The Different Company

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Wissenswertes

Die Gründung von The Different Company geht auf die Entstehungsgeschichte von Bvlgaris "Eau Parfumée au Thé Vert" zurück – oder sogar auf die von Diors "Fahrenheit".

Ende der 1980er Jahre entdeckte Jean-Claude Ellena, dass bei der Kombination des nach Jasmin riechenden synthetischen Hedion mit dem Veilchenduftstoff alpha-Jonon der Duft von Tee nachgestellt werden kann. Ein Parfum mit dieser neuen Duftrichtung reichte er ein und gewann die Ausschreibung zu Diors "Fahrenheit". Kurze Zeit später allerdings revidierte Dior seine Entscheidung mit der Begründung, der Markterfolg eines solch ungewöhnlichen Parfums sei zu ungewiss. Jean-Louis Sieuzac und Michael Almairac erhielten den Auftrag, einen anderen Duft zu erschaffen.

Ellena stellte seinen „Tee-Duft“ nun anderen Häusern vor, die dieses Konzept aber ebenfalls als „zu kreativ“ für sich ablehnten. Erst nach einigen Jahren war Bvlgari an Ellenas Teeparfum interessiert – allerdings in erster Linie als Raumduft für seine Boutiquen. Aufgrund der großen Nachfrage der Kundschaft wurde es im größeren Maßstab als Eau de Cologne auf den Markt gebracht und wurde Vorläufer zahlreicher weiterer Teedüfte.

Über die Arbeit an diesem Duft lernte Ellena Thierry de Baschmakoff kennen, der den dazugehörigen Flakon erschuf. Er war ein Seiteneinsteiger im Flakondesign und "Eau Parfumée au Thé Vert" war sein erster größerer Auftrag. Ellena und Baschmakoff freundeten sich an und sie beschlossen, ein eigenes Parfumhaus zu erschaffen. Der Erfolg von Bvlgaris „Tee-Duft“ zeigte ihnen, dass es einen Markt für neue, originelle Parfums gibt, wenn auch außerhalb der arrivierten Häuser.

Das Konzept dieser neuen Marke lag in der betonten Abgrenzung zu den bestehenden Parfumfirmen, daher auch der Name „The Different Company“. Laut eigener Aussage werden teure natürliche Rohstoffe (z.B. in "Bois d’Iris", "Jasmin de Nuit" und den Ouddüften der „Collection Excessive“) auch deshalb eingesetzt, um das Kopieren zu erschweren. Thierry de Baschmakoff designte den Flakon.

Jean-Claude Ellena war für den Inhalt der Flakons zu Beginn allein verantwortlich und konnte als Parfümeur einer kleinen Marke Düfte entwickeln, die keinen gängigen Markttrends entsprechen mussten. Nach seinem Wechsel zu Hermès folgte ihm seine Tochter Céline als Hausparfümeurin. Für Serien außerhalb der Hauptlinie zeichnen weitere Parfümeur/innen verantwortlich, so Betrand Duchaufour für die „Collection Excessive“ und Emilie Bevierre-Coppermann für die „L’Esprit de Cologne“-Serie.
Recherchiert und verfasst von RoninRonin