Dahn Oudh Al Shams 2001

Dahn Oudh Al Shams von Ajmal
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6.8 / 10 52 Bewertungen
Ein Parfum von Ajmal für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2001. Der Duft ist animalisch-holzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Animalisch
Holzig
Erdig
Orientalisch
Würzig

Duftnoten

indisches Oudindisches Oud
Bewertungen
Duft
6.852 Bewertungen
Haltbarkeit
8.849 Bewertungen
Sillage
7.947 Bewertungen
Flakon
7.752 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.819 Bewertungen
Eingetragen von Chemist, letzte Aktualisierung am 30.04.2024.

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Rezensionen

12 ausführliche Duftbeschreibungen
7.5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
10
Duft
Apicius

1106 Rezensionen
Apicius
Apicius
Top Rezension 27  
Ungewohnt, aber tragbar
Erst mal möchte ich mich nochmal bei AbuSafiyya bedanken, der mir sein fast unbenutztes Dahn Oud Al Shams geschenkt hat. Wir alle haben das Problem, dass wir kaum Gelegenheit haben, arabische Parfums kennen zu lernen. In den Nischenparfümerien werden sie nicht angeboten, und es gibt nur wenige Online Shops wie etwa den orientmisk.de von AbuSafiyya, welche Proben versenden.

Besonders die teureren Parfums haben hierzulande noch kein Publikum. So freue ich mich sehr, endlich ein echtes arabisches Dehnal Oud kennen zu lernen, welches preislich und qualitativ im Bereich guter Nischenparfümerie angesiedelt ist.

Der erste Kontakt mit Dahn Oudh Al Shams ist erst mal ein Schock. Für das, was einem da an Geruch entgegenschlägt, könnte man die abfällige Bezeichnung „Alle Düfte des Orients“ verwenden. Ich rieche eine überbordende Bandbreite animalisch-fruchtiger Aromen, und unwillkürlich schreckt man zurück. Ja, das ist pervers gut: Pferdeäpfel, Kuhscheiße, Silage, Rindenmulch – diese Vergleiche darf man von ungeschulten und anderes gewohnten westlichen Nasen erwarten. Auch bei mir entsteht die Assoziation eines Komposthaufens, auf dem Holzspäne süßlich und säuerlich vor sich hin rotten.

Es gehört gleichermaßen zu den Geheimnissen des menschlichen Geruchssinns wie auch der arabischen Parfümeurskunst, dass an sich eklige Noten, die mit Verfall zu tun haben, so attraktiv sein können. Neben dem verpilzten Oud rieche ich hier Fruchtigkeit, aber auch holzig-ätherische Noten. Natürlich ist man erst mal sehr zurückhaltend und lässt es bei einem Spritzer bewenden. Doch lange dauert es nicht und ich will mehr davon! Der ziemlich befremdliche Auftakt geht über in eine schöne, wärmende Muffigkeit und Holzigkeit - typisch für Oud.

Um indisches Oud soll es sich handeln, erfahren wir von Ajmal, und das gilt als besonders kräftig. Hier fehlt mir die Erfahrung, ob wir „indisch“ als Synonym für diese besonders animalisch-fäkale Seite von Oud nehmen können. Jedenfalls sehe ich eine gewisse Verwandtschaft zu Al Haramains preiswerterem Oud Ma'Al Ward, welches ich mir niemals im Sortiment einer westlichen Marke vorstellen könnte.

Dahn Oudh Al Shams wird als Eau de Parfum bezeichnet, doch ich zögere, mich dem anzuschließen. Der Duft beginnt opulent und kräftig, zieht sich dann aber sehr schnell in eine ganz leichte Holzigkeit und Muffigkeit zurück. An sich ist das ein Verhalten, wie man es von Düften der sogenannten Naturparfümerie kennt, die auf chemische Fixierstoffe verzichten. Also kein schlechtes Zeichen. In dieser preislichen Kategorie sollte man keine künstlichen Ersatzstoffe als vorgebliches Oud erwarten müssen. Doch nach etwa fünf Stunden möchte ich den holzigen Rest, der dann noch auf meiner Haut ist, nicht mehr als Basisnote gelten lassen.

Ajmal verkauft neben dem Eau de Parfum noch eine „Special Edition“, welche kräftiger und länger anhaltend sein soll – aber man muss es ja auch nicht gleich übertreiben. Ich werde mit dem so bezeichneten Eau de Parfum gut zurechtkommen!

In Internetforen wird beim Vergleich verschiedener Dehnal Ouds das Al Shams als weniger anfängertauglich beschrieben. Dem ist vermutlich zuzustimmen. Es ist weit weg von den meisten Oud-Parfums im Montale-Stil, die von so vielen westlichen Marken auf den Markt geschmissen werden. Wenn ich hier einen Vergleich mit Bekannterem anstellen sollte, so würde ich unterscheiden – die Kopfnote ist unbeschreiblich und unvergleichbar, doch die ruhige und zurückhaltende Basis von Al Shams wäre im Stil nicht so weit weg von Creeds Royal Oud. Lediglich wirkt sie wärmender und freundlicher.

Der schwere, ornamentale Flakon ist bei mir in guten Händen, er wird sich leeren.
9 Antworten
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
8
Duft
Doris32

13 Rezensionen
Doris32
Doris32
Top Rezension 14  
Dieser Duft erweckt Heimatgefühle
Auch wenn Dahn Oudh Al Shams ein Duft aus dem fernen Arabien ist, so fühle ich mich doch gleich nach dem Aufsprühen in die Orte meiner Kindheit zurückversetzt. Zwar komme ich nicht vom Dorf, doch bin ich in einer wald- und wiesenreichen Gegend aufgewachsen, und als Kind lief ich oft allein zum Bauer, um Milch zu holen, ich lungerte am Reiterhof herum, um die Pferde anzufassen, und lief durch die Wälder, ich kam an Fachwerkhaus-Siedlungen vorbei, die von Feldern umgeben waren, auf denen Tierherden grasten. All diese Erinnerungen evoziert Dahn Oud Al Shams bei mir, und ich fühle mich gleich ganz wunderbar geborgen.

Ich sehe die heimatlichen Wälder, es wurden gerade alte Bäume gefällt, und das frisch zurechtgeschnittene Holz liegt am Wegesrand und verströmt seinen Geruch. Aus anderen alten Bäumen tropft das Harz. Tannenzapfen liegen unter den Bäumen. Es raschelt im Gebüsch, es wird wohl eine Maus sein, vielleicht auch ein Fuchs. Ich hebe ein Stück Holz auf und schnitze daran herum, dass die Späne fliegen. Am Rande des Waldes beginnen die Felder, dort stehen Kühe und mampfen genüsslich und entspannt ihre Grashalme. Ein Kalb kommt ganz nah an den Zaun ran, und ich streiche über sein vom Herumtollen verschwitztes braunes Fell. Ein Feld wurde gerade gedüngt, auf dem Feld nebenan liegen schon die Heuballen aufgereiht...

Dahn Oud Al Shams hat etwas sehr Organisches, nahezu Animalisches, es wirkt sehr warm und sinnlich. Der Duft ist dicht, man meint fast, danach greifen zu können. Ich empfinde diesen Geruch als sehr angenehm, und muss immer wieder an der Hautstelle riechen, auf die ich den Duft aufgesprüht habe. Mich von oben bis unten mit diesem Duft einzudieseln, kann ich mir allerdings nicht vorstellen, denn ich glaube kaum, dass der mit den oben geschilderten Impressionen verbundene Geruch bei meinen (großstädtischen) Mitmenschen ähnlich positiv ankommen würde.
8 Antworten
7
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
5
Duft
Yatagan

396 Rezensionen
Yatagan
Yatagan
Hilfreiche Rezension 13  
Kein Märchen aus 1001 Nacht...
Zunächst einmal herzlichen Dank an Apicius für die unkomplizierte Zusendung einer Probe von Dahn Oudh Al Shams von Ajmal. Nun also muss ich mein Versprechen, einen Kommentar zu diesem Parfum zu schreiben, einlösen. Keine leichte Aufgabe... Zunächst einmal kann ich den Hinweisen in Foren, hier handele es sich nicht um ein Anfängerparfum, nur vollauf zustimmen. Und so gesehen überfordert es mich letztlich auch. Zwar habe ich - wie aus meiner Sammlung ersichtlich - keine kleine Erfahrung mit Düften, dies auch schon seit ca. 30 Jahren intensiver Beschäftigung, hier aber versagt jegliche Kategorisierung. Auch ich rieche zunächst Noten, die an Fäkalgerüche erinnern, Urin, Kuhfladen, Schlimmeres? Auch schweißige Komponenten sind zu unterscheiden, aber die kennt man ja nicht nur aus orientalischen, sondern durchaus auch aus westlichen Düfte, auch wenn sie in der Duftpyramide so manchen Parfums vorsorglich nicht genannt werden. So gesehen gibt es schon Überschneidungen zu bekannten Kompositionen, aber letztlich ist das trotzdem hier meilenweit von allem Gewohnten entfernt. Holzige Noten, so wie ich sie gewohnt bin, kann ich hier offen gestanden gar nicht ausmachen. Ich vermisse den typischen Holzton, den modrigen Duft, manchmal auch trocken stechenden Geruch, den einige Parfums enthalten. Auch das sind ja im engeren Sinne keine reinen Wohlgerüche, im Gesamtkontext ergeben sie aber eine spannende, gewollt spannungsreiche Note. Hier wurde m.E. für westliche Nasen überzogen, - aber es ist ja auch kein Parfum für westliche Nasen, insofern muss ich wohl ganz anders an diese Erfahrung heran gehen. Und siehe da: Wenn man sich vollkommen frei macht, von dem, was die meisten unter uns unter Wohlgerüchen, selbst unter animalisch-erotischen Düften verstehen und einfach unvoreingenommen riecht, kann es noch richtig spannend werden. Ich werde von Zeit zu Zeit einen neuen Versuch unternehmen. Ich kann nur warnen, einen solchen Duft ohne Test zu kaufen. Man wird sich wohl sehr langsam an so ein ungewöhnliches Parfum herantasten müssen. Ich kann aber jetzt schon vorhersagen, dass ich mir diesen Duft vielleicht weiter erschließen, aber niemals tragen werde.
4 Antworten
7.5
Flakon
7.5
Sillage
10
Haltbarkeit
5
Duft
Jennytammy

60 Rezensionen
Jennytammy
Jennytammy
Hilfreiche Rezension 10  
Es gibt immer ein erstes Mal
Erst einmal ganz lieben Dank an Apicius für die Duftprobe und die Möglichkeit, Dahn Oudh Al Shams testen zu können. Sorry, dass es etwas länger gedauert hat, aber ich musste für das Testen dieses Ouds in der richtigen Stimmung sein.

Um unbeeinflusst an den Duft ranzugehen, habe ich mir die Kommis vorher nicht durchgelesen. Dadurch kam dann wahrscheinlich auch der Schock und die Überforderung für mein Näschen. Dies war mein erster reiner Oud-Duft und ich war mir der Intensität nicht bewusst, sprühte ich doch gleich 2 mal aufs Handgelenk.

Ich erdufte sofort Kuhfladen und Moder. Muss mich erst mal sammeln und versuche, den Kuhfladen mit Bauernhof zu assoziieren und nach einer Weile klappt es auch. Wenn ich an einen Bauernhof denke, bringe ich schöne Erinnerungen damit in Verbindung. Ich denke an meine Kindheit und den Urlaub auf dem Bauernhof. Trotzdem empfinde ich den Duft noch als stechend, animalisch und modrig-warm. Ich denke, die 2 Sprüher waren einfach zu viel für´s erste Mal.

Der Duft ist eindimensional, ich erdufte zwar etwas leicht zitrisch frisches, aber nur unterschwellig. Er verändert sich bei mir auch nicht, er wird nur natürlicherweise schwächer und damit aber auch erträglicher für mich.

Die Sillage finde ich ziemlich stark (vor allem bei der geringen Dosierung) und die Haltbarkeit ist enorm.

Fazit für mich ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, den Duft zu tragen, wenn ich rausgehe. Vielmehr werde ich das Pröbchen, welches sicherlich ewig halten wird, da ein Sprüher reicht, aufbrauchen, wenn ich zu Hause bleibe. Super finde ich auch McGeitners Idee, ihn als Unterlage zu nutzen. Für den Duft eigentlich viel zu schade, aber ich könnte mir auch vorstellen, ihn dezent als Raumspray zu nutzen um eine heimelige Atmosphäre zu schaffen.

Nachtrag: Jetzt nach einigen Stunden empfinde ich den Duft als pfeffrig und ich kann entfernt Zimt erduften.
3 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
5
Duft
AngelinBlack

2 Rezensionen
AngelinBlack
AngelinBlack
Hilfreiche Rezension 6  
Der Doktor und das liebe Vieh!
So, wie versprochen und nicht ganz unbeeindruckt möchte ich hier über diesen Duft schreiben, den ich dank A. kennenlernen durfte. Und ich muss sagen, dass ich mit so einem Geruch nicht gerechnet hatte! Wie meine Vorredner bzw. -schreiber stieg mir sofort eine unglaublich ungewöhnliche Duftwolke in die Nase, dass ich richtig schockiert war. Meine bisherigen olfaktorischen Erfahrungen sind westeuropäisch geprägt. Meine Nase konditioniert. Und dann so etwas!!! Ich bin auf dem Land großgeworden und kenne die Gerüche die dort herrschen: Vergorrene Trauben im Herbst, den Duft von regennassen Himbeeren etc. und auch diesen Geruch hatte ich schon in der Nase. Zumindest drängt sich sofort der von früher Kindheit an gewohnte Geruch von Kuhstall auf! Ja, die "Fäkalsprache" meiner Mitkommentatoren entspricht auch meinem ersten Eindruck!!! Zusammen mit einem Balanceakt von Reinigungs- bzw. Desinfektionsmitteln ( vor meinem inneren Auge entsteht die Szene, wie ein Landtierarzt gerade durch diesen Stall geht um die Tiere zu impfen oder ihnen Blut abzunehmen) taumelt dieser Duft hin und her und genauso wie dieses Parfum es tut, tut es auch meine Nase! In einem Taumel zwischen Ekel und Neugier schnuppere ich immer wieder an meinem Handgelenk um dann wieder reflexartig meine Nase aus der Dufthoheit dieses Parfums zu bekommen. Etwa zwei Stunden lang wiederholt sich dieses, doch eher seltsame Schauspiel, bis der Geruch seine Intensität ein wenig verloren hat, aber trotzdem weiterhin deutlich erkennbar ist. Mittlerweile sind tausend Gedanken durch meinen Schädel gerast: Was war das? Wer sollte so einen Duft tragen. Kann ich ihn tragen?... Am Ende bin ich um eine, für meine unerfahrene Nase extreme Erfahrung reicher und muss sagen, dass es für mich sehr schwierig ist, diesen Duft zu beschreiben. Macht selbst die Erfahrung! Ich empfinde ihn als aussergewöhnlich und verstehe jetzt warum dieser tiefgründige Duft hervorragend dazu geeignet ist, in Spuren, verdünnt und dezent in Parfums eingesetzt zu werden. Gerade weil dieser Geruch so extrem ist, eröffnet er eine Komponente, die spannend sein kann. Die Haltbarkeit ist gut und die Sillage auch aber pur is nix für mich! Trotzdem bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher, dass ist doch auch etwas :)
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

12 kurze Meinungen zum Parfum
JU1993JU1993 vor 8 Jahren
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHHHHHHHHHHHHHH - nicht hilfreich, ich weiß.
1 Antwort
PhönizienPhönizien vor 5 Jahren
Andy, du riechst wie 'ne Kuh aus dem Arsch, äußerte unser Trainer besorgt. Andy öffnete heimlich mein Handschuhfach und parfümierte sich...
3 Antworten
ErgreifendErgreifend vor 7 Jahren
6
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
0.5
Duft
Wein, mit Blut gemischt.
Angetrocknet an einer persischen Hausmauer - der Hitze ausgesetzt.
Besudelt von Straßenkötern.
Irre!
3 Antworten
Mustang69Mustang69 vor 4 Jahren
9
Duft
Starker Auftritt. Holzig, scharf, würzig. Strenges Oud, immer wieder fäkal. Warmer, pilziger Waldboden. Mag ich!
2 Antworten
SchiliSchili vor 6 Jahren
8
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
um diesen Duft zu genießen muss man die ersten 15min überleben:-)
1 Antwort
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