
Turandot
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Turandot
Top Rezension
33
Mutprobe bestanden
Ich gestehe, es hat schon eine gehörige Portion Mut gefordert, mich mit diesem Parfumeur näher auseinander zu setzen. Das ist ja eigentlich so gar nicht mein gewohntes Terrain. Ich habe mich natürlich auch mit seiner Hintergrundgeschichte befasst, die Doku über ihn angesehen und somit hat dann die Neugier gesiegt. Erwartet hatte ich nichts weniger als ein aussergewöhnliches und für mich Durchschnittsparfuma wahrscheinlich eher untragbares Kunstwerk, das ich einfach zur Erweiterung meines Dufthorizonts testen wollte. Die Geschichte um den Kreuzigungsnagel habe ich einfach mal ausgeblendet.
Erlebt habe ich dagegen einen Duft, der gleichwohl künstlerisch aussergewöhnlich ist und doch war meine Angst vor rauchig-harzigen Schwaden voller Düsternis völlig unbegründet. Im Gegenteil, mich begeistert, wie Filippo Sorcinelli Gewürze, Hölzer und Räucherwerk und nicht nur den Weihrauch selbst so einsetzt, dass das Ergebnis eben nicht rauchig, nicht klerikal, nicht düster wirkt und auch nicht an Gotik oder gar Walpurgisnacht erinnert. Ich erlebe, wie sich der Duft auf meiner Haut ausgesprochen sauber, samtig-seidig und eher silbrig entwickelt. Runder und noch vielschichtiger und ausdrucksstärker als die Weihrauchdüfte von Comme des Carcons, aber nichts bedrängt mich hier und ich bin in dieser Hinsicht ja eher ängstlich. Wenn ein Parfum zu dicht wirkt, gebe ich bald auf. Das wird mir schnell zu anstrengend und ich kann die Schönheit komplexer Rezepturen dann nicht wirklich anerkennen. Reliqvia ist dagegen für mich mal wieder ein Dufterlebnis, das ich als wirklich bereichernd empfinde.
Ganz sicher werde ich die Abfüllung verbrauchen. Ob ich mir dann einen Flakon zulege, das steht noch in den Sternen, zumal mir der Flakon auch zu plakativ das Symbol darstellt, das als Reliquie gewürdigt werden soll. Das stösst mich sogar ein wenig ab. Das ist aber im Moment auch völlig unwichtig. Ich freu mich erst mal einfach über eine neue Dufterfahrung.
Erlebt habe ich dagegen einen Duft, der gleichwohl künstlerisch aussergewöhnlich ist und doch war meine Angst vor rauchig-harzigen Schwaden voller Düsternis völlig unbegründet. Im Gegenteil, mich begeistert, wie Filippo Sorcinelli Gewürze, Hölzer und Räucherwerk und nicht nur den Weihrauch selbst so einsetzt, dass das Ergebnis eben nicht rauchig, nicht klerikal, nicht düster wirkt und auch nicht an Gotik oder gar Walpurgisnacht erinnert. Ich erlebe, wie sich der Duft auf meiner Haut ausgesprochen sauber, samtig-seidig und eher silbrig entwickelt. Runder und noch vielschichtiger und ausdrucksstärker als die Weihrauchdüfte von Comme des Carcons, aber nichts bedrängt mich hier und ich bin in dieser Hinsicht ja eher ängstlich. Wenn ein Parfum zu dicht wirkt, gebe ich bald auf. Das wird mir schnell zu anstrengend und ich kann die Schönheit komplexer Rezepturen dann nicht wirklich anerkennen. Reliqvia ist dagegen für mich mal wieder ein Dufterlebnis, das ich als wirklich bereichernd empfinde.
Ganz sicher werde ich die Abfüllung verbrauchen. Ob ich mir dann einen Flakon zulege, das steht noch in den Sternen, zumal mir der Flakon auch zu plakativ das Symbol darstellt, das als Reliquie gewürdigt werden soll. Das stösst mich sogar ein wenig ab. Das ist aber im Moment auch völlig unwichtig. Ich freu mich erst mal einfach über eine neue Dufterfahrung.
16 Antworten



Rauch
Elemiharz
Muskat
Orange
Schwarze Johannisbeere
Tabak
Gewürznelke
Mastixharz
Waldkiefer
Amyris
Orangenblüte
Weihrauch
Guajakholz
Kaschmirholz
Patchouli
Sandelholz








Danny264
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