
Kovex
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Kovex
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28
La Dolce Vita
Ihr ward nun in einem Alter, in dem man sich einiges leisten konnte, was vor 30 Jahren noch undenkbar war. Ein Wiedersehen sollte es werden, mit vielen alten Freunden und Freundinnen von früher. Von der Finka die ihr in Strandnähe an der der Küste Calabriens gemietet hattet, drangen vereinzelt ein paar Musikfetzen herüber, als Du Dich für ein paar ruhige Minuten an den Strand zurück gezogen hattest um die Füße in den noch feuchten Sand zu wühlen.
Es hatte den ganzen Tag geregnet, untypisch für die Jahreszeit, aber der Geruch den der Regen von den vereinzelten Felsen gewaschen hatte - mineralisch, leicht salzig, nasser Stein - war überwältigend, hatte etwas Ursprüngliches, Natürliches. Die entblößte Kraft der Natur.
Du warst schon einmal hier. Vor 30 Jahren. Als Du die jungen Leuten ein paar dutzend Meter weiter am Strand beobachtetest, kamen Erinnerungen hoch. Die Surfbretter aufrecht in den Sand gerammt, das illegalerweise am Strand entzündete Feuer, die Klänge von Italo-Pop die der Wind zu Dir trug, die Stimmen und das Lachen, all das hattest Du hier ebenso erlebt. Lange war es her. Ein Anflug von Wehmut machte sich breit.
Als zwei der jungen Damen aus der Gruppe sich Dir näherten, trug der Wind Ihren Geruch schon voraus. Vermutlich irgendeine Sonnencreme, leicht fruchtig-zitrisch, von einer dezenten Kokosnussnote begleitet. Aber nicht so süß und kräftig, wie die Sonnencremes die Du aus den 90ern noch kanntest. Vielmehr ein Hauch, von der salzigen Meeresluft und den nassen Felsen zart umspielt. Ein paar Treibhölzer, die der Sturm heute mittag angeschwemmt hatte, machten das olfaktorische Bild perfekt. Eine Szene am Meer, die man sich nicht ausdenkt, sondern die das Leben in Deinen Lebenslauf geschrieben hat.
Seit zwei Jahren hast Du wieder begonnen Dir die Haare lang wachsen zu lassen. Vielleicht ein letzter Versuch, die Jugend noch einmal zurück zu holen. Vielleicht aber auch nur eine peinliche Altersschrulle. Gerade als die untergehende Sonne die Meeresoberfläche küsste und Dir einen gigantischen Feuerstrahl aus tausenden rot-gelb-orangefarbenen Lichtflecken über das Wasser schickte, zogen die beiden Mädels an dir vorüber. Geblendet von dem Lichtspektakel auf dem Wasser, schobst Du Dir versonnen eine Haarsträhne hinter das Ohr und blinzeltest zu den Vorübergehenden herauf. Das Lächeln, das Dir geschenkt wurde, vertrieb Deine nachdenkliche Wehmut über die vergangene Jugend. Vielleicht war ja doch noch nicht alles zu spät.
Zeit wieder zurück zu den Freunden zu gehen. So alte Freundschaften hier am Meer gemeinsam genießen und feiern zu können…. einfach unbezahlbar.
Es hatte den ganzen Tag geregnet, untypisch für die Jahreszeit, aber der Geruch den der Regen von den vereinzelten Felsen gewaschen hatte - mineralisch, leicht salzig, nasser Stein - war überwältigend, hatte etwas Ursprüngliches, Natürliches. Die entblößte Kraft der Natur.
Du warst schon einmal hier. Vor 30 Jahren. Als Du die jungen Leuten ein paar dutzend Meter weiter am Strand beobachtetest, kamen Erinnerungen hoch. Die Surfbretter aufrecht in den Sand gerammt, das illegalerweise am Strand entzündete Feuer, die Klänge von Italo-Pop die der Wind zu Dir trug, die Stimmen und das Lachen, all das hattest Du hier ebenso erlebt. Lange war es her. Ein Anflug von Wehmut machte sich breit.
Als zwei der jungen Damen aus der Gruppe sich Dir näherten, trug der Wind Ihren Geruch schon voraus. Vermutlich irgendeine Sonnencreme, leicht fruchtig-zitrisch, von einer dezenten Kokosnussnote begleitet. Aber nicht so süß und kräftig, wie die Sonnencremes die Du aus den 90ern noch kanntest. Vielmehr ein Hauch, von der salzigen Meeresluft und den nassen Felsen zart umspielt. Ein paar Treibhölzer, die der Sturm heute mittag angeschwemmt hatte, machten das olfaktorische Bild perfekt. Eine Szene am Meer, die man sich nicht ausdenkt, sondern die das Leben in Deinen Lebenslauf geschrieben hat.
*
Der neue, vierte Duft aus Filippo Sorcinelli´s Super Fluo?-Collection fügt sich gut in die bereits vorhandenen Düfte ein. La Voglia D’Amare zelebriert wie die anderen drei, das entspannte La Dolce Vita. Hier allerdings mit einer Hauptnote die den Duft bestimmt, die diesen hier etwas ernster erscheinen lässt. Der mineralische Geruch von nassem Stein nach einem Regenguss macht La Voglia D’Amare zu einem besonderen Aquaten, wenn man ihn überhaupt in diese Kategorie einordnen könnte. Was dem zu Recht etwas „grauen“ Dufteindruck etwas mildert, ist eine ganz zart fruchtige Zitrusnote die etwas Süße hereinbringt und im Zusammenspiel mit der Kokosnuss, welche aber auch sehr dezent geraten ist, etwas Leben einhaucht, es menschelnder macht. Dieser Dufteindruck bleibt nun lange erhalten, die Iriswurzel macht das Ganze im Verlauf etwas trockener, für mich eher pudrig als cremig. Zu süß wird es für mein Empfinden zu keiner Zeit.
Was mir an La Voglia D’Amare gut gefällt sind die vorhandenen Kontraste aus schroffen und weichen Anteilen, die sich hier für meinen Geschmack wunderbar zusammen fügen und am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ein weiterer Pluspunkt ist das Außergewöhnliche des Duftes. Es werden keine gängigen marktforschungs-ermittelten Vorlieben bedient, sondern ein eigenständiger Duft geschaffen, wie ich ihn bisher noch nicht gerochen habe. Zugegeben, ich bin ein großer Fan von Sorcinelli und dadurch auch vielleicht ein wenig positiv voreingenommen.
*Der neue, vierte Duft aus Filippo Sorcinelli´s Super Fluo?-Collection fügt sich gut in die bereits vorhandenen Düfte ein. La Voglia D’Amare zelebriert wie die anderen drei, das entspannte La Dolce Vita. Hier allerdings mit einer Hauptnote die den Duft bestimmt, die diesen hier etwas ernster erscheinen lässt. Der mineralische Geruch von nassem Stein nach einem Regenguss macht La Voglia D’Amare zu einem besonderen Aquaten, wenn man ihn überhaupt in diese Kategorie einordnen könnte. Was dem zu Recht etwas „grauen“ Dufteindruck etwas mildert, ist eine ganz zart fruchtige Zitrusnote die etwas Süße hereinbringt und im Zusammenspiel mit der Kokosnuss, welche aber auch sehr dezent geraten ist, etwas Leben einhaucht, es menschelnder macht. Dieser Dufteindruck bleibt nun lange erhalten, die Iriswurzel macht das Ganze im Verlauf etwas trockener, für mich eher pudrig als cremig. Zu süß wird es für mein Empfinden zu keiner Zeit.
Was mir an La Voglia D’Amare gut gefällt sind die vorhandenen Kontraste aus schroffen und weichen Anteilen, die sich hier für meinen Geschmack wunderbar zusammen fügen und am Ende ein stimmiges Gesamtbild ergeben. Ein weiterer Pluspunkt ist das Außergewöhnliche des Duftes. Es werden keine gängigen marktforschungs-ermittelten Vorlieben bedient, sondern ein eigenständiger Duft geschaffen, wie ich ihn bisher noch nicht gerochen habe. Zugegeben, ich bin ein großer Fan von Sorcinelli und dadurch auch vielleicht ein wenig positiv voreingenommen.
Seit zwei Jahren hast Du wieder begonnen Dir die Haare lang wachsen zu lassen. Vielleicht ein letzter Versuch, die Jugend noch einmal zurück zu holen. Vielleicht aber auch nur eine peinliche Altersschrulle. Gerade als die untergehende Sonne die Meeresoberfläche küsste und Dir einen gigantischen Feuerstrahl aus tausenden rot-gelb-orangefarbenen Lichtflecken über das Wasser schickte, zogen die beiden Mädels an dir vorüber. Geblendet von dem Lichtspektakel auf dem Wasser, schobst Du Dir versonnen eine Haarsträhne hinter das Ohr und blinzeltest zu den Vorübergehenden herauf. Das Lächeln, das Dir geschenkt wurde, vertrieb Deine nachdenkliche Wehmut über die vergangene Jugend. Vielleicht war ja doch noch nicht alles zu spät.
Zeit wieder zurück zu den Freunden zu gehen. So alte Freundschaften hier am Meer gemeinsam genießen und feiern zu können…. einfach unbezahlbar.
Aktualisiert am 27.06.2024 - 15:28 Uhr
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Kopfnote
Amber
Eichenmoos
Moschus
Herznote
Kokosnusscreme
Iriswurzel
Basisnote
Kiefernteer
Mandarine







Floyd
ElAttarine
Yatagan
Ergoproxy
Bosworth






































