Login

Konto erstellen Passwort vergessen?
Käufe über Links auf unserer Website, etwa dem eBay Partner Network, können uns Provision einbringen.
8.3 303 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von The Spirit of Dubai für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2017. Der Duft ist orientalisch-animalisch. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von Nabeel vermarktet.
Vergleich
Ähnliche Düfte
Käufe über Links auf unserer Website, etwa dem eBay Partner Network, können uns Provision einbringen.

Duftrichtung

Orientalisch
Animalisch
Holzig
Würzig
Ledrig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
holzige Notenholzige Noten RoseRose AnanasAnanas ApfelApfel BirneBirne FreesieFreesie geräuchertes Holzgeräuchertes Holz Indisches BasilikumIndisches Basilikum LederLeder LimetteLimette PfirsichPfirsich SafranSafran BergamotteBergamotte IngwerIngwer würzige Notenwürzige Noten
Herznote Herznote
OudOud Damaszener-RoseDamaszener-Rose TrüffelTrüffel AmberAmber JasminJasmin MaiglöckchenMaiglöckchen moosige Notenmoosige Noten weiße Blütenweiße Blüten Ylang-YlangYlang-Ylang grüne Notengrüne Noten IrisIris krautige Notenkrautige Noten OrchideeOrchidee
Basisnote Basisnote
indisches Oudindisches Oud holzige Notenholzige Noten MoschusMoschus erdige Notenerdige Noten GuajakholzGuajakholz Muscenone®Muscenone® PatchouliPatchouli SandelholzSandelholz ZedernholzZedernholz

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft 8.3
303 Bewertungen
010
Haltbarkeit 9.1
281 Bewertungen
010
Sillage 8.7
281 Bewertungen
010
Flakon 8.9
282 Bewertungen
010
Preis-Leistung 5.6
233 Bewertungen
010
Eingetragen von Taskphorce, aktualisiert am 07.10.2026
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion Ultra-Niche Collection.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
Dubai - Oud von The Spirit of Dubai
Dubai - Oud
Oud 31 von Kai Porten Parfums Privés
Oud 31
Great Britain von Roja Parfums
Great Britain
Alexandria Orientale von Xerjoff
Alexandria Orientale
Karl Lagerfeld von Karl Lagerfeld
Karl Lagerfeld
Alexandria II (Parfum) von Xerjoff
Alexandria II Parfum

Rezensionen

11 ausführliche Duftbeschreibungen
4Duft 9Haltbarkeit 10Sillage
Chiffre

44 Rezensionen
Chiffre
Chiffre
Top Rezension 65
Diagnose: Unterarmfraktur, Reise storniert
Die letzten zwei Wochen waren echt hart. Da wird seit Monaten ein Duft gefeiert, der so viel Duftnoten hat, dass man denken könne, den gibt es erst ab einen Liter zu kaufen, was sich eigentlich auch im Preis widerspiegelt. Aber nein, es sind sogar „nur“ 90ml. Also ließ ich mich von Malte ins Haifischbecken schubsen und wartete gespannt auf die Duftpost mit den olfaktorischen Lusttropfen aus Dubai. Nun, gestern war es dann endlich so weit und meine Abfüllung kam an Und so schreibe ich diese Zeilen im besten Wissen und Gewissen, ohne despektierlich zu sein. Also sprühte ich…einmal, nicht auf Papier, sondern gleich auf meinen Handrücken. Dieser Sprühstoß landete nicht nur auf der Haut, sondern direkt in meinem zentralen Nervensystem und meine Riechhärchen zogen sofort kollektiv die Reißleine. Die Worte meiner Frau, ungeschnitten und unzensiert: „Das riecht wie ein Unterarm nach sechs Wochen Gips.“ Denn Haibah macht etwas, das viele luxuriöse Orientalen machen: Er verwechselt Masse mit Tiefe.

Die Kopfnote liest sich erst einmal nicht schlecht. Holzige Noten. Rose. Ananas. Apfel. Freesie. Geräuchertes Holz. Leder. Limette. Pfirsich. Bergamotte. Birne. Indisches Basilikum. Ingwer. Safran. Würzige Noten. Aber mein Gott, warum so viel auf einmal? Das Problem ist: Wenn alles laut ist, ist am Ende nichts mehr interessant. Manch einer redet wahnsinnig gern über „Komplexität“, als wäre jedes zweite Duftwasser plötzlich ein philosophisches Werk von Dostojewski. Dabei bedeutet Komplexität nicht, dass man 48 Rohstoffe gleichzeitig auf die Haut wirft und hofft, dass das Gehirn irgendwann aufgibt und einfach „luxuriös“ sagt. Echte Komplexität entsteht durch Komposition. Durch Struktur. Durch Übergänge. Durch Spannung. Ein guter Duft entwickelt sich wie Musik(danke Devainos). Er baut etwas auf, spielt mit Kontrasten, lässt Raum, überrascht, beruhigt, eskaliert kontrolliert.
Die Früchte in der Kopfnote wirken nicht frisch oder elegant, sondern leicht vergoren. Eine säuerlich-fruchtige Mischung aus Ananas, Apfel, Bergamotte und Limette, die verzweifelt versucht Frische zu simulieren, während hinter ihr bereits ein brennendes Lederlager kollabiert. Mein Gott, dieses Leder, in der Kopfnote. Leder in Parfüm kann wunderschön sein. Trocken, rauchig, weich, elegant, dunkel, warm. Es kann an hochwertige Handschuhe erinnern, an alte eingebundene Bücher, an den Innenraum eines klassischen Autos oder eben an eine Jacke. Das Leder in Haibah hingegen riecht, wie eine Lederjacke in einem feuchten Keller. Es hat etwas Muffiges. Etwas Schwitziges.
Und mitten in diesem gesamten Chaos taucht dann Oud auf. Schwer, dominant, vollkommen unfähig, sich harmonisch einzufügen. Oud ist mittlerweile das Gold der Parfümwelt geworden. Jeder redet darüber. Jeder hält es automatisch für tiefgründig. Und irgendwo kommt garantiert ein Typ um die Ecke und sagt: „Oud ist nichts für Anfänger.“ Oder noch schlimmer: „Oud ist eine Reise.“ Nein. Es ist keine Reise. Oud ist Körperpflege mit Harz. Diese ganze Sprache rund um Oud ist inzwischen so unfassbar abgedroschen. Oud wird oft behandelt wie ein elitärer Geheimbund für Duftsnobs. Als müsse man erst eine olfaktorische Mutprobe bestehen, um „bereit“ dafür zu sein. Dabei ist Oud schlicht ein Duftmaterial. Mal schön, mal schwierig, mal medizinisch, mal rauchig, mal weich, mal brutal. Nicht mehr und nicht weniger. Haibah tut so, als wäre er tiefgründig, obwohl er eigentlich nur maximal vollgestopft ist. Haibah trägt alles gleichzeitig. Früchte. Rauch. Leder. Blumen. Trüffel. Safran. Oud. Moschus. Kräuter. Hölzer. Erde. Amber. Rose. Mehr Rose. Noch mehr Oud. Noch mehr Holz. Noch mehr Tier. Und ja, dieses Tierische ist FÜR MICH wirklich bemerkenswert. Nicht auf elegante Weise. Nicht „leicht animalisch“, womit ich übrigens nicht wirklich ein Problem habe. Da ist etwas Schmutziges drin. Etwas leicht Schweißiges und Erdiges, das gemeinsam mit dem Leder und den gärigen Früchten eine Kombination erzeugt, die mich ernsthaft an zertrampelte Rosen neben einer vergammelten Obstkiste erinnert.
Das Faszinierende ist dabei allerdings: Trotz all dieser Kritik verstehe ich völlig, warum Menschen solche Düfte lieben. Wirklich, denn Haibah ist keineswegs langweilig. Und Langeweile ist in der modernen Parfumwelt ein echtes Problem geworden. Viele Mainstreamdüfte, und damit meine ich nicht nur Designer, sondern auch jene Düfte die sich selbst als Ultranische bezeichnen, riechen heute wie steril optimierte Duschgelphantasien mit Fokusgruppenfreigabe. Alles ist sauber, gefällig, glattgebügelt und so vorsichtig formuliert, dass niemand sich gestört fühlt. Frische und völlig übertriebene Ambroxanwolken, süße Vanillemassenproduktion, fruchtige Designerparfums, die nach exakt zwölf Sekunden komplett austauschbar wirken. Da kann ein monströses Oud-Biest wie Haibah fast schon befreiend wirken, einfach weil es Persönlichkeit besitzt, aber eine für mich problematische Persönlichkeit, eine anstrengende Persönlichkeit. Haibah hat Charakter, einen furchtbaren Charakter, aber Charakter.
Ich finde, das Problem beginnt nur dann, wenn Fans solcher Düfte anfangen, jede Überladung automatisch als Kunst zu interpretieren. Denn nicht jede Schwierigkeit ist Tiefe. Nicht jede Wucht ist Komplexität. Und nicht jedes Oud-Parfum ist automatisch ein Meisterwerk orientalischer Duftkultur. Manchmal ist ein Duft einfach nur überladen und Haibah ist definitiv überladen. Es fehlt ihm an Disziplin und genau das ist eigentlich der Kern des Problems. Ein gutes Parfüm weiß , wann es aufhören muss, es kenn seine Grenzen. Es lässt einzelne Materialien atmen. Haibah hingegen wirkt, als hätte jeder Parfümeur im Labor noch schnell „eine Sache mehr“ hinzufügen dürfen. Noch etwas Rauch. Noch etwas Rose. Noch etwas Oud. Noch etwas Frucht. Noch etwas Leder. Noch etwas Moschus. Das ist dann keine Duftarchitektur mehr.
Und trotzdem gibt es Momente und das meine ich jetzt wirklich ernst, in denen Haibah fast funktioniert, spät…ganz spät. Wenn die aggressiven Früchte langsam sterben. Wenn der Rauch weicher wird. Wenn das Leder trocknet, dann kommt plötzlich etwas Interessantes durch. Ein warmer, dunkler Holz-Moschus-Akkord mit Resten von Rose und harziger Tiefe. Für ein paar Minuten versteht man plötzlich, was dieser Duft vielleicht sein wollte. Eine opulente orientalische Signatur. Dunkel. Mystisch. Reich. Schwer. Dann kommt allerdings wieder irgendein muffiger Trüffel um die Ecke und zerstört alles. Und trotzdem respektiere ich die völlige Kompromisslosigkeit dieses Duftes.
Geschmack ist seltsam und Duftgeschmack erst recht. Aber genau deshalb sollte man ehrlich bleiben. Haibah ist keine spirituelle Offenbarung. Keine „Reise“. Keine olfaktorische Erleuchtung für Fortgeschrittene. Es ist einfach ein absurd überladener, tierischer, lederiger, fruchtig-rauchiger Oud-Koloss mit der Eleganz eines vergoldeten Vorschlaghammers. Und vielleicht liegt genau darin seine seltsame Faszination. Denn irgendwo zwischen vergorenen Früchten, zertrampelten Rosen, muffigem Leder, Trüffelwahnsinn und Riechhärchenapokalypse entsteht tatsächlich etwas Merkwürdiges: Persönlichkeit. Eine anstrengende, laute, völlig überdimensionierte Persönlichkeit. Aber immerhin eine echte. Meine „Reise“ endete nach knapp viereinhalb Stunden. Ich denke er hätte mich noch tagelang begleitet, mit einer Lautstärke, die mich irgendwann taub gemacht hätte. Ich schrubbte meine Hände und beduftete mich mit meiner 10€ Ultranische: Verveine Cédrat
Aktualisiert am 07.05.2026, 03:35 Uhr
31 Antworten
6.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage
Nordwurst

9 Rezensionen
Nordwurst
Nordwurst
Hilfreiche Rezension 20
Viel Lärm um fast nichts
Was hat es nicht bereits Diskussionen gegeben um diesen Duft. Von Meisterwerk bis Katastrophe sind alle Meinungen vertreten, doch gerade bei dieser Komposition rutschten Kommentare bemerkenswert häufig auf eine persönliche Ebene. Mehr als einmal wurden Kritiker belehrt, dem Duft nicht genug Zeit gegeben zu haben. Es wurde erklärt, wie sich Nasen erst an bestimmte Duftnoten gewöhnen müssten, und dass man sich ansonsten überhaupt kein Urteil erlauben dürfte.
All das habe ich meist amüsiert, teils verwundert gelesen.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass auch ich diesem Thema nicht völlig emotionslos gegenüberstehe. Auch ich habe mich schon dabei erwischt, wie ich eine schlechte Benotung eines von mir geliebten Duftes mit Unverständnis begegnet bin. Doch würde ich nicht auf die Idee kommen, dem Tester erklären zu müssen, dass der Duft eben doch toll ist. Oder dass er öfter testen müsse. Oder bei Vollmond.

Zurück zum Testobjekt: mir all dieser Diskussionen bewusst, war ich auf das Beste oder Schlimmste gefasst, und ich wurde nicht enttäuscht. Es war schlimm.
Vergorenes Obstbuffet im Kuhstall bei 30°C. Geschmückt mit geschmacklos überladenem Blumenbouquet nach dem Motto alles rein, was geht. Ja, diese Eröffnung spaltet definitiv.
ABER - das löste meine eigentliche Verwunderung aus - nach 30 Minuten war dieses Theater auch schon wieder vorbei, und zurück blieb ein überraschend unspektakulärer orientalischer Mischmasch. Kein Kunstwerk, aber auch kein Totalschaden. Aber eben auch nichts, wofür man argumentatorisch so kämpfen müsste. All diese Noten ergeben einen Brei. Nichts gibt den Ton an. Ist das jetzt die Kunst? Gerne wurde ja auf die Masse an Duftnoten verwiesen, aber was nützen die, wenn ich nichts davon erkennen kann? Machen wir uns nichts vor, eine solche Vielzahl an Duftnoten zu betiteln ist genauso eine marketingstrategische Entscheidung wie die, nur 3 oder 4 Duftnoten zu benennen. Hier soll halt die Komplexität des Duftes betont werden. Das daraus auch ein komplexer Duft entsteht, ist offensichtlich kein Automatismus. Für mich bleibt da nur ein höchst unspektakulärer Grundton. Orientalische Suppe mit allen Gewürzen, die die Küche hergegeben hat. Mit viel Fantasie und gutem Willen bekomme ich hintenraus etwas Leder (?) und Hölzer. Alles auf Blumen gebettet.
Der Duft will vielleicht alles, schafft deswegen aber nichts. Meh.
Wurde jetzt also die ganze Zeit nur über die ersten 30 Minuten gestritten? Denn nur da hat der Duft ein gewisses Streitpotential. Genialität oder Kopfschütteln, das kann jeder für sich entscheiden, ich schüttel heftig meinen Kopf. Am meisten über die Banalität.
13 Antworten
10Duft 10Haltbarkeit 10Sillage
AndRup

37 Rezensionen
AndRup
AndRup
11
Käsekönig
Ich hab wirklich lange überlegt, ob ich zu Haibah überhaupt etwas schreiben soll – gefühlt wurde schon alles gesagt. Aber nach vier Monaten mit dem Duft möchte ich jetzt doch meine Gedanken teilen.

Als ich ihn das erste Mal getestet habe, war ich ehrlich gesagt etwas überfordert. Eine käsige Note? Irgendwas zwischen Oud, Ananas und… gereiftem Etwas. Die ersten 15 bis 30 Minuten fand ich echt anstrengend. Ich konnte kaum glauben, dass so ein hochpreisiger Duft so seltsam starten kann.

Aber dann kam dieser Moment, so nach der halben Stunde – plötzlich wurde alles rund, warm, tief orientalisch, edel. Und mittlerweile nehme ich den käsigen Auftakt gar nicht mehr wirklich wahr. Entweder habe ich mich daran gewöhnt oder er war nie so schlimm wie gedacht.

Was mich fast noch mehr beschäftigt hat als der Duft selbst, war der Preis. 1.000 Euro für ein Parfüm?! Puh. Ich habe wirklich lange mit mir gerungen. Aber die Probe hat mich nicht losgelassen, und irgendwann war klar: Ich will ihn haben. Es hat wehgetan – aber ich bereue es kein bisschen.

Er ist nicht unbedingt für alle, nichts für Leute, die auf Nummer sicher gehen. Er ist laut, er ist präsent. Zwei Spritzer reichen völlig. Aber genau das liebe ich daran. Ein Duft, der hängen bleibt. Und zwar im besten Sinne.
1 Antwort
6Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Yuuki

90 Rezensionen
Yuuki
Yuuki
Hilfreiche Rezension 17
Von Hai-BAH! zu Hai-joa
Dank einem lieben Parfumo durfte ich mal diesen gehypten und auch gehassten Duft unter meine Nase halten.
Oh je, mir graute es...
Ok wir sind ja keine Mimis, also ab auf die Haut damit.

Eine laute, dichte, wuchtige Wand kam mir da zuerst entgegen.
To be fair, ich hatte mit viel Schlimmerem gerechnet.
Ok wir halten durch und testen wirklich....
Was ist es denn nun? Gut? Schlecht? Den Hype wert? Wegwerflich?

Zum Duft:

Haibah startet für mich auf meiner Haut zumindest sehr dicht und wuchtig. Oud bekomme ich ziemlich direkt. Kuhstall? Nein, kein Kuhstall... es riecht sehr aromatisch tief, dunkel, holzig mit nem dicken Leder und einer leider sehr penetranten Rose.
Von Früchten kaum eine Spur bei mir. Die Einzige, die ich leicht wahrnehmen kann ist Pfirsich. Etwas aufdringlich, etwas unangenehm... ein wenig die Luft raubend....

Nach einer Stunde ca. löst sich diese Dichtigkeit schon sehr auf, es wird lockerer, die Rose deutlich leiser, bis kaum noch merklich. Ebenso zieht sich das Leder etwas zurück.
Es wird für mich etwas würziger, Patchouli nehme ich etwas war, verwoben im Oud.

Im Drydown merkt man dann leicht getrocknete Früchte, aber eher unsüß mit leichter Würze, Patchouli und natürlich aromatisches Oud.
Den Drydown tatsächlich find ich gar nicht sooo schlecht und stelle ich mir gut an einem Mann vor zum ausgehen.

Fazit:
Einer der wenigen Düfte, der so viele Noten angibt, die ich tatsächlich überhaupt nicht riechen kann. Das hatte ich so extrem noch gar nicht.
Nach 2 Stunden ein ganz netter Herrenduft.... ist er also das Geld wert? Also für mich ganz klar - Nein.

Den Hype verstehe ich nicht ganz. Er ist nicht schlecht, aber den Buhei darum find ich überzogen.
4 Antworten
10Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Dadriarchat

1 Rezension
Dadriarchat
Dadriarchat
15
Meine Reise mit Oud - Ziel: Haibah?
Bevor ich die Welt des Ouds entdeckte, war mir die Nische der Duftwelt völlig fremd – mein Horizont reichte damals von Dior bis Tom Ford. Brands wie Xerjoff, PDM und viele weitere waren mir unbekannt.

Nach langer Zeit wagte ich mich erstmals an Mukhallat Shams von Ajmal. Dieser roch für mich schlichtweg unangenehm. Es war mir schleierhaft, wie dieser Duft auch nur annähernd eine positive Bewertung erhalten konnte.
Einige Wochen später wagte ich den nächsten Schritt und griff zu Blue Oud von Arabian Oud – ein schönes Erlebnis. Weit entfernt von allem, was ich mit „Blau" assoziiere, aber das Oud begann im Drydown auf angenehme Weise zu wirken. Langsam aber sicher ließ ich mich tiefer in die Welt des Ouds hineinziehen.

Es verging einige Zeit, bis mir ein guter Freund netterweise zwei Abfüllungen zukommen ließ: Dubai Oud und Haibah. Ich sprühte Haibah auf – und war sofort fasziniert. Das Oud war unglaublich smooth, übertönte in meiner Wahrnehmung jedoch alles andere. Meine persönliches Learning daraus: Je mehr Erfahrung man mit diesem Duftstoff sammelt, desto mehr beginnt man die einzelnen Facetten zu genießen und zu schätzen.
Ich hatte also Haibah auf meinen Arm gesprüht und dieser Duft begleitete mich wie ein stiller Gefährte durch einige wundervolle Stunden. Zu Beginn nahm ich leicht frische und fruchtige Anklänge wahr, die auf eine angenehme Art mit dem Oud harmonierten. Im weiteren Verlauf stießen blumige Noten hinzu und rundeten das ganze stimmig ab. Im Drydown entfaltet Haibah auf meiner Haut eine cremig-pudrige Wärme, in die mich verliebt habe.

Ein einzigartiger Duft, der es mir von der ersten Sekunde an angetan hat. Für mich gibt es nichts Vergleichbares, das den Orient so treffend und schön beschreibt wie dieser Duft. Ein absolut smoother und unverwechselbarer Orientale durch und durch.
Zur Haltbarkeit und Sillage: Die ist wie so oft Individuell, auf meiner Haut hielt das ganze weit über 10+ Stunden und war deutlich wahrnehmbar.
Danke für dieses Meisterwerk, Asghar Adam Ali.

Nun habe ich hier auch einige Rezensionen lesen dürfen, die das genaue Gegenteil beschreiben. Ich kann durchaus verstehen, dass Menschen unterschiedliche Wahrnehmungen haben. Ob bei Düften, Musik oder Essen. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten, und das ist gut so. Was mir jedoch unerklärlich bleibt, ist die Bereitschaft, diese abweichende Meinung in einer derart ausgeschmückten und beinahe verherrlichenden Fantasie zu verpacken. Es sind Erwachsene Menschen, die sich offenbar die Zeit nehmen, um krampfhaft etwas schlechtzureden, das andere als schön empfinden. Das ist ein Anblick, den ich persönlich befremdlich finde.

Willkommen auf Parfumo.
Aktualisiert am 19.08.2026, 03:26 Uhr
5 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

85 kurze Meinungen zum Parfum
Edelstein strahlt fruchtig-rosig
Sanft animal.-ledriges Oud
Sensual Musc & indolische Anziehung
Orientalische Opulenz mit Gastfreundlichkeit
36 36
36 Antworten
Riechhärchenapokalypse
Unterarmfrakrur, 6 Wochen Gips
Vergorene Früchte
Zertrampelte Rosen
Muffiges Leder
Teures Wirrwarr mit ganz viel Tier
28 33
33 Antworten
Dubais ganze Pracht
unterm dunklen Oud-Mond
ein paar schmutzige Tierchen
wühlen nach Früchten
& erlesenen Trüffeln
im Rosenbeet vorm Palast
25 24
24 Antworten
Recht animalisch-ledriger oudischer Auftakt, später die 1001 Gewürze mit floral-holzigen Tönen, Früchten und einer eher cremigen Basis.
15 31
31 Antworten
Schon sehr ähnlich zu Dubai-Oud.Der Haibah ist evtl.etwas weniger Kuhstall und daher für die meisten wohl tragbarer. Qualität auch hier top.
13 12
12 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.

In Communitys diskutiert

Beiträge aus den Communitys zu diesem Parfum

Bilder

11 Parfumfotos der Community
Weitere Bilder

Beliebt von The Spirit of Dubai

Dubai - Turath von The Spirit of Dubai Dubai - Rimal (Eau de Parfum) von The Spirit of Dubai Dubai - Meydan (Eau de Parfum) von The Spirit of Dubai Dubai - Ajyal von The Spirit of Dubai Baz von The Spirit of Dubai Narjesi Fleur von The Spirit of Dubai Dubai - Oud von The Spirit of Dubai Dubai - Abraj (Eau de Parfum) von The Spirit of Dubai Abjar von The Spirit of Dubai Dubai - Bahar (Eau de Parfum) von The Spirit of Dubai Diwan von The Spirit of Dubai Dubai - Majalis von The Spirit of Dubai Narjesi von The Spirit of Dubai Durra Ambre von The Spirit of Dubai Dubai - Roeya von The Spirit of Dubai Dubai - Fakhama von The Spirit of Dubai Baz Cuir von The Spirit of Dubai Dubai - Sama von The Spirit of Dubai Durra von The Spirit of Dubai Aamal von The Spirit of Dubai