YellaYellaYellaYellas Parfumkommentare

1 - 5 von 6
YellaYella vor 3 Jahren 6

Mr. Big
Dior Addict und ich-unsere Geschichte hat angefangen, als ich, kaum 20, in die große Stadt zum Studium kam. Ein kleines Fläschchen begleitete mich, der Auftritt immer hart umkämpft mit Gucci II und (nochmal Gucci) Envy. Addict war mein Star für große Auftritte und eigentlich hatte ich die mit 20 gefühlt dauernd (hey, ich war Studentin an den Geisteswissenschaften und kam mir so unfassbar schlau und vielversprechend vor, dass es eine Freude war ;-)) Dieses Parfum ist für mich auch ein absoluter Meilenstein in meiner Sammlung, weil er mich gelehrt hat, mit Düften umzugehen, die eigentlich eher DICH tragen als umgekehrt. Die fordern dein Selbstvertrauen ganz anders als pipifax-Aquaten (sorry an alle LiebhaberInnen, ich mag sie ja durchaus auch gerne, L´eau par Kenzo, geh her do!) Ich bin jedenfalls unglaublich oft auf diesen Duft angesprochen worden und verbringe nach wie vor pro Monat sicher ein, zwei Stunden mit der Suche nach der 2002 Version-meine letzten 15ml der Beute von vor drei Jahren gehen bald zur Neige- SHRIIIEK! Wer trägt mich dann an grauen Tagen zu divaeskem Sebstverständnis?
4 Antworten

YellaYella vor 3 Jahren 2

Weiche von mir, Vanille!
The One. Hach. Die Erinnerung an einen meiner ersten Douglas-Besuche mit selbst verdientem Geld und Lust auf ein schwelgerisch-orientalisches Parfum. The One in Eau de Parfum war damals recht neu am Markt und hat mich schon aufgrund der schieren Opulenz und Haptik magisch in seinen Bann gezogen. Leider, LEIDER, hat die verdammte Vanille meiner Verknalltheit recht schnell ein Ende bereitet. Sämtliche Parfums mit Vanillenote riechen bei mir einfach nur schlimm gewummst nach schlechter Aromaduftkerze. Also schnell weitergegeben den zum Glück kleinen Flacon. Dann aber..im Herbst 2017..wurde ich dem Eau de Toilette ansichtig und zack, diese alte Verknalltheit war wieder da, leise, aber laut genug für einen 100ml Flacon, der mich mit dem Auto quer durch den dunklen Wienerwald zur Selbstabholung tuckern liess. Weil ich naiverweise geglaubt habe, diese blumige Kopfnote würde mich über die bösartige, widerliche Vanille hinwegheben. Aber: NEIN! Die Basis inklusive hardcore Vanille ist unkaputtbar und diese Leichtigkeit, die sich anfangs so schön in der Kopfnote breitmacht und die Eindimensionalität dieses wirklich und wahrlich extrem, extrem aufdringlichen Parfums so angenehm widerlegt und (für mich) erträglicher macht, sie ist eine Illusion. Also: Wer einen 100ml Flacon braucht, Nähe Wien ...;-) Er darf weiterziehen. Leider ist all das, was ich am Eau de Parfum gehasst habe, auch hier wieder da.
2 Antworten

YellaYella vor 4 Jahren 3

Gelungener Blindkauf
Samstag, kurz vor 18 Uhr, ein anstrengender Tag im Seminar liegt hinter mir und ich lechze nach ein bissi Beautyberieselung. Trabe also in den nächsten Drogeriemarkt und schnuppere mich durch. Und was erspäht mein müdes Auge da? Einen Ableger von Tommy Girl, den ich zwar noch nie hatte, aber gut kenne und als Teeduft im weitestens Sinne recht gerne mag. Der Karton war wunderschön, orange-pinke Streifen, und der Preis unschlagbar. Also nix wie rein ins Körbchen damit und nach hause geeilt.
Der erste Spritzer: Uah, was hat die Zitrone da im Team mit der recht präsenten Bergamotte verloren! Husch husch, weg da! Gut, wenn man so will, ja auch ein Teeduft, und die mag ich ja richtig gerne ,-). Bergamotte auch im Tässchen. Netterweise verflüchtet sich der aromatisierte Tee dann aber doch recht schnell. Und ein eleganter, feiner, unaufdringlicher Blumenduft macht sich breit. Ich bin entzückt. Und noch entzückter, als die herzerwärmende Basis mit viel Moschus durchkommt. Den kann man wirklich das ganze Jahr über tragen, den Tommy´schen Stimmungsaufheller, ein extremer Allrounder. Und ich würde ihn eventuell sogar ins Unisex Eck geben mit seinem Moschusanteil, aber nur für mutige Männer ;-). Alles in allem halte ich schon jetzt Ausschau nach dem nächsten Sonderangebot im Drogeriemarkt meines Vertrauens. Ein helles Köpfchen, dieser Duft.

YellaYella vor 4 Jahren 10

Polarisiert noch immer
Ach, du. Schon so lange begleitest du mich. Bist irgendwie wie eine nervige, quirlige kleine Schwester, aufdringlich, penetrant, laut, aber genauso unverzichtbar.
Eden begleitet mich zwar noch nicht so lange wie meine richtige Schwester, aber ich verbinde ganz viele Erinnerungen damit. Teenieerinnerungen. Ich finde, es ist definitiv ein Duft für ganz junge oder schon ältere Frauen, denn abseits dieser recht blumig-fruchtigen Seite, die ordentlich knallt, hat es auch irgendwie einen Old Lady Touch, woher der kommt, könnte ich aber nicht definieren. Patchouli, dass für mich mit einer gewissen, altmodischen Ader daherrauscht?
Jedenfalls bin ich froh, dass Cacharel "Eden" immer noch produziert, ich liebe diesen besonderen Duft, den ich persönlich unvergleichlich finde, an dem ich lustigerweise aber auch sehr gut verstehe, warum er so polarisiert. Insofern kann ich auch an dieser Stelle nicht konkret erklären, warum ich ausgerechnet dieses Parfum so gut finde. Erinnerungen, sicher, aber andererseits, ich finde, es ist ein Duft, der sich selber nicht ernst nimmt. Der sich nicht als etwas ausgibt, was er nicht ist. Er stellt sich hin und sagt, da bin ich, eigentlich nicht sehr originell, aber du könntest Spaß mit mir haben. Solche Düfte mag ich.
1 Antwort

YellaYella vor 4 Jahren 5

Vanillebombe
Eins vorweg, ich mag fast alle Düfte der Poison-Serie, Pure Poison (das nicht reformulierte) hüte ich wie meinen Augapfel und sogar das ungemein wuchtige, aufdringliche Original -Poison finde ich reizvoll und gut. Daher sah ich meine Chance gekommen, als ich im Bad einer lieben Bekannten Hypnotic Poison stehen sah. Den einzigen Duft der Familie, den ich nicht kenne. Also flugs gefragt, probiert- und wirklich in der Sekunde gedacht, Hilfe, voll daneben. Dabei ist der Einstieg ja noch ganz passabel, nichtssagend zumindest, bevor sich meine verhasste Vanille breitmacht- und auch nicht mehr weggeht. Und zwar wirklich LANGE nicht mehr weggeht und meiner Meinung nach extrem eindimensional bleibt..während der dreistündigen Heimfahrt habe ich permanent an meinen Handgelenk geschnuppert, in der Hoffnung, es möge sich noch etwas tun, aber nix da. Das neckische Vanillekipferl hat sich hartnäckig an mich gekettet. Und, ja, es hat eine Mördersillage, denn auch am nächsten Tag war der Duft noch gut zu riechen. Es gibt sicher genug Trägerinnen, zu denen diese Art von süßlich-wuchtigem Duft passt, eindeutig die Kategorie "Eleganz um jeden Preis", bei mir war es ein absoluter Griff ins Klo. Eben, weil ich Vanille in jeder Form in meinen Parfums ganz ganz schrecklich finde. (Einzige Ausnahme: YSL Cinema. An den er mich ungefähr 0,03 Prozent erinnert)
1 Antwort

1 - 5 von 6