Santal 33 2011 Eau de Parfum

Santal 33 (Eau de Parfum) von Le Labo
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7.5 / 10 778 Bewertungen
Santal 33 (Eau de Parfum) ist ein Parfum von Le Labo für Damen und Herren und erschien im Jahr 2011. Der Duft ist holzig-würzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird von Estēe Lauder Companies vermarktet.
Gut kombinierbar mit S4ND4LW00D
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Grün
Ledrig
Frisch

Duftnoten

Australisches SandelholzAustralisches Sandelholz LederLeder VeilchenVeilchen AmbroxAmbrox PapyrusPapyrus ZedernholzZedernholz IrisIris KardamomKardamom

Parfümeure

Bewertungen
Duft
7.5778 Bewertungen
Haltbarkeit
8.0674 Bewertungen
Sillage
7.5670 Bewertungen
Flakon
7.4622 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.1402 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 21.04.2024.

Rezensionen

40 ausführliche Duftbeschreibungen
6
Flakon
10
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Carpintero

56 Rezensionen
Carpintero
Carpintero
Top Rezension 43  
Der Heilige Gral?
Letzte Woche Montag beruflich in Chicago gewesen, es war heiss, richtig, richtig heiss. Ich wusste nicht, was anfangen in meiner Freizeit, also wanderte ich in eine Filiale eines sehr bekannten High-End-Kaufhauses in den USA und schnupperte mich ein wenig durch die Parfumabteilung. Eine Dame sprach mich an, ob sie mir ihren absoluten Geheimtipp zeigen dürfte. Klar, ich willigte sofort ein. Sie sprühte mir Santal 33 von Le Labo auf die Haut. Es dauerte etwa 10 Sekunden und geschah noch bevor ich den Duft hätte erschnuppern können als sich ein Mann umdrehte und völlig euphorisch rief „OMG what’s that smell?“. Er riss mir buchstäblich den Flakon aus der Hand, sprühte sich selbst den Duft auf und als er bemerkte, was er gerade getan hatte, entschuldigte er sich und ging weg.
Was mich angeht, mich überzeugte der Duft zu Beginn nur wenig: von allem einfach etwas zu viel. Zu viel Holz, zu viel Würze, zu viel Frische. Einfach von allem etwas zu viel des Guten.

Die Dame gab mir noch einen Teststreifen mit, auf dem sie den Duft aufgesprüht hatte und so mache ich mich unverrichteter Dinge auf ins Hotel.
Den Streifen legte ich irgendwo auf einen Tisch und ging duschen. Als ich aus der Dusche herauskam und noch im Badezimmer stand, da roch ich ihn: Dieser Duft, der bis vom Schreibtisch aus dem Schlafzimmer ins Badezimmer wehte — er machte mich ganz verrückt.
Ich zog mich an und eilte zurück in die Parfümerie, ich wollte diesen Duft haben, ich holte ihn mir. Es war Liebe.

Das tolle an Le Labo Düften ist, dass sie direkt vor Ort für einen gemischt und abgefüllt werden, noch mehr Frischegarantie geht wirklich nicht.

Auf dem Rückflug konnte ich nicht aufhören diesen Duft zu riechen, ich war wie in einer Santal 33 Duftwolke, die mich umgab, mich beschützte und niemand, wirklich niemand hätte diese Duftbarriere durchbrechen können.

Wenn ich lief, hätte ich das Gefühl, die Leute schauen mir nach. Und obwohl ich bis zum heutigen Tag noch kein einziges Kompliment für diesen Duft bekommen habe (abgesehen von meiner Partnerin, Zitat: Du riechst abartig gut!), habe ich das Gefühl, den heiligen Gral gefunden zu haben.

Zugegeben ist dieser Duft sicherlich nicht für jeden etwas, aber für mich genau das, wonach ich gesucht hatte: Ein Duft, der meine Persönlichkeit untermalt, der genau das widerspiegelt, was ich repräsentiere: Santal 33 ist stark, aber nie aufdringlich. Er ist geschmackvoll, aber nie draufgängerisch. Er ist gemütlich, aber nie durcheinander. Er ist neugierig, aber nie taktlos. Er ist extrovertiert, aber nie laut. Er ist geheimnisvoll und mystisch, aber nie gespielt und aufgesetzt. Er ist einfach mein Duft, genau perfekt.
Ich würde ihn als urban-holzig beschreiben: ein Kerl, der in der Stadt lebt, die Waldluft und die Freiheit der Wälder liebt.

Haltbarkeit und Sillage sind bei mir definitiv überdurchschnittlich, die Performance ist so stark, wie ich sie noch bei keinem anderen Duft erleben durfte.
Santal 33 verführt ohne dabei kitschig oder gar aufdringlich zu werden, ohne viel Blabla, dafür mit ganz viel Stil und Klasse.

Für mich die Duftentdeckung schlechthin, der heilige Gral, den ich glaube, gefunden zu haben!








++++ N A C H T R A G ++++ A U G U S T 2 0 1 9 ++++ U P D A T E ++++

Vor ein paar Wochen schrieb ich „Und obwohl ich bis zum heutigen Tag noch kein einziges Kompliment für diesen Duft bekommen habe (...)“ — Nach knapp 3 Wochen Santal 33 im Dauereinsatz hat es bei mir derartig viele Komplimente gehagelt wie bei keinem anderen Duft vorher! Nicht einmal One Million brachte mir so viele Komplimente ein. Dabei kommen die Reaktionen auf mein Santal 33 wirklich aus wirklich allen Richtungen, ungeachtet des Geschlechts. Neulich fragte mich eine ältere Dame, um die 65, was ich für einen tollen Duft trage, bei der Arbeit werde ich gerade mehrmals täglich auf den Duft angesprochen und vorgestern lief mir eine Dame auf dem Parkplatz hinterher und fragte, was das für ein ‚hammer‘ Parfüm sei. Die krasseste Reaktion kam vom einer Frau, die in etwa 10 (!) Metern Entfernung zu mir stand und ständig wieder zu mir rüber schaute: Irgendwann kam sie direkt auf mich zu und meinte „Bist du der Kerl, der hier so abnormal gut riecht?“.
Danke Santal 33 — Du bist hiermit offiziell mein neuer Signaturduft!!












UPDATE ENDE OKTOBER 2019:

Wann hören die Komplimente endlich auf???
Ich habe noch nie so viele Komplimente für einen Duft bekommen wie für diesen.
Zwei Begebenheiten:
Vor etwa zwei Wochen im Gym, Freitag Abend, ca 19 Uhr: den Duft hatte ich Morgenstunden etwa 6 Uhr aufgesprüht, 13 Stunden später werde ich von zwei Typen im Gym angesprochen, ob das mein Parfüm sei, dass so „nice“ rieche und was genau das sei. „Sowas krasses hab ich noch nie gerochen!“.

Heute Nacht im Flieger von Singapur nach Hause: Duft hatte ich mir etwa 4 Stunden vor Abflug im Hotel aufgetragen.
Beim Boarding fragt mich die Flugbegleiterin, welches Parfüm ich trage — sie wolle auch so gut riechen. Später sprach mich noch eine andere Flugbegleiterin an, ob das Santal 33 sei... Sie habe das vor wenigen Wochen schon mal bei einem anderen Gast an Bord gerochen und wolle sich diesen Duft nun definitiv auch kaufen.

KEIN DUFT DIESER WELT HAT MIR BISLANG SO VIELE KOMPLIMENTE EINGEHEIMST WIE DIESER!
(Und nein, ich werde nicht von Le Labo bezahlt).
9 Antworten
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Palonera

467 Rezensionen
Palonera
Palonera
Top Rezension 51  
L'île des fleurs et des rochers roses - oder: Dialog mit Nase
"Feige!" sagt meine Nase und hebt irritiert die benachbarten Brauen. "Hattest du nicht etwas von Sandelholz gesagt?"
"Eigentlich schon", überlege ich und beäuge kritisch den Sprüher.
"Santal 33" steht darauf.
Er kommt von Le Labo wie all die anderen Sprüher auch, mit denen wir uns schon beschäftigt haben, Nase, Haut und ich.
Meist ist drin, was drauf steht, zumindest ungefähr.
Diesmal jedoch: "Feige – immer noch. Das Holz, das Blatt, die Milch. Aber kein Fruchtfleisch, kein süßer Saft. Und Meeresluft – kann das sein? So wie damals auf der Île de Bréhat, weißt du noch?"

Ja, ich weiß es noch – rauhe, salzige Meeresluft, zerklüftetes Geklipp, der Wind, der mir die Haare ins Gesicht weht, an meinen Kleidern zerrt, wüst und wild.
Dabei wirkt sie so friedlich, die Insel, unten im Süden, mit ihren abertausend Bienchen und Blümchen rund um Saint Michel, die alte Kapelle, mit den fast schon kitschig grünen Wiesen, wo direkt vor unseren Augen eine Kuh ihr Kalb gebar.
Und den Feigenbäumen, den ungezählten Feigenbäumen mit ihrem holzig herben Grün, das bitter ist in seinem Duft und doch den Saft im Mund zusammenzieht.

"Hör auf zu träumen!" reißt mich Nase aus den Erinnerungen. "Hast du wieder die alte Lederjacke an? Die braune wildlederne, deren Ärmel mal beim Inder in die Soße kam?"
Nein, habe ich nicht – aber ich weiß ganz genau, was meine Nase meint.
Leder ist da, samtig-wildes Leder, ein bißchen angekleckert offenbar von würzig-dunklem Saft, wer weiß woher.
Und Rauch, etwas holzig, etwas harzig, heilig nicht so sehr – ein bißchen aber doch, ganz weit hinten, eingebildet vielleicht nur.
"Hast du Holz gesagt?" fragt Nase, plötzlich helläugig geworden.
Ja, Holz ist da, ganz sicher – dunkles, weiches, anpoliertes Holz.
"Sandelholz?!"
"Würde ich nicht sagen – so weich ist es nun auch nicht, balsamisch gleich gar nicht, viel zu dunkel noch dazu. Zeder…? Ja, doch – ein bißchen Bleistift käme hin, nur ohne Mine", überlege ich, die Nase dicht am Handgelenk, langsam atmend und behutsam, "und Puder – mauvefarben-glatter Puder, ganz wenig nur, ganz fein. Was sagst du, Nase? Hab' ich recht?"
"Hast du", läßt mich Nase nicken, "und Salzlakritz ist da, lugt manchmal um die Ecke, spielt Versteck. Und irgendwas aus deiner Küche, das du in die Orientgerichte tust, irgendwas mit K."
"Kubebenpfeffer?"
"Weiß nicht – kann sein. Vielleicht auch Kardamom oder Koriander. Frag mal die Zunge, die weiß sowas besser."
Doch die Zunge hält sich heraus und schweigt.

"Warst du in der Sauna?" fragt mich Nase ein paar Stunden später. "Du riechst nach Wellness, nach ätherischen Ölen, nach Kampher, Eukalyptus - irgendwie gesund!"
Recht hat sie, denke ich und atme tiefer.
Kühl und warm zugleich ist das, was nun von meiner Haut aufsteigt, mich umgibt wie eine Aura, hell und dunkel, blättrig holzig, rauchig und zugleich doch ätherfrisch, geriebenes Gewürzkorn neben grünem Felsenmeer.
Jeden Tag ein wenig anders, mal eher grün, mal eher braun, stets kraftvoll untermalt von einem stumpfen, satten Grau.
Ein wenig bitter, herb und spröde – nicht wirklich greifbar und von tiefer Faszination.
Wie L’île des fleurs et des rochers roses.
PS: Ergoproxy - danke!
25 Antworten
6
Sillage
4
Haltbarkeit
8.5
Duft
FvSpee

323 Rezensionen
FvSpee
FvSpee
Top Rezension 23  
Holz aus dem Labo - Teil 2 (Sandel)
Neben der unerträglichen tropisch-feuchten Berliner Hitze war es wohl auch das Entnervtsein von den notorisch miesen Haltbarkeiten bei allen bisher von mir probierten Le-Labo-Düften, das dazu geführt hat, dass ich zu Neroli 36 hier statt einer seriösen Rezension nur noch einen grenzdebil-demideliranten Wortschwall abliefern konnte. Leider hat meine Hoffnung, dass die Holzdüfte länger als die zitrischen halten, getrogen.

Beim Aufsprühen von je etwa einer halben Pröbchenphiole, d.h. 0,75 ml oder etwa 10 kleine Sprüher auf Hals und Handgelenk (finde ich nicht geizig, oder?), ist tatsächlich, ich müsste lügen, wenn ich anderes behaupten wollte, sowohl bei „Oud 27“ als auch bei „Santal 33“ nach vier Stunden Sense, Schluss mit lustig, Schicht im Schacht. Und damit ist eine hautnahe Restduftaura gemeint. Projektion ist weit vorher vorbei. Meine Nase ist, wie sich beim Testen anderer Düfte zeigt (und daran, dass meine Frau meine Befunde bestätigt) in Ordnung, die Proben sind nicht überlagert. Was machen die bei? In alle ihre Düfte eine Geheimzutat einbauen, die sich vier Stunden nach dem Auftragen aktiviert und eine Duftstoff-Selbstzerstörung auslöst?

Ist mir egal, ich lasse mich nicht unterkriegen und kommentiere unverdrossen weiter, auch wenn ich mich jetzt räche. Ich mache es nämlich mit meinen Kommentaren jetzt genauso und verwende Streckmittel! Diesen Einleitungsteil hier habe ich nämlich aus „Oud 27“ recycelt!

Zur Sache: Santal 33 ist so etwas wie das Flaggschiff des Le-Labo-Sortiments. Im Le-Labo-Laden in Berlin am Ku’damm steht von allen Düften eine Probe zum Testen, nur von Santal 33 stehen zwei oder drei da, und die Verkäufer haben mir erklärt, das sei der Duft, der die Firma sozusagen berühmt gemacht habe und sowieso der absolute Verkaufsrenner. Ich kann das persönlich jetzt nicht soooo nachvollziehen; qualitativ fand ich ihn beim ersten Testen jetzt nicht besser und nicht schlechter als z.B. „Oud 27“. Allerdings muss ich fairerweise erwähnen, dass dies der erste Le Labo war, bei dem meine Frau ungefragt die Witterung aufgenommen, die Nüstern in den Wind gestellt hat und begeistert ausgerufen hat: „Hmmmm! Was riecht den hier so richtig gut?!?“ Beim Testen anderer Düfte des Hauses musste ich immer aktiv fragen, und die Antwort war dann in etwa: „Ja, hm, ganz nett; wenn der nicht zu teuer ist“ (was aber bei LL aber leider der Fall ist). Vielleicht unter diesem Einfluss hat er mir beim zweiten Testen dann doch auch besser gefallen (als vorher und als der Oud).

Ähnlich wie „Oud 27“ imponiert auch „Santal 33“ als gegen den Strich der Erwartungen gebürsteter, untypischer weil untrockener und absolut damenkompatibler Holzduft: In diesem Fall ist es nicht nur feuchtes junges grünes Holz, sondern hellgrünes, weich-biegsames (man meint geradezu die Weidenkätzchen zu spüren). Eine größere Entwicklung kann ich ebenso wenig ausmachen wie einzelne Noten nasal sicher isolieren, aber immerhin so viel: In diesem sehr hellgrünen Wald (vielleicht eine Baumschule?), der ein dampfender ist (also ein dampfender Wald, kein Dampfer wohlgemerkt), weil nach einem Frühsommer-Regen die Sonne wieder draufknallt, in diesem Wald also blühen definitiv auch Blümchen. Auch Veilchen wäre ich zwar nicht alleine gekommen, ich halte sie aber für absolut plausibel, schon alleine weil sie wegen des Diminuitivs so niedlich klingen (sind ja keine Veilen). Den von einigen Vor-Rezensenten vermuteten Dill kann ich nicht bestätigen. Ich mag Dill im Salat, vielleicht auch manchmal im Duft (in Ninfeo Meo von Goutal meinte ich mal einen Dill zu riechen), aber hier ist keiner drin (sag ich mal so) und würde auch nicht passen. Was sich mir absolut aufgedrängt hat (schon vor einem Blick in die anderen Rezensionen), ist: Feige. Prominent sogar. Ob da wirklich wirklich und in echt Feige enthalten ist oder sich das Warm-Weich-Vegetabile des Duftes nur zu einer Scheinfeige (Fake Fig) verdichtet hat, mag dahinstehen.

Fazit: Ein ärgerlich ephemeres, aber durchaus sehr schönes hellgrün-weiches Sandelmädchen mit Feigen-Veilchen-Weiden-Streichel-Appeal.

Nachtrag Juli 2019: Beim Auftragen des Pröbchens so viele Komplimente bekommen, dass ich, um meine Umgebung zu erfreuen, mir tatsächlich eine 15-ml-Flasche zum Wucherpreis zugelegt habe.
18 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
5
Duft
Veithwa

1 Rezension
Veithwa
Veithwa
Top Rezension 16  
Hohe Erwartung, herbe Enttäuschung
Sagenumwoben... der Duft New Yorks, der Heilige Gral, ein Immergeher, Parfümeurskunst aller erster Garde, Komplimente-Biest und everybodys Darling.

Ich wollte auch ein Teil von alledem sein, und so war meine Vorfreude lange nicht mehr derart groß einen Duft endlich unter die Nase zu halten.
Auch die Tatsache, dass man diesen Duft eben nicht an jeder Straßenecke bekommt und nur schwer seine Finger an eine Abfüllung, tat sein übriges dieses Parfüm zu mystifizieren.
Ich bekam ihn aber endlich per Duftpost eines netten Parfumos 3 Tage nach Bestellung zugeschickt, konnte in dieser Zeit kaum schlafen und las jeden Abend zum Einschlafen fleißig olfaktorische Wundergeschichten.
Allein durch das Lesen etlicher Kommentare hat sich in meinem Kopf dadurch leider eine Erwartungshaltung gebildet, die eigentlich nur enttäuscht werden konnte.

Aber nun zum Duft:
Frisch geduscht ausgepackt und zack, zack voller Erwartung und Vorfreude ein Spritzer rechts und links aufs Handgelenk und BUMM...mein absolut erster Gedanke...
Hat meine Freundin die Essiggurken vom Vorabend stehen lassen?

Der Anfang beginnt für mich als Wabern aller in der Duft Pyramide aufgeführten Inhalte aufeinmal. Da spickt ein wenig glattes Leder durch, hier das Veilchenblatt, dort lässt Sandelholz von sich hören.
Nur leider in einer, in seiner Gesammtheit - für mich persönlich - solch überladenen Manier, dass ich gar nicht mehr richtig weiß, was ich eigentlich rieche. Insgesamt schlägt einem ein großer Duftbrei entgegen, der, ich weiß nicht warum und wie ich darauf komme, Eins zu Eins wie Essig/Dillgurken riecht. Dieser Eindruck verflüchtigt sich leider auf meiner Haut auch nicht im weiteren Verlauf und bleibt dominant bis zum Ende. Die schönen Zarten Noten, die zu Beginn vielleicht kurz aufblitzen und mich hoffen ließen verblassten zunehmend und zurück blieb und bleibt eben jener Einheitsbrei.
Jetzt nämlich, 6 Stunden später leider immernoch das Gleiche. Der Duft macht für mich keine großartige Entwicklung durch..nimmt mich eben nicht mit in eine andere sagenhafte Welt und riecht immer gleich. Um bei der Metapher zu bleiben: Die Geschichte fängt an mich zu langweilen und zu nerven.

Zu seiner Verteidigung und Ehrenrettung kann man diesem Duft jedoch eine ordentliche Haltbarkeit und Sillage meiner Meinung nach nicht absprechen. Er ist präsent. Nur eben leider nicht so, wie ich es mir erträumt hatte.
So ist das nunmal mit alten Sagen, Geschichten und Weisheiten, deuten muss Sie jeder für sich selbst.

Ich begebe mich weiter auf die Suche nach meinem persönlichen heiligen Gral und gönne es von ganzem Herzen jedem, der selbigen in diesem Duft gefunden hat.

9 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Turbobean

98 Rezensionen
Turbobean
Turbobean
Top Rezension 17  
Ein Signaturduft für alle Gelegenheiten
Da ich Trends gerne verpasse, habe ich Santal 33 erst jetzt entdeckt.

Das kommt davon, wenn man sich nur auf seine eigene Nase verlässt und einen großen Bogen um Influenzer macht. Sonst hätte ich nämlich längst mitbekommen, dass dieser Duft eine exklusive Fanbasis besitzt.

Seisdrum. Santal 33 hat mich sofort überzeugt. Sandelholz liebe ich und ich nehme es hier deutlich wahr. Vor Allem in der Kopfnote.

Der darauf folgende Aromen-Cocktail ist so vielfältig, dass einzelne Gerüche nur schwer identifizierbar sind. Ich weiß noch nicht einmal, ob es sich bei der angenehmen Süße um Feige handelt oder ob sich ein süßes Feigenaroma aus Holz und Synthetik ergibt.

Jedenfalls nehme ich trockenes Holz, Dill, Honigmelone, Feige, Iso-E-Super und auch eine feine Ambroxan-Frische wahr.

Der Duft ist rund, angenehm und absolut überzeugend. Es handelt sich um eine sehr anziehende und attraktive Mischung, die ich mir hauptsächlich an einem Mann vorstellen kann. Sehr anziehend, aber nicht anbiedernd und auch nicht aufdringlich.

Das Einsatzgebiet des Duftes ist vielfältig. Ich kenne kaum einen Duft, der so universell verwendet werden kann. Vom Büro über die Freizeit bis zum abendlichen Rendevouz. Vom Frühling bis zum Herbst, vielleicht sogar bis zum Winter.

Ein perfekter Signaturduft, wenn man den Einen für alle Gelegenheiten sucht.
6 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

186 kurze Meinungen zum Parfum
SalvaSalva vor 12 Monaten
5
Duft
Veilchen-Lederduft
der mit etwas cremig-künstlichem Sandelholz versucht wird aufzuhübschen
Die Beobachtung einer Kuhhorde ist spannender
24 Antworten
FloydFloyd vor 4 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Im Ledereinband
Meines Kinderbuchs
Auf cremefarbenen Sandelseiten
Schlummern Blüten
Des Papierblumenmädchens
Die noch Zauberduft verbreiten
18 Antworten
LicoriceLicorice vor 3 Jahren
7.5
Duft
Ziegenleder
Asphaltdampf
Veilchen-Iris-Grau
Feigensandel
Frischwürze
Wirbelwind

Kühle Weichheit
18 Antworten
Helena1411Helena1411 vor 2 Jahren
7
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
KN: Würziges Feigenblatt ohne Süße..
HN:.mit Feigensandelholzmilchcreme übergossen…
B:..Voila! Die ledrige Dillsoße ist vom Tisch!
40 Antworten
LuwaLuwa vor 3 Monaten
7
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Veilchengeruch ins Leder eingezogen
Dunkleres Sandel
dennoch cremig&weich
Süß-würziger Kardamom zu Beginn
Hauch grün-frischer Hintergrund*
28 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Diskussionen zu Santal 33 (Eau de Parfum)

Behaviour in Beratung
Beso negro von beso ist super ähnlich auch nicht günstig, aber günstiger ohne abstriche bei der quali und h/s zu machen.

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