
Ropanski2020
31 Rezensionen

Ropanski2020
Top Rezension
16
Grün-fluoreszierender Küstenstreifen
Der Geruch von Kokoswachs ist mir vor allem aus den 90ern noch leidlich in Erinnerung geblieben, als es so manches männliches Haupthaar festigte und sich in stickigen Klassenzimmern mit den einschneidenden Auren Axe-verseuchter Fruchtplomben verband.
Heutzutage ist "Kokos" für mich der Inbegriff von Synthetik (z.B. Delta Decalactone) oder chronisch überrepräsentierter Störnoten minderwertiger Sandelholz-Imitate, deren Durchschlagskraft so manchem weißen Moschus-Riechstoff Konkurrenz bereitet, mit ihren plattpudrigen bis milchigen sort of Aromenprofilen. Mit echtem, qualitativ hochwertigem Sandelholz hat das vergleichsweise wenig gemein.
Es wäre mir neu, wenn sich die Marke "Goldfield & Banks" neuerdings dem schwerpunktmäßigen Einsatz natürlicher Rohstoffe verschrieben hätte. Denn bei Pacific Rock Flower handelt es sich im Kern um einen maltollastigen Duschgel-Aquaten, dessen vermeintlich tropischer Kern um eine künstlich anmutende Methyl-Moosflechte gebaut wurde, dazu mit einer gehörigen Portion Cashmeran, Ambroxan o. Ä. verfeinert, was für (zu) viel Treibholz im kargen Getriebe sorgt und den plakativen Offshore-Betrieb mit der Zeit zu einer generischen "ambery-woody" Simulation erstarren lässt.
Es beginnt süß-frisch, begleitet von einer chlorierten Note, die grün-ätherisch abstrahlt. Hellfloraler Beifang (Saliclyate-like), umspielt von ozonartigem Bügeleisendunst, rahmt ein leicht entrücktes Zedernnotengemisch ein, das zwar durch einen cremigen Katalysator verformt, aber seine prototypische "hot iron" Legierung nicht in Gänze verhehlen kann - trotz süßlichem Partikelfilter.
Dieser auffallend florale, warmpudrige Twist im Mittelteil funktioniert aufgrund der holzigen Eindimensionalität in der Basis nur bedingt, wird hier doch die Grundidee einer collagierten Steilküste durch eine Allerwelts-Promenade ersetzt, wo allerhand Sonnencreme und Körperspray Flavor sich vielumwunden auf Verbundholz niederlassen. Hierdurch beraubt sich der Duft um sein olfaktorisches Momentum, das er selbst im Vorfeld auszuweisen sucht.
Pacific Rock Flower endet als ein süßlich-cremiges, diffus holziges Aerosol. Zwar kein Wildwuchs an Plastikpalmen mit abgedroschenem Münzmallorca Feeling, aber trotzdem ein ziemlicher Synthetikausschank, der die Calone Fraktion aus der Drogerieabteilung andachtsvoll touchiert. Nur soviel: die klebrige Kokosmähne hält der steifen Küstenbrise durchaus stand!
Wer die raubeinige Trockenheit eines Oud Minérale oder die würzige Verstohlenheit eines Unda Maris 8 schätzt, geht leer aus, wer das filigrane, süßlich-salzige Zusammenspiel eines Acqua di Sale sucht, ebenso! Dafür sorgt allein der restriktive Unterbau in der Basis, der die Gegenwartsnische so unentwegt antreibt und die Gischt aus dem 3D-Drucker spritzen lässt. Der Mehrwert erschließt sich mir nicht.
Heutzutage ist "Kokos" für mich der Inbegriff von Synthetik (z.B. Delta Decalactone) oder chronisch überrepräsentierter Störnoten minderwertiger Sandelholz-Imitate, deren Durchschlagskraft so manchem weißen Moschus-Riechstoff Konkurrenz bereitet, mit ihren plattpudrigen bis milchigen sort of Aromenprofilen. Mit echtem, qualitativ hochwertigem Sandelholz hat das vergleichsweise wenig gemein.
Es wäre mir neu, wenn sich die Marke "Goldfield & Banks" neuerdings dem schwerpunktmäßigen Einsatz natürlicher Rohstoffe verschrieben hätte. Denn bei Pacific Rock Flower handelt es sich im Kern um einen maltollastigen Duschgel-Aquaten, dessen vermeintlich tropischer Kern um eine künstlich anmutende Methyl-Moosflechte gebaut wurde, dazu mit einer gehörigen Portion Cashmeran, Ambroxan o. Ä. verfeinert, was für (zu) viel Treibholz im kargen Getriebe sorgt und den plakativen Offshore-Betrieb mit der Zeit zu einer generischen "ambery-woody" Simulation erstarren lässt.
Es beginnt süß-frisch, begleitet von einer chlorierten Note, die grün-ätherisch abstrahlt. Hellfloraler Beifang (Saliclyate-like), umspielt von ozonartigem Bügeleisendunst, rahmt ein leicht entrücktes Zedernnotengemisch ein, das zwar durch einen cremigen Katalysator verformt, aber seine prototypische "hot iron" Legierung nicht in Gänze verhehlen kann - trotz süßlichem Partikelfilter.
Dieser auffallend florale, warmpudrige Twist im Mittelteil funktioniert aufgrund der holzigen Eindimensionalität in der Basis nur bedingt, wird hier doch die Grundidee einer collagierten Steilküste durch eine Allerwelts-Promenade ersetzt, wo allerhand Sonnencreme und Körperspray Flavor sich vielumwunden auf Verbundholz niederlassen. Hierdurch beraubt sich der Duft um sein olfaktorisches Momentum, das er selbst im Vorfeld auszuweisen sucht.
Pacific Rock Flower endet als ein süßlich-cremiges, diffus holziges Aerosol. Zwar kein Wildwuchs an Plastikpalmen mit abgedroschenem Münzmallorca Feeling, aber trotzdem ein ziemlicher Synthetikausschank, der die Calone Fraktion aus der Drogerieabteilung andachtsvoll touchiert. Nur soviel: die klebrige Kokosmähne hält der steifen Küstenbrise durchaus stand!
Wer die raubeinige Trockenheit eines Oud Minérale oder die würzige Verstohlenheit eines Unda Maris 8 schätzt, geht leer aus, wer das filigrane, süßlich-salzige Zusammenspiel eines Acqua di Sale sucht, ebenso! Dafür sorgt allein der restriktive Unterbau in der Basis, der die Gegenwartsnische so unentwegt antreibt und die Gischt aus dem 3D-Drucker spritzen lässt. Der Mehrwert erschließt sich mir nicht.
Aktualisiert am 03.11.2025 - 14:34 Uhr
29 Antworten



Kopfnote
Meersalz
Herznote
Kokoswachs
Tuberose
Korallenbaumblüte
Basisnote
Australisches Sandelholz
indonesisches Patchouli








Stella73
Chnokfir
Chefärztin
JexThoth
EdithLyri



























