Jolie Madame 1953 Parfum

Jolie Madame (Parfum) von Balmain
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9.1 / 10 8 Bewertungen
Ein Parfum von Balmain für Damen, erschienen im Jahr 1953. Der Duft ist ledrig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Die Produktion wurde offenbar eingestellt. Der Name bedeutet „schöne Dame”.
Aussprache
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Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
BergamotteBergamotte ArtemisiaArtemisia GardenieGardenie KorianderKoriander NeroliNeroli
Herznote Herznote
NarzisseNarzisse IriswurzelIriswurzel JasminJasmin RoseRose TuberoseTuberose
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos VetiverVetiver LederLeder MoschusMoschus PatchouliPatchouli KokosnussKokosnuss ZibetZibet

Parfümeur

Bewertungen
Duft
9.18 Bewertungen
Haltbarkeit
9.18 Bewertungen
Sillage
7.58 Bewertungen
Flakon
7.814 Bewertungen
Eingetragen von ExUser, letzte Aktualisierung am 12.02.2024.
Variante der Duftkonzentration
Hierbei handelt es sich um eine Variante des Parfums Jolie Madame (Eau de Toilette) von Balmain, welche sich in der Duftkonzentration unterscheidet.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
Jolie Madame (Eau de Toilette) von Balmain
Jolie Madame Eau de Toilette
Vivara (1965) (Parfum) von Emilio Pucci
Vivara (1965) Parfum

Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
10
Duft
Minigolf

2242 Rezensionen
Minigolf
Minigolf
Hilfreiche Rezension 7  
Geheimnisvolles aus dem Zaubergarten
In einer kleinen französischen Stadt , ich nenne sie mal Plaisir Le Bain, wo noch sehr viele alte Häuser stehen, gibt es mitten im Ort einen öffentlichen Garten, direkt hinter einem alten Palais, in dem sich nun die örtliche Bücherei und das Museum befinden. Der Garten ist nicht riesig, aber groß genug, dort in Ruhe zu verweilen, auch wenn ihn mehrere Leute besuchen. Inmitten von Buchsbaumhecken und Kräuter- und Blumenbeeten ist ein Brunnen mit einer Sonnenuhr. Auch Bäume, alt und stolz, beherbergt er. Weiden, deren Zweige lang herunterhängen, fast bis zum Boden, Eichen und Zypressen. Hier duftet es im Frühsommer so geheimnisvoll wie der Garten den Anschein hat. Jasmin blüht dort in weißer Pracht, direkt in der Nähe des Brunnens mit der Sonnenuhr. Iris pudern blaue Düfte, Rosen, aromatisch-würzig, verführen jeden Besucher zum Schnuppern. Gräser aller Art verbreiten einen herb- grünen Duft. Und die Eichen, an denen das graugrüne Moos in langen Schleiern hängt, trägt "tintiges" Märchenaroma bei. Auch die Weiden, die der Wind leise rascheln lässt, haben einen leicht harzig-erdigen Geruch. Birken, die ihr silbernes Laub präsentieren, geben ein fast "lederiges" Odeur zum Besten. Nicht zu vergessen zwei uralte Linden, deren Blüten ein ganz besonderes und fast geheimnisvolles Aroma verbreiten, gehören um die Frühsommer-Zeit zu den "Duft-Stars" des ehemaligen Palais-Gartens. Unter ihnen verweilt man gern, besonders gegen Abend, da ist ihr Duft am präsentesten. Dem Wasserspiel des Brunnens zu lauschen, all das duftende Bunt und Grün, der"magische" Mittelpunkt, auf den alle kleinen und größeren Wege zustreben und die ganze Atmosphäre ist wie verzaubert.
Ein junges Mädchen hat sich darin verliebt. Auch des Duftes wegen. Sie kommt allabendlich nach der Arbeit in der Bücherei hier heraus und träumt den Duft, den sie gerne "komponieren" würde. Sie spart schon länger für die Ausbildung zur Parfümeurin. Sammelt Eindrücke, erfreut sich an den Düften und sinniert darüber, über die Duftnoten über alles, was dazugehört. Nach einiger Zeit hat sie genug Franc und lernt ihren Traumberuf bei "großen Nasen". Bei ihrer "Gesellenprüfung" stellt sie ihren Duft vor. Sie nennt ihn "Jolie Madame", als Hommage an die glücklich- sinnlichen Momente als Sechzehnjährige "Kleine Dame" in jenem Zaubergarten.
Germaine Cellier wird durch ihn bekannt und selber bald zur "Nase".......
1 Antwort
8
Flakon
8
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Gold

256 Rezensionen
Gold
Gold
Top Rezension 42  
What's in a name...
Irgendwann zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen clevere Parfumverkäufer, die man heute "marketing-specialists" nennen würde, auf die Idee, Parfums in zwei Kategorien einzuteilen.
Frau - Mann. Pour femme - pour homme...
Während das großartige "Jicky" von Guerlain zu Beginn noch ohne ein solches Etikett auskam und Diaghilev seine Kulissen für die Ballets Russes mit "Mitsouko" einsprühte, formierte sich wohl langsam im Hintergrund der Club der schlauen Gender-Markierer.
Die Kategorisierung erleichtert nämlich den Verkauf und die zielgruppengerechte Werbung.
Außerdem fällt auch die Namensgebung leichter. Hießen grandiose Kreationen der von mir sehr verehrten Germaine Cellier zu Beginn ihrer Karriere noch "Bandit" und "Vent Vert", also gender-neutral, so erschien 1953 bei Balmain ihr Duft "Jolie Madame", ein von der Namensgebung her eindeutig weiblich konnotiertes Parfum.
Nun, die 50's sind ja berühmt-berüchtigt für ihre Spießigkeit und Enge. Man denke nur an die aus heutiger Sicht fast schon absurd anmutenden Rollenbilder, die damals besonders in der Werbung vermittelt wurden ("Eine moderne Frau hat zwei Probleme: Was koche ich heute und was ziehe ich an?" - Fernsehwerbung im deutschen TV).

Welches Bild evoziert nun der Name "Jolie Madame"? Ist das Parfum gar "hübsch" und womöglich sogar gefällig und harmlos?
Mitnichten.
Selten haben Name und Inhalt schlechter zusammen gepasst als in diesem Fall. Cellier schuf mit "Jolie Madame" ein Parfum, das in seiner Tiefe und Ausstrahlung dem großen "Bandit" in nichts nachsteht.
Es ist eines dieser Kunstwerke, die nicht im Einzelnen aufgeschlüsselt werden können und müssen.

(Ja, Parfum kann Kunst sein. Genau dann, wenn der Parfumeur oder die Parfumeurin mehr vermag als nur solides Kunsthandwerk zu liefern!)

Wer aber jetzt hier eine "Pyramidenherunterbetung" von mir erwartet, kann an dieser Stelle die Lektüre beenden.
(Übrigens bekenne ich freimütig, dass mir diese "Pyramiden" hier grundsätzlich komplett egal sind. Ich teste immer ohne vorheriges Studium der angeblichen Inhaltsstoffe und versuche, zunächst selbst herauszufinden, was ich rieche.)

Cellier verwendete (so schreiben es die Spezialisten à la Luca Turin in ihren Guides) sogenannte "Schiff-Bases", also vorgefertigte, bestimmte Basisnoten, auf die sie dann ihre Parfums aufsetzte.

"Jolie Madame" riecht für mich unfassbar elegant und komplex nach einem abstrakten Blumenbouquet, das auf jeden Fall in meiner Fantasie lilafarben ist. Zugleich weist der Duft bittere Noten auf, zudem eine gewisse Ledrigkeit. Auch ein leichter Möbelpolitureffekt schwingt mit, gepaart mit einer dunklen, kühlen Erdigkeit.
Es ist eine vollkommen ernste und vielleicht sogar melancholische Anmutung, die von diesem Parfum ausgeht.
Und natürlich ist es für alle Menschen, die sich zu ihm hingezogen fühlen, tragbar und wird ihre Ausstrahlung komplettieren.

Cellier, das Genie, sprengte also die etablierten Kategorien auch in den 50's.
Ihre Kreation hieß "Jolie Madame", würde aber heute selbstverständlich als geschlechtsneutral verkauft werden, wenn sie denn von einem Nischenlabel stammen würde.
Obwohl ich (aus völlig anderen Gründen!) nicht immer euphorisch aufschreie, wenn es um Nischendüfte geht, so muss ich auf jeden Fall festhalten, dass es sehr wohltuend und positiv ist, wenn Firmen generell auf die überkommenen Gender - Festlegungen bei Parfum verzichten.
Linda Pilkington von Ormonde Jayne berichtete unlängst in einem Guardian - Artikel, dass sie vor ungefähr 20 Jahren damit aufgehört hat, ihre Düfte in "for women / for men" einzuteilen.
Ein Kunde hatte sich für ein Parfum begeistert, das "for women" im Namenszug trug und fühlte sich jetzt "kind of embarrassed" mit seiner Wahl.
Im 21. Jahrhundert sollten wir nicht mehr peinlich berührt sein, wenn wir als Männer Rosendüfte lieben oder als Frauen (so wie ich) Leder und dunkle Gewürze.
Calvin Klein hat mit seinem "CK1" im Grunde nur an die Zeit vor der großen Marketing - Gender - Markierung angeknüpft.
"Jicky" war unisex. 4711 sowieso. Und in orientalischen Ländern war und ist es schon immer Usus, dass Männer sehr blumige und starke Parfums benutzen. Niemand würde ihnen deswegen ihre Maskulinität absprechen.
Leider gibt es weiterhin unzählige Hersteller, die auf Farbcodes und Namen setzen. Rosa und Orangetöne für die Damenwelt, dunkle Farben für die Jungs. Sogar die Rasierer sind pink, wenn sie "for women" ausgelegt sind. Und dazu auch noch teurer als Männerprodukte - der klassische Mainstream - Damenduft übrigens auch.
Aber das ist ein anderes Thema.
Wir sind ja selbst Schuld, wenn wir nichts anderes im Kopf haben, als "jolie" zu sein und dafür auch noch bereit sind, mehr zu bezahlen.
Übrigens, "Jolie Madame" war in edles Grau gewandet...- très chic, totalement "unisexe".
32 Antworten

Statements

3 kurze Meinungen zum Parfum
AzuraAzura vor 3 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Bittergrünes Lachen, narzissengefährlich tuberosenbetörend funkelnde Augen. Doch hinter blumig elegantem Schein wohnt eine Kräuterlederhexe.
12 Antworten
GschpusiGschpusi vor 6 Jahren
Herbblumige, grüne Schönheit. Elegant und geheimnisvoll. Das "kleine Schwarze" in animalischem Leder auf unreifer Kokosnuss tanzend.Göttlich
0 Antworten
GoldGold vor 6 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Germaine Cellier kreierte Meisterwerke, "Jolie Madame" ist ein solches. Zum Niederknien schön.
Ein perfektes Signature - Parfum.
1 Antwort

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
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