Der Hannes, pardon, der Pierre Montale, der kann es. Schon wieder verzaubert mich ein Montale-Duft. Wieder war es ein Blindtest, doch da Kandidat 1 vom liebem Ergoproxy mit Boisé Vanille schon ein Montale war, war es naheliegend, dass auch der zweite Duft, den er mir unbeschriftet hat zukommen lassen, aus diesem Haus stammen könnte. Schon beim ersten Schnupperer lag mein Verdacht bei Full Incense. Über den hatte ich schon viel Gutes gelesen und weiß eigentlich gar nicht, weshalb ich ihn nie getestet habe. Vermutlich aufgrund der Blechdose, in der er steckt. Ich merke, ich hatte Montale einfach viel zu früh abgehakt.
Full Incense ist genauso wie auch schon Boisé Vanille nichts Neues, nichts Innovatives. Nein, das ist allesamt bekannt, was ich da zu riechen bekomme, aber es ist gut. Ich schnuppere sofort eine Verwandtschaft zu Heeleys Cardinal. Ein zunächst kühl anmutender, sakraler Weihrauch, der für mich aber nicht ausschließlich kühl ist. Ich stehe in einer Kirche. Ein altes Gemäuer. Ich rieche die Mauern selbst. Und dann kommt der Pfarrer mit dem Weihrauchfässchen. Er spricht den Segen und ich atme den wunderbaren Duft des Harzes ein. So stelle ich mir einen Gottesdienst in Santiago de Compostela vor, auch wenn ich selbst nie dort war. Ich mag dieses Changieren zwischen kalter Kirche und teilweise warmen Harznoten. Daher ist der Duft auch bei jedem Wetter tragbar.
Als Referenzduft wird hier ebenfalls Avignon von CdG genannt, wobei ich zustimme. Und noch einer aus dieser wunderbaren Incense-Serie der Franzosen kommt mit in den Sinn: Zagorsk. Die kühlen Züge, die Full Incense hat, finde ich auch bei Zagorsk wieder, den ich schon immer sehr mochte.
Fazit: Ich stelle einmal mehr fest, dass ich diese Marke nicht hätte abschreiben sollen. Also nicht wundern, wenn ihr mich in nächster Zeit auch wieder als Sharingteilnehmerin bei Neuerungen aus dem Haus Montale findet. Meine Neugier ist jetzt geweckt.
Und nochmals ein Dankeschön an Ergoproxy für die Testmöglichkeit.
Den muss ich mir mal auf die Merkliste schreiben. Klingt sehr interessant. Hatte tatsächlich auch Vorurteile gegenüber der Marke, obwohl ich schon lange einen besitze, den ich nicht ständig tragen könnte, auf den ich aber alle paar Monate richtig Lust habe.
Kühler Weihrauch aus Somalia ist der Beste. Das hört sich nach der grünen Sorte an. Pur verräuchert ist er ein unglaublich erhebendes Dufterlebnis.
Deine Beschreibung macht total Lust diesen Montale zu testen - ich kenne diese Marke auch nicht.
Der ist für mich (Kirchen) Weihrauch pur, nicht schlecht, aber dadurch auch nicht wirklich tragbar. Alle von Dir genannten Referenzen kann man gelten lassen; alle finde ich dabei aber besser, tiefer, nicht so oberflächlich. Das macht diesen Montale aber nicht schlecht...
Weihrauch mag ich sehr. Am liebsten in warm. Den kühlen, sakralen Weihrauch muß ich erstmal auf mich wirken lassen. Er hat aber gute Chancen, mich zu beeindrucken.
"Changieren zwischen kalter Kirche und teilweise warmen Harznoten" klingt toll, testen! Aber der Cardinal und Avignon sind zwar wundervoll, aber mir (AugustA) zu kühl zum Tragen.
Ich halte es auch für möglich, dass die Marke hier aufgrund der Flakons von Vornherein gerne mal zu schnell abgetan und mehr verpönt wird als nötig wäre. ;)
Diesen besaß ich mal, war mir letztlich allerdings zu kühl-zitrisch ausgerichtet. Für Weihrauch-Liebhaber sicherlich einen Test wert...
Gib mir nur einen Hauch sakralen Weihrauch, und ich fühle mich sofort sehr angenehm entspannt. Woher auch immer das kommt, weder meine Eltern noch ich waren regelmäßige Kirchengänger. Vielleicht sollte ich den mal als Kopfkissenduft probieren 😆.
das Haus kommt mir nicht unter die Nase 🫠
🏆
Deine Beschreibung macht total Lust diesen Montale zu testen - ich kenne diese Marke auch nicht.
Insgesamt ist mir das Haus aber schon sehr zu drüber und zu verkitscht.
Diesen besaß ich mal, war mir letztlich allerdings zu kühl-zitrisch ausgerichtet. Für Weihrauch-Liebhaber sicherlich einen Test wert...