
Serenissima
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Serenissima
Top Rezension
16
ein Sommertag im Nicolaï'schen Garten
Der Sommer diktiert uns seine eigenen Duft-Gesetze: Aquatisch oder zitrisch-frisch sollten wir duften, ginge es um den Willen der Kreateure.
Oder einen Obstkorb, gefüllt mit reifen Pfirsichen, Himbeeren und anderen saftig-süßen saisonalen Früchten zu unserer Begleitung wählen oder aber, das darf nicht vergessen werden, von bunter Blütenpracht umsponnen durch einen von Patchouli, Sandelholz und warmer Moschusvanille umschwebten romantischen Abend tanzen.
Fügt man dieser Vorstellung noch etwas Holzig-Würziges, wie z.B. Zeder oder Zypresse bei, ist der Sommertag perfekt: Dann ist das Vorspiel zu einer verheißungsvollen Duftnacht bereits komplett!
Wir müssten uns nur noch treiben lassen und vielleicht ein bisschen Phantasie einsetzen ...
Dem Hause Patricia de Nïcolaï entstammen immer klare, geradlinige Duftkompositionen jenseits dieses „Mainstreams“.
Denn um nur dessen Vorgaben für die Masse zu folgen, hat die Nichte von Jean-Paul Guerlain zu viel Stil, zu viel Persönlichkeit; von beidem fließt auch immer etwas in ihren Kompositionen ein.
Mit ihrer Duftschöpfung „Eau d’Été" lädt uns Patricia de Nicolaï an einen südlichen Sommertag in einen wunderschönen Garten ein, so ganz voller Charme und Heiterkeit: Klar und doch reichhaltig im Duft, ganz wie ich es an wärmeren Tagen mag.
Eine erfrischende, leicht herbe Spritzigkeit durch Limone und Grapefruit begrüßt heiter; dieses Gefühl der „fizzy fruits“ wird aber gleich darauf durch die reife Süße der Orange etwas gedämpft, der Frucht- und Duftverlauf wird etwas weniger lebhaft; er ist nicht mehr ganz so übermütig und luftig-leicht.
Einen Moment erinnert er mich sogar an „Nimm2“- Bonbons. Aber das ist zum Glück nur die Assoziation eines Augenblickes.
Dafür gelingt der Übergang zu den mit Zimt gewürzten reichen Aroma weißer Jasminblüten bei mir sehr gut.
Tragen doch auch die zahlreichen Orangenblüten, die zurzeit meinen Balkon erobern, im Moment ihrer höchsten Reife den erstaunlichen Duft von leicht schwülstigen Jasminblüten in sich und führen meine Nase immer wieder dorthin; das ist also eine "heimatliche" Duftanmutung.
Herrlich ist die Entwicklung all der Bestandteile und auch überraschend: Fast übermütige Frische trifft auf sinnlich weiße, weich berührende Jasmin-Zimtwolken!
An die hereinbrechende Dämmung dieses Duft-Sommertages erinnerte eine federleichte Moschusdosis; sie schwebt, trotz ihrer würzig-harzigen Garnitur, als feine Kuscheleffekt über allem.
Es ist erstaunlich, welcher Duftverlauf sich in Form dieses klaren, so leicht scheinenden „Wässerchens“ auf meiner Haut vollzieht.
Welchen Gedanken und Zielen Madame Nicolaï bei der Komposition dieses „Sommerwassers“ folgte, weiß nur sie selbst, aber ich kann hier nur wieder einmal anerkennend meinen nicht vorhandenen Hut ziehen:
Für mich ist „Eau d’Été“ so gelungen wie ein Aufenthalt in einem wunderschönen Garten.
Ich folge entspannt und gern diesen Spuren und genieße einen außergewöhnlichen Sommertag in interessanter Duft-Begleitung: Hier möchte ich Schmetterling sein!
Trotz aller Routine zeigt uns die Parfüm-Ehrenlegionärin Patricia de Nicolaï wieder einmal, dass jede einzelne Parfumkomposition ein Abenteuer bleibt.
Und ich liebe doch Duft-Abenteuer (und Gärten) ...
Oder einen Obstkorb, gefüllt mit reifen Pfirsichen, Himbeeren und anderen saftig-süßen saisonalen Früchten zu unserer Begleitung wählen oder aber, das darf nicht vergessen werden, von bunter Blütenpracht umsponnen durch einen von Patchouli, Sandelholz und warmer Moschusvanille umschwebten romantischen Abend tanzen.
Fügt man dieser Vorstellung noch etwas Holzig-Würziges, wie z.B. Zeder oder Zypresse bei, ist der Sommertag perfekt: Dann ist das Vorspiel zu einer verheißungsvollen Duftnacht bereits komplett!
Wir müssten uns nur noch treiben lassen und vielleicht ein bisschen Phantasie einsetzen ...
Dem Hause Patricia de Nïcolaï entstammen immer klare, geradlinige Duftkompositionen jenseits dieses „Mainstreams“.
Denn um nur dessen Vorgaben für die Masse zu folgen, hat die Nichte von Jean-Paul Guerlain zu viel Stil, zu viel Persönlichkeit; von beidem fließt auch immer etwas in ihren Kompositionen ein.
Mit ihrer Duftschöpfung „Eau d’Été" lädt uns Patricia de Nicolaï an einen südlichen Sommertag in einen wunderschönen Garten ein, so ganz voller Charme und Heiterkeit: Klar und doch reichhaltig im Duft, ganz wie ich es an wärmeren Tagen mag.
Eine erfrischende, leicht herbe Spritzigkeit durch Limone und Grapefruit begrüßt heiter; dieses Gefühl der „fizzy fruits“ wird aber gleich darauf durch die reife Süße der Orange etwas gedämpft, der Frucht- und Duftverlauf wird etwas weniger lebhaft; er ist nicht mehr ganz so übermütig und luftig-leicht.
Einen Moment erinnert er mich sogar an „Nimm2“- Bonbons. Aber das ist zum Glück nur die Assoziation eines Augenblickes.
Dafür gelingt der Übergang zu den mit Zimt gewürzten reichen Aroma weißer Jasminblüten bei mir sehr gut.
Tragen doch auch die zahlreichen Orangenblüten, die zurzeit meinen Balkon erobern, im Moment ihrer höchsten Reife den erstaunlichen Duft von leicht schwülstigen Jasminblüten in sich und führen meine Nase immer wieder dorthin; das ist also eine "heimatliche" Duftanmutung.
Herrlich ist die Entwicklung all der Bestandteile und auch überraschend: Fast übermütige Frische trifft auf sinnlich weiße, weich berührende Jasmin-Zimtwolken!
An die hereinbrechende Dämmung dieses Duft-Sommertages erinnerte eine federleichte Moschusdosis; sie schwebt, trotz ihrer würzig-harzigen Garnitur, als feine Kuscheleffekt über allem.
Es ist erstaunlich, welcher Duftverlauf sich in Form dieses klaren, so leicht scheinenden „Wässerchens“ auf meiner Haut vollzieht.
Welchen Gedanken und Zielen Madame Nicolaï bei der Komposition dieses „Sommerwassers“ folgte, weiß nur sie selbst, aber ich kann hier nur wieder einmal anerkennend meinen nicht vorhandenen Hut ziehen:
Für mich ist „Eau d’Été“ so gelungen wie ein Aufenthalt in einem wunderschönen Garten.
Ich folge entspannt und gern diesen Spuren und genieße einen außergewöhnlichen Sommertag in interessanter Duft-Begleitung: Hier möchte ich Schmetterling sein!
Trotz aller Routine zeigt uns die Parfüm-Ehrenlegionärin Patricia de Nicolaï wieder einmal, dass jede einzelne Parfumkomposition ein Abenteuer bleibt.
Und ich liebe doch Duft-Abenteuer (und Gärten) ...
15 Antworten



Kopfnote
Limette
Grapefruit
Orange
Herznote
Jasmin Absolue
Zimt
Basisnote
Moschus
Benzoe
Labdanum Absolue







JonasP1
SchatzSucher
Ergoproxy
Gandix
Yatagan

































