
Scenturio277
16 Rezensionen

Scenturio277
"Hi! Ich bin Candy!". "Natürlich bist du das!"
Beim Lesen des tiefgründigen Dialogs im Titel dieser Rezension aus Christopher Lamberts Opus Magnum sollte jedem Connoisseur von hochklassigen Kinoproduktionen aus den 80igern sofort klar sein, welcher Duft hier geklont wurde.
Eine detaillierte Duftbeschreibung erspare ich an dieser Stelle sowohl mir als auch dem geneigten Leser und setze voraus, dass jedem, der über diese Rezension stolpert, der Geruch von The One for Men (2015) Eau de Parfum geläufig ist. Falls dem wider Erwarten nicht so sein sollte: Einfach fix in den diversen Rezensionen zum Original stöbern oder die nächste Parfümerie aufsuchen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ja, es ist The One. Und zwar so sehr, dass man wirklich die Nase gegen die besprühte Hautstelle drücken muss, um nach maximal 2 Stunden noch einen Unterschied festzustellen. Anfangs macht sich die in den Statements mehrfach erwähnte zusätzliche Duschgel-Frische (aka Ambroxan) noch bemerkbar, diese ist aber sehr passend in die restliche DNA eingewoben, sie modernisiert den Duft minimal und spielt sich nie in den Vordergrund. Wer Sauvage-artige Vibes befürchtet: Entwarnung! Nachdem sie sich zurückgezogen hat (quasi dann, wenn die Wahrnehmbarkeit des Originals endet) riecht die Luft um den Träger herum so, wie er es vom früheren Original erwartet, mit minimalen Änderungen: Hautnah bleibt die Zitrik der Grapefruit erstaunlich ausdauernd erhalten, selbst nach über 8 Stunden ist sie noch ohne viel Fantasie wahrnehmbar. Im erweiterten Drydown stelle ich außerdem eine (sehr) unterschwellige Vetiver-Note fest. Auch hier die Entwarnung: Lalique ist nicht mit der schwarzen Tinte vorbeigekommen, die Grund-DNA bleibt uneingeschränkt erhalten und wird nicht mit einem Twist versehen. Der Vollständigkeit halber soll sie hier dennoch Erwähnung finden. Der Knackpunkt liegt, wie schon so häufig bei den Duas, in der Performance, welche die des Originals in seiner aktuellen Formulierung komplett durch die Wand tritt. Verglichen mit Duas Top-Performern steht der 1 and Only mitnichten an erster Stelle, dennoch sind sowohl Haltbarkeit als auch Sillage für sich genommen schon locker überdurchschnittlich. Und da sein Progenitor mittlerweile so dermaßen schwachbrüstig auftritt, deklassiert er ihn in diesen Disziplinen derart, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Der Flakon ist Dua-Standard: 1.1 fl oz/34 ml, Holzkappe mit eingebranntem Logo (bei meinem Flakon verglichen mit meinen anderen Duas eher locker sitzend), Banderole vorne und an einer der Seiten. Kann in puncto Eleganz nicht mal im Ansatz mit dem Original mithalten, allerdings gefällt mir das gewählte Motiv. Der Sprühkopf ist - ebenfalls Dua-typisch - überdurchschnittlich. Insgesamt: Kann man schon so lassen, ist aber nichts für Sammler.
Sowohl das logistische als auch das "moralische" Problem mit Dua hatte ich bereits in meiner =3.14 Rezension thematisiert. Beim 1 and Only verhält es sich nicht anders: Man kommt als Europäer im Allgemeinen und als Deutscher im Besonderen nur zu erhöhten Preisen bzw. mit überdurchschnittlichem Aufwand an die Flakons. Ohne Import-Kosten und ohne Rabatt-Codes zahlt man für den 1 and Only 99$ für 100ml, während es die selbe Menge des Dolce&Gabbana aktuell für ca. 60€ gibt. Es stellt sich die Frage, welcher Fraktion man zugehörig sein möchte: Auf der einen Seite stehen die D&G-Ultras, welche kein Problem mit Abfüllungen in Taschenzerstäubern haben und solche, deren Nasen in einem Vakuum kalibriert wurden und für die 1/2/eventuell sogar 3%-Abweichung vom Original einem Sakrileg gleichkommt. Auf der anderen stehen diejenigen, die der Performance eines Duftes eine gewichtige Relevanz beimessen sowie jene, welche die Reformulierungs- und (in den meisten Fällen) Verschlechterungswelle nicht weiter unterstützen möchten. Da ich mich auf der zuletzt beschriebenen Seite verorte (und wenn eine Marke in ihrer Darbietung eine so eklatante Schwachstelle offenbart), drängt sich ein weiteres Zitat aus dem eingangs erwähnten Filmklassiker auf:
Es kann nur einen geben.
Eine detaillierte Duftbeschreibung erspare ich an dieser Stelle sowohl mir als auch dem geneigten Leser und setze voraus, dass jedem, der über diese Rezension stolpert, der Geruch von The One for Men (2015) Eau de Parfum geläufig ist. Falls dem wider Erwarten nicht so sein sollte: Einfach fix in den diversen Rezensionen zum Original stöbern oder die nächste Parfümerie aufsuchen. Um es auf den Punkt zu bringen: Ja, es ist The One. Und zwar so sehr, dass man wirklich die Nase gegen die besprühte Hautstelle drücken muss, um nach maximal 2 Stunden noch einen Unterschied festzustellen. Anfangs macht sich die in den Statements mehrfach erwähnte zusätzliche Duschgel-Frische (aka Ambroxan) noch bemerkbar, diese ist aber sehr passend in die restliche DNA eingewoben, sie modernisiert den Duft minimal und spielt sich nie in den Vordergrund. Wer Sauvage-artige Vibes befürchtet: Entwarnung! Nachdem sie sich zurückgezogen hat (quasi dann, wenn die Wahrnehmbarkeit des Originals endet) riecht die Luft um den Träger herum so, wie er es vom früheren Original erwartet, mit minimalen Änderungen: Hautnah bleibt die Zitrik der Grapefruit erstaunlich ausdauernd erhalten, selbst nach über 8 Stunden ist sie noch ohne viel Fantasie wahrnehmbar. Im erweiterten Drydown stelle ich außerdem eine (sehr) unterschwellige Vetiver-Note fest. Auch hier die Entwarnung: Lalique ist nicht mit der schwarzen Tinte vorbeigekommen, die Grund-DNA bleibt uneingeschränkt erhalten und wird nicht mit einem Twist versehen. Der Vollständigkeit halber soll sie hier dennoch Erwähnung finden. Der Knackpunkt liegt, wie schon so häufig bei den Duas, in der Performance, welche die des Originals in seiner aktuellen Formulierung komplett durch die Wand tritt. Verglichen mit Duas Top-Performern steht der 1 and Only mitnichten an erster Stelle, dennoch sind sowohl Haltbarkeit als auch Sillage für sich genommen schon locker überdurchschnittlich. Und da sein Progenitor mittlerweile so dermaßen schwachbrüstig auftritt, deklassiert er ihn in diesen Disziplinen derart, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann.
Der Flakon ist Dua-Standard: 1.1 fl oz/34 ml, Holzkappe mit eingebranntem Logo (bei meinem Flakon verglichen mit meinen anderen Duas eher locker sitzend), Banderole vorne und an einer der Seiten. Kann in puncto Eleganz nicht mal im Ansatz mit dem Original mithalten, allerdings gefällt mir das gewählte Motiv. Der Sprühkopf ist - ebenfalls Dua-typisch - überdurchschnittlich. Insgesamt: Kann man schon so lassen, ist aber nichts für Sammler.
Sowohl das logistische als auch das "moralische" Problem mit Dua hatte ich bereits in meiner =3.14 Rezension thematisiert. Beim 1 and Only verhält es sich nicht anders: Man kommt als Europäer im Allgemeinen und als Deutscher im Besonderen nur zu erhöhten Preisen bzw. mit überdurchschnittlichem Aufwand an die Flakons. Ohne Import-Kosten und ohne Rabatt-Codes zahlt man für den 1 and Only 99$ für 100ml, während es die selbe Menge des Dolce&Gabbana aktuell für ca. 60€ gibt. Es stellt sich die Frage, welcher Fraktion man zugehörig sein möchte: Auf der einen Seite stehen die D&G-Ultras, welche kein Problem mit Abfüllungen in Taschenzerstäubern haben und solche, deren Nasen in einem Vakuum kalibriert wurden und für die 1/2/eventuell sogar 3%-Abweichung vom Original einem Sakrileg gleichkommt. Auf der anderen stehen diejenigen, die der Performance eines Duftes eine gewichtige Relevanz beimessen sowie jene, welche die Reformulierungs- und (in den meisten Fällen) Verschlechterungswelle nicht weiter unterstützen möchten. Da ich mich auf der zuletzt beschriebenen Seite verorte (und wenn eine Marke in ihrer Darbietung eine so eklatante Schwachstelle offenbart), drängt sich ein weiteres Zitat aus dem eingangs erwähnten Filmklassiker auf:
Es kann nur einen geben.
Aktualisiert am 19.04.2026 - 03:31 Uhr



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