergangene Jugend. Vielleicht war ja doch noch nicht alles zu spät.
Zeit wieder zurück zu den Freunden zu gehen. So alte Freundschaften hier am Meer gemeinsam genießen und feiern zu können…. einfach unbezahlbar.
Aktualisiert am 27.06.2024 - 15:28 Uhr
33 Antworten
9Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Splitter

123 Rezensionen
Splitter
Splitter
Hilfreiche Rezension 19  
Ein Flüstern im Ohr in der Nacht in der Bucht
Die vierte und bisher dunkelste Komposition in der SuperFluo?-Kollektion ist in maritimes Blau gehüllt, ohne ‚Special Effects‘ im Lack und dennoch mit gewohnt silbernen Etiketten versehen.
Die Noten wirken nach einem recht grauen, für diese Reihe untypischen und eher anderen Reihen nahen Sorcinelli und genau so kommt er auch bei mir rüber.
Es wirkt, als hätte Sorcinelli mit den unfassbar vielen Düften seiner gerade erst vor zwei Monaten veröffentlichten Memento-Kollektion noch einige Ideen übrig gehabt, die er anderweitig nutzen wollte.

Der Duft startet mit kalten, feuchten Noten, die für mich zwischen Zement und Felsen an der Küste liegen und hat überhaupt nichts der überschwänglichen Lebendigkeit der anderen drei Düfte. Und wer mit der Zeit auf cremige Kokosnuss hofft, der wird enttäuscht, denn es bleibt ruhig und trocken, erdig-mineralisch und Kokos kommt als grandios authentische, eher aus der herzhaften Küche bekannte Variante. Gefällt mir sehr gut, weil es nicht wie die mir sonst bekannte süße, oft sehr synthetisch wirkende Kokosnuss daherkommt. Und auch im weiteren Verlauf wird die Komposition nicht weniger dunkel, ohne zu dunkel für den Sommer, wie ihn die Allgemeinheit mag, zu sein.

Ein wunderbar dunkel-erdiger, herzhaft-gourmandiger, mit von ambivalent warmen und kalten mineralischen Noten durchzogener Duft, der sicherlich so einige neue Fans auf Sorcinellis Duftkunst aufmerksam machen kann. Und ja, ich habe gerade ein mal eine halbe Stunde nach Ankündigung bestellt, weil ich ein Sorcinelli-Freak bin.
6 Antworten
5.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Rogaux

39 Rezensionen
Rogaux
Rogaux
Sehr hilfreiche Rezension 10  
AMBə⁠RRRR! (hostility towards the composition)
Kennt jemand hier noch das Lied „Anger“ von downset., einer 90er Crossover-Band?
Der namensgebende Schrei des Refrains?

Wer auf Megamare schimpft, weil Amber hier sehr dominant auftritt, sollte um La Voglia D'Amare einen noch weiteren Bogen machen.
Das ist nicht mehr nur Amber, das ist AMBə⁠RRRR! (Akkordfolge E-G-E-G-A-Ais-G)

Ich trage La Voglia D'Amare seit drei Tagen Probe.
Erkenntnis 1: La Voglia D'Amare ist ein absoluter Sommerduft. Ohne Hitze und Schweiß findet in den ersten 5-6 Stunden nämlich keinerlei wahrnehmbare Duftentwicklung statt.
Nur AMBə⁠RRRR!
Das Eichenmoos steuert etwas trockene Erdigkeit bei.
Doch über allem liegt AMBə⁠RRRR!

Eine Enttäuschung?

Gestern und heute hat sich der Sommer nochmal zurückgemeldet.
Ich renoviere ein altes Haus. Die Tapete stinkt.
Doch alles was ich rieche, ist AMBə⁠RRRR!

Nach drei Stunden kommt jetzt eine cremige Idee hinzu. Iriswurzel? Vielleicht eher als Bindemittel.
Nein, es bleibt AMBə⁠RRRR!
Doch Moment!
Kokosnuss tritt ins Bild. Essbare Kokosnuss. Die haarige Schale ist noch nicht ganz ab.
Wieder eine trockene Angelegenheit.
Und, wie zu erwarten, AMBə⁠RRRR!

Eine Enttäuschung?

Da muss noch was kommen.
So ist La Voglia D'Amare ein Duft für Pro-Wrestler, Bodybuilder, Crowdsurfer, Werftarbeiter und Großküchenchefs.
Egal wie laut es riecht, Du riechst LAUTER.

Wer einen Duft wie Io Non Ho Mani Che Mi Accarezzino Il Volto kreiert, kann sich doch nicht so verrennen.

Und wahrlich, nach vier Stunden tritt der AMBə⁠RRRR! in den Hintergrund und darf jetzt wieder als Amber geschrieben werden.
Es passiert.

Das Ende der Täuschung!
La Voglia D'Amare wird beinahe süß. Pudrig würzig. Tragbar.
Puh, das war knapp.

Nach ca. sechs Stunden körperlicher Arbeit wird zudem eine leichte Zitrik erkennbar, die meinetwegen auch als Mandarine definiert werden kann.
Eichenteer lese ich eher als Zitat, wurde es doch benutzt, um Schiffsholz wasserdicht zu machen.
„Erzengel Tar“ hieß hiervon die Schwedische Variante.
Ganz ohne klerikale Symbolik geht’s bei Sorcinelli dann doch eben nicht.

Mein Fazit:
La Voglia D'Amare bleibt ein Duft für Pro-Wrestler, Bodybuilder, Crowdsurfer, Werftarbeiter und Großküchenchefs, wenn diese nach getaner Arbeit immer noch annehmbar riechen und lieb gehabt werden wollen.

Ich verbleibe frei von Täuschungen, aber auch frei von Begeisterung.
Aktualisiert am 07.09.2024 - 12:17 Uhr
8 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
XyzXyz

52 Rezensionen
XyzXyz
XyzXyz
9  
„Vorfreude auf Schnee“ - oder: Komm, Parfüm. Wir sind ein Eisbär.
Dieser Duft ist, wie andere schrieben, in der Tat g r a u.
Rein zufällig sind verschiedenste Varianten von Grau meine Lieblings(nicht)farben. Normalerweise vor allem deswegen, weil so vieles, was ich mag, in Grau besonders gut aussieht, und, weil Grau eine Leinwand und/oder perfekte Ergänzung für andre Farben sein kann - -

Hier aber genügt es sich selbst.

Auch schön! Der ganze Duft ist cool im eigentlichen Sinne der Definition, bei welcher das einst jugendsprachliche und inzwischen sehr schön im Deutschen angekommene Wort eine erstrebenswerte Form robuster, sich selbst genügender Lässigkeit beschreibt. Ich sehe eine Figur auf einer Klippe im Zwielicht. Es ist noch dunkel.
Oder s c h o n dunkel, xxxxxxegal, ob die Sonne gerade auf- oder untergeht, Gefühle sind unnötig -
So Zeug kommt gar nicht erst zur Sprache. Weil, es besteht reine Natur - „rein“ heißt: Ohne irgendwas, das diese abgedrehte Tierart Mensch in sie hinein dichten könnte.

Ich beobachte Gischt, und rieche Felsen; endlich ein Duft, der den Geruch nach Stein zwar nicht abbildet (was er gar nicht erst versucht, zum Glück) oder gar zeigt, ihn aber zumindest würdig zitiert.
Das spielerische Kindchen in mir dichtet der oben erwähnten Figur an, Aquaman zu sein, denn so billig die Filme über den auch erscheinen mögen, Herr Momoa kriegt es ja hin, seiner Interpretation der Figur einen fisch-kalten Blick zu verpassen, bei dem kein Gefühlshauch den Eindruck des Animalischen stört.

Genug Gründe also, warum ich dieses herr - liche Parfüm trage, wenn ich grad kerlmäßig bin.

Und entsprechend angefressen war ich alsdann, als ich den wahren Namen des Gebräues erfuhr.

Für den ich, wäre ich grad`weniger kerlig gewesen, vielleicht Verständnis gehabt hätte …
…Oder Näh. Hätte ich nicht.
Brr. Gàh! Selbst die tussigsten Frauchen in mir erschauern, wenn sie sich die wahre Bedeutung des Namens vor ihre geschminkten, wimpernklappernden Äugelchen führen! Und, ja, ich war grad in mir drin und hab sie alle verhört. True:
Es ist nicht eine dabei, die nicht mit-angefressen war. In diesem schockierenden Moment, als wir den wahren Namen erfuhren -

- - Denn als ich die Probe bekam, hatte ich schon wieder vergessen, dass ich genau die als Beiwerk gewollt, und sogar schon gelesen, und bereits Pokale geschmissen hatte - über die Reling, wie zum Geier ist der Plural von Reling - aufs Deck... Auf d i e Decks…

- Egal. Den Namen des Duftes nahm ich also nur am Rande zur Kenntnis, an Schall&Rauch war ich, wie viel zu oft, nicht interessiert.
Solcherart gewissermaßen aus dem Augen- ääh Gehirnwinkel heraus übersah ich ein fehlendes M und übersetzte die Worte auf dem Probenetikett für mich mit sowas wie „Meeresvogel“...

Hn, gings mir durch den Kopf, das wird ja wohl nicht nach Hühnern riechen?!
(Macht der Suggestion hin, Macht der Suggestion her: Das war aber dann nicht der Fall.)

DieWichtigkeit von Schall und Rauch ist mir bewusst, auch ich plädiere sonst tränenden Auges dafür, des Künstlers Werk zu würdigen, egal, welcher Art die Kunst gerade ist -
Aber was da tränt, ist, äh, nur mein Vernunft-Ich, ehrlich gesagt.

Mein echtes Ich pfeift drauf. Das ist eher so: Iss mir doch egal -
Ganze Liedtexte, Titel von Bildern, künstlerisch wertvolle Namen für Düfte - mir meistens voll schnurz...

Ja, ja. Diese Seite an mir ist echt d o o f, pfui pfui, lasst uns einen Shitstorm auf sie herdrauf machen. Ich mag sie nicht, diese Seite, die in jegliche Kunst lieber nur selber was reindichten will -

Also, - sorry.
Und: Ohne Gewähr, dass das nicht nur mein Vernunft-Ich ist, das da jetzt grad sprichtXD

Jedenfalls, wie auch immer, lassen wir das. Genau diese Ignoranz war dran schuld, dass ich die Bedeutung des Namens erst ganz spät (also, nach dem dritten Hauttest ^^) ergoogelt hab. Und wie erwähnt wurde da alles in mir auch sofort richtig bös. Näh! So ein herrlich kerliger Duft, und - so ein pienz`liger Name...
Was will man erwarten von einem Haus, das einen anderen Duft „Ich habe keine Hände, die mein Gesicht streicheln“ genannt hat. Puh, ja. Ist ja echt wichtig, über sowas zu reden. Hat ja alles seine Berechtigung.
Sehnsucht, Liebe, Verlangen, Deprivierung, ja, von mir aus. Alles wichtige Themen, für die ich sonst durchaus Verständnis habe - manchmal - aber - aberaberaberNICH gerade dann, wenn ich so drauf bin, V o g l i a D `A m a r e zu tragen :( :( .

Wenn ich s o drauf bin, dann hab ich nämlich weder Veranlassung noch Bock da drauf, klagend zu singen, `dass ich ein Eisbär sein will´ (- - um ausnahmsweise mal ein altes Lied zu erwähnen, wovon ich sonst nachdrücklichen Abstand halte - -) - Näääh, dann b i n ich ein Eisbär.

Hä Hä. - OK. - Ich versuch jetzt, den eigentlichen Reiz des Parföngs zu beschreiben, wahrscheinlich gelingt dies mir Doofnase nicht wirklich völlig, aber, hutzeputz, peng. Der Einstieg ist beinahe pfeffrig und recht „natürlich“, die Basis ist süß und abwechslungsreich. Das Ende ist anders: Sehr lecker bitter… Wie ein MandarinenKERN. (Die Mandarine bringt nämlich weder Süße noch Säure, nur wildes, aber steinernstes „Leben“.)

Weniger „meerig“ als andere Düfte in der Richtung, ist der ganze Geruch tatsächlich ernst - steinig, trocken, und - streng. - Und: Mal wieder kann ich Eichenmoos tragen, ohne gleich wie OpaHelmut oder OnkelKlaus-Peter zu riechen.
Dazu gibts dezentes, fast neutrales Kokosöl, das sich dem gewaltigen Rest fast opportunistisch unterordnet -
Die Haltbarkeit wiederum ist gigantisch: Kein Arabians Tonka, aber mindestens ein Oud Tobacco, und auf jeden Fall doller als ein Oud Cadenza. Wenn man auf Haut sprüht, sollte man andertags etwas Passendes tragen (was bezüglich der Jahreszeit für den Sommer spricht, weil man sich dann am nächsten Morgen beispielsweise mit Yaringa besprühen kann).
Zur Sillage kann ich nichts sagen, und die ist mir auch ehrlich egal; Hauptsache, ich kann das Zeug ohne Anstrengung riechen, und das, liebe Leute, ist durchaus der Fall.

Was wiederum die Jahreszeit angeht, war ich mir selten so sicher: Die Assoziation „freie Landschaft“ und der Kokosanteil sprechen wahrscheinlich für Sommer. Aber ich finde, das ist eindeutig ein Tief-Winter-Parfüm, und ich freue mich regelrecht drauf, es an Schneetagen zu tragen.

Endlich ein Grund, sich auf das komische weiße Zeug… Wie dem auch sei, - herrlich…!! Mal wieder ein Parföng, das meinen Zustand des WunschlosGlücklich-Seins mit meiner Sammlung einmal mehr bricht.

Cooler Schlusssatz, hn? Sowas ignoriere ich gern und mache frech weiter, als wär nix gewesen, und, wär ja auch kein Kommi von mir ohne ein Fantasybild: In meiner Sammlung von Flakons und Abfüllungen ist Voglia D`Amare ein rauer Triton mit zwei erwachsenen Töchtern. Und das sind das zurückhaltende Mäuschen Yaringa, kurzhaarig und bebrillt, ein bisschen nichtbinär und unheimlich gebüüldet, und die (oder der?) prollig-laut-expressiv-dicke und schrill gestylte Cocoyster…

…Die mir, süß und seltsam und mein viertliebstes Parfüm auf der Welt, von allen dreien immer noch&forever sowie ungeachtet der eben erwähnten Tatsache, dass vielleicht irgendwann auch noch das hier beschriebene, anthrazitgraue Haltbarkeitsmonster angeschafft wird, die aller- allerliebste ist. Seht ihr?
SOO versaut man vom Kommi den Schluss. Weil, das grad` war alles, aber kein Schlusssatz


Hääää
.
Aktualisiert am 23.11.2024 - 09:20 Uhr
11 Antworten
6.5Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Lauser93

1199 Rezensionen
Lauser93
Lauser93
Hilfreiche Rezension 3  
Man sollte Kokosnuss in Düften mögen
Beim Auftragen meiner Abfüllung vom La Voglia D'Amare war mir relativ schnell klar, dass ich aufgrund der vordergründigen Kokosnusscreme-Aromatik eher raus bin. Das soll aber nicht heißen, dass es hierfür keine Liebhaber geben wird. Die Haltbarkeit auf meiner Haut ist mit um die 12 Stunden stark und auch die Sillage vermag soweit zu überzeugen.

Da gewisse Aromen stets vorhanden sind, macht es für mich wenig Sinn mit einer Kopf-, Herz- oder Basisnote zu kommen. Der Geruch gestaltet sich vor allem cremig, würzig, süßlich, holzig, Gourmand und kurzzeitig erfrischend. Ich erschnüffle Aromen von Kokosnusscreme, Eichenmoos, Vanillekipferl, Amber, Benzoe als auch etwas Moschus. Überrascht hat mich, dass ich zu keiner Zeit fruchtige, aquatische oder fruchtige Anklänge erkennen konnte.

Für mich ist ist der La Voglia D'Amare eher ein Duft für kältere Tage oder für die Weihnachtszeit - spannend, wie wir gewisse Parfums anders wahrnehmen.
0 Antworten
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Statements

28 kurze Meinungen zum Parfum
44
38
Schwelt noch Rauch
An den Blütenwurzeln
Die darin Kokoskrem pulsieren
Um allmählich den Brand zu löschen
Zu süß pudrigen Aschen
38 Antworten
43
79
Tageshitze noch auf Asphalt
verdunstende Gischt
Kokoswind Irisrauch
zärtlicher Würzpuder
irgendwo kein Schmerz mehr
Mondtränen auf der Haut
79 Antworten
31
27
Nicht alles von Filippo ist eine Offenbarung: sperriger Mix aus medizinischen und guormandig-süßen Noten (Kokos); pudriger Ausklang.
27 Antworten
23
30
Ein für mich erträglicher Duft mit Kokos. Das Ganze riecht recht schnell nach einem aromatisierten Radiergummi. Lustig.
30 Antworten
22
21
Das Stückchen Strand an der Straße.
Sonnencreme in der Nase, Kokos und süße Mandarine.
Luftmatratze in der Sonne.
Da kokelt doch jemand….
21 Antworten
Weitere Statements

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